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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trinkt er heimlich?



Viktorija1
05.11.2008, 16:53
Hallo,
ich brauche eure Hilfe, weil ich nicht mehr weiter weiß. Mein Freund trinkt gerne abends zwei, drei Flaschen Bier. Ich habe früher gerne Wein getrunken, aber aus gesundheitlichen Gründen trinke ich nur ganz selten Alkohol. Die zwei oder drei Flaschen Bier am Abend sind für mein Gefühl schon zuviel. Aber bei der Durchsicht unserer Einkaufszettel fiel mir etwas auf. Wir sammeln beide unsere Zettel und er rechnet dann am Ende des Monats ab. Er arbeitet zur Zeit sehr viel und die Zettel häufen sich jetzt seit drei Monaten. Also nahm ich mir zunächst seinen Packen vor und stutzte. Jeden !!! Tag steht ein Betrag von 2,69 € für Jägermeister auf der Rechnung. Wieviel das ist, kann ich nicht ermessen. Er trinkt also bevor er von der Arbeit kommt, erstmal seinen Jägermeister. Immerhin hat der 35 % Alkohol. Das ist nicht wenig und ich denke, das kann abhängig machen. Gestern standen sogar 9,99 € auf der Rechung. Abgesehen davon, dass ich keine Lust habe seinen Jägermeisterkonsum mit zu finanzieren, mache ich mir Gedanken, wie ich das einzuordnen habe. Ich bin ehrlich ziemlich erschüttert und möchte ihn gerne sehr schnell darauf ansprechen. Es kann sein, dass er dann völlig zu macht. Aufgefallen ist mir, dass er in der letzten Zeit aggressiv wirkt und lauter redet. Kann das schon davon kommen, dass er vorher getrunken hat? Ich habe diesbezüglich keine Erfahrung und wäre für jeden Beitrag dankbar.

Kraecker
05.11.2008, 17:39
Von "hier aus" lässt sich schwer beurteilen, ob dein Freund ein Alkoholproblem hat.
Täglicher Konsum kann tatsächlich schnell zu einer Gewohnheit werden, die nicht mehr leicht abzulegen ist.

Das einzige, was ich dir raten kann, ist, ihn so bald wie möglich auf die Sorgen anzusprechen, die du dir machst.

Woodstock62
05.11.2008, 19:14
Und JA! Er trinkt heimlich. Und wenn er heimlich trinkt hat er höchstwahrscheinlich auch ein Alkoholproblem... eigene üble Erfahrung...

Viel Glück!
Woodstock

Claudi65
05.11.2008, 21:09
Oh,oh,dass hört sich aber nicht gut an.Ich denke auch,wie woodstock,wenn jemand heimlich trinkt,hat er ein Problem.Nach der Arbeit so ein,zwei Jägis zum runterkommen und bevor man nach Hause geht,dass ist nicht gut.
Suche so schnell wie möglich ein Gespräch mit ihm und bewege ihn dazu,dass er etwas unternimmt,sonst hängt er schneller in der Scheisse,als ihm lieb ist.Das Problem ist halt,dass diese Maneschen denken,sie haben kein Problem und sich das nicht eingestehen wollen,erst wenn es zu spät ist.

Inaktiver User
05.11.2008, 21:26
Ich bin familiär in Sachen Alkohol ziemlich vorbelastet. U.a. ist mein Vater Alkoholiker. Mal abgesehen von dem Jägermeister finde ich das tägliche Bier schon zuviel. Ich trinke auch gerne mal ein Bier oder einen Wein, aber es können gerne mal Tage oder Wochen dazwischen liegen, an denen gar nichts getrunken wird.

Gibt es denn Tage, an denen KEIN Bier getrunken wird?

Verschaff Dir Klarheit und sprich mit ihm. Es muss noch kein Alkoholismus sein, aber der Übergang dorthin ist schleichend. Geh sensibel, aber offen mit dem Thema um und fang nicht an, es zu beschwichtigen oder zu beschönigen oder Entschuldigungen für das Trinken zu finden. Das ist nämlich oft der Fehler, den Partner/-innen machen. Vielleicht ist er vernünftig und drosselt seinen Alkoholkonsum (sofern er es noch kann). Die Tatsache, dass er die Einkaufbons offen liegen lässt, so dass Du es sehen kannst, deutet darauf hin, dass er es noch nicht für bedenklich hält.

Alles Gute!
Raphaela

Viktorija1
06.11.2008, 14:35
Hallo,
ich habe mit ihm geredet und er hat sich zumindest meine Bedenken angehört. Er meint, er habe kein Problem und könne jederzeit damit aufhören. Das soll er dann mal machen. Ich habe ihm unmissverständlich klar gemacht, dass ich mit zwei Männergruppen nichts zu tun haben möchte: das sind einmal die mit einem Alkoholproblem und die anderen mit psychischen Problemen.
Seinen Bierkonsum finde ich schon problematisch. Aber ich kann mit ihm nur reden, er muss da etwas ändern. Ob er das schafft, bleibt dahingestellt. Eigentlich hätte ich ihn gerne aufgefordert, den Werbesatz zu vervollständigen: Ich trinke Jägermeister, weil... Es muss doch einen Grund geben, dass er damit angefangen hat. Stress auf der Arbeit haben wir fast alle. Aber er redet nicht über seine Probleme.
Vielen Dank für die netten Antworten!

Elch
06.11.2008, 14:38
die anderen mit psychischen Problemen.

Boah, wie hart! Können wir nicht alle in eine Situation geraten, in der wir psychisch leiden, Probleme haben? Auch du?

Ich bin froh, dass ich nie einen Partner hatte, der mir sowas sagte. Das wär auf jeden Fall nicht mehr mein Partner.

marylin
06.11.2008, 15:16
Reiner Selbstschutz und meiner Meinung nach völlig berechtigt.
Warum soll sie sich absichtlich Probleme ranholen?

Elch
06.11.2008, 15:27
Bin ich froh, dass mein Freund damals nicht so dachte und mich nicht verlassen hat, weil es mir nicht so gut ging.

Ich finde auch, das ist eine sehr gute, na, zumindest eine sehr zeitgemäße Einstellung: Menschen, die Probleme haben, sollte man allein lassen. Erst recht noch, wenn es die eigenen Partner sind. Unnötiger Ballast. Werde mich mal erkundigen, wie eine Scheidung abläuft.

Viktorija1
06.11.2008, 17:10
hallo Elch,
sicherlich mag das hart klingen, aber es ist ehrlich. Dass es meinem Partner mal schlecht geht, gehört natürlich dazu und das trage ich auch mit. Aber ich habe jahrelang mit einem depressiven Mann zusammengelebt, der jegliche Kraft aus mir abgezogen hat. Das möchte ich nie mehr mitmachen. Sieh meine Entscheidung auf diesem Hintergrund.
Gruß Viktorija

Dachziegel
07.11.2008, 00:04
Er meint, er habe kein Problem und könne jederzeit damit aufhören.
Das ist der Antwort-Klassiker und spricht eher für mangelndes Problembewusstsein als für einen Grund zur Entwarnung. Leider.
Sei wachsam und pass auf Dein Wohlbefinden auf.

marylin
07.11.2008, 08:23
Zitat von Viktorija1
Er meint, er habe kein Problem und könne jederzeit damit aufhören.

Dann soll er´s beweisen. Einfach mal 4 Wochen null Alkohol. Ist auch gut für die Leber, die ist danach wie neu.:smirksmile:

Wie ist es eigentlich, wenn er krank ist oder einen wichtigen Termin vor sich hat? Trinkt er dann auch? Das wäre wirklich bedenklich.

Viktorija1
07.11.2008, 14:43
Hallo,
krank ist er nicht :wie?: . Ich glaube, er ist nicht dem Alkohol verfallen, aber ich kann sein Trinkverhalten so nicht akzeptieren. Ich habe es ihm noch einmal in aller Deutlichkeit gesagt. Falls nichts an Alkoholischem im Haus ist, muss er auch nicht rausgehen und es sich besorgen. Das macht ihm keine Probleme, insofern gebe ich die Hoffnung noch nicht auf. Er ist der Kategorie "älterer Mann" zuzuordenen :smirksmile: und gerade bei diesen Männern habe ich häufig festgestellt, dass sie gerne einen über den Durst trinken. Haben sie vielleicht auch ein Problem mit dem Älterwerden? In dieser Altersgruppe wird besonders viel getrunken.
Gruß Viktorija

Inaktiver User
07.11.2008, 14:59
Da muss ich Dir aber widersprechen. Ich kenne KEINE Altersgruppe, in der besonders viel getrunken. Vielleicht experimentiert man als Jugendlicher mal etwas, aber nicht so. Ich denke, gerade wenn man älter wird, hat man sich in dieser Hinsicht besser im Griff - besonders weil man auch um die Gefahren weiß. Jeden Tag mehrere Flaschen Bier und ein obligatorisches Fläschen Jägermeister - also ich weiß nicht.....

Inaktiver User
07.11.2008, 22:51
Falls nichts an Alkoholischem im Haus ist, muss er auch nicht rausgehen und es sich besorgen.

Okay, aber er sorgt immerhin dafür, daß er tagsüber sein Quentchen Alkohol bekommt- wobei ich den Jägermeister dazu schon mehr als Medizin (im Sinne von "Mittel zum Zweck") betrachte denn als Genuss.

Kein Mensch, kein einziger, trinkt Jägermeister aus Freude am guten Geschmack, das ist ein Zeug, was schlicht knallen soll.

Skipperin
09.11.2008, 18:53
[quote=marylin]Dann soll er´s beweisen. Einfach mal 4 Wochen null Alkohol. Ist auch gut für die Leber, die ist danach wie neu.:smirksmile:


Damit ist nichts gewonnen. Dann sagt er siehst du , ich habs dir doch gesagt und weiter gehts.
Ich sprech da aus leidvoller Erfahrung! Sogenannte Quartalsäufer.
20 Jahre verheiratet mit einem Alkoholiker. Gottseidank seit 8 Jahren glücklich geschieden!

Inaktiver User
10.11.2008, 07:08
[quote=marylin]Dann soll er´s beweisen. Einfach mal 4 Wochen null Alkohol. Ist auch gut für die Leber, die ist danach wie neu.:smirksmile:


Damit ist nichts gewonnen. Dann sagt er siehst du , ich habs dir doch gesagt und weiter gehts.
Ich sprech da aus leidvoller Erfahrung! Sogenannte Quartalsäufer.
20 Jahre verheiratet mit einem Alkoholiker. Gottseidank seit 8 Jahren glücklich geschieden!


Sicher ist damit nichts gewonnen- aber manche (nicht wenige) Alkoholiker müssen erst kapieren, daß sie auch nach diesen Trinkpausen von mehreren Wochen wieder genauso übermässig zuschlagen wie vorher und den Alkohol komplett meiden müssen.
Das funktioniert nur über die persönliche Erkenntnis, niemals über Ratschläge von aussen.

Moni77
13.01.2011, 14:02
Hallo, ich bin neu hier, da ich grad gegoogelt habe und euch entdeckt habe. Ich habe mit niemand so richtig über dieses Thema gesprochen, mein Mann trinkt. Wir sind seit 1995 zusammen, haben 2004 geheiratet und 2007 sind wir Eltern geworden, momentan bin ich in der 10.Woche! Ja, habe ihn so kennengelernt, er trinkt hauptsächtlich Bier, habe es damals nicht so gesehen wie heute, mein Vater hat auch gern getrunken, es gibt bei uns "bis jetzt" keine Gewalt, weil ich es nicht zu lasse, heißt: wenn ich merke das er streiten oder disquttieren möchte, halte ich mich zurück, schon wegen unserem Sohn!! Aber wenn er richtig angetrunken ist, wird er laut, schreit rum, macht die Musik sehr laut, dann bekomme ich Angst vor ihm. Er trinkt nicht regelmäßig, es kann passieren das er wochenlang nichts trinkt, und dann plötzlich paar Tage hintereinander! Am nächsten Tag kann ich mit ihm darüber reden, und er gibt mir recht, meint immer wieder, das er eh kein Bock mehr auf Bier hat,...

_maddin_
13.01.2011, 14:40
Es gibt Anlaufstellen für Angehörige von Menschen, die Suchtmittel mißbrauchen.

Die Suchtberatungsstelle(n) in Deiner Nähe können Dir Auskunft geben.

Auch gibt es Angehörigengruppen, z.B. Al Anon.

Da er selbst im Grunde weiß, daß er keine Kontrolle mehr hat, könnte er auch die Suchtberatungsstelle aufsuchen. Oder ihr beide zusammen.

Und Du solltest ihm klare Grenzen setzen. Die Duldung Deinerseits mindert seine Motivation, etwas zu tun. Und im Moment bist Du besonders schutzwürdig.


Informiere Dich und setz Dich mit ihm zusammen, beredet das. Schweigen löst nichts. Mach ihm auch klar, daß Du bei seinem nächsten Mal Hilfe von Außen holen wirst, daß Du die Polizei rufen wirst.

