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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure glückreichsten Beinah-Unfälle



Inaktiver User
05.11.2008, 10:15
Angeregt aus einem anderen Strang möchte ich mal eure Geschichten hören, wann ihr wirklich Saudussel gehabt habt und haarscharf an einem Unfall vorbeigeschrappt seid.

Hier meine Vorlage:

Vor vielen Jahren bat mich eine Freundin, im in der Renovierung befindlichen Kinderzimmer die Deckenlampe zu montieren. Kein Problem. Ich hole die Leiter, steige rauf, montiere schön die Kabel und befestige die Lampe. Da kommt sie um die Ecke, sagt: "Geht's?" und legt im selben Augenblick den Schalter um. Ich wollte noch sagen, daß die Sicherung noch rein muß, da geht das Licht an und ich werde bleich. Mit wackeligen Knien bin ich dann von der Leiter runter.
Tjä, das war ne eindeutige Fifty/Fifty-Chance. Hätte der Schalter anders gelegen, wäre ich jetzt schon 20 Jahre tot. Das ansonsten traumhaft schöne*, aber elektrisch blöde Haus war aus den Fünfzigern und der Stromkreis nur etagenweise abgesichert. Das wußte ich nicht und hatte gedacht, die Sicherung wäre raus, weil eben renoviert wurde.


*Dem Haus hänge ich immer noch hinterher. Die (kleine, passende) Größe, die Raumaufteilung, der Stil, der Garten drumrum, die Lage. Herrlich.*wehmütigerinnerundnocheinbißchenträum*

halibo
05.11.2008, 15:40
[QUOTE=Uli_F]
Tjä, das war ne eindeutige Fifty/Fifty-Chance. Hätte der Schalter anders gelegen, wäre ich jetzt schon 20 Jahre tot. Das ansonsten traumhaft schöne*, aber elektrisch blöde Haus war aus den Fünfzigern und der Stromkreis nur etagenweise abgesichert. Das wußte ich nicht und hatte gedacht, die Sicherung wäre raus, weil eben renoviert wurde.
QUOTE]

Son quatsch, davon stirbt man nicht (es sei denn, man trägt nen Herzschrittmacher:zwinker: ), sonst wär ich schon dreimal tot- das gibt nen ordentlichen Schlag, man fällt, wenn man Pech hat, von der Leiter und die Sicherung fliegt raus und danach kribbelts im Körper ein bisschen.

halibo

Inaktiver User
05.11.2008, 15:47
Kann ich bestätigen hab in meinem dusel auch schonmal reingegriffen, krabbelt eben.:peinlich: und sogt wieder für volumen im haar.:freches grinsen: (quatsch)

Noodie
05.11.2008, 20:12
Ich bin mal etwas ausserhalb der Stadt mit dem Fahrrad gefahren. Inne lange Kurve rein. Ich schlitterte irgendwie, verlor das Gleichgewicht und fiel ... genau in die Bahn eines Lastwagens. Ich sah das riesengrosse Rad ein paar cm an meinem Kopf vorbei gleiten ... :ooooh:

Der Lastwagenfahrer hielt und kam zu mir gelaufen. Ausser ne schmutzige Hose war alles i.O. mit mir.

Totales Schwein gehabt :smile:

Inaktiver User
06.11.2008, 09:47
[QUOTE=Uli_F] ... die Sicherung fliegt raus und danach kribbelts im Körper ein bisschen.

halibo


Naja, aber wie gesagt, das Haus war aus den Fünfzigern. Wie das abgesichert war? Ne FI-Schutzschaltung wird es jedenfalls nicht gehabt haben. Ihr könnt reden, ich bin trotzdem froh und werde es auch weiterhin vermeiden, auszuprobieren ob ich beide Kabel unter Strom in der Hand halten kann.

Inaktiver User
06.11.2008, 09:56
Gerade drei Tage her:

Eine steinalte Autofahrerin beim rausfahren aus der Parklücke mir unbedingt in die Fahrertür fahren. Das ist schon ein beschiss.... Gefühl ich sitzt im Auto, sehe was kommt und kann nichts machen. Ich habe so gebrüllt, dass die Leute im Umkreis von 50m gegrinst haben, die Scheibe habe ich schon runter und wollte mit der Hand auf das Heck hauen, ich wäre drangekommen, es waren noch ca. 5 cm Platz, da bremste sie endlich. Ich schweißgebadet.

meikeline
06.11.2008, 14:21
Ich hab´s vor einigen Jahren bei Blitzeis mit Ach und Krach geschafft, mein Auto auf einen Parkplatz zu lenken. Nach ein paar Sekunden habe ich es schon krachen hören, kurz danach war die Autobahn dicht - wegen einer Massenkarambolage. Ich hab bestimmt zwei Stunden zitternd im Wagen gesessen und nur geheult.

