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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Bleibt die Geliebteste zu lang aus

    So viele Haare,
    So viele Gedanken
    Sich sonst um meinen Schädel ranken.
    Doch heut nach meiner Gedankenzahl
    Bin ich am Schädel ratzekahl.
    Die Sehnsucht hat mir ohn' Gewissen
    Das letzte Härlein ausgerissen.
    Und wie des Müllers Esel dumm
    Trag ich als Sack mein Hirn herum.
    Alles, was ich im Leben verstund,
    Hält vor der Sehnsucht erschreckt den Mund.
    Die Worte fallen wie Balken schwer,
    Gedruckte Bücher sind plötzlich leer,
    Und bleibt die Geliebteste zu lang aus,
    Sitze ich ganz verblödet im Haus.
    Alles werd' ich wieder neu lernen müssen,
    Vielleicht sogar lieben und küssen.

    Max Dauthendey
    (1867-1918)
    Why, what is to live?
    Not to eat and drink and breathe,
    —but to feel the life in you down all the fibres of being, passionately and joyfully.
    Elizabeth Barrett Browning

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Da, wie fast ich muß vermuten, deine Liebe lau
    geworden,
    Fürcht ich, daß die braune Scheitel über Nacht mir
    grau geworden!
    Geizest du mit Augenblicken, die mir mehr als dir
    gehören?
    Bist du, lieblicher Verschwender, plötzlich so genau
    geworden?
    Haben deiner Treue Rosen sich als Dorn den Stolz
    erlesen?
    Sind der Liebesgöttin Tauben wie der Juno Pfau
    geworden?
    Wenn dich Weiber mir gestohlen, werden sie so lang
    dich fesseln,
    Bis der Tempel deiner Glieder ein zerstörter Bau
    geworden.
    Oder willst du bloß mich locken, den du längst im
    Netz gefangen,
    O so lohnt sich's nicht der Mühe, daß du kalt und
    schlau geworden!


    August von Platen (1796-1835)
    Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.Verleihe mir den Mut,die Dinge zu ändern,die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Winter

    Die Kälte kann wahrlich brennen
    Wie Feuer. Die Menschenkinder
    Im Schneegestöber rennen
    Und laufen immer geschwinder.

    Oh, bittre Winterhärte!
    Die Nasen sind erfroren,
    Und die Klavierkonzerte
    Zerreißen uns die Ohren.

    Weit besser ist es im Summer,
    Da kann ich im Walde spazieren,
    Allein mit meinem Kummer,
    Und Liebeslieder skandieren.

    Heinrich Heine
    "Ich bin in keinem Punkte Ihrer Meinung,
    aber ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß Sie Ihre Meinung äußern dürfen"
    Voltaire

  4. Inaktiver User

    AW: Gedicht des Tages (17)

    Die Kraniche des Ibykus

    Zum Kampf der Wagen und Gesänge,
    Der auf Korinthus' Landesenge
    Der Griechen Stämme froh vereint,
    Zog Ibykus, der Götterfreund.
    Ihm schenkte des Gesanges Gabe,
    Der Lieder süßen Mund Apoll,
    So wandert' er, an leichtem Stabe,
    Aus Rhegium, des Gottes voll.

    Schon winkt auf hohem Bergesrücken
    Akrokorinth des Wandrers Blicken,
    Und in Poseidons Fichtenhain
    Tritt er mit frommem Schauder ein.
    Nichts regt sich um ihn her, nur Schwärme
    Von Kranichen begleiten ihn,
    Die fernhin nach des Südens Wärme
    In graulichtem Geschwader ziehn.

    "Seid mir gegrüßt, befreundte Scharen!
    Die mir zur See Begleiter waren,
    Zum guten Zeichen nehm ich euch,
    Mein Los, es ist dem euren gleich.
    Von fernher kommen wir gezogen
    Und flehen um ein wirtlich Dach.
    Sei uns der Gastliche gewogen,
    Der von dem Fremdling wehrt die Schmach!"

    Und munter fördert er die Schritte
    Und sieht sich in des Waldes Mitte,
    Da sperren, auf gedrangem Steg,
    Zwei Mörder plötzlich seinen Weg.
    Zum Kampfe muss er sich bereiten,
    Doch bald ermattet sinkt die Hand,
    Sie hat der Leier zarte Saiten,
    Doch nie des Bogens Kraft gespannt.

    Er ruft die Menschen an, die Götter,
    Sein Flehen dringt zu keinem Retter,
    Wie weit er auch die Stimme schickt,
    Nicht Lebendes wird hier erblickt.
    "So muss ich hier verlassen sterben,
    Auf fremdem Boden, unbeweint,
    Durch böser Buben Hand verderben,
    Wo auch kein Rächer mir erscheint!"