Moni77
13.01.2011, 15:13
maddin

Danke für deine Antwort! Ich kann mich nicht mit ihm zusammen setzten und darüber sprechen, er findet das lächerlich und meint, was mach ich so ein Drama draus,...wenn ich ihm drohe mit der Polizei, dann wird er sagen: Mach doch! Er trinkt ja nicht jeden Tag, aber ich möchte ein Leben/eine Zukunft mit ihm, OHNE Alkohol! Das habe ich ihm oft gesagt, dann meint er: schlag ich dich? Betrüg ich dich? Schlag ich denn kleinen? Habe ich jemand umgebracht? NEIN! Ich trinke nur ab und zu ein Bierchen! Das sagt er dann, dann denk ich mir, ich bin die jenige die das viell. so Spießig sieht, man lass ihn doch sein Bier trinken,...

Skipperin
13.01.2011, 16:48
Moni, das hat meiner auch immer gesagt. Mit den Jahren wurde das aber immer schlimmer. Wenn man angst hat stimmt gewaltig was nicht.
Ich hatte zum Schluss auch angst. Da hab ich mich getrennt. Du wirst zum Co-Alkoholiker und deine Kinder auch.
Du kannst alleine zur Beratung gehen. Ohne deinen Mann. Es gibt Gruppen für Angehörige dort findest du kompetenten Rat und Hilfe. Ich würde das auf jedenfall empfehlen.

_maddin_
13.01.2011, 17:34
maddin

Danke für deine Antwort! Ich kann mich nicht mit ihm zusammen setzten und darüber sprechen, er findet das lächerlich und meint, was mach ich so ein Drama draus,...

Bitte.
Ah, ich hatte es so verstanden, daß er am Tag nach dem Konsum schon überlegt, daß da gewaltig was nicht stimmt. Aber ok, er leugnet dann schon.


wenn ich ihm drohe mit der Polizei, dann wird er sagen: Mach doch!

Und warum machst Du nicht?


Er trinkt ja nicht jeden Tag, aber ich möchte ein Leben/eine Zukunft mit ihm, OHNE Alkohol!

Es ist doch egal, wie oft er trinkt. Er hat keine Kontrolle! Und wie Du es ja selbst schreibst: Du willst das nicht mehr. Also schütze Dich und such Dir Rat und Unterstützung.


Das habe ich ihm oft gesagt, dann meint er: schlag ich dich? Betrüg ich dich? Schlag ich denn kleinen? Habe ich jemand umgebracht? NEIN! Ich trinke nur ab und zu ein Bierchen! Das sagt er dann, dann denk ich mir, ich bin die jenige die das viell. so Spießig sieht, man lass ihn doch sein Bier trinken,...
Es ist auch typisch für Abhängige, wenn sie versuchen zu relativieren. Er säuft! Nur das ist, was zählt. Nicht das, was er (noch) nicht macht.
Und ja, auch Dein Verhalten ist schon co-abhängig.

Also, lasse Dir helfen! Bitte!:blumengabe:

Moni77
13.01.2011, 17:40
Moni, das hat meiner auch immer gesagt. Mit den Jahren wurde das aber immer schlimmer. Wenn man angst hat stimmt gewaltig was nicht.
Ich hatte zum Schluss auch angst. Da hab ich mich getrennt. Du wirst zum Co-Alkoholiker und deine Kinder auch.
Du kannst alleine zur Beratung gehen. Ohne deinen Mann. Es gibt Gruppen für Angehörige dort findest du kompetenten Rat und Hilfe. Ich würde das auf jedenfall empfehlen.

Er ist kein Alkoholiker,ich würde ihn als Gelegensheits-Trinker bezeichnen. Er weiß genau das ich es nicht mag wenn er zuhause Bier trinkt, er würde auch nie zu mir sagen:Schatz, habe Lust auf ein Bier, ich gehe schnell los und hole mir paar Flaschen,...viell. hätte ich das gerne so, also das er das heinlich macht, so wie heute, er hat heimlich im Bad eine Dose getrunken, dann sagte er: er geht schnell zu Tankstelle und holt Zigaretten. Und warum? Weil er Lust auf mehr hat und sich nicht traut es mir zu sagen! Ich hasse es wenn er trinkt, ich hasse es so sehr! Dann kann es wieder sein, das er wochenlang NICHTS trinkt!! Das ist das was ich nie verstanden habe!!

brighid
13.01.2011, 17:43
moni, mich würde interessieren: wie definierst du alkoholiker?

Skipperin
13.01.2011, 19:14
doch doch er ist Alkoholiker!!
Meiner hat oft 4 Wochen Trinkpause eingelegt um zu beweisen, dass der aufhören kann wenn er will. Nur warum soll er den nix trinken. Es trinken doch alle...........................
Die Sprüche sind immer gleich. Bitte geh in ne AngehörigenGruppe.

Moni77
13.01.2011, 20:20
moni, mich würde interessieren: wie definierst du alkoholiker?

Ich weiß auch nicht, Menschen die morgens schon trinken, Menschen die immer trinken, Menschen die alles trinken (Bier, Wein,...)

brighid
13.01.2011, 20:22
ich empfehle dir die anonymen alkoholiker oder ähnliche gruppierungen für angehörige.

sachkenntnis könnte dir die augen öffnen.

Moni77
13.01.2011, 20:23
maddin

danke! Aber ich habe Angst, kann dir auch nicht sagen warum,nicht Angst weil ich nicht ohne ihn sein kann, das kann ich ganz sicher, Angst einen Schritt zutun, weil alles kapputt geht nur wegen dem Alkohol, wir Streiten uns nie ob man mir das glaubt oder nicht, wenn wir streiten dann nur wegen dem Thema Alkohol!

_maddin_
13.01.2011, 20:43
maddin

danke! Aber ich habe Angst, kann dir auch nicht sagen warum,nicht Angst weil ich nicht ohne ihn sein kann, das kann ich ganz sicher, Angst einen Schritt zutun, weil alles kapputt geht nur wegen dem Alkohol, wir Streiten uns nie ob man mir das glaubt oder nicht, wenn wir streiten dann nur wegen dem Thema Alkohol!

Meinen Vorschreiberinnen kann ich nicht ganz zustimmen. Ob er Alkoholiker, also die Krankheit hat, kann man von hier aus nicht sagen. Obwohl vieles dafür spricht.

Aber es ist auch egal, zumindest benutzt er das Suchtmittel definitiv mißbräuchlich. Und, das Wichtigste, er verliert die Kontrolle!!!

Nein, Du kannst nicht ohne ihn sein. Mach Dir doch nichts vor und schiebe alles auf den Alkohol. Wenn Du ohne ihn könntest, würdest Du ihn ja gar nicht lieben. Warum also dann der Aufstand? Sei doch wenigstens Du so ehrlich und zieh einen Schlußstrich! Ist das Dein Ernst? Eine Ehe aufrecht erhalten, nur der Fassade wegen?

Ach, ich kann Dir das locker glauben, daß ihr sonst nicht streitet. Ich könnte Dir jetzt auch sagen, daß er genau deswegen trinkt. Weil er merkt, daß Du ohne ihn könntest, weil.... etc. Bringt Dich aber nicht weiter.

Was erwartest Du denn eigentlich hier? Den Rat, Dich zu einer Suchtberatungsstelle oder etwas anderes in die Richtung zu gehen (Hausarzt wäre eventuell auch eine Möglichkeit), lehnst Du ja ab. Und Huhn?

Aus Dir sprechen massig Verlustängste und Co-Abhängiges Verhalten. Also rappel Dich auf und suche Dir Hilfe!

Skipperin
13.01.2011, 21:58
es ist noch nicht schlimm genug für sie.
Moni, mein Ex hat nur Bier getrunken. Nur Weizenbier. Aber das hat den höchsten Alkoholgehalt.8-10 Bier am Tag ist ja auch nicht viel.( Ironie)

Moni77
13.01.2011, 22:04
maddin

ich erwarte nichts von hier!! Ich wollte einfach nur darüber schreiben. Wünsche euch einen schönen Abend, und danke das ich mit euch darüber sprechen durfte,lg!!

Woodstock62
13.01.2011, 23:54
Oje, Moni... Vermeidungstaktik... meiner trinkt auch... nachdem er fast 2 Jahre trocken war, nach 'ner Therapie. Vor Weihnachten ist mir der Kragen geplatzt, ich hab ihn aufgefordert was zu tun, egal was. Aber wenn er weiter trinkt, muss er gehen. Fertig! Ich hab die Schnauze nämlich gestrichen voll und werde mir alles vom Leib halten/schaffen, was mich streßt und nervt.

Grüssle Woodstock

Partelia
14.01.2011, 00:02
Moni wenn du Angst vor ihm hast dann brennt die Hütte doch bereits.
Dein erstes Kind ist jetzt 4 oder? In dem Alter bekommt man schon einiges mit.

Deine Unsicherheit und deine Angst färben früher oder später auf das Kind ab, mal ganz abgesehen von den Aussetzern des Vaters.

Wenn du schon für dich selber nicht den Mut hast etwas zu ändern tus wenigstens für deine Kinder (so wie ich es verstanden habe bist du ja wieder schwanger?).

Pack dein Kind ein und geh, solange du noch kannst.

Im übrigen spielt es mMn keine Rolle ob er jetzt in deinem Falle tatsächlich schon ein Alkoholproblem hat oder nicht.

Er zeigt definitiv einen Verhaltensfehler (rumschreien, Streit suchen etc.), dessen Ursache mir an deiner Stelle erstmal egal wäre, und Null Einsicht. Dieses Verhalten schadet deinem Kind und deine Pflicht als Mutter ist es, dein Kind davor zu schützen!

Loinette
14.01.2011, 10:59
Ich seh das ganz genauso wie Partelia - ich bin nämlich so ein Kind eines Alkoholikers. Seit ich denken kann hat es in meinem Leben eine Rolle gespielt, ob und wieviel mein Vater trinkt. Nicht dass er irgendwann einmal auch nur ansatzweise agressiv geworden wäre, aber trotzdem haben dieses ewigen Auseinandersetzungen unsere ganze Familie kaputt gemacht und sowohl meine Geschwister und ich sind heute vehemente Verfechter der Kinderlosigkeit - frag Dich mal warum.

So eine Lebenssituation kann ein Kind nachhaltig prägen für den Rest seines Lebens - negativ prägen und es ist Deine Aufgabe als Mutter, das zu verhindern! Tust Du es nicht, machst Du Dich schuldig.

Inaktiver User
14.01.2011, 11:34
Tust Du es nicht, machst Du Dich schuldig.

Ich finde es problematisch, von "schuldig" zu sprechen in diesem Zusammenhang.
Niemand ist absichtlich alkoholkrank- genauso, wie niemand aus boshaften Gründen versucht, die Familie zusammenzuhalten.
Die Motive dahinter sind grundsätzlich erst einmal gute und sollten deswegen meiner Meinung nach von Schuldzuweisungen freigehalten werden.

Dieses Hinauszögern einer Entscheidung, dieses Abwägen und innerliche Verhandeln geschehen doch aus dem Bedürfnis heraus, eine Familie zu bewahren. Ein Lebensmodell zu erhalten,welches eigentlich mal für immer gedacht war.
Das alles über den Haufen zu werfen, bedeutet, jede Menge eigene Wertvorstellungen erst mal ad acta zu legen und sich eine neue Lebensform suchen zu müssen.
Verlust- und Versagensgefühle spielen dabei eine enorm große Rolle.

All das wuppen zu können und wollen- das ist ein enormer Kraftakt.

Es gibt in diesem Forum den Strang "Meine Frau trinkt zuviel", in dem eindrucksvoll klar wird, wie schwer es ist, sich soweit zu distanzieren, daß man den Schritt der Trennung vollzieht.

Vielleicht ist dort ja der eine oder andere Beitrag hilfreich?

Partelia
14.01.2011, 12:42
Dieses Hinauszögern einer Entscheidung, dieses Abwägen und innerliche Verhandeln geschehen doch aus dem Bedürfnis heraus, eine Familie zu bewahren. Ein Lebensmodell zu erhalten,welches eigentlich mal für immer gedacht war.
Das alles über den Haufen zu werfen, bedeutet, jede Menge eigene Wertvorstellungen erst mal ad acta zu legen und sich eine neue Lebensform suchen zu müssen.
Verlust- und Versagensgefühle spielen dabei eine enorm große Rolle.

Das Problem dabei ist, zumindest nach meiner Erfahrung, je länger man wartet desto weniger wird man Handlungsfähig.
Alkoholismus färbt auf die ganze Familie ab und macht sie krank.
Zumal sie ja wohl, wenn ich das richtig verstanden habe, mit einem zweiten Kind schwanger ist.
Mit zwei Kindern wird es nicht leichter weg zu gehen.


Ich würde in dem Zusammenhang auch nicht von Schuld sprechen.
Aber gewisse selbstsüchtige Motive spielen meistens schon mit rein, meiner Meinung nach.
Sei es dass man alleine finanziell schlechter da steht, man sich vor dem Alleinsein fürchtet oder der irrigen Frage nachjagt "Was würden wohl die Nachbarn denken?".
Verbunden mit der Hoffnung er könne sich ja noch ändern und noch wäre es ja nicht so schlimm.