Megabine
06.11.2008, 14:24
Ich bin mal etwas ausserhalb der Stadt mit dem Fahrrad gefahren. Inne lange Kurve rein. Ich schlitterte irgendwie, verlor das Gleichgewicht und fiel ... genau in die Bahn eines Lastwagens. Ich sah das riesengrosse Rad ein paar cm an meinem Kopf vorbei gleiten ... :ooooh:

Der Lastwagenfahrer hielt und kam zu mir gelaufen. Ausser ne schmutzige Hose war alles i.O. mit mir.

Totales Schwein gehabt :smile:

:ooooh:

Wirklich Schwein gehabt!

Mit solchen dollen Sachen kann ich leider (oder zum Glück) nicht dienen.

Inaktiver User
06.11.2008, 14:32
Da fällt mir ein: Vor einigen Jahren auf der Autobahn. Ich setze mit dem Auto an, um einen VW-Bus zu überholen. Vorher habe ich in den Rückspiegel gesehen und gaaanz weit hinten war ein Fahrzeug. Weit, weit weg. Ich setze den Blinker, Schulterblick und ziehe langsam rüber. Da höre ich diesen hochfrequenten Ton. *sssssssssssst* Ein Audi schießt an mir vorbei, mit den linken Reifen in der Botanik, schlingert, knallt fast vorne gegen ein Fahrzeug auf der rechten Spur und fängt sich schließlich. *puuuuhhh* Diesen Ton werde ich nie vergessen. Da war mein Schutzengel bei mir. Wir haben beide gezögert (also der Audifahrer und ich), was wir jetzt machen sollen. Dann hat er aber Gas gegeben und ist weiter. War ja Gottseidank nix passiert. Seitdem kucke ich immer zweimal, um die Geschwindigkeit einzuschätzen. Was für ein Schreck.

Lillith11
08.11.2008, 20:01
Während meines letzten Strandurlaubs:

Ich lag stundenlang lesend unter einer Palme, die schräg zum Meer hin wuchs und wuchtige Palmäste hatte - also der perfekte Ort, um sich im Schatten etwas vor der Hitze und Sonneneinstrahlung zu schützen.
Irgendwann kam ein Rudel herrenloser Strandhunde angelaufen, direkt auf mich zu. Glücklicherweise waren mir diese wilden Hunde so unheimlich, dass ich eiligst meinen Kram zusammenpackte, um es mir unter einer anderen Palme gemütlich zu machen.

Ca. 10 Minuten später krachte der riesige Palmast mit Getöse herunter, genau auf die Stelle, auf der ich zuvor den halben Tag lag. Die Hunde konnten sich noch gerade so retten und wegspringen.

Ich will nicht wissen, wie hoch mein Puls in dem Moment war, aber ich schätze, dass ich kurz vorm Herzinfarkt stand.

Inaktiver User
09.11.2008, 15:21
Als Kind, ích stand im "Fußballtor" vor einer Hauswand in der Altstadt. Ich bewegte mich also immer etwa an der selben Stelle, als es plötzlich hinter mir krachte. Ein Dachziegel hatte sich vom Dachstuhl des dreistöckigen Gebäude gelöst und war knapp hinter mir zerschellt. *puuuhhh*

Schnuefflerin
09.11.2008, 15:56
Ich wollte als Radfahrer an einer Fussgängerampel bei "Grün" eine vierspurige Strasse überqueren.
Allerdings verhedderten sich die Bänder meiner etwas längeren Jacke irgendwie im Rad, dass ich nicht losfahren konnte.
In dem Moment bretterte ein LKW bei "Rot" über die Kreuzung.
Da hätte ich drunter gelegen, wäre ich normal losgefahren.

An derselben Kreuzung ist mir nochmal fast das gleiche passiert.
Diesmal hat mein sonst immer zuverlässiges Rad versagt als ich losfahren wollte, die Kette ist durchgerutscht, ich habe ins leere getreten.
Wieder fuhr ein Auto in dem Momentbei "Rot" über die Kreuzung. :ooooh:
Nie wieder danach ist meine Kette durchgerutscht!