    Und schwer getroffen sinkt er nieder,
    Da rauscht der Kraniche Gefieder,
    Er hört, schon kann er nichts mehr sehn,
    Die nahen Stimmen furchtbar krähn.
    "Von euch, ihr Kraniche dort oben,
    Wenn keine andre Stimme spricht,
    Sei meines Mordes Klag erhoben!"
    Er ruft es, und sein Auge bricht.

    Der nackte Leichnam wird gefunden,
    Und bald, obgleich entstellt von Wunden,
    Erkennt der Gastfreund in Korinth
    Die Züge, die ihm teuer sind.
    "Und muss ich dich so wiederfinden,
    Und hoffte mit der Fichte Kranz
    Des Sängers Schläfe zu umwinden,
    Bestrahlt von seines Ruhmes Glanz!"

    Und jammernd hören's alle Gäste,
    Versammelt bei Poseidons Feste,
    Ganz Griechenland ergreift der Schmerz,
    Verloren hat ihn jedes Herz.
    Und stürmend drängt sich zum Prytanen
    Das Volk, es fordert seine Wut,
    Zu rächen des Erschlagnen Manen,
    Zu sühnen mit des Mörders Blut.

    Doch wo die Spur, die aus der Menge,
    Der Völker flutendem Gedränge,
    Gelocket von der Spiele Pracht,
    Den schwarzen Täter kenntlich macht?
    Sind's Räuber, die ihn feig erschlagen?
    Tat's neidisch ein verborgner Feind?
    Nur Helios vermag's zu sagen,
    Der alles Irdische bescheint.

    Er geht vielleicht mit frechem Schritte
    Jetzt eben durch der Griechen Mitte,
    Und während ihn die Rache sucht,
    Genießt er seines Frevels Frucht.
    Auf ihres eignen Tempels Schwelle
    Trotzt er vielleicht den Göttern, mengt
    Sich dreist in jene Menschenwelle,
    Die dort sich zum Theater drängt.

    Denn Bank an Bank gedränget sitzen,
    Es brechen fast der Bühne Stützen,
    Herbeigeströmt von fern und nah,
    Der Griechen Völker wartend da,
    Dumpf brausend wie des Meeres Wogen;
    Von Menschen wimmelnd, wächst der Bau
    In weiter stets geschweiftem Bogen
    Hinauf bis in des Himmels Blau.

    Wer zählt die Völker, nennt die Namen,
    Die gastlich hier zusammenkamen?
    Von Theseus' Stadt, von Aulis' Strand,
    Von Phokis, vom Spartanerland,
    Von Asiens entlegener Küste,
    Von allen Inseln kamen sie
    Und horchen von dem Schaugerüste
    Des Chores grauser Melodie,

    Der streng und ernst, nach alter Sitte,
    Mit langsam abgemessnem Schritte,
    Hervortritt aus dem Hintergrund,
    Umwandelnd des Theaters Rund.
    So schreiten keine irdschen Weiber,
    Die zeugete kein sterblich Haus!
    Es steigt das Riesenmaß der Leiber
    Hoch über menschliches hinaus.

    Ein schwarzer Mantel schlägt die Lenden,
    Sie schwingen in entfleischten Händen
    Der Fackel düsterrote Glut,
    In ihren Wangen fließt kein Blut.
    Und wo die Haare lieblich flattern,
    Um Menschenstirnen freundlich wehn,
    Da sieht man Schlangen hier und Nattern
    Die giftgeschwollenen Bäuche blähn.

    Und schauerlich gedreht im Kreise
    Beginnen sie des Hymnus Weise,
    Der durch das Herz zerreißend dringt,
    Die Bande um den Sünder schlingt.
    Besinnungsraubend, herzbetörend
    Schallt der Erinyen Gesang,
    Er schallt, des Hörers Mark verzehrend,
    Und duldet nicht der Leier Klang:

    Wohl dem, der frei von Schuld und Fehle
    Bewahrt die kindlich reine Seele!
    Ihm dürfen wir nicht rächend nahn,
    Er wandelt frei des Lebens Bahn.
    Doch wehe, wehe, wer verstohlen
    Des Mordes schwere Tat vollbracht,
    Wir heften uns an seine Sohlen,
    Das furchtbare Geschlecht der Nacht!