Die Grenzen verschieben sich aber immer mehr.
Am Anfang ist es vielleicht noch: Aber noch betrügt er mich ja nicht.
Dann kommt vielleicht: Noch schlägt er mich ja nicht.
Irgendwann dann nur noch: Er vergreift sich ja nicht an den Kindern.
Tja und irgendwann.
Das muss nicht so laufen, aber unwahrscheinlich ist es nicht.

Ich kenne aus meinem Umfeld mehrere Alkoholiker und nach meiner Erfahrung behalten sie ihren "Trinkertyp" über die Jahre bei.
Es gibt welche die werden lustig, weinerliche Typen, welche die werden müde und dann gibts die, die agressiv werden. Gerne auch in Mischvarianten. Auf jedenfall steigert sich das Verhalten mit der Zeit.

Mir persönlich wär es das Risiko nicht wert.

Zumal so eine Trennung ja nicht für immer sein muss.
Vielleicht merkt er dann, er muss sich ändern.

Inaktiver User
14.01.2011, 12:48
Das Problem dabei ist, zumindest nach meiner Erfahrung, je länger man wartet desto weniger wird man Handlungsfähig.
Alkoholismus färbt auf die ganze Familie ab und macht sie krank.
Zumal sie ja wohl, wenn ich das richtig verstanden habe, mit einem zweiten Kind schwanger ist.
Mit zwei Kindern wird es nicht leichter weg zu gehen.


Oder der Leidensdruck ist (noch) nicht hoch genug. Oft ist es so, daß Betroffene (und zu denen gehören ja auch die Angehörigen) erst Konsequenzen ziehen, wenn sie an ihre persönlichen Grenzen stoßen.
Oder ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt wird.

Auch als Betroffener muss man erstmal zu der Erkenntnis kommen: Mein Partner ist suchtkrank, benötigt Hilfe. Hilfe, die ich so nicht geben kann. Hilfe, die professionell sein muss, um zielgerichtet sein zu können. Diese Form der Abgrenzung (Stichwort "liebevolles Loslassen") überhaupt andenken zu können, bedarf einer langen Entwicklung.
Das ist schon ein hartes Stück Brot und verlangt einen anstrengenden Weg hinter sich zu legen.

Und mit Verlaub: "Mir wäre es das nicht wert" sagt sich theoretisch leicht. Wenn man dann in der tatsächlichen Lage ist, jemanden, den eigenen Ehemann vor die Türe setzen zu müssen, ist es alles andere als locker.
Weiß ich ganz genau.

Partelia
14.01.2011, 13:12
Na ja, das seh ich anders.
Meiner Meinung nach muss man nicht erst solange warten bis auch ein tatsächlicher "Hoher Leidensdruck" da ist, bzw. bis man die "Pistole auf die Brust gesetzt" bekommt. Dann sind die Schäden nämlich längst da.
Aber ich sag das auch aus der Position heraus dass ich bereits diesen "hohen Leidensdruck" erlebt habe und für mich persönlich sagen kann: Danke, einmal reicht.
Wenn man das noch nicht selber erlebt hat weiß man vermutlich nicht wie schlimm das noch werden kann.



Und mit Verlaub: "Mir wäre es das nicht wert" sagt sich theoretisch leicht. Wenn man dann in der tatsächlichen Lage ist, jemanden, den eigenen Ehemann vor die Türe setzen zu müssen, ist es alles andere als locker.
Weiß ich ganz genau.

Wenn jemand alleine ist kann er von mir aus solange mit seinem Partner mitleiden wie er will.
Wenn Kinder im Spiel sind sieht die Sache anders aus.

Die haben nämlich nicht die Möglichkeit zu sagen "Jetzt reichts mir, ich gehe".

Moni77
14.01.2011, 13:35
Mein Vater hat auch Bier getrunken, er war aber nicht Alkoholkrank, er hat es einfach getrunken, er kam auch ab und an richtig Betrunken nach Hause, hat meine Mutter immer Beleidigt, mit uns Kindern schlecht über Mutter gesprochen,...ich würde aber nicht sagen das es mich geprägt hat, wir haben eine gute Mutter, Papa war nie da,...mich Stört das mein Mann ab und an Bier trinkt,meine Schwester sagt z.b. lass ihn doch sein Bier trinken!

Skipperin
14.01.2011, 14:37
.mich Stört das mein Mann ab und an Bier trinkt,

aber dich stört noch viel mehr, wie er sich dir gegenüber dabei verhält.

Moni77
14.01.2011, 14:53
aber dich stört noch viel mehr, wie er sich dir gegenüber dabei verhält.

Ja, aber das ist nicht immer so! Mein Mann sein Problem ist einfach, wenn was ist, z.b. im Geschäft, Familiär oder so,...kann er nicht darüber reden er trinkt, dann redet er!! Ich weiß von meiner Schwägerin (seine Schwester) das seine Eltern immer schon getrunken haben, das die Kinder (4Geschwister) auf sich selbst allein gestellt waren, sie trinkt auch (ihr Mann auch) mein Schwager ist Alkoholiker und hat unendliche Therapien hinter sich, meine andere Schwägerin trinkt auch ab und an, aber sie trinkt auch und meine Schwiegermutter trinkt jeden Tag 6Bier Flaschen! Mein Mann findet seine Familie zum Kotzen, in meiner Familie bekommt er Geborgenheit, da fühlt er sich wohl, meine Mutter bietet ihm Cafe & Kuchen an, bei seiner Mutter sitzt du in der kalten Küche und schaust ihr beim rauchen und trinken zu,er schämt sich für seine Familie, deshalb gehen wir ganz ganz ganz selten hin! Und manchmal denk ich, kommt ihm das alles hoch dann kotzt ihn das alles an, dann trinkt er,...versucht mich blöd anzumachen,..aber ich lass mich nicht Provozieren, das ist aber nicht regelmässig bei uns das ist wirklich sehr selten! Nein, ich belüge mich nicht selbst, ich weiß was ich sage ich bin nicht abhängig von ihm, eher andersrum! Er ist der jüngste, und ich sage, seine Eltern haben die Kinder kaputt gemacht, von anfang an,...aber die Wahrheit möchte niemand hören.

brighid
14.01.2011, 14:58
Jaber die Wahrheit möchte niemand hören.

du auch nicht. dein mann kompensiert seine eigenen probleme über den alk.

Moni77
14.01.2011, 15:31
du auch nicht. dein mann kompensiert seine eigenen probleme über den alk.

aber das ist nicht immer so,es ist nicht jeden Tag, nicht einmal im Monat oder so, es passiert mal oder auch nicht.

brighid
14.01.2011, 15:34
für dich ist alkoholiker: dauersäufer.

ist es aber nicht. ich sage doch, lasse dir in einer suchtberatungsstelle mal die details erläutern.

für dich und deine kinder.

Skipperin
14.01.2011, 15:47
Moni, wir meinen es nur gut. Ich hab das 20 Jahre mitgemacht, weil ich immer gedacht hab es wird besser, es ist nur ab und zu, ich bin doch die Starke, die Familie muss zusammenhalten. Ich bin daran fast zerbrochen.Schon einmal angst ist genau einmal zuviel.
Meine Tochter besteht darauf, dass ihr Freund max. 2 Bier trinkt, er hält sich dran. Sie tut mir leid, ich hätte es ihr ersparen müssen.

Moni77
15.01.2011, 13:01
Danke, ich weiß das ihr es gut meint. Vielleicht nehme ich all mein Mut zusammen und gehe zur so eine Beratung! Was auch komisch ist, wenn mein Mann andere Sachen trinkt, z.b. Cola, Sauren Sprudel oder so,...weiß ich ganz genau, das er "heute nichts trinkt" versteht ihr? Warum ist das so?

Skipperin
15.01.2011, 13:03
Weil er sich dann selbst beweisen will, dass er nichts trinkt.

Moni77
16.01.2011, 10:12
Weil er sich dann selbst beweisen will, dass er nichts trinkt.

Aber warum?

Moni77
16.01.2011, 10:15
für dich ist alkoholiker: dauersäufer..

Nein, das denk ich nicht! Aber es gibt auch unterschiede, doch nicht jeder der Bier oder Alkohol trink, ist gleich Alkoholiker oder hat ein Alkohol Problem!

Skipperin
16.01.2011, 10:17
ich weiss es nicht. Mit meinem Ex konnte ich darüber nie sprechen, eben weil er immer alles abgetan hat.
Hilfe findest du wirklich in ner Angehörigen Gruppe.Die gibts in jedem größeren Ort ."Blaues Kreuz" z.B.du brauchst da auch nur deinen Vornamen nennen. Da ist alles total vertraulich. Aber man sieht man ist nicht allein und wird nicht allein gelassen.

brighid
16.01.2011, 15:47
moni- was hast du zu verlieren wenn du dich informierst?

höchstens deine illusion dass er kein problem hat.

Moni77
17.01.2011, 15:43
moni- was hast du zu verlieren wenn du dich informierst?

höchstens deine illusion dass er kein problem hat.

Ich habe Angst! Ja, einfach Angst! Angst davor das es so ist, ich mich trennen werde und was dann? Verstehe mich nicht falsch, ich habe keine Angst allein zu Leben mit meinen Sohn, was wird aus ihm? Er würde alles verlieren, Familie, Job,..kann er überhaupt alleine Leben? Oder wenn es garnicht zur Trennung kommen würde, ich uns Hilfe holen würde,...das würde er nie mit machen!

Gestern abend habe ich ihm erzählt das ich mich über Alkoholismus momentan Informiere,und es ein Selbst-Test im Netz gibt "Bin ich ein Alkoholiker" das sagte ich ihm aber nicht, ich sagte das der Test heißt "Warum trink ich gerne Bier" er war dagegen, ich meinte dann das er Angst um das Ergebniss hat und er meinte, nein, aber wenn ich trinke dann habe ich Lust dazu und nicht weil ich es brauche, dazu brauche ich kein Test machen! Und somit war das Thema beendet!

brighid
17.01.2011, 19:17
für ihn mag es beendet sein-

aber es treibt dich noch immer um.

die angst die augen aufzumachen und nicht weiter weggucken zu können- ich kenne es. beim kindsvater und mir war es eine andere thematik- aber mir hat ein spruch geholfen:

wer heute den kopf in den sand steckt- knirscht morgen mit den zähnen.

es ist nicht einfach- hole dir hilfe- sie ist da. ich wünsche dir sehr viel kraft und mut.:blumengabe:

Moni77
17.01.2011, 19:37
wer heute den kopf in den sand steckt- knirscht morgen mit den zähnen.:

das ist auch ein guter Spruch! Danke!

Moni77
20.01.2011, 18:57
Bis heute hat er nichts getrunken, wie es morgen aussieht weiß ich net. Meistens trinkt er Freitags nach Feierabend!!!

_maddin_
20.01.2011, 21:08
Und warum teilst Du das hier mit? Hast Du Angst vor Freitag?

Skipperin
20.01.2011, 23:14
ach Moni :in den arm nehmen:

Moni77
21.01.2011, 09:46
Und warum teilst Du das hier mit? Hast Du Angst vor Freitag?

Weil ich es einfach schreiben wollte. Angst habe ich nicht, er ist ja nicht Gewalttätig.

_maddin_
21.01.2011, 12:09
"Einfach" schreibst Du das hier nicht. Irgendeinem Zweck muß das ja dienlich sein.

Wenn Du keine Angst hast - was stört Dich eigentlich so an seinem Trinkverhalten?

_Zitronenmond_
21.01.2011, 12:38
Ich habe Angst! Ja, einfach Angst! Angst davor das es so ist, ich mich trennen werde und was dann? Verstehe mich nicht falsch, ich habe keine Angst allein zu Leben mit meinen Sohn, was wird aus ihm?
Vielleicht kommt er besser zurecht als du glaubst?

Beziehungsweise: Du bist dir also sicher, dass dieses betäubte Leben, dass du mit aufrecht erhältst, indem du dich tapfer nicht trennst, in jedem Fall die bessere Alternative ist zu einem Leben ohne dich?


Er würde alles verlieren, Familie, Job,..
Das wissen wir nicht.
Außer: er verliert dich, wenn du dich trennst. Seine Kinder muss er deshalb noch nicht verlieren.


kann er überhaupt alleine Leben?
Versuch macht kluch.


Oder wenn es garnicht zur Trennung kommen würde, ich uns Hilfe holen würde,...das würde er nie mit machen!
Dann hol dir doch Hilfe für dich und nicht für euch beide zusammen.

Sorry, wenn es hart klang, aber anders ging nicht. :blumengabe:

Skipperin
21.01.2011, 14:35
Hallo,
ich brauche eure Hilfe, weil ich nicht mehr weiter weiß. ...........
Aufgefallen ist mir, dass er in der letzten Zeit aggressiv wirkt und lauter redet. .

Die psychische Gewalt ist genau so schlimm.Lass es nicht weiter kommen.

brighid
21.01.2011, 15:19
nochmal: hole dir beratung und hilfe für dich und dein kind.

das bist du deinem kind schuldig.

