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  1. User Info Menu

    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von xanidae Beitrag anzeigen
    Bildung ist etwas, das man hat. Dazu gehört auch Schulwissen. (...)
    YESSSSS!!!!!

    klar Mathe 8 Klasse langt. Im Grund langen die Grundrechenarten und ein Instinkt für Prozente

    Aber es ist schon besser überhaupt zu wissen, dass es Infinitesimalrechnungen, Komplexe Zahlen oder Rainald Goetz (oder den Subjonctiv oder den passiven Aorist oder was auch immer) überhaupt GIBT.

    Und daran unterscheiden sich dann die einen von den anderen. Und das hat man dann sein Leben lang.

    so oder so.

    Wirklich gebraucht habe ich:

    little Latin, less Greek (um William Shakespeare zu zitieren, Romeo & J., glaub ich )

    aber much French! Darüber bin ich immer sehr froh. Dass ich in der Schule so gut französisch gelernt habe, dass ich DANACH dann gut ausbauen konnte.

    Und der Diercke Weltatlas - nach wie vor Orientierungshelfer.

    Nicht so: Sport um ehrlich zu sein. Das war eher geprägt von Angst und Schrecken. Spaß an Bewegung hab ich erst viel viel später und selber gefunden.

    Mein Lieblingsfach war Englisch. LK hatte ich Französisch und Bio - eine Kombi die dann bei Erwähnung immer Grinsen auslöste und mir lange peinlich war.

    Über Sex hab ich an der Schule im Unterricht nix gelernt, obwohl das natürlich im Curriculum gewesen wäre - hab ich im Buch betrachtet, kam aber nie dran.

    Da vertraute ich mehr Leo Lukoschik (alias Dr. Sommer).

    Ich finde den Gedankengang, zu ver- oder be-urteilen, was "man" braucht bedenklich! Weil in dem Gedankenkonstrukt "man" selten Mann ist....

  2. Moderation

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Hilie Beitrag anzeigen
    Ich kann in den 13 Jahren meines Schullebens eigentlich nichts finden, was unnütze gewesen war.
    Na, soweit würde ich nich gehen.

    Zitat Zitat von Tirili Beitrag anzeigen
    Ich überlege gerade, was ich Unnützes in der Schule gelernt habe.
    Das Unnütze hast du vermutlich vergessen.


    Klar war einiges in den 13 Jahren Schule dabei das unnütz war und es hing einfach auch sehr vom Lehrer ab und wie er seinen Unerricht gestaltet hat, es wäre sicherlich sehr hilfreich gewesen, wenn mein Religionslehrer nicht über Jahre hinweg nur drei Themen gehabt hatte "Mutter Theresa", "Elisabeth von Thüringen", "Abtreibung ist Mord", es hätte sicherlich ein Lehrer mit differenierterem Bild seiner Religion mehr an sinnvollem Wissen und Hintergründen vermitteln können.

    Und auch andere Lehrer waren ausgesprochenen Flachpfleifen in ihren Fächern, was man als Schülerin ja oft erst merkt, wenn man mal einen anderen Lehrer im gleichen Fach erlebt.


    Und nein wir werden keine Generation von völligen Idioten erleben, nur weil Kinder jetzt vielleicht ein Jahr Schulstoff verpassen.
    Das lässt sich aufholen und ein paar Dinge bleiben eben weg, mancher Lehrplan lässt sich sowieso sicherlich entschlacken.


    Aber im Grundsatz ist alle, was ich lerne und erlebe für etwas gut.
    Und Schule kann nicht auf den reinen Wissenserwerb reduziert werden.
    Lassen Sie mich niemals in den gewöhnlichen Fehler verfallen, zu meinen, dass ich verfolgt werde, wann immer mir widersprochen wird. Ralph Waldo Emerson

    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Ich lerne ja heute noch Französisch. Das hatte ich in der Schule nicht. Aber dafür hatte ich andere Sprachen wie Russisch und Englisch. Und ich ziehe immer mal Vergleiche, was zum Beispiel die Grammatik angeht.

    Ich finde, heute kann man auch fast alles über YouTube erlernen. Ob das Mathe oder Sprachen sind… Das gab es zu meiner Zeit in dieser Fülle nicht. Man muss es eben einfach nur in Anspruch nehmen. Dann verpasst man auch nichts. Es ist natürlich wichtig, dass man in jungen Jahren möglichst viel erlernt. Denn das kann man tatsächlich nie wieder nachholen. Nicht in dieser Effizienz.
    Nur die Ruhe ist die Quelle jeder großen Kraft.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen
    Brauchen ist ein schwieriger Begriff dabei.

    Als Juristin bräuchte ich vermutlich strenggenommen nicht mehr als Lesen und Schreiben.

    Doch: Mathe bzw. Rechnen. Ich sag nur: Baumbach'sche Formel
    Hund: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Sie müssen Götter sein!

    Katze: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Ich muss ein Gott sein!