    Und glaubt er fliehend zu entspringen,
    Geflügelt sind wir da, die Schlingen
    Ihm werfend um den flüchtgen Fuß,
    Dass er zu Boden fallen muss.
    So jagen wir ihn, ohn‘ Ermatten,
    Versöhnen kann uns keine Reu,
    Ihn fort und fort bis zu den Schatten
    Und geben ihn auch dort nicht frei.

    So singend, tanzen sie den Reigen,
    Und Stille wie des Todes Schweigen
    Liegt überm ganzen Hause schwer,
    Als ob die Gottheit nahe wär.
    Und feierlich, nach alter Sitte
    Umwandelnd des Theaters Rund
    Mit langsam abgemessnem Schritte,
    Verschwinden sie im Hintergrund.

    Und zwischen Trug und Wahrheit schwebet
    Noch zweifelnd jede Brust und bebet
    Und huldigt der furchtbarn Macht,
    Die richtend im Verborgnen wacht,
    Die unerforschlich, unergründet
    Des Schicksals dunklen Knäuel flicht,
    Dem tiefen Herzen sich verkündet,
    Doch fliehet vor dem Sonnenlicht.

    Da hört man auf den höchsten Stufen
    Auf einmal eine Stimme rufen:
    "Sieh da! Sieh da, Timotheus,
    Die Kraniche des Ibykus!" -
    Und finster plötzlich wird der Himmel,
    Und über dem Theater hin
    Sieht man in schwärzlichtem Gewimmel
    Ein Kranichheer vorüberziehn.

    "Des Ibykus!" - Der teure Name
    Rührt jede Brust mit neuem Grame,
    Und, wie im Meere Well auf Well,
    So läuft's von Mund zu Munde schnell:
    "Des Ibykus, den wir beweinen,
    Den eine Mörderhand erschlug!
    Was ist's mit dem? Was kann er meinen?
    Was ist's mit diesem Kranichzug?" -

    Und lauter immer wird die Frage,
    Und ahnend fliegt's mit Blitzesschlage
    Durch alle Herzen. "Gebet acht!
    Das ist der Eumeniden Macht!
    Der fromme Dichter wird gerochen,
    Der Mörder bietet selbst sich dar!
    Ergreift ihn, der das Wort gesprochen,
    Und ihn, an den's gerichtet war."

    Doch dem war kaum das Wort entfahren,
    Möcht er's im Busen gern bewahren;
    Umsonst, der schreckenbleiche Mund
    Macht schnell die Schuldbewußten kund.
    Man reißt und schleppt sie vor den Richter,
    Die Szene wird zum Tribunal,
    Und es gestehn die Bösewichter,
    Getroffen von der Rache Strahl.


    Friedrich Schiller

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Laß das Kätzchen in Ruh!


    Franz, sag' ich, laß das Kätzchen in Ruh!
    Es wird dich kratzen.
    Laß dich doch nicht warnen immerzu!
    Falsch sind die Katzen.

    Sie können schnurren und zärtlich sein,
    Sich schmiegen und schmeicheln,
    Sie tätzeln und ziehen die Krallen ein
    Und lassen sich streicheln.

    Doch ändern sich auch oft geschwind
    Die freundlichsten Katzen,
    Denn Katzen nun einmal Katzen sind
    Und müssen kratzen.


    Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
    Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.Verleihe mir den Mut,die Dinge zu ändern,die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Intermezzo

    Ich bin der große Gaukler Vauvert.
    In hundert Flammen lauf ich einher.
    Ich knie vor den Altären aus Sand,
    Violette Sterne trägt mein Gewand.
    Aus meinem Mund geht die Zeit hervor,
    Die Menschen umfaß ich mit Auge und Ohr.
    Ich bin aus dem Abgrund der falsche Prophet ,
    Der hinter den Rädern der Sonne steht.
    Aus dem Meere, beschworen von dunkler Trompete,
    Flieg ich im Dunste der Lügengebete.
    Das Tympanum schlag ich mit großem Schall.
    Ich hüte die Leichen im Wasserfall.
    Ich bin der Geheimnisse lächelnder Ketzer.
    Ein Buchstabenkönig und Alleszerschwätzer.
    Hysteria clemens hab ich besungen
    In jeder Gestalt ihrer Ausschweifungen.
    Ein Spötter, ein Dichter, ein Literat -
    Streu ich der Worte verfängliche Saat.

    Hugo Ball (1886-1927)

    "Ich bin in keinem Punkte Ihrer Meinung,
    aber ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß Sie Ihre Meinung äußern dürfen"
    Voltaire

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Psst!