Moni77
21.01.2011, 16:25
Wenn Du keine Angst hast - was stört Dich eigentlich so an seinem Trinkverhalten?

Mich stört, daß er trinkt. Er hat ganze Zeit nichts getrunken, habe ihn vorhin von der Firma abgeholt und ihm gleich angemerkt das er getrunken hat, er ist nicht betrunken. Es stört mich einfach, egal ob er 1 oder 2 Bierchen getrunken hat. Wenn ich ihn darauf ansprechen würde, hätte er es abgestritten weil er denkt, das ich blind oder doof bin,...denk ich mal das er das denkt, wenn es darum geht! Er ist verändert,...und außerdem möchte ich Streit aus denn Weg gehen, ich irgoniere es dann. Jetzt im Moment liegt er auf der Couch und ist eingeschlafen!

brighid
21.01.2011, 16:27
möchte ich Streit aus denn Weg gehen, ich irgoniere es dann.!

dann weiterhin gute nacht!

Inaktiver User
21.01.2011, 16:29
Mein Vater hat auch Bier getrunken, er war aber nicht Alkoholkrank, er hat es einfach getrunken, er kam auch ab und an richtig Betrunken nach Hause, hat meine Mutter immer Beleidigt, mit uns Kindern schlecht über Mutter gesprochen,...ich würde aber nicht sagen das es mich geprägt hat,


Offensichtlich hat dich das geprägt! Diese Gedanken von wegen "nicht krank, trinkt nur" - das klingt wie: "Er ist kein Raucher, er konsumiert nur Zigaretten..."

Alkoholkrank zu sein heißt nicht von morgens bis abends an der Flasche zu hängen. Und außerdem geht es auch nicht um diese Definition. Wenn jemand oft betrunken nach Hause kommt und dann ausfallend wird, dann ist das ein Problem - ob das nun eine Sucht ist oder ob die Beziehungen "einfach so" durch so ein Verhalten zerstört werden, ist dann nicht so wesentlich.

Deine Toleranz gegenüber dem Trinken ist jedenfalls offensichtlich in der Kindheit geprägt worden, und du wirkst auch ziemlich ängstlich.

Ich kann mich den anderen nur anschließen. Hol dir Hilfe!

Moni77
21.01.2011, 16:32
Zitronenmond

danke! Er ist sehr labil. Als sein Vater gestorben ist,hat er kaum geweint, aber als er genug Intus hat dann kommen die Gefühle raus, er kann seine Gefühle nicht zeigen.

Wenn er z.b. die ganze Woche arbeitet,trinkt nichts,nächste Woche genauso,...und wir jeden Abend über Geschäft reden, ist immer laut ihm, alles okay,...und dann kommt der Tag wo er mehr trinkt und der ganze Ärger der letzten 1 oder 2 Wochen kommen raus! Ist doch sch***!!

Moni77
21.01.2011, 16:40
Offensichtlich hat dich das geprägt! Diese Gedanken von wegen "nicht krank, trinkt nur" - das klingt wie: "Er ist kein Raucher, er konsumiert nur Zigaretten..."

du wirkst auch ziemlich ängstlich.

Hol dir Hilfe!

Wie soll ich das verstehen? Wie meinst du das, das ich ängstlich wirke? Ich werde bald zur Caritas gehen oder zur AWO und werde nur mir hilfe holen,gemeinsam kann ich das vergessen!

brighid
21.01.2011, 16:44
Wie soll ich das verstehen? Wie meinst du das, das ich ängstlich wirke? Ich werde bald zur Caritas gehen oder zur AWO und werde nur mir hilfe holen,gemeinsam kann ich das vergessen!

du kommst bei dem was du im zusammenleben schreibst- ängstlich rüber.

- sinnegemäss: er liegt auf der couch und ist wenigstens friedlich-


wann gehst du? nächste woche? übernächste woche? wann rufst du an und machst einen termin aus? wo gehst du genau hin?

Inaktiver User
21.01.2011, 16:45
Wie soll ich das verstehen? Wie meinst du das, das ich ängstlich wirke? Ich werde bald zur Caritas gehen oder zur AWO und werde nur mir hilfe holen,gemeinsam kann ich das vergessen!

Du gehst Streit aus dem Weg. Du fürchtest dich vor dem Alleinsein und dass er nicht zurecht kommt ... ich nenne das "ängstlich".

Wenn man sich schon nicht mehr traut, den eigenen Mann auf die Bierfahne anzusprechen ... ich finde das sehr traurig. Ich vermute, du merkst es nicht so richtig, wie du dich verbiegst - aber offenbar bist du jetzt auf einem guten Weg :blumengabe:

Moni77
21.01.2011, 16:54
- sinnegemäss: er liegt auf der couch und ist wenigstens friedlich-


wann gehst du? nächste woche? übernächste woche? wann rufst du an und machst einen termin aus? wo gehst du genau hin?

Du hast recht, so denkt ich wirklich, "hauptsache" friedlich. Hier bei uns gibt es Anlaufstellen für verschiedene Angelegenheiten, wie z.b. Schulden, Alleinerziehende, Drogen u.s.w.

brighid
21.01.2011, 16:55
moni, dass du dahin willst- sehr gut.

wann? wann rufst du an? und wen rufst du als erstes an? hast du dir die telefonnummer schon aufgeschrieben?

der wille es zu tun- ist der erste schritt- jetzt solltest du nicht in absichtserklärungen hängen bleiben.

Moni77
21.01.2011, 17:00
Du gehst Streit aus dem Weg. Du fürchtest dich vor dem Alleinsein und dass er nicht zurecht kommt ... ich nenne das "ängstlich".

Wenn man sich schon nicht mehr traut, den eigenen Mann auf die Bierfahne anzusprechen ... ich finde das sehr traurig. Ich vermute, du merkst es nicht so richtig, wie du dich verbiegst - aber offenbar bist du jetzt auf einem guten Weg :blumengabe:

Wenn er getrunken hat, gehe ich immer Streit aus dem Weg aber nur wegen unseren Sohn (3J.) das ist keine Ausrede.

Moni77
21.01.2011, 17:05
moni, dass du dahin willst- sehr gut.

wann? wann rufst du an? und wen rufst du als erstes an? hast du dir die telefonnummer schon aufgeschrieben?

der wille es zu tun- ist der erste schritt- jetzt solltest du nicht in absichtserklärungen hängen bleiben.

Telefonnummer habe ich nicht,denke das es kein Problem ist die heraus zu finden, aber was passiert dort? Habe ich wirklich denn Mut oder denk ich mir, ach bei uns gibt es doch kein Alkoholproblem? Ob wir eins haben, muß ich heraus finden indem ich da hin gehe, oder? Ich das so?

_maddin_
21.01.2011, 17:27
Telefonnummer habe ich nicht,denke das es kein Problem ist die heraus zu finden, aber was passiert dort? Habe ich wirklich denn Mut oder denk ich mir, ach bei uns gibt es doch kein Alkoholproblem? Ob wir eins haben, muß ich heraus finden indem ich da hin gehe, oder? Ich das so?



Warum hast Du noch keine Telefonnummer? Weil Du nicht WILLST!

Da passiert nichts, wovon Du Angst haben müsstest. Du redest mit jemanden. Etwas intensiver, als hier zu schreiben, aber mehr ist es auch nicht. Oder doch? Ich spüre ja förmlich Deine Angst. Angst vor der WAHRHEIT!

Und so langsam werde ich etwas übel gelaunt: Du fragst, ob es bei Euch ein Alkoholproblem gibt? Das ist doch nicht Dein Ernst! Axo, doch, isses. Du willst lieber den Kopf in den Sand stecken (oder seinen), statt die Wahrheit zu erkennen.

Traurig nur, daß Kinder so aufwachsen müssen...

Skipperin
21.01.2011, 17:32
Ich könnte dich begleiten, wenn du in meiner Nähe wohnst.

brighid
21.01.2011, 17:45
deine aussage: ich will dahin gehen- sind nur lippenbekenntnisse.

wenn es dir ernst wäre- hättest du schon mal geguckt, internet, google, telefonbuch etc.

Inaktiver User
21.01.2011, 19:08
Telefonnummer habe ich nicht,denke das es kein Problem ist die heraus zu finden, aber was passiert dort? Habe ich wirklich denn Mut oder denk ich mir, ach bei uns gibt es doch kein Alkoholproblem? Ob wir eins haben, muß ich heraus finden indem ich da hin gehe, oder? Ich das so?

So lange du in Sätzen denkst wie "wenn er getrunken hat..." solange gibt es bei euch ein Alkoholproblem. Er trinkt Alkohol - und du hast damit Probleme. Er auch, er nimmt das nur nicht wahr - das ist Teil seines Problems. Auf jeden Fall, zusammengenommen, wie willst du es anders nennen als ein Alkoholproblem?

Aber du bist damit nicht allein. Leider (weil es ein so verbreitetes Problem ist) und Gott sei Dank: Weil bei den Beratungsstellen erfahrene Menschen sitzen, die solche Situationen wie deine kennen.

Bitte handle umgehend - deinen Kindern zuliebe.

Moni77
21.01.2011, 20:14
Warum willst du mich fertig machen, maddin?

_maddin_
21.01.2011, 20:18
Warum willst du mich fertig machen, maddin?

Inwieweit sollte ich das können? Warum kommt Dir das so vor?

Lizzie64
21.01.2011, 20:21
maddin macht niemanden fertig, moni, er schreibt ehrliche worte.

du steckt für alle hier sichtbar extrem viel energie in's schönfärben - und auf der strecke bleibst du. ich kommentiere das gar nicht weiter hier. es sind sehr viele wirklich kluge beiträge geschrieben worden, und einige davon enthalten auch erfahrungen, die die schreiber mit dir teilen möchten.

es ist keine schöne wahrheit, der du da ins auge schauen musst, aber du kannst sie nicht wegjammern. das geht nicht.

sei wütend, traurig, aber TUN musst du auch etwas! er HAT ein alkoholproblem. das ist nicht schön; aber es ist so. und nun gilt es, konsequenzen zu ziehen.

_maddin_
21.01.2011, 20:28
Danke Lizzie!:blumengabe:

Und Moni: Ich bitte Dich wirklich von ganzem Herzen, tu etwas. Meine Frau tat auch nichts. Und jetzt stehen wir beide mit den Kindern vor einem großen Scherbenhaufen. Erspar Dir wenigstens den Anteil Deines Mannes, er soll sein zerbrechendes Geschirr behalten. Aber Du kannst für DICH und die Kinder noch etwas tun!

Skipperin
21.01.2011, 21:00
Maddin du meinst deine Frau hat nichts getan um das zu verhindern:Hast du deine Frau mal gefragt?
Hat sie nicht immer und immer wieder gesagt, bitte trink nicht schon wieder?
Weil sie nicht wusste was sie tun soll, außer es dir zu sagen und zu hoffen du respektiesrt diesen Wunsch?
Weil sie sich geschämt hat, vor den Freunden, der Verwandschaft, den Bekannten?
Weil jeder immer sagt aber dein Mann ist doch so nett, der hat so viel um die Ohren?
Weil sie ihre Familie, das Bild einer Familie nicht aufgeben wollte,
Weil du als Alkoholiker sie psychisch misshandelt hast?(abgewertet, nicht wertgeschätzt usw)
Bitte nicht negativ verstehen.
Entschuldige ich nehm jetzt einfach mal an das du getrunken hast.Wenns andres war ändert sich an meinem Posting trotzdem nichts. Gilt so und so.

_maddin_
21.01.2011, 22:38
Meine Frau hat nichts für SICH getan. Und das nicht weil ich sie daran hinderte, sondern sie sich selbst. Sie machte ihr Wohl davon abhängig, daß ich die Abhängigkeit in den Griff bekomme. Und das ist falsch!



Moni hat jetzt noch die große Chance etwas für sich zu tun, bevor alles den Bach runter gegangen ist.

Skipperin
21.01.2011, 23:34
Sie wär vielleicht gerne bei dir geblieben als der Mensch der du nüchtern mal warst aber nicht sein wolltest.
Nachtrag:
Aber, zu sagen sie macht ihr Wohl von deiner Abhängigkeit abhängig, ärgert mich zusehens.
Du spielst mit Gefühlen. Frag dich doch warum.
Hättest du halt aufgehört nach dem zweiten Bier! Beim ersten Mal sagen : Trink nicht so viel.
Warum hast du weitergetrunken.Weils dir sch......egal war.Aber deiner Frau warst du nicht egal.

_maddin_
22.01.2011, 10:04
Erstens ist meine Frau bei mir und zweitens erliegst Du einem Irrtum, der den meisten Menschen unterläuft, die mit Abhängigen zu tun haben und nicht informiert sind:
"Hättest du halt mal aufgehört..." impliziert, daß der Abhängige den Willen steuern kann. Aber er kann es eben NICHT! Sonst wären die Therapieangebote überflüssig. Und z.B. würde das Alkoholabhängigkeitssyndrom nicht als Krankheit angesehen.
Schei...egal? Wieviele Abhängige haben sich denn gesagt "Naja, dann werd ich eben mal süchtig."? Und selbstverständlich wollte ich lieber nüchtern sein. Wie kommst Du auf die krude Idee, es mache Spaß, sich das Leben zu versauen?
Und daß das co-abhängige Verhalten meiner Frau (welches ich auch bei Moni sehe), nicht gerade förderlich war, die Situation zu verbessern, will ich noch gar nicht groß ausführen.

