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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was hab ich für eine Krankheit?



A111
02.11.2008, 12:49
Hallo ihr Lieben, bin auf der Suche im Netz auf dieses Forum gestoßen. Ich merke, dass in der letzten Zeit mit mir etwas nicht stimmt...weiß aber nicht so recht, an wen ich mich wenden soll, vlt. gibt es ja hier einen Arzt, der wenigstens ein wenig seine fachkundige Meinung dazu geben kann.

Alles fing bei mir mit enormen Magenproblemen an - hauptsächlich in den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. allg. an Orten, an denen es keine Toiletten gibt. Ich muss natürlich immer genau dann auf Klo. Wenn ich jetzt aufzählen würde, wie oft mich mein Körper in solchen Momenten so weit überwältigt hatte, dass ich vor innerem "Leiden", Herzrasen und Schweißausbruch das Geschäft kaum noch zurückhalten konnte, wäre ich morgen noch nicht fertig. Ihr kennt das Gefühl sicherlich, man muss auf Klo, kann aber nicht und platzt jeden Moment. Auf Grund dessen fahre ich fast nur noch Regionalbahn, weil dann eben eine Toilette in der Nähe ist. Ist eine Toilette zugegen, bin ich auch total ruhig und muss mitunter gar nicht auf Klo. Dazu kommt noch, dass ich, wenn ich diese "Anfälle" (z.Bsp. in der S-Bahn) habe, ich auf die Toilette gehe und ich entweder gar keinen oder nur ganz wenig Stuhlgang habe, so dass es eigentlich kaum der Rede wert ist. Diese Angst begleitet mich nun an allen Orten, die ich nicht kenne. So hat es angefangen.

Nun möchte ich etwas persönliches erzählen, ich weiß nicht, ob das alle nachvollziehen können, aber es ist mir sehr wichtig. Ich habe den Wunsch im Herz katholischer Priester zu werden (bin 19 jahre alt). Ich weiß nicht, ob es jmd. sich vorstellen kann, wie es ist, wenn Gott das Herz eines Menschen entflammt und ihn zu einer engeren Nachfolge beruft - bei mir ist es so, ich erlebe gerade eine typische Berufung. Auf der anderen Seite habe ich eine Freundin, die ich auch sehr liebe. Klar ist, dass das nicht zusammen passt, wie ihr euch vorstellen könnt. Ich bin seit ca. 2 1/2 Jahren hin- und hergerissen zwischen diesen zwei Dingen: Ehe oder Priestertum. Mal ist es so, mal so. Viele Leute meinten, dass ich mich einmal entscheiden soll und muss, weil das auf Dauer auch nicht gut ist für mich, wenn ich nicht weiß wo ich hingehöre. Nur bin ich irgendwie nicht in der Lage diese Entscheidung zu treffen...ich kann irgendwie nicht. Jedoch begleitet mich dieses hin- und hergerissen sein nun schon seit vielen Monaten, ich mache bald Abitur und bin mit meiner Entscheidung noch keinen Schritt weiter, wie es dann eben weitergeht. Ich bin nur noch am Grübeln, abwägen und habe mir so über die Zeit einen enormen inneren Druck aufgebaut, mit dem ich nicht mehr so recht umzugehen weiß, ich bin regelrecht zerrissen innerlich.

Warum ich nun eigentlich schreibe ist, weil ich gemerkt habe, dass ich sozusagen im "Daueralarm" bin. Wenn ich mal zur Ruhe kommen will, geht das schon gar nicht mehr, weil mein Herz nicht aufhört, schnell und doll zu klopfen. Mein Körper kommt nicht mehr zu Ruhe, obwohl mein Geist es will. Gestern war ich mit meinen Eltern essen und wir sind Auto gefahren, das war ein Fortbewegungsmittel, mit dem ich sonst immer sehr gut klarkam, weil ich dort einfach meine Privatsphäre hatte und es ruhig war. Aber gestern hatte ich die selben Symptome (Herzklopfen, auf Klo müssen, Schweißausbrüche und ein allgemeines inneres Leidensgefühl) die ganze zeit im Auto. Ich war sehr schweigsam. Auch im Restaurant ging es mir so - und deshalb schreibe ich jetzt hier, weil das total erschreckend war für mich. Mit meiner Freundin mache ich auch schon kaum noch was, weil ich mich nicht an Orte traue, wo viele Menschen sind, immer habe ich Angst, dass mir etwas passieren könnte. Ich gebe zu, ich komme aus Berlin, dass ich eine ständige Angst davor habe, eins auf die Fresse zu bekommen von irgendwelchen aggressiven Spinnern, die hier zu tausenden rumrennen, obwohl mir noch nie was passiert ist.