    Willst du dein Herz mir schenken

    Willst du dein Herz mir schenken,
    So fang es heimlich an,
    Dass unser beider Denken
    Niemand erraten kann.
    Die Liebe muss uns beiden
    Allzeit verschwiegen sein,
    Drum schließ die größten Freuden
    Im innern Herzen ein.
    Behutsam sei und schweige
    Und traue keiner Wand,
    Lieb innerlich und zeige
    Dich außen unbekannt.
    Kein Argwohn musst du geben,
    Verstellung nötig ist,
    Genug, dass du, mein Leben,
    Der Treu versichert bist.
    Begehre keine Blicke
    Von meiner Liebe nicht.
    Der Neid hat viele Tücke
    Auf unsern Bund gericht!
    Du musst die Brust verschließen,
    Halt deine Neigung ein,
    Die Lust, die wir genießen,
    Muss ein Geheimnis sein.
    Zu frei sein, sich ergehen,
    Hat oft Gefahr gebracht.
    Man muss sich wohl verstehen,
    weil ein falsch Auge wacht.
    Du musst den Spruch bedenken,
    Den ich vorher getan:
    Willst du dein Herz mir schenken,
    So fang es heimlich an.

    Simon Dach (1605-1659)
    Geändert von Manava (06.02.2010 um 09:09 Uhr) Grund: Schriftgröße geändert
    Gehe Achtsam mit der Natur, deinen Mitmenschen und auch mit dir selbst um.
    見ざる、聞かざる、言わざる


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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Ach! Was ist die Liebe

    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding !
    Sorgenlos, wie Kinder,
    Führt sie uns durchs Leben.
    Unser ganzes Leben flieht
    Mit ihr geschwinder,
    Als uns ohne Liebe
    Sonst ein Tag verging!
    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding!

    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding!
    Mut gibt sie zur Arbeit,
    Hilft sie uns verrichten,
    Eine Blumenkette
    Werden unsre Pflichten,
    Und am Thron der Liebe
    Hängt der Kette Ring.
    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding!

    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding!
    Unsre Seele hebet
    Sich auf ihrem Flügel,
    Unsre Seele schwebet,
    Treu von ihr belebet,
    Über Tal und Hügel,
    Gleich dem Schmetterling.
    Ach! was ist die Liebe
    Für ein süßes Ding!
    ~Friedrich Wilhelm Gotter
    (1746 - 1797), deutscher Lyriker und Übersetzer~
    Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.Verleihe mir den Mut,die Dinge zu ändern,die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Spleen

    Ich war zu lang bei Todten ...

    O, so lange
    Lag seine blasse Hand auf meinem Blick,
    Dass fahle Schleier auf die Erde fielen -
    Und alles ward so fern und schwer und todt.

    Ich war zu lang bei Todten ... O, ich lechze
    Nach neuem Leben, neuer grüner Luft,
    - Vielleicht nach feuchten, weissen Hyacinthen
    Mit ihrem quälend süssen Seelenduft -
    Vielleicht nach feuchten, silbergrauen Tagen ...

    Die Erde starrt so trostlos matt empor.
    Vereist sind ihr die heissen Liebesverse,
    Sie hüllt sich fröstelnd in ein weisses Lied ...
    Das bleiche Winterlied ... das Lied der Menschheit ...
    Da plötzlich huscht ein laues Weh'n dahin,
    Und in der Luft, der herbgeschwellten, zittert
    Ein ahnungsbanges, ungesproch'nes Wort,
    So tief, so seltsam ...

    O, ich sehne mich
    Nach dämmerweichen, scheu verschwieg'nen Tagen
    Mit lindem Rieseln, das hinunter strömt
    Viel neue Glut und neue Frühlingskelche,
    Und lispelndes Verheissen, ach und all
    Die süssen, lichten, ew'gen Frühlingslügen ...

    Lisa Baumfeld
    (*27.04.1877,†03.02.1897)
    "Ich bin in keinem Punkte Ihrer Meinung,
    aber ich werde mein Leben lang dafür kämpfen, daß Sie Ihre Meinung äußern dürfen"
    Voltaire

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    AW: Gedicht des Tages (17)

    Was soll ich nur von eurer Liebe glauben?
    Was kriecht ihr immer so in dunkle Lauben?
    Wozu das ewge Flüstern und Gemunkel?
    Das scheinen höchst verdächtige Geschichten.
    Und selbst die besten ehelichen Pflichten,
    Von allem Tun die schönste Tätigkeit,
    In Tempeln von des Priesters Hand geweiht,
    Ihr hüllt sie in ein schuldbewußtes Dunkel.


    Wilhelm Busch (1832-1908 )
    Gib mir die Gelassenheit,die Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.Verleihe mir den Mut,die Dinge zu ändern,die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

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