Was ärgert Dich da denn? Meine Aussage ist doch nicht an den Haaren herbei gezogen! IHR Wohl hängt eben nicht davon ab, ob ich meine Krankheit in den Griff bekomme. Wir sind keine siamesichen Zwillinge! Genauso, wie mein eigenes Wohl davon abhängt, daß ich mir Hilfe suche und etwas tue, so muß der Partner eben auch für sich sorgen.

Aus Dir spricht so viel Unwissenheit. Und genau deshalb bleibe ich bei meinem Rat, Moni solle sich informieren und Hilfe suchen.

Skipperin
22.01.2011, 10:16
Aus Dir spricht so viel Unwissenheit.

Da täuschst du dich aber gewaltig.

Maddin niemand kommt als Alkoholiker auf die Welt.

_maddin_
22.01.2011, 10:58
Da täuschst du dich aber gewaltig.

Warum widersprichst Du meiner Wahrnehmung?


Maddin niemand kommt als Alkoholiker auf die Welt.
Und was willst Du mit dieser Feststellung aussagen?


Mir kommt es so vor, als ob Du einen Sündenbock suchst. Darum geht es hier aber nicht! Moni weigert sich bisher Hilfe zu suchen und anzunehmen. DAS ist das Thema! Moni macht sich mit ihrer Weigerung die Realität sehen zu wollen abhängig. Damit gefährdet sie auch das Wohl ihrer Kinder. Ist keine 2 Stunden her, als ich dazu wieder einmal einen Vortrag gehört habe. Das Leid, welches da beschrieben wurde, könnte Moni ihren Kindern noch ersparen, bzw. es mildern.
Bei Dir kann ich nicht erkennen, daß Du hier etwas beitragen willst. Es kommt bei mir so an, als ob Du auf Schuld rumreiten willst. Und das führt zu gar nichts.

Skipperin
22.01.2011, 11:05
Maddin, dies nimmt Formen an die nicht hierher gehören. Ich reite nicht auf Schuld herum. Und du kennst mich nicht, also unterstelle mir nichts und Moni auch nichts.
Natürlich ist sie unsicher und fragt was sie tun soll. Also mach sie hier nicht fertig.Und dreh mir nicht das Wort im Munde herum. Aber vielleicht doch noch eines. Nicht wegen deiner Frau oder wegen Moni gehts den Kindern schlecht.
Unser Gespräch ist hiermit beendet.

_maddin_
22.01.2011, 11:11
Ich unterstelle nichts. Ich schreibe nur, wie Deine Botschaft bei mir ankommt.

Ich mache hier niemanden fertig. Nimm auch Du das zur Kenntnis!

Und natürlich geht es den Kindern AUCH deswegen schlecht, wenn ein Elternteil die Sucht des anderen Elternteils deckelt. Diese und andere Erwähnungen sollen Monis Unsicherheit nicht verstärken, sondern im Gegenteil mit dazu beitragen, endlich aktiver zu werden.

Skipperin
22.01.2011, 11:17
. Nimm auch Du das zur Kenntnis!

.

:pfeifend::freches grinsen:

Lyanna
22.01.2011, 14:34
Passt auch hier gut hin:

grad gehört ...aus dem Kontext ...

... manchmal muss erst was geschehen, damit was passiert.:freches grinsen:

Lieben Gruss:blumengabe:

Lyanna

Partelia
23.01.2011, 21:36
Und natürlich geht es den Kindern AUCH deswegen schlecht, wenn ein Elternteil die Sucht des anderen Elternteils deckelt.

Dem (und nur dem!) möchte ich zustimmen.
Wenn der eine Elternteil "verhindert" ist (wegen einer Suchtkrankheit oder warum auch immer) sollte wenigstens der andere Elternteil soviel Kraft aufbringen die Situation für die Kinder zu verbessern.

Rückblickend aus meiner persönlichen Erfahrung würde ich sagen, dass es wahrscheinlich besser gewesen wäre, hätte meine Mutter meinen Vater vor 20 Jahren verlassen.

Das ich aus tausend anderen Gründen froh bin dass sie es nicht gemacht hat, ist ein anderes Thema. :knatsch:

Ansonsten finde ich das was du gesagt hast Maddin schon ziemlich heftig. Kann sein dass ich das jetzt falsch interpretiere aber das geht für mich schon in die Richtung als würdest du deiner Frau eine Mitschuld an deiner Situation geben. Nach dem Motto: Hätte sie was für sich getan hätte ich früher was für mich getan.

Dazu sag ich nur soviel:
Mein Vater ist trockener Alkoholiker. Dafür mache ich ihm keine Vorwürfe, er hat keine Schuld an seiner Krankheit.
Aber die Ursache für das Familienproblem ist trotzdem er gewesen.

Er, ganz allein.

_maddin_
24.01.2011, 08:01
Du interpretierst absolut falsch.

Moni77
24.01.2011, 09:53
Und Moni: Ich bitte Dich wirklich von ganzem Herzen, tu etwas. Meine Frau tat auch nichts. Und jetzt stehen wir beide mit den Kindern vor einem großen Scherbenhaufen!

Wie soll ich das verstehen? Deine Frau hat nichts getan? Was hätte sie denn deiner Meinung nach verhindern können? Wie alt sind deine Kinder? (wenn ich das wissen darf)

_maddin_
24.01.2011, 10:43
Meine Frau hat sich nicht um sich gekümmert. Sie hat eben nicht die Hilfe angenommen, die ihr angeboten wurde.

Was meine Frau hätte verhindern können, spielt keine Rolle. Du kannst aber sehr wohl ganz konkret Dein eigenes Wohl in die Hand nehmen. Dazu mußt Du aber bereit sein, auch etwas zu tun. Erkenne die Situation an und rede Dir nichts schön. Werde aktiv, informiere Dich z.B. bei den Beratungsstellen oder Selbsthilfegruppen.
Ganz wichtig: Verlasse Dich nicht auf das Tun oder Nichtstun Deines Mannes. DU bist nicht für seinen problematischen Umgang mit Alkohol verantwortlich. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes SEIN Bier!

Die Kleine ist über 3 Jahre alt und der Große 7 Monate.

Skipperin
24.01.2011, 12:28
maddin, bist du trocken?

_maddin_
24.01.2011, 17:07
maddin, bist du trocken?

Dafür, daß Deine Konversation mit mir beendet sein soll, stellst Du aber eine sehr persönliche Frage, zumal sie hier auch nichts zum Thema beitragen kann.

Partelia
24.01.2011, 20:13
So ein richtiges Geheimnis ist das ja nicht, ein Blick in den anderen Thread genügt.

_maddin_
24.01.2011, 20:47
Das hat nichts mit Geheimnis zu tun. Ob ich nass oder trocken Moni etwas rate - da ist doch kein Unterschied.

Moni77
25.01.2011, 13:48
Ob ich nass oder trocken Moni etwas rate - da ist doch kein Unterschied.

Finde ich schon, maddin. Ich weiß, ist sehr persönlich, aber bist du trocken?

Chrissiebabe234
25.01.2011, 18:55
Wenn er getrunken hat, gehe ich immer Streit aus dem Weg aber nur wegen unseren Sohn (3J.) das ist keine Ausrede.... das aus dem weg gehen ist reine verdrängung.

alkoholismus ist eine krankheit, die sich erst schleichend und mit einem male rapide verschlimmert. und was für ein bild vermittelst du deinem sohn - auch der kriegt die bierfahne mit, das unmögliche asoziale benehmen, das geschnarche und das dumme gelaber im rausch. und die teilnahmslosigkeit, während der phasen, in denen der körper sich erholen muss, das nicht-einhalten von versprechungen und das fehlen von nähe.

du servierst ihm auf dem tablett, wie man sich selbst zerstört. denn irgendwann geht das rapide und du kannst dem fortschreitenden verfall täglich zusehen.

_maddin_
25.01.2011, 20:38
Finde ich schon, maddin. Ich weiß, ist sehr persönlich, aber bist du trocken?

Das heißt, Du machst die Glaubwürdigkeit einer Aussage davon abhängig, ob Dein Gegenüber nass oder trocken ist? Wendest Du das auch auf Deinen Mann an?

Ich lebe abstinent und befinde mich derzeit auf Langzeittherapie, die kurz vor dem Abschluß steht. Und nun?

Skipperin
25.01.2011, 21:10
:entspann:

Moni77
25.01.2011, 21:10
Das heißt, Du machst die Glaubwürdigkeit einer Aussage davon abhängig, ob Dein Gegenüber nass oder trocken ist? Wendest Du das auch auf Deinen Mann an?

Ich lebe abstinent und befinde mich derzeit auf Langzeittherapie, die kurz vor dem Abschluß steht. Und nun?

Danke für deine ehrliche Antwort. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.

Moni77
25.01.2011, 21:14
... das aus dem weg gehen ist reine verdrängung..

Finde ich nicht, ich möchte mich nicht mit meinem Mann streiten wenn er getrunken hat, aus Angst das es Eskalieren "könnte" und mein kleiner ist dazwischen oder was? Das ist dann ein asoziales Verhalten gegenüber der Kinder. Ich rede am nächsten Tag mit ihm, sicher bringt nichts,...

Skipperin
25.01.2011, 21:19
ich möchte mich nicht mit meinem Mann streiten wenn er getrunken hat, aus Angst das es Eskalieren "könnte"

Moni, in ner "normalen "Partnerschaft sollte es keine Angst geben.Egal ob nüchtern oder angetrunken.
Du entschuldigst zu viel.

Moni77
25.01.2011, 21:24
Moni, in ner "normalen "Partnerschaft sollte es keine Angst geben.Egal ob nüchtern oder angetrunken.
Du entschuldigst zu viel.

Ja ich weiß! Aber, ja ABER,...ich kann nicht das sagen was ich eigentlich sagen will, wenn er so ist, nüchtern ist das was anders, er kann sehr aggressiv werden, sollte ich das reskieren oder was? Nein, er hat nie zugeschlagen, aber es hat nicht lange gefehlt.

Lizzie64
25.01.2011, 21:32
Ich rede am nächsten Tag mit ihm, sicher bringt nichts,...

so redest du dir ganz prima schon mal vorsorglich ein, dass es nichts bringt.

dreh' doch endlich mal den spieß um! und rede dir nicht die wirklich schlimmen dinge schön, und die schönen dinge nicht schlecht.

das wäre ein wirklich guter anfang. (niemand behauptet, das sei leicht).

_maddin_
25.01.2011, 21:37
Danke für deine ehrliche Antwort. Mehr möchte ich nicht dazu sagen.

Du hast doch irgendwie einen Unterhaltungswert. Aber deswegen bist Du ja nicht hier.:pfeifend:

Hast Du denn nun schon Kontaktdaten der Beratungsstellen?

Moni77
25.01.2011, 21:41
so

dreh' doch endlich mal den spieß um! und rede dir nicht die wirklich schlimmen dinge schön, und die schönen dinge nicht schlecht.

das wäre ein wirklich guter anfang. (niemand behauptet, das sei leicht).

Ich rede mir nichts schön! Ich weiß das es so nicht weiter gehen kann, ich weiß das ich das meinen Sohn NICHT antun möchte, jetzt ist er noch klein, Papa ist Lustig er liebt seinen Papa ist doch klar soll er auch, ist er älter würde er denn unterschied merken, wann ist Papa lustig und wann findet Papa NICHTS mehr lustig, wenn du verstehst,..ich bin auch nicht blind vor Liebe, ich weiß das ich nicht so weiter leben möchte.

Lizzie64
25.01.2011, 21:44
gute erkenntnisse, moni.

aber welche konsequenzen ziehst du daraus? die JETZT gezogen werden müssen, gerade des kindes wegen.

jeder monat mehr belastet auch das kind immer mehr. und dich auch.

Moni77
25.01.2011, 21:47
Hast Du denn nun schon Kontaktdaten der Beratungsstellen?

Was bringt denn so ne Beratung? Er würde NIE da mit gehen und was soll ich da? Was würde sich denn ändern wenn ich das wäre? Ich mache Nägel mit Köpfe, sagt man glaubt so,...wir hatten ein ernstes Gespräch, und ich ihm sagte, trinkst du-gehst du! Ich habe kein Bock mehr. Er weiß, das ich das ernst meine, ich habe keine Angst allein zu Leben, bei ihm bin ih mir nicht so sicher. Er weiß, es kommt nur auf ihn drauf an.