So, das wärs erstmal fürs erste.



Also zusammengefasst:

+ ich muss andauern auf klo, wenn keins in der nähe ist und ich an ungewohnten orten bin
+ ich bin hin- und hergerissen wegen meiner zukunft, weiß nicht so recht, wo ich hingehöre
+ habe immer angst, dass mir was passieren könnte
+ hatte das ständige herzrasen, schweißausbrüche, unbestimmtes unwohlsein und "leidensgefühl" nun selbst im auto und in der gaststätte
+ gehe kaum noch weg
+ komme nicht mehr zur ruhe


Ich schreibe es hier, weil die "normalen" Symptome einer Agoraphobie nur zur HÄlfte zutreffen und auch andere "Tests" nicht wirklich passen. Ich würde gern wieder, dass sich alles beruhigt und ich normal leben kann. Gibt es da Möglichkeiten? Bitte helft mir.

Liebe Grüße!
A1

PS.: Meine Hausärztin diagnostiszierte zu hohen Stress - bzw. Dauerstress und verordnete mir gegen die Magenprobleme "omeprazol-biomo" um meinen Magensäurehaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Das funktioniert auch rel. gut, macht aber nichts gegen die Restsymptome...

PPS.: Bitte fangt keine Diskussionen über das Für und Wider des Priestertums oder der Kirche an, ich hab echt ein anderes Problem gerade und bitte euch um Hilfe oder Erfahrungen. Danke!

Inaktiver User
02.11.2008, 13:12
Hallo A111,

das hört sich jetzt vielleicht abgefahren an, aber ich kam bei Deiner Schilderung auf die zusammenfassende Idee: Du bist in einer Situation, in der Du nicht das machen kannst, nach was Dir ist. - In jeder Hinsicht.

Den Druck machst Du Dir letztendlich selbst. Kein Mensch muss mit dem Abitur wissen, wie sein restliches Leben läuft. Du wirst immer nervöser, je näher das Abi rückt.

Ich sach mal: Schei* erstmal drauf und geb Dir mehr Zeit, mach vielleicht ein Jahr Auszeit, weg von zu Hause, Praktikum in einer Glaubensgemeinschaft - im Ausland. Oder Klostertournee im Westen und Osten. Finde heraus wozu Dir Dein Glaube wirklich dienen kann - es gibt ja auch etwas zwischen Priestertum und Abwendung von der Kirche im Falle einer Ehe und Familienentscheidung.

Außerdem - solltest Du Dich doch für den Priester entscheiden - bis Du einer bist, wirst Du an weiteren Prüfungen vorbeikommen, die Dir helfen werden, sicherer zu werden - oder doch noch auszusteigen. Das schüttelt mit Sicherheit keiner aus dem Ärmel "Ich werde Priester - und schwupps bin ich einer - ohne Zweifel - mein Leben lang." Glaub ich nicht.

Ich rate Dir einen guten Therapeuten zu suchen, der mit Dir sortiert und Dir hilft einiges aufzulösen. Du kommst mir sehr "eingeschränkt" vor - nicht zuletzt wie Du Dich zur Zeit durch die Welt bewegst - mit Ängsten in Dir, die Dich selbst und die Reaktion der Umwelt auf Dich betreffen. Glauben ist Vertrauen in Gott. Was ist denn mit dem Vertrauen in Dich selbst?

