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Thema: USA

  1. Inaktiver User

    USA

    Was benötigt man, um in den USA zu arbeiten?

    Visa, Greencard etc.

    Ich spiele mit dem Gedanken dort für eine Firma tätig zu sein, für die ich
    bereits in D gearbeitet habe.

    Müssen z.B. Zeugnisse übersetzt werden?

    Wie sieht es mit dem Uni-Abschluss aus?

    Zum Organisatorischen, welche Dinge sollten vorher geklärt sein, was kann man eventuell auch noch vor Ort regeln?

    Freue mich auf Austausch :-)

  2. Avatar von Antje3
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    AW: USA

    Mit welchem Visum wollen sie Dich schicken?

    Green Card geht nur entweder durch Heirat oder durch "Lotterie" - beides dauert (Lotterie NACHDEM Du gewonnen hast noch etwa ein Jahr, Heirat mit allen Formalien nicht nennenswert weniger lang).

    Für ein Visum H1B muß der Arbeitgeber nachweisen, daß er für den Job keinen Amerikaner finden kann - die Mühe macht sich kaum jemand. Zudem gibt es dafür Visa-Kontingente - die sind meist 2-3 Wochen nach Freischaltung für den Rest des Jahres ausgeschöpft - auch deswegen, weil sich etliche Großkonzerne wie Microsoft etc. da einen großen Teil davon schon sichern.

    Für eine Entsendung (also Du bleibst mit einem deutschen Arbeitgeber) sind ebenfalls etliche Formalien zu beachten.

    Die Zeugnisse interessieren erstmal eher wenig - als erstes steht die Frage: Wie legal dort arbeiten können - und da sind die Möglichkeiten sehr eingeschränkt.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  3. Inaktiver User

    AW: USA

    Hat die Firma Dir bereits ein Angebot gemacht? Dann wird die Dich voraussichtlich auch bei den Formalitäten unterstützen.


  4. Registriert seit
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    AW: USA

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Mit welchem Visum wollen sie Dich schicken?

    Green Card geht nur entweder durch Heirat oder durch "Lotterie" - beides dauert (Lotterie NACHDEM Du gewonnen hast noch etwa ein Jahr, Heirat mit allen Formalien nicht nennenswert weniger lang).
    die Greencard kann auch der Arbeitgeber in den USA beantragen. Dazu muss er nachweisen, dass er für die (qualifizierte) Tätigkeit keine geeigneten us-amerikanischen Arbeitnehmer finden kann. Ist teuer für den US-Arbeitgeber...- aber wenn Du hoch qualifiziert bist und sie Dich wirklich wollen dann klappt das schon...
    Dauert aber auch sehr lange, mindestens 1 Jahr.
    Vorher kannst Du ja mit einem Arbeitsvisum hin, das muss der Arbeitgeber aber organisiert haben ehe Du einreist. Uni-Abschluss hilft dabei, Zeugnisse müssen übersetzt werden. Das sagt Dir aber im Zweifelsfall der Visum-Anwalt, den Dein potentieller Arbeitgeber beauftragt hat.
    Muss wirklich von dort kommen, Du selbst kannst da keinerlei Antrag stellen. (es sei denn Du willst Dich selbständig machen in den USA und bringst ne Menge Geld mit, das ist dann was anderes...)

  5. Avatar von Antje3
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    AW: USA

    Nope - da liegst Du falsch. Die Green Card kommt erst deutlich später. Erst kommt das H1B-Visum. Mit dem hast Du dann 5 Jahre Zeit, die Bedingungen für eine "nicht ehebasierte" GreenCard zu erfüllen. Und der Zeitraum ist durchaus nicht großzügig bemessen.

    Das H1B kann ggf. noch einmal verlängert werden - hängt aber immer an einem Arbeitgeber. Wechselt man den Arbeitgeber oder wird man entlassen, hat man nur eine sehr geringe Zeitspanne, innerhalb derer man einen neuen Arbeitgeber finden kann - sonst muß man das Land verlassen.

    Ändert sich während des GreenCard Antrages (so lange man noch auf H1B im Land ist) beispielsweise Arbeitgeber oder auch wichtige an der "Job Description", muß unter Umständen ein neuer Antrag gestellt werden.

    Für ein Investitionsbasiertes Visum braucht man nen Businessplan, Investitionen und muß US-Bürger einstellen. Diese Sorte Visum kann dann aber nicht ohne weiteres in eine GreenCard umgewandelt werden.

    Ach ja - solltest Du EB-GreenCards meinen - Employment Based -
    https://www.uscis.gov/working-united...reference-eb-1
    "You must meet 3 of 10 criteria* below, or provide evidence of a one-time achievement (i.e., Pulitzer, Oscar, Olympic Medal)"

    Sehr geringe Erfolgsaussichten - nicht sehr realistisch als Möglichkeit (auch die anderen Kriterien)
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  6. Inaktiver User

    AW: USA

    Danke für die guten und wertvollen Tipps ;-) Dann wird das vorerst nichts mit dem Arbeiten in den USA.