Lizzie64
25.01.2011, 21:50
wieso kommt es nur auf ihn an, moni? du meinst, die zukunft eurer familie hängt an ihm? nein, das tut sie nicht, denn er ist gar nicht in der lage, eine verantwortliche entscheidung zu treffen.

es kommt allein auf dich an, denn du bist im wahrsten sinne des wortes nüchtern genug, sie zu treffen, für dich, für euer kind, und für ihn mit. das ist traurig ja, aber er verhält sich doch deutlich nicht (mehr) so, dass man ihm die verantwortung für eure familie noch anvertrauen könnte.

du musst es aber sehen wollen. und handeln.

Moni77
25.01.2011, 21:55
wieso kommt es nur auf ihn an, moni? du meinst, die zukunft eurer familie hängt an ihm? nein, das tut sie nicht, denn er ist gar nicht in der lage, eine verantwortliche entscheidung zu treffen.

es kommt allein auf dich an, denn du bist im wahrsten sinne des wortes nüchtern genug, sie zu treffen, für dich, für euer kind, und für ihn mit. das ist traurig ja, aber er verhält sich doch deutlich nicht (mehr) so, dass man ihm die verantwortung für eure familie noch anvertrauen könnte.

du musst es aber sehen wollen. und handeln.

Natürlich kann er die Verantwortung übernehmnen!! Er ist doch nicht doof! Er wird das schon machen, er wird jetzt darüber nachdenken, denn so kennt er mich nicht, ich meine es ernst. Wenn er das auf Spiel setzten tut, ist das sein Problem, dann geht er und das wars, dann kann er Saufen wieviel er will, will er das NICHT aufs Spiel setzten dann hat er sich vorbildlich zu verhalten, als Ehemann & Papa, schließlich kommt das 2. im Sommer!!!

Lizzie64
25.01.2011, 21:58
na dann alles gute.

und du glaubst wirkich, dass er das gleiche bewusstsein hat wie du und die gleichung

ehemann + vater = verantwortungsvoll handeln und nicht mehr trinken

für sich ernstnimmt?

das ist deine sicht! deine nüchterne sicht.

Moni77
25.01.2011, 22:05
na dann alles gute.

und du glaubst wirkich, dass er das gleiche bewusstsein hat wie du und die gleichung

ehemann + vater = verantwortungsvoll handeln und nicht mehr trinken

für sich ernstnimmt?

das ist deine sicht! deine nüchterne sicht.

Wir reden hier über ihn als sei er Alkoholiker, er trinkt gerne ab und an sein Bier und verändert sich total, er läßt alles hier in der Familie aus, und fühlt sich wie ein Single,...und darauf habe ich kein Bock mehr, und es wird mir immer klarer/bewußter das ich das nicht mehr will. Und ja, ich denke schon das er das ernstnimmt! Wenn nicht, dann ist er wirklich ein Dummer Mensch.

Lizzie64
25.01.2011, 22:10
du redest es dir schön!

ich zitiere mal den entscheidenden teil aus deinem allerersten posting in diesem strang:


mein Mann trinkt. Wir sind seit 1995 zusammen, haben 2004 geheiratet und 2007 sind wir Eltern geworden, momentan bin ich in der 10.Woche! Ja, habe ihn so kennengelernt, er trinkt hauptsächtlich Bier, habe es damals nicht so gesehen wie heute, mein Vater hat auch gern getrunken, es gibt bei uns "bis jetzt" keine Gewalt, weil ich es nicht zu lasse, heißt: wenn ich merke das er streiten oder disquttieren möchte, halte ich mich zurück, schon wegen unserem Sohn!! Aber wenn er richtig angetrunken ist, wird er laut, schreit rum, macht die Musik sehr laut, dann bekomme ich Angst vor ihm.

na?

er trinkt. du sagst es selbst.

und jetzt redest du es dir schön. du redest dir IHN schön.
ob er dumm ist, kann hier sicher niemand beurteilen, darum geht es auch überhaupt nicht.

es geht aber sehr wohl darum, wieviel du dir und vor allem eurem kind (euren kindern) noch bieten lässt! DAS finde ich fahrlässig.

_maddin_
25.01.2011, 22:20
Das Kind merkt mit seinen 3plus Jahre selbstverständlich schon, wenn etwas nicht stimmt. Aber egal...

Moni: Dein Mann wird sich nicht ändern. Und DU solltest die Beratungsstelle für DICH aufsuchen! Nicht für ihn! Hast Du das immer noch nicht begriffen? Du wirst beim nächsten Mal, wenn er etwas getrunken hat, doch eh nicht gehen.

Moni77
25.01.2011, 22:21
du redest es dir schön!

ich zitiere mal den entscheidenden teil aus deinem allerersten posting in diesem strang:



na?

er trinkt. du sagst es selbst.

und jetzt redest du es dir schön. du redest dir IHN schön.
ob er dumm ist, kann hier sicher niemand beurteilen, darum geht es auch überhaupt nicht.

es geht aber sehr wohl darum, wieviel du dir und vor allem eurem kind (euren kindern) noch bieten lässt! DAS finde ich fahrlässig.


Weißt du, das Problem ist einfach, es ist für mich nicht einfach das zu schreiben was ich sagen will. Ich sagte er trinkt, ja, aber nicht regelmäßig, er kann Monate lang nichts trinken und dann denk ich, wow super, lobe ihn und dann kommt der Tag da trinkt er zwei Tage,...verstehst du? Wenn wir auf ne Feier sind, rechne ich damit das er trinkt, und dann trinkt er Cola. Ich weiß einfach nicht was in seine Birne vorgeht. Ich mag es einfach nicht sehen, einige die es wissen, sagen zu mir, man Moni bist du Altmodisch, lass ihn doch sein Bier trinken. Das Problem ist aber, er kann nicht einfach sein Bier trinken, denn dann hatt er "Blut geleckt" und will immer mehr, das gibt er selber zu. Habe im oft angeboten zum Abendessen ein Bierchen zu trinken, aber das lehnt er streng ab, auf einer seite will er kein Alkohol im Haus und auf der anderen ist im das dann egal.

_maddin_
25.01.2011, 22:24
Warum bist Du bei "Trinkt er heimlich?" eingestiegen?

Moni77
25.01.2011, 22:25
Du wirst beim nächsten Mal, wenn er etwas getrunken hat, doch eh nicht gehen.

Ich nicht, aber er! Ich mache mich doch vor ihm nicht lächerlich und drohe ihn für nichts!

_maddin_
25.01.2011, 22:26
Ich nicht, aber er! Ich mache mich doch vor ihm nicht lächerlich und drohe ihn für nichts!

Das tust Du jetzt schon seit Jahren...

Moni77
25.01.2011, 22:27
Warum bist Du bei "Trinkt er heimlich?" eingestiegen?

Ach maddin, ich habe gegooelt und Brigitte entdeckt, und diese Überschrift gelesen, wenn stehen würde, "Mein Partner trinkt ab und an und ich will das nicht" hätte ich da rein geschaut.

Moni77
25.01.2011, 22:34
Das tust Du jetzt schon seit Jahren...

Ja das ist ja das Problem, jetzt ist schluß damit! Er spürt das auch. Ich wollte immer die Perfekte Familie,..wenn du verstehst. Aber es geht nicht, und das weiß ich jetzt, wieviele Menschen leben getrennt? Ich habe ein gute Familie ich bin nicht allein, er hatt ne sch*** Familie. Ich wollte ihm immer die Familie geben die er nicht hatte und habe es in all denn Jahren nicht geschafft ich habe versagt. Er tut mir leid, er hat es anders wohl nicht gelernt.

Partelia
26.01.2011, 00:06
Na ja. Dann wünsch ich dir viel Glück in deiner Traumwelt.

Vielleicht haben deine Kinder ja das Glück und in diesem einen Falle holt die Traumwelt die Realität ein. :knatsch:

Skipperin
26.01.2011, 07:19
Ich wollte ihm immer die Familie geben die er nicht hatte und habe es in all denn Jahren nicht geschafft ich habe versagt.

Nicht du bist Schuld. Du hast nicht versagt!!!!!!
Du hast soweit für dich alles richtig gemacht.
:in den arm nehmen:

brighid
26.01.2011, 08:28
? Ich habe ein gute Familie ich bin nicht allein, er hatt ne sch*** Familie. Ich wollte ihm immer die Familie geben die er nicht hatte und habe es in all denn Jahren nicht geschafft ich habe versagt. Er tut mir leid, er hat es anders wohl nicht gelernt.

mit mitleid ist keinem geholfen.

auch ihm nicht.

du kannst es für ihn nicht richten- er ist über 18- wo er keinen bedarf siehst (familienleben perfetti) kannst du es ihm nicht überstülpen.

enttäuschung----------- das ende der täuschung: dein bild von einer "guten" ehe und famile ist nicht das für was er bereit ist sich einzusetzen. ihr lebt in einer wohnung -aber in zwei welten.

Moni77
26.01.2011, 11:05
ihr lebt in einer wohnung -aber in zwei welten.

Dann muß er sich entscheiden, Leben wie er will-keine Frau, keine Kinder, machen was ich will,...dann soll er gehen!! Ist im Familie wichtiger, dann bin ich auch für ihn da und wir Leben als Familie unser Leben,normal. Streit gibt es überall, aber ich bin es Leid immer nur zu streiten wegen Alkohol! Warum hast du getrunken? Hast du wieder getrunken! Versprich mir das du nichts trinkst! u.s.w. darauf habe ich kein Bock! Oder würdet ihr sagen, das ich ihm vielleicht deswegen auf die Nerven gehe, immer meine Fragen nach dem,und er mal trinkt weil er weiß das ich es nicht will? Und er mich damit ärgern will, kann das sein? Wie seht ihr das?

_maddin_
26.01.2011, 11:20
Natürlich kann ihm Deine Kontrollsucht auf den Sack gehen.

Was mir aber auffällt: Was bindet Dich denn wirklich an ihn? Ich lese da nichts von Gefühlen. Und Forderungen, ER wäre für ein "normales" (was ist das denn?) Familienleben verantwortlich. Wo ist da Dein Teil? Wo sorgst Du denn? Du bekommst doch den Hintern nicht mal hoch, Dir Informationen zu beschaffen. Ist das in anderen Bereichen auch so? Geht es nur nach Deinem Kopf? Wo läßt Du ihm eigentlich eine Freiheit?

_maddin_
26.01.2011, 11:26
Dann muß er sich entscheiden,

Und wenn er es nicht kann, da er in der Abhängigkeit steckt? Wo ist Deine Entscheidung sichtbar?

Lizzie64
26.01.2011, 11:58
Und wenn er es nicht kann, da er in der Abhängigkeit steckt? Wo ist Deine Entscheidung sichtbar?

genau diese problematik sehe ich auch.

das meine ich auch mit "schönreden", moni: du hängst dich an die vorstellung, dass er überhaupt in der lage ist, die entscheidung, zu gehen, fällen zu können. ich bezweifle das stark, denn er hat schon nicht genügend kraft, erwachsen zu kommunizieren. hast du das mal so betrachtet?

Moni77
26.01.2011, 14:09
Geht es nur nach Deinem Kopf? Wo läßt Du ihm eigentlich eine Freiheit?

Freiheit? Er hat genug Freiheit!! Er erlaubt sich einfach fort zu gehen und nach 12std. wieder heim zu kommen (betrunken!!!) er erlaubt sich einfach alles und vermittelt mir ganz deutlich "DU! hast mir nichts zu sagen" ich mache alles, er verläßt sich auf mich, meine Frau macht das schon, egal ob es wegen dem kleinen ist, ob es der Einkauf ist, ob Telefonate erledigt werden müssen, einfach alles... nach meinen Kopf geht leider nichts, maddin!
Und ich habe große Gefühle für ihn, ich liebe ihn,er ist ein guter, aber auch hilfloser Mensch. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, er hat das nicht gelernt.

Moni77
26.01.2011, 14:10
Und wenn er es nicht kann, da er in der Abhängigkeit steckt? Wo ist Deine Entscheidung sichtbar?

:knatsch:

Lyanna
26.01.2011, 14:28
Freiheit? Er hat genug Freiheit!! Er erlaubt sich einfach fort zu gehen und nach 12std. wieder heim zu kommen (betrunken!!!) er erlaubt sich einfach alles und vermittelt mir ganz deutlich "DU! hast mir nichts zu sagen" ich mache alles, er verläßt sich auf mich, meine Frau macht das schon, egal ob es wegen dem kleinen ist, ob es der Einkauf ist, ob Telefonate erledigt werden müssen, einfach alles... nach meinen Kopf geht leider nichts, maddin!
Und ich habe große Gefühle für ihn, ich liebe ihn,er ist ein guter, aber auch hilfloser Mensch. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, er hat das nicht gelernt.

Das ist im Grunde DIE Antwort auf deine Frage, moni!

Wenn es so ist, wie du schreibst ...dann ist er "krank".
Alkoholkrank!

Und da hängt viel mehr dran, als jemand auch nur ahnen oder vom Kopf her verstehen kann,
wenn er nicht selbst "suchtkrank" ist/war!
Das, was du oben schreibst, triftt genau auf einen Alkoholkranken zu!