porridge
03.11.2008, 21:05
Lieber A111,
ich kann Leda da nur Recht geben: lass Dir Zeit!! Niemand zwingt Dich, Dich jetzt und hier für einen einzigen festen Weg zu entscheiden. Du machst Dir selber Druck, der irgendwie nach innen geht. Panik und Ängste haben oft mit Unsicherheit zu tun, mit Kontrollverlust, mit dem Gefühl, machtlos der Welt gegenüber zu stehen. Das ist aber nicht so!! Du hast viele Fähigkeiten, Talente, Wünsche und Ideen, das ist toll! Vielleicht bist Du momentan so unruhig, weil Du Angst hast, Dich für den "falschen" Weg zu entscheiden. 1.: warte mit der Entscheidung, nutze die Zeit für Erfahrungen, jede bringt Dich weiter, 2.: es gibt im Grunde keinen falschen Weg, Du könntest -wie schon von Leda erwähnt- ja später auch Diakon werden o.ä. Wenn Gott bei Dir ist, wird er Deinen Weg mit Dir gehen, egal wohin er führt; und Gott wäre der Letzte, der sagen würde: Junge, entscheide Dich JETZT!
Erforsche Dein Inneres, aber vergiss nicht zu leben, sei nicht so streng mit Dir.
Vielleicht würde Dir ein leichtes Beruhigungsmittel helfen, sprich doch mal mit Deiner Ärztin.
Viel Glück und alles Liebe!

A111
04.11.2008, 10:16
Danke für eure Antworten. Ja, vielleicht habt ihr Recht, ich muss mich jetzt noch nicht entscheiden. Nur muss ich das jetzt noch irgendwie meinem Körper klar machen -.- Heute nacht hat mein Herz so doll geklopft, dass ich nicht mehr schlafen konnte, ich habe ne halbe Krise bekommen. Heute morgen bin ich aufgewacht und mein Puls war normal...ich freute mich schon, doch dann war der Ruhezustand vorbei und es ging alles wieder von vorne los.

Gibt es auch Beruhigunsmittel, die nicht verschreibungspflichtig sind?
Was habt ihr sonst für Tips, wie ich meinen Körper wieder normalisieren kann? Oh man ich bin 19 und hab solche Probleme :D

lg

Alaska
04.11.2008, 11:06
... Ich habe den Wunsch im Herz katholischer Priester zu werden (bin 19 jahre alt). ... Ich bin seit ca. 2 1/2 Jahren hin- und hergerissen zwischen diesen zwei Dingen: Ehe oder Priestertum. Mal ist es so, mal so. Viele Leute meinten, dass ich mich einmal entscheiden soll und muss, weil das auf Dauer auch nicht gut ist für mich, wenn ich nicht weiß wo ich hingehöre. ... PPS.: Bitte fangt keine Diskussionen über das Für und Wider des Priestertums oder der Kirche an, ich hab echt ein anderes Problem gerade und bitte euch um Hilfe oder Erfahrungen. Danke!

Trotzdem könntest Du ja - wenn das andere Problem sich wieder etwas beruhigt hat - auch nochmal in Erwägung ziehen, ob nicht der Beruf eines evangelischen Pastors eine Lösung für Dein Dilemma darstellen könnte. (?)

A111
04.11.2008, 18:12
Trotzdem könntest Du ja - wenn das andere Problem sich wieder etwas beruhigt hat - auch nochmal in Erwägung ziehen, ob nicht der Beruf eines evangelischen Pastors eine Lösung für Dein Dilemma darstellen könnte. (?)

Nein sicher nicht ;)

Inaktiver User
04.11.2008, 18:39
Was hab ich für eine Krankheit?

Was willst Du denn für eine Krankheit haben, A1?

Leicht, mittel, schwer?

Wenn Deine Ärztin für Herzrhythmus, Schilddrüse etc. grünes Licht gegeben hat, dann empfehle ich Dir Sport.
Heißt: Regelmäßige, mäßige Bewegung an der frischen Luft.

Der, warum auch immer, zu hohe Adrenalinausstoß will abgebaut werden.

Dann kannst Du in der Apotheke nach einem Kombimittel aus Baldrian, Hopfen, Melisse und Passionsblüte fragen. Gibt's auch als Schlafmittel und reguliert bei mehrwöchiger Einnahme das vegetative Nervensystem.

Falls es schlimmer und nicht besser wird - nochmal zum Arzt gehen.
Ab einem gewissen Grad und Längerandauern kann daraus auch eine Angststörung werden.

Von allem abgesehen ist es wichtig, ein Umfeld zu haben, bzw. ein paar enge Kontakte, mit denen Du Dich über das was Dich umtreibt, Fragen Deine Zukunft betreffend etc. gut unterhalten kannst. Durch Gespräche bewegt sich in einem viel mehr als man es durch einsame Grübeleien erreichen könnte.

