Antworten
Seite 9 von 41 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 401
  1. Moderation

    User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsächlich mal jemanden kennengelernt (mein Alter), der niemals Englischunterricht hatte.

    Für das Orchideenfach, was er studiert hat, brauchte er das auch tatsächlich nicht, aber doch erstaunlich, was in manchen Bundesländern da noch ging.
    War der vielleicht noch großteils Schüler in der ehemaligen DDR?
    Habe Dein Alter gerade nicht mehr genau im Kopf.

    Denn dort hatten meiner Kenntnis nach die meisten Schüler russisch als wichtigste Fremdsprache.

    Hat ihnen später dann zum Teil durchaus Wettbewerbsvorteile gebracht, weil weit mehr Schüler mit englischen Sprachkenntnissen aus den Schulen kamen als mit russischen.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

  2. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsächlich mal jemanden kennengelernt (mein Alter), der niemals Englischunterricht hatte.

    Für das Orchideenfach, was er studiert hat, brauchte er das auch tatsächlich nicht, aber doch erstaunlich, was in manchen Bundesländern da noch ging.
    In meinem Alter (51) gab es nicht so selten.
    Ich habe Anfang der 90er, direkt nach dem Mauerfall, etliche Leute, meist etwas älter als ich, kennengelernt, die zu DDR Zeiten zur Schule gingen und kein oder nur wenig Englisch in der Schule gelernt haben - dafür aber Russisch.
    Wann Englisch in welchem Umfang unterrichtet wurde weiß ich nicht - vielleicht können andere Userinnen da helfen...

  3. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Englisch war „Zweitfremdsprache“ in der DDR. Ich glaube, ab der siebten wurde das unterrichtet. Russisch ab der fünften.

    Que sera sera...

  4. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    In meiner Familie hat niemand eine Universität besucht - höchstens eine FH. Die, so höre ich es von Uniabsolventen aller Altersstufen immer wieder, schon immer "verschulter" waren als eine klassische Universität.
    Stimmt. Ich kenne durchaus einige FH-Absolventen, bei denen ich auch grob beurteilen kann, was sie gemacht haben, da ebenfalls Informatik. In meinem (!) Umfeld ist der Standard da durchaus niedriger, es wird mehr vorgekaut.

    Und : Ich habe ein klassisches Gymnasium besucht, in den 80gern. Praktika und Unterricht zum Thema Berufswahl gab es damals gar nicht. Das ist, zumindest in Niedersachsen, heute anders.
    Aber es gab damals schon die Berufsberatung des Arbeitsamtes, dort konnte man Termine vereinbaren, es gab diverse Unterlagen zum Thema "Berufsbildung", man konnte sich Hefte zum Durcharbeiten bestellen (um herauszufinden, welche Branche /Beruf für einen in Frage kommt... Ähnlich wie die heutigen Internetseiten wie "Planet Beruf"), man konnte (und das haben sehr viele Schüler auch gemacht) freiwillige Praktika in sämtlichen Ferien absolvieren, wenn man wissen wollte, ob ein Beruf in Frage kommt..
    Ich habe das Pflichtpraktikum gemacht und noch ein Weiteres, freiwillig, und damit (mehr als ein Praktikum) war ich schon ein Exot. Gymnasium in den frühen 2000ern.
    Und Projektarbeiten gab's definitiv schon damals. Klasse 9, Halbjahresprojekt "Vorstellung eines Schriftstellers nach Wahl." War bei mir Thomas Mann. Mindestens drei Bücher vorstellen, inkl. Interpretation, dazu komplette Vorstellung des Schriftstellers mit allem Zipp und Zapp, jeweils eine Schulstunde Vortrag. Vergleichbares auch in Erdkunde und Bio. Nannte sich" Referat " und machte 70 Prozent der Jahresnote aus - also DIE Gelegenheit, die Note aufzumöbeln.

    Hatten wir, allerdings erst in der Oberstufe - war nicht ganz das, was mir als "Projekt" vorgeschwebt wäre, einfach, weil das zwar praktisch erarbeitet ist, allerdings wieder im Grunde theoretisch, also "nicht mit den Händen" und vermutlich ohne viel Teamwork, oder?



    Mein Mann, Jahrgang 68, musste etwas ähnliches in Klasse 9 Hauptschule halten, in Englisch. Sein Thema war" Pollution ", wurde so vorgegeben, und dieser Vortrag entschied über den Abschluss - Quali oder nicht (der wichtig war, wenn man hinterher eine bestimmte Berufsschulform besuchen wollte).
    Darüber muss ich heute noch lachen - im selben Monat (!), in dem wir gelernt haben, dass die Pollution der nächtliche Samenerguss beim Mann ist, kam die Englischvokabel "Pollution/Umweltverschmutzung" im Lehrbuch.

    Das Gegiggel bei jungen Teenagern kannst Du Dir vorstellen.