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von rosemary_ Beitrag anzeigen
    Doch: Mathe bzw. Rechnen. Ich sag nur: Baumbach'sche Formel
    Das macht doch der Kostenbeamte. ;-)

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von likema32 Beitrag anzeigen
    Das macht doch der Kostenbeamte. ;-)
    Die Grundentscheidung nicht ;-)
    Hund: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Sie müssen Götter sein!

    Katze: Sie füttern mich, sie pflegen mich, sie kümmern sich um mich. Ich muss ein Gott sein!

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von PollexNiger2 Beitrag anzeigen

    Wie gesagt: Im Geschichtsunterricht geht es nicht um das Auswendiglernen von Faktenwissen, sondern um die Fähigkeit, sich mit Quelltexten auseinanderzusetzen. Zumindest in der Oberstufe. Und diese Fähigkeit braucht man im Studium beständig.


    Man hat halt keine Vergleichsgruppe. Ich habe einen Neffen in Klasse 8, und ich möchte behaupten, dass man den Burschen mit seinem jetzigen Wissensstand nicht auf die Uni schicken könnte.

    Viele Leute glauben, dass sie in der weiterführenden Schule eigentlich nichts gelernt hätten. Aber wer hat denn eine realistische Vorstellung davon, wo er ohne die höhere Schulbildung stehen würde?
    Mein Problem damit:

    In der Schule bekommt man z.B. eine Karrikatur, man hat ein bisschen historischen Kontext, und dann soll man die Karrikatur interpretieren.

    An der Uni muss man stattdessen Quellen heraussuchen, in denen steht, wie andere Leute die Karrikatur interpretiert haben.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Ach so.
    Hm, die Einstellung finde ich tatsächlich bedenklich. Denn auch außerhalb des Jobs funktionieren wir und nehmen wir Einfluss. In Deinem Job brauchst Du, nehme ich an, z.B. null Wissen über Geschichte (außer vielleicht sehr fachspezifischer). Ist es deswegen völlig verzichtbar? (Wir sahen gerade, welche Auswüchse das annehmen kann!)

    Natürlich ist Geschichtswissen nützlich, allerdings finde ich große Teile des Schulgeschichtswissens tatsächlich eher unnütz, weil nicht ansatzweise tiefgängig genug. Gerade Geschichte interessiert mich, da habe ich mich vielfach weitergebildet, auch Zeit hineingesteckt, und da halte ich in Teilen das Schulwissen fast für gefährlich, einfach weil die Realität der Geschichtswissenschaft teilweise ganz anders aussieht, als was man so im Unterricht lernt. Man glaubt also, man hat durch Schulwissen einen groben Überblick, und tatsächlich hat der mit der Realität wenig zu tun.

    In deinem Job brauchst du auch nicht zu wissen, wie die Bundesregierung oder gar das Europaparlament funktioniert. Sehen wir ebenfalls, was passiert wenn das allen egal wäre.
    Wenn ich das wissen möchte, kann ich das doch jederzeit nachlesen.
    Wo ich Dir Recht gebe ist, dass der derzeitige Unterrichtsausfall, bzw. die Lücken in kognitivem Wissen durchaus unhysterisch gemanagt werden können.
    Danke.

    Aber die richtig negativen Folgen des Schulausfalls sind ja vielfach sozialer Art: Kinder und Jugendliche, denen die Erfahrungen in bzw. das Korrektiv für Sozialverhalten fehlt. Fehlende Auszeiten für Kinder in destruktiven Strukturen, oder für junge Pflegende. Wir wissen von jüngeren Kindern, die in der Isolation einen regelrechten Regress durchmachen, bis hin zum Verlernen von Tischmanieren oder sogar im Spracherwerb. Also auch hier ein Beispiel dafür, dass man den Menschen nicht auf den (späteren) Berufstätigen beschränken sollte.
    Der Punkt - ja. Ich höre nur immer, es sei so problematisch, dass im Homeschooling nicht genügend Schulstoff vermittelt werden könne.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Mein Problem damit:

    In der Schule bekommt man z.B. eine Karrikatur, man hat ein bisschen historischen Kontext, und dann soll man die Karrikatur interpretieren.

    An der Uni muss man stattdessen Quellen heraussuchen, in denen steht, wie andere Leute die Karrikatur interpretiert haben.
    Das ist der Unterschied zwischen Schule und Studium.

    An Schüler werden selbstverständlich nicht die gleichen Anforderungen gestellt, die an der Uni erwartet werden.

    Edit: Karikatur schreibt sich mit einem /r/
    Cave: Beiträge können ggf. marginale Rückstände von Ironie und Sarkasmus aufweisen.


    Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal den Perlmann machen.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Promethea71 Beitrag anzeigen

    Das Unnütze hast du vermutlich vergessen.
    Ich habe im Handarbeitsunterricht der Grundschule flechten und häkeln gelernt (nur Luftmaschen und feste Maschen), aber nicht, wie man Knöpfe annäht oder Strümpfe stopft oder wenigstens strickt! Ärgert mich heute noch.

    Also klar, lässt sich nachlernen.

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