Was hier an Antworten kam, soll nicht heißen "stell Dich nicht so an, ist alles halb so wild" - es heißt: Versuch es aus mehreren Perspektiven zu sehen. Und dazu dienen am besten Gespräche.

Wie reagieren Deine Eltern / Deine Freundin auf Deine Priesterpläne?

Wer ist Dir Vorbild im Glauben? Deine Eltern?

sirix
04.11.2008, 21:17
Hallo,

erst einmal meine Anerkennung, dass du dir in deinem Alter schon aktiv Hilfe suchst und deine Probleme bereits recht klar hast.
Ich kann dir auch nicht sagen, was mit dir los ist, aber ich habe ein paar Gedanken dazu, die dir vielleicht Denkanstöße geben können.

Mir fällt auf, dass du deinen körperlichen Reaktionen gerade ausgeliefert zu sein scheinst. Gleichzeitig hast du einen Berufswunsch, der von dir erwartet, deinen Körper und deine Bedürfnisse kontrollieren zu können.
Du hast Angst vor Menschenansammlungen, willst aber vor ihnen sprechen. Kurz: dein Körper will nicht so wie du.

Ich kenne nicht diese Gefühle der Angst, die du beschreibst, aber ich kenne auch starke körperliche Reaktionen, die mir nicht gefallen, von denen ich denke, dass sie mir nicht entsprechen und aufgrund derer ich Dinge tue, mit denen ich mich nicht identifizieren kann. Und dann fängt man an mit seinem Körper zu kämpfen, will ihn unter Kontrolle bringen.
Ich frage mich, ob dein Wunsch Priester zu werden damit zusammenhängt?

Irgendwann, und dafür habe ich sehr lange gebraucht, akzeptiert man, dass man Körper und Geist nicht trennen kann und auch wenn einem nicht gefällt, wie der eigene Körper funktioniert, so ist er auch ein Teil von einem selbst auf den man wenigstens ab und zu hören sollte. Das heißt, dass einem körperliche Reaktionen auch irgendwo entsprechen können. Wo könnte deine Angst oder etwas wozu sie führt dir entsprechen? Wo könnte dein Körper dir im Grunde damit entgegenkommen?

Nach allem was du von dir erzählst, deine Ängste, dein tiefer Glauben, deine Suche nach Ruhe, Zeit für Geistliches und deine Unsicherheit, ob das die richtige Entscheidung ist... das klingt für mich eher nach einer religiösen Zukunft als Mönch. Warum willst du aber Priester werden?

kleinesbienchen
19.11.2008, 21:05
Hallo A111,
Dein körperlicher Zustand spiegelt Dein Seelenleben wieder. Da kann ich mir den Vorschreibern nur anschließen.
Was Du hast ist wahrscheinlich eine Panikattacke - hört sich für mich so an, kenne das selber auch.

Ich habe auch lange Zeit nicht gedacht, dass die körperlichen Symptome von meiner seelischen Verfassung kommen könnten, habe sogar den Arzt gewechselt damals - vor vielen Jahren.

Es ist so, dass Dein Körper in Aufruhr ist, wegen Deinen vielen Problemen. Du bräuchtest erst mal einen klaren Kopf. Vielleicht kannst Du wirklich mal so eine Art Exerzitien mitmachen, sofern Deine Angst vor den Menschen Dich nicht davon abhält.
Außerdem brauchst Du wirklich was pflanzliches zum Beruhigen, Baldrian oder die oben genannten. Magnesium hilft auch sehr gut, so als Lutschtablette, weiß ich aus Erfahrung. Das entspannt den Körper.

Zum Beruf als Pfarrer muss ich noch sagen, dass ich das schlimm finde, dass die kath. Kirche Menschen dazu bringt, unnatürlich zu leben.
Es heißt ja schon in der Bibel: Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei...
Und Jesus hat auch Frauen gemocht, hat sie nicht aus seinem Leben ausgeschlossen. Mit welcher Berechtigung verlangt die kath. Kirche das von den Menschen, Nonnen geht es ja ebenso.

Ich finde, dadurch wird die Sünde förmlich heraufbeschworen, denn die wenigsten können so leben. - Es ist einfach nicht so vorgesehen von Gott.