  5. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    War der vielleicht noch großteils Schüler in der ehemaligen DDR?
    Habe Dein Alter gerade nicht mehr genau im Kopf.
    Ich bin Mitte 30, er auch - und die Schullaufbahn verbrachte er in Hessen, lernte also auch kein Russisch in der Schule. Klassisches Gymnasium.

  6. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Danke Dir, Elfenseeschwalbe.

  7. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe tatsächlich mal jemanden kennengelernt (mein Alter), der niemals Englischunterricht hatte.

    Für das Orchideenfach, was er studiert hat, brauchte er das auch tatsächlich nicht, aber doch erstaunlich, was in manchen Bundesländern da noch ging.
    Ich habe mehrere Kolleginnen, die aus den neuen Bundesländern kommen. Von den kann keine Englisch, nicht mal rudimentär. Die können aber Russisch, das kann auch hilfreich sein. Leider (für sie) wird im Betrieb fast nur englisch präsentiert und informiert. Mit 50 Jahren sind sie da ziemlich überfordert.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  8. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich spinne hier rum. Da der Thread hier kaum Folgen für das Schulsystem haben wird, kann ich hier die schönsten Wolkenkuckucksheime entwerfen.

    So ins Blaue: Schule bis Klasse 8 oder 9 und dann erstmal "was Praktisches" für alle, gern eine Lehre. Wer mag, bleibt im Lehrberuf, wer nicht mag, kann darauf dann aufbauen (z.B. über ein Studium), direkt nach der Lehre oder zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt.

    Oder man könnte auch an die 8 oder 9 statt der üblichen Oberstufe ein oder zwei "Projektjahre" anschließen, in denen die jungen Leute eigene Projekte erstellen oder Praktika machen, jeweils mit Abschlussbericht o.Ä. als Nachweis. Die Idee dahinter wäre, dass es hilft, in viele Richtungen hineinzuschnuppern, und wahrscheinlich auch selbstständiger zu werden.
    Vielleicht hast Du nicht mit so jungen Leuten zu tun...Als 16 jährige sind sie immer noch recht spielerisch im Umgang und nicht wirklich gut integrierbar - jedenfalls ist das die letzten Jahre wirklich schlechter geworden.

    Wir haben hier immer viele Praktikanten. Die sind dann 13/14 (Oberschule) oder 17 (Gymnasium) Jahre alt.
    Die jüngeren haben deutlich unterschiedliche Stärken und Aufmerksamkeitsfähigkeiten. Die würde ich alle noch nicht reif für eine Ausbildung halten. Auch die Arbeitsschutzgesetze sind da teilweise einschränkend.
    Mehrere der letzten Praktikanten waren komplett hibbelig, die haben meine Nerven wirklich gefordert. Dann stellte sich raus, dass sie schon Ritalin nehmen (ADHS), und ich war einfach nur froh, als sie weg waren.

    16 finde ich das frühestmögliche Alter für den Ausbildungsbeginn. Gerade, wenn die Ausbildungsstelle weiter weg ist, gibt es dann auch schon das Fahrproblem (kein ÖPNV) und die Mietwohnung... Dafür sind sie meist viel zu jung. Dann wäre 17 Jahre besser.

    Auffällig ist jedenfalls, dass sie selber keine Erfahrung oder Eigenständigkeit haben. Auch die Praktikumsplätze haben die Eltern gesucht. Auf Nachfrage interessieren sie sich durchaus auch gar nicht immer für den Beruf, sie brauchten nur einen Platz.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

  9. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Ich zitiere folgenden Abschnitt nochmal, weil er das Problem meines Erachtens in aller Kürze auf den Punkt bringt.

    Zitat Zitat von noshrimps Beitrag anzeigen
    Erst, seitdem ich Menschen mit wirklich schlechter Schulbildung näher kennengelernt habe, weiß ich tatsächlich zu schätzen, was ich in der Schule gelernt habe. Wie hier schon angemerkt wurde, geht es dabei nicht ums Faktenwissen, sondern darum, den eigenen Wissensstand realistisch einzuschätzen, zu erkennen, wo man dazulernen könnte oder sollte und das dann auch tatsächlich selbständig tun zu können.
    Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Man macht sich den Wert einer guten Schulbildung oft gar nicht bewusst, weil man vieles für selbstverständlich hält.

  10. Moderation

    User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Mrs. Bubgley, hättest du gerne nach Klasse 8 oder 9 ein ganzjähriges Praktikum gemacht und anschließend wieder die Schulbank gedrückt? Meine Erfahrung ist, dass das Zurückkehren ins Lernen nach einer Pause nicht so leicht ist.
    Genieße deine Zeit.
    Denn du lebst nur jetzt & heute.
    Morgen kannst du gestern nicht nachholen und später kommt früher, als du denkst.
    Moderatorin in "Schule, Uni, Studium und Ausbildung" "Gehören Kinder zu einem erfüllten Leben dazu?" Coronavirus und...Userin

Antworten
Seite 9 von 41 ErsteErste ... 789101119 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •