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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Gibt es denn an vielen Gymnasien Wirtschaftsunterricht?

    Am Wirtschaftsgymnasium würde ich das erwarten, aber am humanistischen/altsprachlichen/naturwissenschaftlichen/musischen/Durchschnittskleinstadtgymnasium?

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Ich war damals in der OS, das waren die Schuljahre 5+6. Erst danach wurde man für eine weiterführende Schulform beurteilt.
    Was haben damals viele Eltern darüber geschimpft. Zwei verlorene Jahre, die die Kinder schon im Gymnasium mit wirklichem Lernen hätten verbringen können.
    Mir hat es sehr gefallen, und ich finde die 5. Klasse als Teilung für einige Kinder deutlich zu früh.
    Zu meiner Zeit waren aber auch in der Realschule die meisten Schüler, und der Trend, zum Gymnasium zu gehen nicht so verbreitet. Einige Eltern sahen es insbesondere für Mädchen auch als nicht so notwendig an (die Ausbildung hingegen schon).

    MrsBingley, zu meinem Einwand mit dem Alter (# 88) hast Du nichts geschrieben, das würde mich aber doch sehr interessieren, insbesondere für die Umsetzung Deiner Vorschläge.
    Am Ende meines Lebens will ich nicht sagen: Allen hat mein Leben gefallen, nur mir nicht!

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Kikiri, moment.


    Vorweg: Ich bin mir bewusst, dass ich hier herumspinne - das schreibe ich ja auch immer wieder. Vieles könnte man in der BRD von heute nicht einfach so hoppladihopp umsetzen, vielleicht stünde einigem auch die aktuelle Rechtslage entgegen, ich bin kein Jurist.

    Zum Alter: Wie gesagt, mein Kollege hat im Ausland seinen Abschluss gemacht, und dort war es wohl üblich, gegen Ende der Schulzeit (also etwa in der Oberstufe) so zu unterrichten, dass parallel eine praktische Phase, etwa das Äquivalent einer Handwerkslehre, gemacht wurde.

    Nun ist der Kollege eher am Ende des Berufslebens, und der Staat, um den es geht, war ein Teilstaat der damaligen Sovietunion.


    Ich kenne es hier (Kommilitonen), dass es wohl Schulen gibt, an denen mit dem (Fach-)Abitur direkt auch ein Lehrabschluss zuerkannt wird, in dem Fall den ich kenne war der Abschluss "Erzieherin", höchstwahrscheinlich gab es da auch entsprechende Praxisphasen.


    Zitat Zitat von Kikiri Beitrag anzeigen
    Vielleicht hast Du nicht mit so jungen Leuten zu tun...Als 16 jährige sind sie immer noch recht spielerisch im Umgang und nicht wirklich gut integrierbar - jedenfalls ist das die letzten Jahre wirklich schlechter geworden.
    Das spräche doch sehr dafür, da nachzubessern?


    Wir haben hier immer viele Praktikanten. Die sind dann 13/14 (Oberschule) oder 17 (Gymnasium) Jahre alt.
    Die jüngeren haben deutlich unterschiedliche Stärken und Aufmerksamkeitsfähigkeiten. Die würde ich alle noch nicht reif für eine Ausbildung halten. Auch die Arbeitsschutzgesetze sind da teilweise einschränkend.
    Das sicher - wobei dann natürlich die Frage ist, ob man die Ausbildung dann nicht auch etwas anders aufziehen müsste als heute, eventuell länger? Ich denke mir, wer 7h täglich in der Schule herumsitzen kann, der kann doch auch 7h täglich z.B. das Gärtnern lernen?


    Meine Mutter war (Kurzschuljahre) mit 14.5 Jahren in der Ausbildung, das ist genau das Alter, das Du zu als zu Jung empfindest - aber damals (60er) ging es doch auch! Diese Kurzschuljahre haben ja eine ganze Generation getroffen, also muss es doch Massen von so jungen Lehrlingen gegeben haben.


    16 finde ich das frühestmögliche Alter für den Ausbildungsbeginn. Gerade, wenn die Ausbildungsstelle weiter weg ist, gibt es dann auch schon das Fahrproblem (kein ÖPNV) und die Mietwohnung... Dafür sind sie meist viel zu jung. Dann wäre 17 Jahre besser.

