Die Kinderbetreuung verfolgt auch woanders "politische" Ziele, nämlich die Erziehung der Kinder dem System entsprechend. (Wiederholung)Zitat von HansDampf
Kann man der DDR das fehlende Geld zum Vorwurf zu machen? (Ernst gemeinte Frage)
Natürlich! So ist es mit Vielen, die ganz oben angekommen sind. In allen Systemen.Auch Honecker war die Banane auf dem DDR Tisch wichtiger als das gerechte Einkommen der Bananenpflücker in Mittelamerika.
(Mich vergrätzt die darin enthaltene Unterstellung, man müsse Honecker gut gefunden haben, wenn man an das ethische Ziel der gerechten Entlohnung von Bananenpflücker glaubt. Ich kaufe übrigens hin und wieder Fairtrade-Produkte im katholisch organisierten Dritte-Welt-Laden, auch wenn ich die Politik der katholischen Kirche zum Teil desaströs finde.)
Doch, ich denke, darum geht es.Es geht auch nicht darum, Philosophien und deren Ziele ethischen Kriterien zu unterwerfen.
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28.10.2008, 11:04Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
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28.10.2008, 11:11Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
könntest du das konkretisieren, evtl. anhand von Beispielen?
Zitat von Inaktiver User
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28.10.2008, 11:15
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Wie konkret ist es denn gewünscht? Reicht: Religionen?
Zitat von Inaktiver User
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)
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28.10.2008, 11:21Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
seufz...
ist Religion jedem aufgezwungenes "politisches System"?Geändert von Inaktiver User (28.10.2008 um 11:24 Uhr)
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28.10.2008, 11:22Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Ja. Das Emotionale an der Diskussion zeigt aber, dass eben nicht immer klar ist, wer vor Gericht gestellt wird - das System oder die Menschen, die an Prinzipien des Systems geglaubt haben.
Zitat von HansDampf
Dieses Glauben an die Prinzipien muss ja noch nicht einmal das ganz große politische Bekenntnis sein. Es reicht ja, wenn man die Initiationsriten drüben genauso genossen hat wie wir unsere Initiationsriten hier genießen. Gibt man zu, dass man das gut fand, kommt ja gleich der Hinweis darauf, dass aber die Initiationsriten (die Kindererziehung etc etc) drüben doch "politisch gefärbt" waren (man also zu blöd war, zu erkennen, wie man missbraucht wurde).
Und ja, es ist eben ein Unterschied, zu was man mit diesen politisch gefärbten Ritualen erzogen wurde (also: an was man glaubte). Der philosophische Unterschied zwischen BDM und Jungen Pionieren (hießen die so?) kann eben auch ganz konkret benannt werden, und ja, ich kann verstehen, dass da einige auch stolz auf den Paradigmenwechsel gewesen sind.
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28.10.2008, 11:23Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Könnte es nicht sein, dass den Ehemaligen (egal welcher politischer Ausrichtung) von den wenig bis nicht Informierten Alt-Bundesbürgern so eine Art Kollektivschuld aufgedrückt wird/wurde?
Ich habe es zumindest erlebt, dass ich nach Mauerfall gefragt wurde, wieso WIR nicht früher Revolution gemacht hätten.
Ich war es wenige Monate nach der Grenzöffnung leid zu erklären, dass ich einen Ausreiseantrag gestellt hatte mit allen Konsequenzen und nicht mal eben über die Grenze gekommen bin, weil diese nun offen war.
Eine Freundin (West) hat mich da sehr gut verstanden und wenn man mich zunächst in die Ecke Kassel von der Herkunft steckte, war es mir recht. Wir haben es dabei belassen, nicht weil ich mich meiner Herkunft geschämt habe, sondern wegen der erwarteten Erklärungen.
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Zu einer "neuen" Revolution fällt mir nur ein, dass es wohl nicht unerheblich mit unserer deutschen Mentalität zusammenhängt.
Solange es einem überwiegenden Teil der Bevölkerung gut bis mittelprächtig geht, wird zwar gemosert, die Welt an den Stammtischen verbessert, doch eine Massenbewegung entsteht nicht.
Sich gegen das DDR-System aufzulehnen hat nach den Versuchen 1953, 1961 und 1968 - mehr als 20 Jahre gedauert.
Die Polen waren da etwas fixer - und ich ziehe noch heute den Hut vor ihrer Courage und ihrem Nationalstolz.
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28.10.2008, 11:25Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Ja.
Zitat von Inaktiver User
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28.10.2008, 11:27Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Ist Religion jedem aufgezwungenes "politisches System"?
oder haben wir hier NICHT freie Wahl der Religion und Schule?
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28.10.2008, 11:27Inaktiver User
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Nicht in Berlin-Mitte.
Zitat von Inaktiver User
Aber untersuch mal das gesellschaftliche System eines Dorfes im Spessart.
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28.10.2008, 11:29
AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"
Politisches System hast du hinzugefügt.
Zitat von Inaktiver User
Aber ein Kind wird dadurch beeinflusst. Und ein Kind kann nicht wählen.
Für mich ist Kirche schon ein (Macht)System und die Erziehung durch die Kirche ist nicht neutral.
Aber das ist eh schon zu weit vom Thema weg ...Geändert von Sprachlos (28.10.2008 um 11:35 Uhr)
Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)


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