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  1. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Das ist der Unterschied zwischen Schule und Studium.

    An Schüler werden selbstverständlich nicht die gleichen Anforderungen gestellt, die an der Uni erwartet werden.

    Edit: Karikatur schreibt sich mit einem /r/
    Das Edit stimmt.


    Und natürlich sind die Anforderungen an Studenten andere. Was mich bis heute irritiert: Warum lässt man Schüler "selbst denken" (Karikatur interpretieren), und lässt sie in dem Glauben, dass ihre Gedanken zu der Karikatur irgendwie sinnvoll wären, um ihnen dann an der Uni zu sagen:

    "So, liebe Studenten, an der Schule dürftet Ihr selbst denken, aber eigentlich seid Ihr dazu zu dumm, deswegen dürft Ihr künftig nur noch Interpretationen anderer abschreiben. Wenn Ihr wieder selbst Gedachtes aufschreiben wollt, müsst Ihr mindestens promovieren!"

    Die Reihenfolge finde ich da ziemlich unintuitiv.

  2. VIP

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Was mich wirklich weiter gebracht hat, war der Maschinenschreibunterricht in der Realschule.

    Damals konnte man noch nicht wissen, wie viele Menschen später an einer Tastatur sitzen werden, trotzdem mussten wir es lernen und ich habe heute noch die Märsche im Ohr, die zu den unterschiedlichen Geschwindigkeiten abgespielt, damit wir schneller wurden.

    Damals wurde ich von meine Freundin beneidet, weil sie sowas auf dem Gymnasium nicht hatte.

    Heute scheint es kein 10-Fingerschreiben als Unterricht in der Schule mehr zu geben, obwohl es wahrscheinlich für viele nützlich wäre.
    Manchmal kann man nichts machen, außer weiter.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Der Unterschied ist, dass du an der Uni, bevor du selbst ein Fazit ("selbst denken") ziehst, dich intensiv mit dem befasst, was zu Zeiten der Entstehung der Karikatur damit von den Zeitgenossen gemeint wurde, wie das im historischen Kontext einzuordnen ist,..... Das nennt sich Geisteswissenschaft.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Carcasonne, da fände ich die umgekehrte Reihenfolge (erst bringt man den Schülern Quellenarbeit bei, von mir aus anfangs mit vorgefertigten Quellen, später im Studium dürfen sie dann zusätzlich eigene Meinungen haben) besser.

  5. Moderation

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Bei uns am Gymnasium gab es das als freiwilligen Kurs - und ich bin auch froh, dass ich ihn belegt habe, hilft mir bis heute.

    Ich habe ihn belegt, weil ich damals schon eine schreckliche Handschrift hatte und Schriftstellerin werden wollte und auch schon eine eigene Schreibmaschine hatte. Schriftstellerin bin ich dann (bisher noch) nicht geworden, aber genutzt hat es mir mehr, als ich damals gedacht hätte.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Das Wissen bis zur mittleren Reife kann man komplett im täglichen Leben gebrauchen. Auch das meiste, das man in der Oberstufe lernt.
    Klar, hat man von der höheren Mathematik nicht in jedem Beruf einen direkten Nutzen, aber selbst ich die Mathe nicht als Liebelingsfach gemacht hat, habe verstanden, dass ich dabei ein hohes Maß an logischem Denken gelernt habe.
    Klar gibt es das ein- oder andere Fachgebiet, das einen später weniger interessiert und das man nicht mehr direkt braucht.
    Nach dem Abitur habe ich mich gefragt, was der Abschluss mir jetzt außer der Studierfähigkiet bescheinigt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich gezeigt habe, dass ich auch unter Druck die Übersicht nicht verliere und in der Lage bin, mir komplexe Inhalte anzueignen, auch, wenn sie nicht alle von persönlichem Interesse sind.
    Das macht für mich auch Bildung aus: Nicht nur die Fächer zu kennen, die ich sowieso schon immer mochte, sondern auch über den "Tellerrand" schauen zu können. Klar brauche ich die Details, die ich in der 12. Klasse über Erdkunde gelernt habe eher nicht mehr im täglichen Leben, aber zum Gesamtbild eines gebildeten Menschen gehört auch einiges mehr, als das was einem einen direkten Nutzen bringt.