Lieben Gruss

Lyanna

_maddin_
26.01.2011, 14:45
Das, was du oben schreibst, triftt genau auf einen Alkoholkranken zu!



Mit solchen Ferndiagnosen solltest Du vorsichtiger umgehen.

Aber es ist auch egal, ob er nun Alkoholiker ist, riskanten Alkoholmißbrauch betreibt oder einfach nur ein gefrusteter Ehemann ist, der zumindest die Kohle heran schafft. Es ist in der Beziehung nicht stimmig. Moni fokussiert auf den Alkoholkonsum. Aber das mit den Beratungsstellen wurde ja schon mehrmals erwähnt.

_maddin_
26.01.2011, 14:48
:knatsch:

Was soll das bedeuten?

Mal eine andere Sichtweise:

Wenn er also wieder trinkt, kann er die Koffer packen, wenn ich Dich richtig verstanden habe?!
- Und wenn er nicht geht? Wie willst Du ihn zwingen?
- Wenn er geht, was dann? Wie bist Du versorgt? Wie ist Dein Kind versorgt?
- Was ist, wenn er versumpft? Wie finanzierst Du Dich und Dein Kind, bzw. Deine Kinder?
- Wo bleibt der Vater Deines Kindes?

Hast Du Dir das alles schon ganz genau überlegt?

Lyanna
26.01.2011, 14:49
Mit solchen Ferndiagnosen solltest Du vorsichtiger umgehen.



Tja, damit hast du recht!

Ich habe das Beiwort "auch" vergessen".
Es trifft genau a u c h (und besonders!) auf einen Alkoholkranken zu.

Inaktiver User
26.01.2011, 17:13
Eben, Moni, wir sind hier in der Ferne und können das nicht wirklich beurteilen.

Das wäre fahrlässig. Und du musst uns hier auch nichts erklären. Trotzdem ist es ziemlich erschreckend, deine Beiträge zu lesen - dein Ton wird immer schärfer, aber Maddin hatte offenbar recht mit seiner Vermutung, dass du das mit der Beratung nicht ernsthaft in Angriff nimmst und das Problem weiter verniedlichst. Da kann ich seinen scharfen Ton wiederum auch verstehen.

brighid
26.01.2011, 17:47
aber auch hilfloser Mensch. Ich weiß nicht wie ich das erklären soll, er hat das nicht gelernt.

was für ein glück für ihn, dass du ihm nur helfen willst. du siehst alle seine fehler.

dein einstellung ihm gegenüber liest sich mehr wie eine mutter und nicht eine partnerin.

du willst ihm helfen? dann schaue doch erst mal auf dich und kümmere dich adequat um dich selbst.

seine defizite hast du voll im fokus- lenkt natürlich gut ab von deinen.

Skipperin
26.01.2011, 18:00
seine defizite hast du voll im fokus- lenkt natürlich gut ab von deinen.

also Bitte, welche Defizite soll sie den haben? Das sie ihn liebt und ihre Familie erhalten will? Wer glaubt den schon dass er seinem Partner nicht helfen kann? Sie muss keine Schuldgefühle haben. Und sie wird schon was tun, hat sie ja auch schon.In dem sie z.B. schreibt.




Mal eine andere Sichtweise:

Wenn er also wieder trinkt, kann er die Koffer packen, wenn ich Dich richtig verstanden habe?!

Genauso!
- Und wenn er nicht geht? Wie willst Du ihn zwingen?

Dann geht sie. Mit Kind.
- Wenn er geht, was dann? Wie bist Du versorgt? Wie ist Dein Kind versorgt?

Sie wird sicher nicht bei ihm bleiben nur damit sie versorgt ist. Es gibt für alles Lösungen.
- Was ist, wenn er versumpft? Wie finanzierst Du Dich und Dein Kind, bzw. Deine Kinder?
1. Das kann nicht ihre Sorge sein. Sie ist nicht seine Mutter.
2. Mit Arbeiten?
- Wo bleibt der Vater Deines Kindes?
Er muss lernen Verantwortung für sich und sein handeln zu übernehmen.Das ist nicht Monis Sorge.

Hast Du Dir das alles schon ganz genau überlegt?

Natürlich nicht. Sonst würde sie hier nicht schreiben.

brighid
26.01.2011, 18:02
welche defizite?

das sie nicht zu sich selbst steht und es auch in angriff nimmt für sich und auch ihr kind einzustehen.

über seine mängelliste sich hier auslassen ist das eine--------- sich bewegen, hilfe holen, sich beraten lassen usw--------das andere.

nur jammern hilft keinem.

Skipperin
26.01.2011, 18:32
genauso wenig wie ihr Mann es wahrhaben will, dass er ein Problem hat, ist es vermutlich bei Moni auch. Wer will schon sagen mein Mann trinkt. Das ist doch ein Zugeständnis an sich, das das ganze "Weltbild" erschüttert.
Immerhin sucht sie Rat hier und so auf sie einzudreschen wie es z.T. hier geschieht finde ich nicht richtig.
Lass sie doch erst mal Fakten sammeln. Da kommt es jetzt auf einen Tag mehr oder weniger nicht an.
Im Prinzip wollen wir alle das Gleiche : Ihr helfen.

brighid
26.01.2011, 18:33
Im Prinzip wollen wir alle das Gleiche : Ihr helfen.

was will sie?

hilfe? wirkliche hilfe oder nur heulen?

_maddin_
26.01.2011, 18:34
In dem sie z.B. schreibt.


Sie schreibt das aber nicht!!! Sie hat sich die Situation doch überhaupt nicht klar gemacht. Alleine wenn sie schreibt, daß sie ihm "droht" - das zeugt doch sehr davon, daß sie gar nicht hinter ihren Entscheidungen steht.

Kein Plan, keine Lust sich zu informieren, aber dafür leere Worte raus hauen. Und dazu noch auf eine Art, der von Seiten ihres Mannes wohl schwer Verständnis entgegengebracht wird.

Skipperin
26.01.2011, 18:36
und wenn sie nur heulen will? Na hör mal.Dann kriegt sie Fakten zu hören und kann damit machenwas sie will.
Du brauchst nicht schreiben wenn du denkst es ist eh für die Katz.Es hift ihr aber auch nicht wenn ihr sie einschüchtert!

brighid
26.01.2011, 18:40
skipperin, du unterstellst mir das ich sie einschüchtern will.

nein. das will ich nicht.

die nachricht bestimmt der empfänger- wenn du es so lesen willst- voila

_maddin_
26.01.2011, 18:40
Erstens will sie niemand einschüchtern und zweitens würde ich gerne wissen, wie sie sich nicht von ihrem Mann einschüchtern lassen will, wenn sie es schon in einem Forum als Einschüchterung empfindet, sobald man nicht den Kopf tätschelt.

Skipperin
26.01.2011, 18:40
Sie schreibt das aber nicht!!! .

Sie schreibt hier. Sie sammelt Fakten. Nur du verstehst das nicht.Nein du willst das nicht verstehen. Du bist krampfhaft bemüht deine Weisheiten als einzige Wahrheit gelten zu lassen.
Zeige ihr Wege auf und lasse ihr die Zeit darüber nachzudenken.Damit könntest du helfen. Nicht so wie du hier tust.

Skipperin
26.01.2011, 18:43
Ich empfinde euch beide als einschüchternd. Ich empfinde euch beide als unsensibel.
Sie kennt sich damit nicht aus.Lasst ihr doch erstmal Zeit.

brighid
26.01.2011, 18:44
Ich empfinde euch beide als einschüchternd. Ich empfinde euch beide als unsensibel.
.

das ist DEIN warhnehmung. deine!

_maddin_
26.01.2011, 18:46
Sie schreibt hier. Sie sammelt Fakten. Nur du verstehst das nicht.Nein du willst das nicht verstehen. Du bist krampfhaft bemüht deine Weisheiten als einzige Wahrheit gelten zu lassen.
Zeige ihr Wege auf und lasse ihr die Zeit darüber nachzudenken.Damit könntest du helfen. Nicht so wie du hier tust.

Welche Fakten hat sie bisher denn gesammelt? Sie hat doch noch nicht mal verstanden, was sie bei der Suchtberatungsstelle oder sonst einer ähnlich gelagerten Stelle soll.

Ich und andere haben ihr schon mehrmals Wege aufgezeigt. Und ihre Irrwege.

Wo siehst Du irgendeinen Fortschritt in ihrem Weg? Da ist doch überhaupt nichts überlegtes. Und anstatt die angeblich meinigen Weisheiten weg zu wischen, könntest Du doch diese konstruktiv zur Kenntnis nehmen.

_maddin_
26.01.2011, 18:48
Ich empfinde euch beide als einschüchternd. Ich empfinde euch beide als unsensibel.
Sie kennt sich damit nicht aus.Lasst ihr doch erstmal Zeit.
Ich nehme DEINE Empfindung zur Kenntnis. Aber DU bist hier nicht das Thema. Von daher frage ich mich, warum Du ständig für Moni sprechen willst.

Lasse sie doch selbst entscheiden!

Skipperin
26.01.2011, 18:58
Sie hat doch noch nicht mal verstanden, was sie bei der Suchtberatungsstelle oder sonst einer ähnlich gelagerten Stelle soll.

Unterstell ihr mal nichts!

Ich und andere haben ihr schon mehrmals Wege aufgezeigt. Und ihre Irrwege.

Deshalb schreibt sie ja auch hier. Aber mach sie doch nicht fertig wenn sie länger braucht als du ihr zugestehen willst.

Wo siehst Du irgendeinen Fortschritt in ihrem Weg?

Ich sehe Fortschritte das muss dir genügen!.

Sie braucht etwas Unterstützung um hier nicht unterzugehen.maddin du bist hier auch nicht Thema!

Moni77
26.01.2011, 19:29
Ich habe das Gefühl, das ihr alle gegen mich seid, außer Skipperin. Sie ist wohl die einzige die mich versteht.Ich schreibe hier nicht, um zu jammern, ich will auch kein Mitleid erreichen, wozu? Es tut mir gut hier zu sein, aber das können gewisse Leute hier wohl nicht verstehen. Ihr habt sicher alle eure Erfahrungen mit Alkoholiker oder Alkoholkranken leider gemacht, ihr seid eventuell älter als ich,... Was ich in einer Beratungstelle soll, verstehe ich ganz gut, maddin. Ich habe denn Eindruck das du mich provozieren oder herausfordern willst. Warum? Oder empfinde ich das nur so?

Moni77
26.01.2011, 19:36
- Und wenn er nicht geht? Wie willst Du ihn zwingen?
- Wenn er geht, was dann? Wie bist Du versorgt? Wie ist Dein Kind versorgt?
- Was ist, wenn er versumpft? Wie finanzierst Du Dich und Dein Kind, bzw. Deine Kinder?
- Wo bleibt der Vater Deines Kindes?

Hast Du Dir das alles schon ganz genau überlegt?

-Ich denke nicht, das er sich von mir zwingen läßt die Wohnung zu verlassen, er wird sicher freiwillig gehen. Da ich ihn im Betrunken zustand z.b.sicher nicht rausschmeissen werde.
-ich arbeite doch, ich habe eine gute Familie,alle würden meinen kleinen nehmen und ich würde wieder voll arbeiten gehen.
-ja, wenn er versumpft? Keine Ahnung, bin ich denn dafür verantwortlich? Wäre schade um ihn,echt!
-ich wäre immer für ihn da, auch wenn wir getrennt wären, aber er würde MEINE hilfe niemals annehmen.

Inaktiver User
26.01.2011, 19:38
Wieso empfindest du die Beiträge als "gegen dich" gerichtet?

Was erwartest du eigentlich? Dass wir hier schreiben, das sei alles doch gar nicht schlimm?

Das wäre zumindest genauso fahrlässig wie aus der Ferne zu beurteilen, in welchem Stadium des Alkoholismus dein Mann ist.

Maddin möchte dich natürlich herausfordern. Zum Aktivwerden.

Aber vermutlich bist du noch nicht so weit. Obwohl das bei euch schon seit Jahren ein Thema und Problem ist. Das ist halt schwer mit anzulesen. Weißt du, viele Frauen (und wohl auch Männer) befinden sich jahrelang in dieser Phase des "Aushaltens und Jammerns". Und opfern viele Lebensjahre, manche Ausgänge sind dramatisch. Aber das kann man wohl niemandem ersparen.

Druck doch den Strang aus und leg ihn deinem Mann hin ... aber ich fürchte, das wird auch nicht funktionieren.

_maddin_
26.01.2011, 20:46
-Ich denke nicht, das er sich von mir zwingen läßt die Wohnung zu verlassen, er wird sicher freiwillig gehen.

Wieso sollte er freiwillig gehen? Er will ja nicht mal mit Dir über den Alkohol konstruktiv reden.


Da ich ihn im Betrunken zustand z.b.sicher nicht rausschmeissen werde.
Warum nicht?


-ich arbeite doch, ich habe eine gute Familie,alle würden meinen kleinen nehmen und ich würde wieder voll arbeiten gehen.

Du bist in der 10. Woche. Heißt das, du würdest ohne das Einkommen Deines Mannes klar kommen? Gut!

