Ja, das BriTeam hatte ich ja verständigt![]()
nachdem herbstblatt ihren bodenlosen Beitrag # 373 hier vom Stapel gelassen hatte.
Bei so einem "brisanten" Thema wäre es doch ganz von Vorteil, ein Mod oder Vip sähe ab und zu mal danach.
Antworten
Ergebnis 441 bis 450 von 460
-
29.10.2008, 12:50Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
-
29.10.2008, 12:56
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Sei Dir gewiss, dass immer irgendwer mitliest und die Entwicklung eines Stranges beobachtet.
Für jeden Pieps muss aber auch nicht gleich die NUB-Keule geschwungen werden. Wir hoffen erst einmal - wohl im Gegensatz zu den Gepflogenheiten in der ehemaligen DDR - auf die Souveränität erwachsener User, die ja auch nicht zwangsläufig über jedes Stöckchen springen müssen.
Zum Glück hoffen wir nur selten vergebens.
Ich schweife ab... und gebe ans Thema zurück.
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)
-
29.10.2008, 13:13
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
der Vergleich mit anderen autoriären und diktatorischen Staatsgebilden in Gegenwart und Vergangenheit hinkt natürlich nicht.
Zitat von Inaktiver User
Das katholische Oberbayern in den 80er Jahren des 20. JH hatte aber meinem Empfinden nach eine andere Qualität von Unrecht als die DDR zur gleichen Zeit.
Was die historische und ethisch/moralische Bewerung der Rolle der katholischen Kirche in der Vergangenheit nicht ändert.
Hans
Die----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:14Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
darauf ein Kommentar per PN, ok?
Zitat von Rotfuchs
-
29.10.2008, 13:23
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
das, zwischenrose, ist aber eine andere Diskussion.
Zitat von Inaktiver User
Natürlich übt die soziale Umgebung, in der man aufwächst, immer einen mehr oder weniger starken Zwang auf das Individuum aus. Das ist aber mit einem staatlichen Zwang nur sehr bedingt zu vergleichen. Die Loslösung aus meiner Herkunftswelt ist in erster Linie ein inneres Problem (da ich mich aus Vertrautem löse und Unsicherheit empfinde und mit Konsequenzen für die Beziehungen zu den Menschen meiner Herkunftswelt zu rechnen habe.)
Die DDR Bürger waren niemals eine homogene Masse. Weder von ihren politischen Überzeugungen her noch von ihrer Herkunft. Es gab immer einen großen Anteil von Menschen, die sich nicht mit der DDR als Staat identifiziert haben (und die daher mit der Nichtanerkennung der DDR durch die BRD kein Problem hatten) und die diesem Staat die Legitimität abgesprochen haben. Es gab also keine traditionelle DDR-Landeskultur, der man entwachsen mußte, sondern das individuelle Schicksal des Geburtsortes, der über das Maß an Freiheit und Unfreiheit entschied.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:29
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Das verstehe ich nicht.
Zitat von Sprachlos
Der Rückzug in den kirchlichen Raum war in der DDR immer nur ein partieller. Trotzdem mußte man als Kind in der Schule staatliche Losungen nachplappern, mußte der Vorteile willen heucheln, und mit drastischen Sanktionen rechnen (die meist ausblieben, als Bedrohung aber gegenwärtig waren).
Wenn ich mich in der Kirche nicht wohl fühle, deren Dogmen nicht glaube - dann kann ich mich zurückziehen. Das wird schmerzhaft sein für einen Gläubigen, aber niemand (erst recht nicht kein Staaat mit seinem Gewaltmonopol) kann mich daran hindern, diesen "Kulturraum" zu verlassen.
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:34
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Ich mußte es so kompliziert machen, da du nirgends erwähnt hast, daß Du die DDR mit dem katholischen Mittelalter vergleichst. Ich dachte, es geht um heute, hier und jetzt. Um den Systemvergleich DDR und BRD, speziell in den 80er jahren.
Zitat von Inaktiver User
So haben wir aneinander vorbei geredet.
Gut, daß das nun geklärt ist!
Hans
P.S. Gesellschaften, die ohne Doktrinierung auskommen, gibt es eigentlich erst seit dem Zweiten Weltkrieg. Das war ja das Schlimme für manchen DDR Bürger: Das man als Mensch (einigermaßen) frei und mündig leben konnte auf dieser Welt - nur nicht in diesem Staat.----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:42
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Jetzt habe ich nicht rechtzeitig gelesen, daß sich (fast) alle verabschiedet haben und poste fröhlich weiter.
Schade.
Eine schöne Zeit allen hier.
Danke
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:50
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Hillary,
Zitat von Inaktiver User
Danke für dieses Post in seiner klaren Aussage und seinem versöhnlichen Ton.
Hans
P.S. Zu Willy Brandt und seinem Kniefall in Warschau: Es war die kollektive Entschuldigung der Bundesrepublik als Nachfolgestaat des 3. Reiches mit W. Brandt als Repräsentant. Nicht die individuelle Entschuldigung von Brandt. Die, da er keine Schuld trug, sinnlos gewesen wäre.
In diesem Sine wäre eine Entschuldigung von Walter Ulbicht gegenüber den Polen und Juden (und anderen) ebenfalls sehr angebracht gewesen, denn auch die DDR war ein Nachfolgestaat des 3. Reiches, in dem viele Menschen lebten, die sich schuldig gemacht hatten.
Und auf die Entschuldigung von E. Mielke, E. Honnecker und E. Krenz warte ich eigentlich heute noch.----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
-
29.10.2008, 13:58Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
ha!Gesellschaften, die ohne Doktrinierung auskommen, gibt es eigentlich erst seit dem Zweiten Weltkrieg. Das war ja das Schlimme für manchen DDR Bürger: Das man als Mensch (einigermaßen) frei und mündig leben konnte auf dieser Welt - nur nicht in diesem Staat.
veto!
das kapitlisitische system HAT indoktrinierung!
genau darüber tippen wir uns ja die finger wund...
die westliche systeme beinhalten persönliche freiheit, reisefreiheit, freiheit auf verlust des arbeitsplatzes.
ja.
ich lebe ganz gern im kapitalismus, teilweise, keine frage. ist gemütlich, wenn man sichs halbwegs eingerichtet hat / einrichten konnte.
aber dass der westen frei von indoktrinierung oder manipulation ist, das kann ich nicht unterschreiben.


Zitieren