Einmal habe ich es germekt, dass ein Auto sich mit hoher Geschwindigkeit der Kreuzung mit der Ampel auf "Rot" nähert, und ich habe gewusst, dass das Auto niemals rechtzeitig zum stehen kommen wird. Zumal die Fahrerin gar nicht gebremst hat.
Ich bin instinktiv stehen geblieben, aber neben mir ging ein kleines Mädchen über die Strasse, die ist fröhlich weitergehopst .... und ich konnte gar nichts sagen oder machen :niedergeschmettert:
Wie erstarrt habe ich da gestanden und gesehen, wie das Mädchen überfahren worden ist, das geschah alles in Sekunden.
Das Mädchen hat geschrien "Meine Beine, meine Beine"
Später habe ich erfahren, dass sich das Mädchen beide Beine gebrochen hat.
Wäh, ich kriege noch beim schreiben Gänsehaut, obwohl das schon 20 Jahre her ist.

Noodie
09.11.2008, 16:05
Ca. 10 Minuten später krachte der riesige Palmast mit Getöse herunter, genau auf die Stelle, auf der ich zuvor den halben Tag lag. Die Hunde konnten sich noch gerade so retten und wegspringen.

Ich will nicht wissen, wie hoch mein Puls in dem Moment war, aber ich schätze, dass ich kurz vorm Herzinfarkt stand.

Das kann ich so gut nachempfinden! Ich habe drei grosse Palmen in meinem Garten und es kracht ca einmal pro Woche so ein Teil runter. Die Dinger sind schwer wie Eichenholz an dem Ende das am Stamm dran war, das also auf dich gefallen wäre. :ooooh: Wenn ich bei mir im Garten sitze, nie direkt unter einer Palme, also nicht nahe am Stamm.

Zum Glück sind sie auf ihrem ca 10m langen Weg nach unten doch ziemlich geräuschvoll, so dass ich denke ich würde wohl rechtzeitig wegspringen können. Sie brauchen ca 4 Sek bis sie unten aufschlagen.

Anders ist es mit den Kokosnüssen, die krachen runter wie Ziegelsteine :knatsch:

drachenbraut
09.11.2008, 16:37
Vielleicht etwas offtopic, aber bis heute danke ich allen meinen Schutzengeln:

Im letzten Jahr gab es zweimal hintereinander so heftige Wasserbrüche in unserem Haus, die sich letztendlich in Küche, Flur und Badezimmerwände meiner Erdgeschosswohnung ergossen haben, dass ich monatelang mit riesigen Trocknungsmonstern unterschiedlicher Art leben musste, u.A. hingen 14 Heizplatten an den Wänden. Das Ganze mit einer Riesenkabelage verbunden.

Während ich arbeiten war, begann an einer Heizplatte ein Elektrobrand.

Und
*wäre da nicht das Loch zur oberen Wohnung gewesen,

*wäre Herr G zu genau diesem Zeitpunkt nicht nur nicht
zu Hause, sondern lediglich in einem anderen Raum
gewesen,

*hätte er nicht (wegen der vielen ein- und ausgehenden
Handwerker) einen Schlüssel für meine Wohnung gehabt

*und wäre er nicht zu Berufszeiten (er ist Anfang 70) der
Brandschutzbeaufragte in seinem Betrieb gewesen ...

Alles wäre abgefackelt, garantiert meine Tiere und vielleicht auch Menschen, je nachdem, wie schnell und weit das Feuer übergegriffen hätte.

Ich krieg noch immer das große Zittern, wenn ich daran denke!

Inaktiver User
10.11.2008, 12:05
Feuer und Geschmurgel ...
Da kann ich nur warnen vor Verlängerungskabeln hinter der Küche. In meiner Küche hatte ich irgendwann morgens regelmäßig einen leichten Plastikschmelzgeruch, wenn ich die Tür öffnete. Das verzog gleich wieder, aber ich begab mich doch auf die Suche. Und machte den Verursacher hinterm Kühlschrank ausfindig. Mangels Stekckdosen war dort ein Dreierstecker angebracht, der schon ganz verschmolzen war und warm. Den hab ich natürlich sofort ausgetauscht und einen anderen so installiert, daß es ein leichtes ist, immer mal danach zu sehen.

Ebayfan
14.11.2008, 00:09
Ich war noch ein Kind, vielleicht 10 oder 11, als ich mit meiner Mutter auf dem Rückweg vom Schwimmbad war. Wir fuhren mit dem Fahrrad und mussten an einem Bahnübergang warten. Als die Schranke sich hob, startete ich als erste - ich war ja noch nicht so groß wie heute und passte auch unter die halboffene Schranke. Plötzlich senkte sich die Schranke wieder und von links kam eine Lok in vollem Tempo angefahren (dort fuhr und fährt man ca. 70 - 80 km/h). Der Schrankenwärter hatte einfach die Schranke zu früh geöffnet.

