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  1. User Info Menu

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Yo.
    Für mich ist duzen nicht nur, sich mit "Du" statt "Sie" anzureden, sondern auch den Vornamen zu nutzen.
    Und das ist weder im Englischen Sprachraum (mir bekannt aus den USA) noch z.b. in Schweden üblich.
    Auch da sagt man zwar you, aber erst den Nachnamen, bis man sich wie hier "duzt" mit dem Vornamen. Was aber auch kein Automatismus ist.
    Ich bin heute pingelig: doch, in Schweden sagt man auf Schwedisch "du" und "Vorname" bzw. schreibt in Briefen "Liebe (Käre) Vorname Nachname". Die Formen "fru" und "herre" sind sehr archaisch.
    Ist beispielsweise in Schulen schon eine spezielle Erfahrung, wenn man den deutschen Umgangston kennt.
    Der Crew gewidmet:

    „Wir sind gleichsam Zwerge, die auf den Schultern von Riesen sitzen, um mehr und Entfernteres als diese sehen zu können - freilich nicht dank eigener scharfer Sehkraft oder Körpergröße, sondern weil die Größe der Riesen uns zu Hilfe kommt und uns emporhebt.“


    Bernhard von Chartres

  2. User Info Menu

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Njarka
    doch, in Schweden sagt man auf Schwedisch "du" und "Vorname"
    Kennen wir doch alle von Ikea. Ich duze meine Möbel auch und nenne sie beim Vornamen.

  3. User Info Menu

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Ich persönlich habe mich immer schwer damit getan, ältere Menschen einfach zu duzen. Ich habe eben immer das "Sie" gelernt als höflich Anrede an fremde Personen. besonders schwer war es in einem riesigen Rudel von Arbeitnehmervertretern, die sich ja alle duzen, als ich dort ganz jung anfing "mitzuvertreten".
    Da habe ich immer Formulierungen gesucht, die neutral klangen und habe zugesehen, es mit dem Vornamen zu richten. Ich fühlte mich selber respektlos. Das hat sich allerding sehr schnell gelegt, vor allem wenn man abends nach den Sitzungen noch bei einem Gläschen Wein beeinander sitzt und aus dem Nähkästchen plaudert.
    Heute werd ich selber gesiezt und bringen unseren Hilfswissenschaftlern ganz rasch bei, das bis auf die oberste Leitung hier niemand gesiezt wird.
    strong

  4. User Info Menu

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Strong
    Da habe ich immer Formulierungen gesucht, die neutral klangen und habe zugesehen, es mit dem Vornamen zu richten. Ich fühlte mich selber respektlos. Das hat sich allerding sehr schnell gelegt, vor allem wenn man abends nach den Sitzungen noch bei einem Gläschen Wein beeinander sitzt und aus dem Nähkästchen plaudert.
    strong
    So geht es mir auch. Interessanter Weise sieze ich jetzt wieder mehr als noch vor einigen Jahren. In Chören ist es ja z. B. häufig üblich, dass alle sich duzen. Bei einigen älteren Herrschaften kann ich das aber einfach nicht. (Bei einigen will ich es auch gar nicht).
    Es gibt auch Leute, die ich gut kenne und mit denen ich sehr vertraut umgehe, und wir sind immer noch beim "Sie".

  5. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Njarka
    Ich bin heute pingelig: doch, in Schweden sagt man auf Schwedisch "du" und "Vorname" bzw. schreibt in Briefen "Liebe (Käre) Vorname Nachname". Die Formen "fru" und "herre" sind sehr archaisch.
    Njarka,
    das ist interessant.
    Heißt das, wenn ich jemanden neu kennen lerne, und der/die ist älter als ich, Vorgesetzer oder (mein) Professor oder was weiß ich, dann nenne ich die Person beim Vornamen? Ganz automatisch, oder warte ich auf das "Angebot"?

    Cool

  6. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich freue mich auf viele Beiträge als Argumentationshilfe, danke!
    damit kann ich nicht dienen - ich sehe es wie Dein Mann.

    warum musst Du ihn überzeugen?

    Gruß, Leonie

  7. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Oh Gott, bin ich altmodisch.

    Ich sieze Fremde erstmal grundsätzlich. Und das "Du-" Anbieten finde ich nur bei Älteren den Jüngeren gegenüber angemessen. (grundsätzlich jedenfalls).

    Ich "lasse" mich auch gerne siezen in Bereichen, in denen ich delegieren muss und Anweisungen geben muss. Das würde mir auf der "Du-" Ebene eher schwer fallen, aber das ist ein persönliches Problem von mir.

  8. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich "lasse" mich auch gerne siezen in Bereichen, in denen ich delegieren muss und Anweisungen geben muss. Das würde mir auf der "Du-" Ebene eher schwer fallen, aber das ist ein persönliches Problem von mir.
    rosemary,

    wieso ist das ein Problem - und noch dazu ein persönliches von Dir, für das Du Dich "verteidigen oder entschuldigen" müsstest?

    es gibt einfach Situationen, in denen das Du nicht passt.

    und mit dem Du ist es wie mit so manchem anderen: wenn einer das nicht mag, dann wird gesiezt. Punkt. Da gibt es nichts zu diskutieren (und zu verteidigen sowieso nicht).

    Gruß, Leonie

  9. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Naja,als Verteidigung hab ich das nicht angesehen, eher als Erläuterung, weshalb mir (und vielleicht auch anderen) das "Sie" hilft, Distanz zu wahren. Ich habe aber Kollegen, die ihre Sekretärinnen duzen und gleichzeitig mehr oder weniger autoritär Anweisungen geben können. Das fällt mir schwer.

  10. Inaktiver User

    AW: DU-zeritis, pro und contra

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe aber Kollegen, die ihre Sekretärinnen duzen und gleichzeitig mehr oder weniger autoritär Anweisungen geben können. Das fällt mir schwer.
    mal abgesehen davon, ob Du das kannst - findest Du das angemessen oder passend?

    ich in den allermeisten Fällen nicht.

    Gruß, Leonie

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