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  1. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Du warst auch nicht gemeint *über-den-Kopf-streichel*
    Wer ist denn gemeint?

  2. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Ich vermute mal, dass KatharinaBlum gemeint war.

  3. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Zitat Zitat von Sprachlos
    Hier im Thread werden eigtl. zwei oder sogar 3 verschiedene Sachen diskutiert:
    1. War die DDR eine Diktatur (ein "Unrechtsstaat") ?
    2. Muss man deswegen alles, einschließlich der dort lebenden Menschen, in Frage stellen ?
    3. Ist im Umkehrschluß darum alles richtig, gut und toll, was in der damaligen und heutigen BRD geschieht ?

    Meine Meinung:
    zu 1) ja und außerdem pleite und objektiv nicht haltbar
    zu 2) natürlich nein und das tut auch keiner, außer den Betroffenen, die sich mitunter selbst in Frage stellen und ein paar total bescheuerten Wessis, die ich nicht ernst nehmen kann
    zu 3) eindeutig nein und da gibts wohl auch keine unterschiedlichen Meinungen hier
    Danke für die Zusammenfassung - ich finde Du hast das sehr gut getroffen.

    Besonders Nr. 2 sollte beachtet werden. Die DDR hatte wie jeder andere Staatsapperat auch Menschen, die profitierten, Menschen, die litten und eine große Anzahl derer, die sich in ihrer Welt arrangierten und dort mehr oder weniger unbehelligt und zufrieden lebten.

  4. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Liebe sprachlos,

    ich finde es immer schwierig, wenn man anderen sagt, was sie diskutieren.

    Ich für meinen Teil würde niemals, wirklich nie nie nie diskutieren, ob man an der DDR "alles, einschließlich der dort lebenden Menschen, in Frage stellen" muss.

    Bei so einer Formulierung schüttelt es mich, denn ich würde niemals irgendwelche Menschen in Frage stellen, die ja immer in irgendeinem System leben, ohne es sich ausgesucht zu haben.

    Diese Fragestellung allein geht für mich vollkommen vorbei an dem, was (aus meiner Sicht mit Verlaub) hier unterschwellig diskutiert wird: Ob es nämlich irgend etwas an der DDR gegeben hat, was auch gut, was womöglich sogar besser war als im Westen, was auf jeden Fall verteidigenswert gewesen war/wäre und was einen Grund dargestellt haben könnte, weshalb DDR-Bürger auch Stolz auf ihr Land empfunden haben.

  5. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Zitat Zitat von Sprachlos
    Hier im Thread werden eigtl. zwei oder sogar 3 verschiedene Sachen diskutiert:
    1. War die DDR eine Diktatur (ein "Unrechtsstaat") ?
    2. Muss man deswegen alles, einschließlich der dort lebenden Menschen, in Frage stellen ?
    3. Ist im Umkehrschluß darum alles richtig, gut und toll, was in der damaligen und heutigen BRD geschieht ?
    1.) ja, was andere hab ich auch nie behauptet.
    2.) Nein, deshalb schreibe ich ja hier. Es war nicht ALLES schlecht und auch nicht ALLES gut. Anderes behaupten nur eingefleischte Wessies und DDR-Sozialromantiker
    3.) Nein. Es ist heute immer noch nicht alles Gold was glänzt. Das solte ich aber auch sagen dürfen, ohne gleich als ewiggestriger Diktaturbefürworter abgestempelt zu werden

  6. User Info Menu

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Hallo Zitronenmond, ich will hier niemandem vorschreiben, was zu diskutieren ist, ich glaube halt nur, dass diese Diskussionen immer ein wenig aneinander vorbei laufen, weil sich immer irgendwer auf den Schlips getreten fühlt, obwohl eigentlich in vieler Hinsicht Konsens besteht. Dadurch, dass bei komplexen Sachverhalten ja immer viele Aspekte beleuchtet werden, aus vielen verschiedenen Erfahrungshorizonten und von unterschiedlichen Charakteren.