Komm zur Ruhe, und wenn Du dann betest, wird Gott dir helfen und dich das Richtige tun lassen.

Ich wünsche Dir, dass Du eine für Dich gute Entscheidung triffst!

KleinesBienchen:blumengabe:

kugelfisch1109
10.12.2008, 15:52
Hi,
ich kenne das auch, was du da beschreibst. Befinde mich in ähnlichem Zustand. Probier es mal mit Homöopathie... Hat mir zeitweilig gut geholfen. Ich habe aber auch erkennen "müssen", dass alles nur mit MIR selbst zu tun hat, das ICH mir den Stress SELBST mache und mich unnötig unter Druck setze. Weiß auch noch nicht wie ich das schaffen soll... bin auch erst 23.
Hat jemand noch einen anderen Tip? Wie wird man gelassener, wie findet man raus was man will, wie konzentriert man sich nur auf sich? Zum beispiel, wenn man keine Zeit für eine Auszeit hat...

marlenchen
16.12.2008, 23:32
meine persönliche erfahrung ist, dass immer zeit für eine dringende auszeit da ist, ansonsten kommt irgendwann meist der totale zusammenbruch...

aus einer (beginnenden) angsterkrankung findet sich wieder ein weg hinaus, am besten nimmt man dafür (professionelle therapeutische) hilfe in anspruch.

@a111: ich sehe es wie die anderen, mach dir selber nicht den druck, jetzt zu einer entscheidung kommen zu müssen.
lebe dein leben, spüre immer wieder in dich hinein und gib dir selber viel zeit. oft tun sich wege vor einem auf, die man vorher nicht sehen konnte,
was in deinem fall bedeuten könnte, dass eventl. doch keine entweder-oder-entscheidung von dir notwendig ist und du sowohl deinem glauben sowie deiner liebe treu sein kannst.
ich wünsche dir zuversicht, dass sich alles fügen wird :blumengabe:!
und lass dir mit der sich ausweitenden angststörung helfen,
es gibt viele therapeuten, die sich gut damit auskennen und die dir helfen können, diese ängste wieder zu reduzieren.
deine körperlichen symptome sind sicherlich sehr beängstigend.
ich glaube zwar nicht, dass es dafür eine körperliche ursache gibt,
aber ausschließen sollte man es trotzdem, bevor man sich in einer therapie auf die angstauslösenden situationen etc. konzentriert.
also ruhig noch mal ein belastungs- ekg beim arzt durchführen lassen.

selber zur entspannung könntest du z.b. autogenes training und progressive muskelentspannung oder auch yoga machen. in der bücherhalle gibt es oft viele dvds und cds, mit denen man das gut zuhause ausprobieren kann.
sport ist ebenfalls gut, um einen ausgleich zu schaffen.
den ängsten begegnen und sie "auszuhalten", ihnen nicht auszuweichen und keinerlei vermeidungsverhalten an den tag zu legen, kann man auch ohne therapeuten, aber das ist ein schwerer weg alleine.
sei so gut zu dir selber und lass dir dabei helfen.

lg, marlenchen


Jeden Tag sagt Gott zu uns ,
vielleicht manchmal ganz leise, doch an bestimmten Tagen besonders deutlich:
Ich bin da!
In das Dunkel Deiner Tage, Deiner Vergangenheit und in das Ungewisse Deiner Zukunft,
in die Bewegtheit Deines Lebens und in das Elend Deiner Ohnmacht lege ich meine Zusage:
Ich bin da!
In das Spiel Deiner Gefühle, in die Unsicherheit Deiner Entscheidungen und in den Ernst
Deiner Gedanken, in den Reichtum Deines Schweigens und in die Armut Deiner Sprache
lege ich meine Zusage :
Ich bin da!
In die Freude Deiner Tage und in den Schmerz Deines Versagens, in die Grenzen deiner
Begabung und in die Anstrengungen Deines Betens lege ich meine Zusage :
Ich bin da!
In die Enge Deines Alltags und in die Weite Deiner Träume und Hoffnung, in die Schwäche
Deiner Sinne und Deines Verstandes und in die Kräfte Deines Herzens lege ich meine Zusage:
Ich bin da!

(Verfasser mir leider unbekannt)