    Dass es kompliziert wird, habe ich geahnt, aber nicht wie schwer.

    Daher werde ich es erstmal dabei belassen.

    Hab ich mir schon gedacht, dass es über den Arbeitgeber einfacher ist!

  7. Avatar von Antje3
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    AW: USA

    Ja - es werden jährlich nur 65.000 H-Visa genehmigt (zusätzlich noch 20.000 die etwas andere Bedingungen haben).

    Man kann den Antrag ab dem 1. April-Werktag stellen - und die Visa werden so lange "ausgegeben", bis die 65.000 erreicht sind.

    Ein Problem: US Arbeitgeber sind es nicht gewohnt, auf Mitarbeiter zu warten - und die Visa gelten ja nicht sofort - sondern erst ab dem nächsten Fiscaljahr.

    Und hier mal ein Beispiel, wie lange immer der Visatopf gereicht hat:

    Year: H1B Cap Numbers Date H1B Cap Reached
    H1B 2003 (FY 2004 cap) 65,000 October 1, 2003
    H1B 2004 (FY 2005 cap) 65,000 October 1, 2004
    H1B 2005 (FY 2006 cap) 85,000 August 10, 2005
    H1B 2006 (FY 2007 cap) 85,000 May 26, 2006
    H1B 2007 (FY 2008 cap) 85,000 April 3, 2007
    H1B 2008 (FY 2009 cap) 85,000 April 7, 2008
    H1B 2009 (FY 2010 cap) 85,000 December 21, 2009
    H1B 2010 (FY 2011 cap) 85,000 January 26, 2011
    H1B 2011 (FY 2012 cap) 85,000 November 22, 2011
    H1B 2012 (FY 2013 cap) 85,000 June 11, 2012
    H1B 2013 (FY 2014 cap) 85,000 April 5 2013
    H1B 2014 (FY 2015 cap 85,000 April 7 2014
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  8. Moderation Avatar von frangipani
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    AW: USA

    Antje, gibts du bitte noch eine Quelle für die Zahlen an? Einfach copy und paste geht nicht.

    Danke.
    “We cannot confront these issues alone, none of us can. But the answer to them lies in a simple concept that is not bound by domestic borders, that isn’t based on ethnicity, power base or even forms of governance. The answer lies in our humanity." Jacinda Ardern, 29.3.19

    Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  9. Avatar von Antje3
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    AW: USA

    Es gibt ein paar Quellen dafür:

    Zur Cap Season:

    https://www.uscis.gov/working-united-states/temporary-workers/h-1b-specialty-occupations-and-fashion-models/h-1b-fiscal-year-fy-2016-cap-season
    (Einwanderungsbehörde USA)

    https://www.usavisanow.com/h-1b-visa/h-1b-visa-quota-updates/
    http://redbus2us.com/h1b-visa-cap-reach-dates-history-2000-to-2014-graph-uscis-data/
    http://www.h1base.com/visa/work/h1basereviewsh1bcapstatistics/ref/1698/
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  10. Registriert seit
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    5.425

    AW: USA

    Also, sooooo schwer ist es auch wieder nicht. Viele meiner Freunde arbeiten hier, weil sie fuer die gleiche Firma wie die in Deutschland arbeiten, da ist das dann viel einfacher. Und andere sind einfach hier hin gezogen, haben sich einen Anwalt genommen und sind hier geblieben - mit einer Arbeitsgenehmigung.

    Aber, mit einer Firma ist es natuerlich viel einfacher. Und dass die Dich "sponsorn" ist auch nicht so schwierig. Die muessen ja nicht nur beweisen, dass Dein Job niemand in Amerika machen kann, die koennen ja auch einfach sagen, Du musst hier was lernen. Ist doch viel einfacher fuer die Firma. Dann gilt es erst mal als so eine Art "Praktikum" fuer ein Jahr und wenn sie Dich da behalten wollen, dann zahlen sie auch fuer den Anwalt. Und die gibt es wie Sand am Meer. Viele meiner Freunde bekommen dann einfach eine green card fuer unbegrenzt und die heisst dann "fuer einen Auslaender mit ungewoehnlichen Talenten". Das sind dann oft z.B. auch Kuenstler oder so. Aber, das haben mehr Leute als man denkt.

    Und, Zeugnisse interessieren hier niemand. Das hat noch kein Arbeitgeber angeschaut. Nur wenn man einen weiteren Schulabschluss machen will, oder eine Lizenz, dann muss man es von der Uni uebersetzt bekommen.

    Aber, da war meine Uni total unbuerokratisch und schnell. Die muessen das also des Oefteren machen.

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