    Das Thema ist darüber hinaus hoch emotional, denn, dass du daran den geringsten Zweifel hast:

    Ob es nämlich irgend etwas an der DDR gegeben hat, was auch gut, was womöglich sogar besser war als im Westen,
    finde ich wiederum ein bißchen erstaunlich aber es zeigt doch, dass dort das Problem ist, mindestens das der Desinformiertheit.

    Ich finde die zitierte Person aus dem Eingangsposting befremdlich, weil sich da doch offnsichtlich etwas verklärt. Aber das Post #81 von Herbstblatt finde ich sehr gelungen, es wurde hauptsächlich und von den meisten Menchen doch einfach gelebt.
    Und im Nachhinein frage ich mich generell, ob die Mehrzahl der Menschen denn überhaupt für die Freiheit geschaffen ist? (Diese Frage ist direkt bissl ernst gemeint! )
    Geändert von Sprachlos (22.10.2008 um 15:46 Uhr)
    Kreativität kommt von der Freiheit zu scheitern. Und die Freiheit zu scheitern kommt vom Experiment. (Peter Gabriel)

  7. User Info Menu

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Ich bin in der ehem. DDR geboren und ich finde: Ja - es war ein Unrechtsstaat.
    Ich bin froh, dass die Mauer noch in meiner Jugend fiel.
    Niemand von den Menschen die ich kenne, geht es jetzt schlechter - aber die Ansprüche sind enorm gewachsen; deshalb sind die Menschen heute genauso unzufrieden, wie sie es auch in der DDR waren.
    Und an all die, die ihre Mauer gerne wieder hätten: Wenn es die Möglichkeit wirklich gäbe, was meint ihr, wieviele Menschen wirklich dazu bereit wären, die neue Freiheit, die Möglichkeiten, die Demokratie u. v. m. wieder einzutauschen?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. User Info Menu

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    @eve, du warst wirklich nicht gemeint. Und ich wollte auch nur hallo sagen.

    Danke für die Aspirin.

    Es gibt wenig Menschen, die sich in den Käfig, selbst wenn es ein goldener wäre, einsperren lassen würden.
    Es war ja nicht mal ein goldener. Es gab welche, die kamen gut zurecht, andere wiederum nicht.
    Als die Mauer fiel, verschoben sich die Verhältnisse, weil neue Regeln galten. Wem daraus ein Nachteil erwuchs, der wird heute anders über früher denken, als die, die eher profitierten.
    Die Mauer wieder hochziehen- es ginge nicht, stellt euch mal vor, was das hoffentlich für einen weltweiten Aufschrei geben würde!!!

  9. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Zitat Zitat von Nachtmarie
    es wird zwar immer geschrieben, polemisch hoch drei, alles Geld flösse in den Aufbau Ost- aber wenn man da genauer hinschaut, ist abseits der großen Städte immer noch die Hauptstraße ein Weg aus Kopfsteinpflaster mit Schlaglöchern, die Zufahrtswege Feldwege,
    das z.B. ist gerade bei uns, und bestimmt in vielen anderen Orten, ein Problem. Der Zustand der (Sand)Straßen und die Erschließungen der anliegenden Grundstücke. "Zwangserschließung" nennt man das nämlich hier und die Menschen wehren sich dagegen. D.h. dass die Anwohner die Hauptlast tragen würden, würden ihre Grundstücke erschlossen, an die Kanalisation angeschlossen (hier gibt es noch Gülleabfuhrunternehmen, die die Jauche aus privaten Gruben pumpen) und die Straßen saniert. Jeden Anwohner treibt das in den Ruin.
    Geändert von Inaktiver User (22.10.2008 um 18:42 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Die DDR war kein "Unrechtsstaat"

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich für meinen Teil würde niemals, wirklich nie nie nie diskutieren, ob man an der DDR "alles, einschließlich der dort lebenden Menschen, in Frage stellen" muss.
    Das hat hier ja auch niemand.
    Und bescheuerte Wessis sind hier doch auch noch nicht aufgetaucht.

    Ich mag Arroganz nicht, besonders die nicht, die "den Wessis" unterstellt wird.

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