  7. Moderation

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Carcasonne, da fände ich die umgekehrte Reihenfolge (erst bringt man den Schülern Quellenarbeit bei, von mir aus anfangs mit vorgefertigten Quellen, später im Studium dürfen sie dann zusätzlich eigene Meinungen haben) besser.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass es für Kinder einfacher ist erst "selbst denken" zu lernen und sich dann später mit der Meinung anderer zu diesen Themen zu beschäftigen und daraus weiter gehende Erkenntnisse abzuleiten.

    Allerdings war im Jurastudium eigenes Denken nie verpönt, da kommt es offenbar auch sehr auf das Studienfach an.



    So wie der gesamte Eindruck von Schule auch sehr durch die eigene Schulkarriere geprägt ist und durch das was und wer einem dort begegnet ist - was nicht immer repräsentativ ist. So wie mein Religionslehrer, ich habe erst später gelernt, dass nicht alle gläubigen Katholiken bornierte Idioten sind - geprägt hat es mich allerdings trotzdem.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

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    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  8. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Toll, das solltest du unbedingt den Universitäten kundtun. Ihr Aufbau des Studiums ist grundverkehrt, besser sofort Lischen Müller draufloschreibenlassen, was sie schon immer mal zu sagen hatte.

    Der Unterschied zwischen Quellenarbeit in der Schule und Quellenarbeit innerhalb eines Studiums ist vergleichbar, wie wenn du buchstabierst und einen Aufsatz in Schreibschrift schreibst.


    Im Geschichtsunterricht werden Karikaturen häufig als Stundeneinstieg genutzt, damit die SuS einen gezielten Input zum Stundenthema erhalten und ihr Interesse fürs Thema geweckt wird.

    Als wissenschaftlicher Gegenstand sind Karikaturen ein ganz anderer Level.


    Was du hier inhaltlich postulierst, entspricht Äußerungen frei dem Motto; jeder, der schon einmal eine Software angewendet hat, sei quasi Informatiker.
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

  9. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    (...)


    (...) Warum lässt man Schüler "selbst denken" (Karikatur interpretieren), und lässt sie in dem Glauben, dass ihre Gedanken zu der Karikatur irgendwie sinnvoll wären, um ihnen dann an der Uni zu sagen:

    "So, liebe Studenten, an der Schule dürftet Ihr selbst denken, aber eigentlich seid Ihr dazu zu dumm, deswegen dürft Ihr künftig nur noch Interpretationen anderer abschreiben. Wenn Ihr wieder selbst Gedachtes aufschreiben wollt, müsst Ihr mindestens promovieren!"

    (...).
    Das magst du so empfunden haben - oder es mag sein, dass weitere das auch so empfunden haben.

    Aber es ist auf gar keinen Fall zu verallgemeinern.

    Das solltest du beachten @Mrs B. - du neigst dazu Dinge, die dir so geschahen Pars pro toto zu nehmen. Tun wir alle, gern! Aber es ist gut, wenn man das als Trugschluss erkennen kann.

    Ich lese dich oft sehr gebrochen, irgendwie frustriert ob einer Alma Mater?
    Du haderst sehr mit dem, was an der Uni war oder?
    Kann es sein, dass dir deine Promotionspläne gerade den Eindruck geben, vieles sei für die Katz' gewesen?

    DAs stimmt sicher nicht!

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Carcasonne Beitrag anzeigen
    Toll, das solltest du unbedingt den Universitäten kundtun. Ihr Aufbau des Studiums ist grundverkehrt, besser sofort Lischen Müller draufloschreibenlassen, was sie schon immer mal zu sagen hatte.
    Ach Carcasonne.....kein Professor wird tot vom Stuhl kippen, weil ich hier meine Meinung zur Uni kundtue, genauso, wie vermutlich kein Fußballspieler tot umfällt, weil Max Müller zu Hause am Küchentisch nicht mit dem Bundestrainer übereinstimmt.


    Im Geschichtsunterricht werden Karikaturen häufig als Stundeneinstieg genutzt, damit die SuS einen gezielten Input zum Stundenthema erhalten und ihr Interesse fürs Thema geweckt wird.
    Ist das so? Bei uns waren das die schwierigsten Aufgaben in den Prüfungen, auch Abiturprüfungen.


    Die Kür, sozusagen.

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