-ja, wenn er versumpft? Keine Ahnung, bin ich denn dafür verantwortlich? Wäre schade um ihn,echt!

Da habe ich mich nicht verständlich ausgedrückt. Es ging mir um den monetären Sachverhalt.


-ich wäre immer für ihn da, auch wenn wir getrennt wären, aber er würde MEINE hilfe niemals annehmen.
Du wärest immer für ihn da? Warum? Wie wäre es mit abgrenzen?

_maddin_
26.01.2011, 20:50
Was ich in einer Beratungstelle soll, verstehe ich ganz gut,

Das tönte aber letzthin anders:


Was bringt denn so ne Beratung? Er würde NIE da mit gehen und was soll ich da? Was würde sich denn ändern wenn ich das wäre?

Skipperin
26.01.2011, 21:04
:gegen die wand:

das sind die zwischentöne maddin. das "tönte"........selbst du solltest erkennen, dass Moni sich Gedanken macht.

brighid
27.01.2011, 07:38
:......selbst du solltest erkennen, dass Moni sich Gedanken macht.

nö. vogelstrauss-taktik ist alles was ich aus ihren postings lese.

Skipperin
27.01.2011, 08:08
vogelstrauss-taktik .

ist doch wohl ne total menschliche Reaktion. Wer will schon gerne die Wahrheit akzeptieren.Manches braucht halt.

_maddin_
27.01.2011, 11:03
ist doch wohl ne total menschliche Reaktion. Wer will schon gerne die Wahrheit akzeptieren.Manches braucht halt.

Aber daß Moni von ihrem Mann verlangt und selbst in Deiner geschilderten Nicht-Aktion verharrt ist nicht zu erkennen?

Moni, wenn Du forderst, mußt auch Du Dich selbst mal fordern. Sonst läuft Dein Verharren ins Leere. Eben auch bei Deinem Mann.

Moni77
27.01.2011, 11:19
Moni, wenn Du forderst, mußt auch Du Dich selbst mal fordern. Sonst läuft Dein Verharren ins Leere. Eben auch bei Deinem Mann.

Ich fordere und bleibe aber Konsequent, ein Versuch ist es doch wert. Ich habe oft gesagt, wenn du nochmal trinkst dann gehe zum Anwalt, lass ich mich scheiden,...das waren alles nur Worte. Jetzt sieht die Situation ganz anders aus, trinkst-gehst du! Er weiß das, und wir reden daheim nicht mehr darüber, die Stimmung ist gut und wir werden sehen.

Inaktiver User
27.01.2011, 11:24
Und wie lange hält der vermeintliche Frieden bis jetzt?

Am letzten Freitag hast du ihn ja noch "aufgetankt" auf der Arbeit abgeholt.

Moni77
27.01.2011, 11:37
Und wie lange hält der vermeintliche Frieden bis jetzt?

Am letzten Freitag hast du ihn ja noch "aufgetankt" auf der Arbeit abgeholt.

Ja da hast du recht. Der Frieden liegt an ihm, er weiß was auf dem Spiel steht, ich rede nicht mehr über das Thema "Alkohol" ich lass ihn seine Zeit, ich setzte ihn nicht unter Druck,indem ich ihn frage, und hast du getrunken,oder so? Brauch ich auch nicht, ich habe ihm ein Ultimatum gestellt und jetzt werden wir sehen was passiert!

_maddin_
27.01.2011, 12:32
Ja da hast du recht. Der Frieden liegt an ihm, er weiß was auf dem Spiel steht, ich rede nicht mehr über das Thema "Alkohol" ich lass ihn seine Zeit, ich setzte ihn nicht unter Druck,indem ich ihn frage, und hast du getrunken,oder so? Brauch ich auch nicht, ich habe ihm ein Ultimatum gestellt und jetzt werden wir sehen was passiert!

Grundsätzlich ist Dein Vorgehen tatsächlich gut.

Aber eines hat gefehlt. Wo bleibt da sein Teil? Seine Aufarbeitung? Nein, ich meine nicht, daß Du dafür zuständig bist. Ich sehe nur, daß hier etwas unterdrückt wird und nicht aufgearbeitet. Wenn etwas aber nicht raus kommen kann - denk Dir selbst, was dann passiert.

Moni77
27.01.2011, 13:55
Grundsätzlich ist Dein Vorgehen tatsächlich gut.

Aber eines hat gefehlt. Wo bleibt da sein Teil? Seine Aufarbeitung?

Komme nicht ganz mit!

brighid
27.01.2011, 16:29
Grundsätzlich ist Dein Vorgehen tatsächlich gut.

Aber eines hat gefehlt. Wo bleibt da sein Teil? Seine Aufarbeitung? Nein, ich meine nicht, daß Du dafür zuständig bist. Ich sehe nur, daß hier etwas unterdrückt wird und nicht aufgearbeitet. Wenn etwas aber nicht raus kommen kann - denk Dir selbst, was dann passiert.

unterdrücken reicht doch völlig aus.- hauptsache er funitioniert wie er soll.

sarkasmusmodus aus

_maddin_
27.01.2011, 16:45
Komme nicht ganz mit!

Das ist mir schon klar. Deshalb gebe ich Dir nach wie vor den Rat, eine Beratungsstelle aufzusuchen.

Ich kann hier nur davon ausgehen, was Du hier schreibst. Und so wie es für mich rüber kommt, werden bei Deinem Mann Gefühle unterdrückt, bzw. er wird von Dir in seinem Handeln unterdrückt. Was passiert wohl mit einem mit Wasser gefüllten Topf, wenn der Deckel festgemacht wird und das alles auf dem Herd steht?

Sollte Dein Mann sogar abhängig sein, kannst Du davon ausgehen, daß Deine Drohung früher oder später ins Leere läuft. Und dann stehst Du völlig unvorbereitet da...

Dann ist da noch Deine Angst. Wo ist die denn plötzlich hin? Soll die jetzt weiter unbearbeitet, bzw. UNAUSGESPROCHEN bleiben? Hast Du das Deinem Mann schon mal vermitteln können? Auch Du stehst unter Dampf.

Das Forum hier ist zu kurz geschnitten, um Deine Situation völlig beschreiben zu können. Und selbst dann - Therapeuten werden sich hier weniger rum treiben.

Was spricht denn dagegen, mal zu einer Fachfrau, bzw. einem Fachmann zu gehen?

Moni77
27.01.2011, 21:45
Ich möchte das erst so probieren! Ich setzte ihn NICHT unterdruck! Wie z.b."Vergiss nicht, wenn du morgen oder sonst wann trinkst, bin ich weg" u.s.w. ich habe ihm das zwei mal gesagt, er hat es zur Kenntniss genommen und jetzt werde ich ja sehen was die nächsten Tage, Wochen, Monate oder sogar Jahre bringen!

Moni77
27.01.2011, 21:59
Was erwartest du eigentlich?.

Von euch? Nichts! Was sollte ich denn deine Meinung nach erwarten? Ich schreibe hier einfach nur, und merke das es mir gut tut, ob du das verstehst weiß ich nicht.

_maddin_
27.01.2011, 22:00
Ach Moni! Du verstehst es leider wirklich nicht.

OK.

Dann weiterhin viel Spaß beim Probieren.

Moni77
27.01.2011, 22:06
Ach Moni! Du verstehst es leider wirklich nicht..

DANKE!!!

_maddin_
10.03.2011, 16:53
Gibt es denn nun eine Veränderung?

Moni77
02.04.2011, 07:03
Gibt es denn nun eine Veränderung?


Ja,hatte letzte Woche Freitag (25.03.) ein Schwangerschaftsabbruch,mein Baby hatte eine Skelettfehlbildung (Glasknochenkrankheit Typ2!!) mußte abbrechen in der 22.Ss!! Wäre ein Junge! Mein Mann hat schon lang nichts getrunken,kann gut sein das er das noch tut auf grund diesen Verlust,bist jetzt war nichts.Mir geht es nicht gut.Das alles ist sehr schwer für mich.Bin emotional am Boden,wir reden sehr viel darüber.Alles Gute!Lg Moni!!

Skipperin
02.04.2011, 16:01
Ach Moni, wie schrecklich! Fühl dich mal in den Arm genommen von mir.Ich hab schon so oft an dich gedacht.
Ich fühle mit dir.:in den arm nehmen:

Moni77
10.04.2011, 08:17
Ich danke dir! Ich bin so Kraflos,wenn mein Sohn nicht wär,wüßte ich nicht wo ich jetzt wäre! Er gibt mir halt! Lg

Skipperin
10.04.2011, 09:35
:in den arm nehmen:
Festigt das die Beziehung zu deinem Mann, oder geht jeder seine Wege.
Du hast ja leider viele Baustellen.
Ich bin leider so schlecht im schriftlichen trösten.
Ich denke an dich und wünsche dir trotzdem alles alles Gute.

lissie15
10.04.2011, 09:54
Liebe Moni!
Schade, bis gerade eben hab ich gesehen, warst du noch im Forum angemeldet. Hoffentlich schaust du noch mal hinein.
Es tut mir so leid mit deinem Kind. Das ist ja wirklich furchtbar. :weißekerze:
Ich möchte dir kurz die Geschichte einer ehemaligen Arbeitskollegin erzählen.
Sie hat (übrigens im Gegensatz zu dir) jahrzehntelang geleugnet, dass ihr Mann ein Alkoholproblem hatte. Alle in ihrer Umgebung wussten es: die Clique, wir im Team, die ihn ja auch öfter erlebten, seine Arbeitskollegen, der Hausarzt, einfach alle.
Nur sie hat bis zum bitteren Ende alles geleugnet. Und sie hat es wirklich so geglaubt, wie sie es gerne gehabt hätte. Selbst als ihr auf einer Wochenendfahrt ein Arzt die klare Wahrheit sagte (er hatte einen typischen alkohol. Krampfanfall), hat sie uns später im Brustton der Überzeugung erzählt, dass könnte nicht sein, ihr Mann rühre keinen Tropfen an. Ihre bereits halbwegs erwachsenen KInder entsorgten die heimlich versteckten leeren und vollen Flaschen. Und sie leugnete immer noch.
Ich habe ihr dann, als ihre Vorgesetze (ihr ging es ja immer schlechter)dazu geraten eine Psychosomatisch Kur zu machen. Nur widerwillig ist sie gefahren, für geplante 6 Wochen. Mit ihem Einverständnis wurden es dann 10.
Und selbst danach, hat sie es zwar gewusst, konnte aber selbst mir gegenüber, mit der sie sonst alles besprochen hat, nicht aussprechen, dass es dieses Problem gab.

Damit will ich sagen, Alkoholismus, ob als Spiegeltrinken, Problemtrinken, Saisontrinken ist eine Krankheit,
Menschen um sie herum, ob in der Familie oder Arbeitskollegen sind ebenfalls krank, coabhängig eben. Indem sie schweigen, ihre Fehler entschuldigen oder überspielen, nicht offen reden.

Du bist einen wesentlichen Schritt weiter, weil du das Problem anschauen kannst. Und hier darüber schreiben kannst.
Lass das sacken. Du wirst Wege aus diesem Dilemma finden.

Du machst das schon sehr gut.

Überlege dir, wenn der erste Schock durch den Verlust deines zweiten Kindes überstanden ist, in Ruhe den nächsten Schritt.

Aber jetzt ist es wichtig, dass ihr gemeinsam um euer Kind trauert. Und du hast mein ganzes Mitgefühl, es muss ganz furchtbar sein.
Erkundige dich doch mal über deine Gynäkologin oder Gynäkologen, nach einer Anlaufstelle sprich Beratungsstelle für Eltern mit euerer jetzigen Erfahrung.
Denn das ist jetzt auf jeden Fall vorrangig.

Du machst nicht die Augen zu vor den Problemen deiner Familie. Darum wirst du wissen, was zu tun ist.

Ich denke ganz fest and dich und schicke dir jede Menge Energie. Bin traurig um euren kleinen Engel.

Liebe Grüße :in den arm nehmen:
lissie

P.S. Die Forumer hier wollen sicher helfen und schießen dabei, auch aus Hilflosigkeit, manchmal übers Ziel hinaus.

Moni77
11.04.2011, 12:10
:in den arm nehmen:
Festigt das die Beziehung zu deinem Mann, oder geht jeder seine Wege..

Nein,wir sind die ganze Zeit zusammen und reden viel darüber! Er ist mit zu jedem Termin (Ärtze) wo ich hatte! Er ist momentan krankgeschrieben,da er vor kurzem ein Bandscheibenvorfall hatte!

Moni77
11.04.2011, 12:14
Lissie

danke für deine lieben Worte! Es ist alles nicht so einfach,aber ich bin froh das ich meinen kleinen habe! Du hast es richtig erkannt,ich verschließe nicht die Augen,ich spreche meinen Mann direkt drauf an,ich habe auch gedacht das er nur trinkt wegen unserem Verlust durchs Baby,aber er war nur 1x weg!! und damit bin ich sehr zufrieden,er sagte er braucht das jetzt und ich habe ihn gehen lassen!Das ist okay für mich!