    Den Teil vergesse ich immer. Stadtkind.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Gibt es denn an vielen Gymnasien Wirtschaftsunterricht?

    Am Wirtschaftsgymnasium würde ich das erwarten, aber am humanistischen/altsprachlichen/naturwissenschaftlichen/musischen/Durchschnittskleinstadtgymnasium?
    Ja, in Bayern an allen Gymnasien, egal welche Ausbildungsrichtung.

    Das Fach heißt "Wirtschaft und Recht".

    Wird ab der 8. oder 9. Klasse unterrichtet.
    Geändert von Macani (31.12.2020 um 16:03 Uhr)

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe im Studium Leute kennengelernt, die konnten kein Spiegelei braten - einfach nie gelernt.
    Mein Opa hatte ein Handwerk gelernt und konnte trotzdem kein Ei braten und keinen Knopf annähen (und war auch sonst herzlich unpraktisch).

    Hast du dir eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, welche Anforderungen heutzutage in den meisten Ausbildungsberufen gestellt werden? Dass man da einen fetten Theorieteil hat und viele Ausbildungsbetriebe Bewerber mit Abitur bevorzugen?

    Da ist es nicht damit getan, Vierzehnjährigen "was praktisches" zu vermitteln, damit sie später ein Spiegelei zubereiten können.

    Und ja, ich finde schon, dass man zunächst sicher stellen sollte, dass alle die wirklich notwendigen Dinge mitbekommen.
    Eine betriebliche Ausbildung ist hoch spezialisiert. Da lernt man nicht "die notwendigen Dinge", sondern sehr spezifisches Fachwissen.

    Das gilt übrigens auch für die modernen Agrarbetriebe.

    So reif, das wirklich zu lesen und zu verstehen, ist man in dem Alter einfach nicht - allein die Beziehungsebenen verstehen mit dem sehr limitierten Beziehungswissen, das man in dem Alter nun einmal hat - aus meiner Sicht der total falsche Zeitpunkt.
    Ich habe "Im Westen nichts Neues" gelesen, obwohl ich nie in den Krieg gezogen bin.

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von kangastus Beitrag anzeigen
    Könntest du das mal näher erläutern?
    Das ist nämlich ein schönes Beispiel für Wortbildung im Deutschen: Ein Wort, das alles enthält, was es aussagen soll: Es gibt neben absoluten Pflichtfächern für alle noch einen Pflichtbereich, dessen Inhalte man sich in gewissem Umfang selbst zusammenstellen kann. Daran ist absolut nichts

    Exakt meine sichtweise!
    dodadadiamoisongdesisahoidaso!

    Wer ist eigentlich dieser Leif Heck? Lange verschollener Bruder von Dieter Thomas?


    Was Leute tun, tun sie normalerweise wegen sich. Nicht wegen dir.(Zitatgeschenk vom Wusel)

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Kikiri Beitrag anzeigen
    Ich war damals in der OS, das waren die Schuljahre 5+6. Erst danach wurde man für eine weiterführende Schulform beurteilt.
    hier ist der hinweis nützlich, dass OS in diesem fall für orientierungsstufe steht.
    auch etwas, das nicht alle lehrer*innen vermitteln: die aufmerksamkeit dafür, was man wie vermittelt, wenn man einen größeren leserkreis adressiert.
    dodadadiamoisongdesisahoidaso!

    Wer ist eigentlich dieser Leif Heck? Lange verschollener Bruder von Dieter Thomas?


    Was Leute tun, tun sie normalerweise wegen sich. Nicht wegen dir.(Zitatgeschenk vom Wusel)

  8. Moderation

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von MrsBingley Beitrag anzeigen
    Ich habe im Studium Leute kennengelernt, die konnten kein Spiegelei braten - einfach nie gelernt.
    Was soll Schule denn noch alles leisten?

    Das ist ein Anspruch an "den Staat", den ich zutiefst ablehne.

    Klar sollten Kinder sowas lernen, aber das ist die ureigenste Verantwortung der Familie.
    Wie so vieles andere.
    Wer Kinder in die Welt setzt, hat eine riesengroße Verantwortung und sollte sich dieser bewußt sein und ihr auch gerecht werden.