Instinktiv wich ich zurück und stand eingeklemmt zwischen Schiene und Schranke. Der Lokführer sah mich und versuchte zu bremsen - was nicht viel brachte. Der Schrankenwärter hob die Schranke wieder an und erwischte mit der Schranke mein Rücklicht, so dass sich mein Fahrrad auch noch ein Stück anhob.

Ich stand da also starr vor Schreck und versuchte auch noch mein wackelndes Fahrrad festzuhalten und die Lok rauschte an mir vorbei. Meine Mutter hat beinahe einen Herzinfarkt bekommen.

Hätte ich nicht geistesgegenwärtig bemerkt, was abging, würde ich hier jetzt nicht tippen. Ein Pedaltritt mehr und es wäre aus gewesen.

Ein paar Jahre später hatte ich nochmal Glück:

Ich hatte morgens meine Führerscheinprüfung bestanden und nachmittags war ich mit meinem Vater unterwegs, um den Schulweg zur Berufsschule mal abzufahren, um ihn am nächsten Morgen allein zu bewältigen. Wir fuhren über eine von Düsseldorfs Hauptverkehrsachsen und die Straße war "gut besucht".

Gerade als ich eine große Kreuzung bei Grün vorschriftsmäßig überqueren wollte, sah ich ein anderes Fahrzeug, was plötzlich von links angeschossen kam. Der Fahrer hatte wohl das Rotlicht übersehen.

Mein Fahrzeug legte eine Vollbremsung wie aus dem Lehrbuch hin. Als wir standen, sah ich zu meinem Vater rüber in der festen Überzeugung, dass er gebremst hatte - bis mir auffiel, dass er überhaupt kein Bremspedal auf der Beifahrerseite hatte. Er sah selbst ziemlich geschockt aus. Bis dahin war ich ja noch den Fahrlehrer mit dem zweiten Pedalsatz gewöhnt.

Irgendwie hat mein Instinkt es fertiggebracht, voll auf das Bremspedal zu treten. Ich weiß bis heute nicht, wie.

Und der Beinahe-Unfallverursacher hat auch nur kurz erschreckt geguckt und ist dann einfach weggefahren. Wenn der gewusst hätte, dass mein Führerschein gerade mal ein paar Stunden alt war....:ooooh:

Von dem Moment an hatte mein Vater Vertrauen in meine Fahrkünste. Ich konnte zwar nicht ordentlich anfahren oder parken, aber bremsen konnte ich spitzenmäßig. Er hat sich dann auch oft und gern von mir herumfahren lassen und das Parken hat er mir dabei auch noch richtig gut beigebracht.:blumengabe:

deju
15.11.2008, 12:38
Ich bin mit 17 beinahe im Gardasee ertrunken. War da mit Freunden beim Klettern ( es gibt da Passagen, wo man oberhalb des See's klettert ), hab einen Griff verpaßt und ab gings inklusive Klettergurt, der halben Ausrüstung und natürlich in Schuhen.
Bin dann unten beim Eintauchen nochmals gegen Felsen geknallt und da dieser besondere Gardasee-Wind auch noch so stand das er gegen die Felsen kam, bin ich halt immer wieder im Wellenstrudel an den Felsen geknallt und dann mit runtergezogen worden.
Das ging dann so lange bis ich keine Luft mehr hatte und einen komischen Moment erwischte, in dem ich mich nicht mehr wehrte und mein Verstand ganz klar wurde... und dieser Verstand hat mir dann geraten, gegen die Wellen auf den See rauszuschwimmen und mich von den Wellen tragen zu lassen.
Das hab ich dann gemacht, zwischendurch das Wasser naja "ausgekotzt" und als ich wieder Kraft hatte, bin ich in einem langen Bogen ans Ufer geschwommen.
Helfen konnte mir keiner in dem Moment, die Hälfte hatte nichts mitbekommen, einer saß in der Wand fest quasi über mir.

Meine Narbe hab ich bis heute und etwas mehr Respekt vor solchen schwierigen Partien. Insgesamt war das wohl auch der chaotischste Urlaub in meinem Leben - aber missen will ich ihn auch nicht.

Ich glaub nicht wirklich an Schutzengel, aber von den klaren Momenten hatte ich schon mehrere und glücklicherweise bin ich dann nicht panisch. Deshalb hab ich mich schon vor ewigen Zeiten als Ersthelfer in meiner Firma ausbilden lassen; denn es kommt nicht immer nur auf den guten Willen an; manche können es halt und manche wohl leider nicht.