    Man kann sich heute einfach nicht mehr darauf verlassen, dass die Kinder das von zu Hause mitbekommen.
    Und ja, ich finde schon, dass man zunächst sicher stellen sollte, dass alle die wirklich notwendigen Dinge mitbekommen.
    Das würde im Umkehrschluß die Fokussierung auf das geringste Wissenslevel bedeuten und damit ganz vielen Kindern viel nehmen, was sie in der Zeit lernen könnten, die sie gelangweilt rumsitzen, weil ihre Eltern ihrer moralischen Verpflichtung nachgekommen sind.


    Klar gibt es diverse Fälle, da können es Eltern aus bestimmten Gründen nicht besser, sei es, weil ihnen Wissen, Fähigkeiten oder Sozialkompetenz etc. fehlen, sie krank sind oder sonstwas.

    Diese Fälle müssen natürlich anderweitig aufgefangen werden.

    Was ich tatsächlich für ein fehlendes - und wohl wichtigerweise in der Schule zu vermittelndes - Grundwissen halte, ist der Umgang mit Geld.

    Wer nicht das Glück hat, das in der Familie "gesund" zu lernen, der tut sich häufig sehr lange oder auch für immer schwer damit und da wäre ein "Erziehungs- und Schulungsauftrag" sicher sinnvoll, auch wenn ich nicht weiß, wie man das schulisch umsetzen könnte.
    I don´t know where I´m going- but I´m on my way... Carl Sagan

    Vielleicht geht es auf dem Weg gar nicht darum, irgendwas zu werden.
    Vielleicht geht es darum, alles abzuwerfen, was wir nicht sind,
    so daß wir das sein können, wofür wir bestimmt sind.
    Paulo Coelho



    Moderatorin in den Foren:
    Beziehung im Alltag, Der "gebrauchte" Mann und im Tierforum
    - ansonsten normale Nutzerin

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Zitat Zitat von Sternenfliegerin Beitrag anzeigen
    Was soll Schule denn noch alles leisten?

    Das ist ein Anspruch an "den Staat", den ich zutiefst ablehne.
    Sicher wäre es wünschenswert, wenn derartiges stattdessen die Familie vermitteln würde, da das aber oft genug nicht geschieht, sollte man meiner Ansicht nach die Kinder, die das von zu Hause nicht mtbekommen, nicht im Regen stehen lassen.
    [QUOTE]

    Was ich tatsächlich für ein fehlendes - und wohl wichtigerweise in der Schule zu vermittelndes - Grundwissen halte, ist der Umgang mit Geld.
    Mit Geld. Und am besten auch den mit Behörden.

  10. VIP

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    AW: Welches Schulwissen braucht man später?

    Ich habe in der Schule (die mir unendlich langweilig war) nichts eigentlich beruflich Verwertbares gelernt. Ok, vielleicht annähernd perfekte Orthographie und Grammatik.

    Was ich aber trotz meiner Verweigerung, iregendetwas gut zu finden, außer Kunstgeschihcte, mitgneommen habe, war eine umfassende Algemeinbildung und viele geweckte Interessen sowie ausbaufähige Grundlagen in (organischer und Bio)Chemie, Biologie Englisch (da dank LK mehr als Grundlagen) und die Fähigkeit, zu recherchieren und mir Wissen zu beschaffen.

    Während meines Studiums habe ich festgestellt, dass mir Englisch weiterhalf und mein Interesse für Biowissenschaften. Latein hat mir den faden Lateinkurs für Mediziner erspart, aber eine große Hilfe wars nicht wirklich.

    Die Sache mit der Allgemeinbildung hingegen fand und finde ich heute noch superwichtig - auch beruflich: als Türöffner. Mir fiel, fällt es viel leichter, mit "wichtigen" Fachleuten über kulturelle Themen ins Gespräch zu kommen als über Fachthemen, in denen sie eh besser sind. Der Rest ergibt sich dann von selbst.


    Ich finde, Schule sollte Interesen wecken, Allgemeinbildung, Grundlagen und eventuell "Lernen" vermitteln. Als junger Mensch muss man sich erst einmal mit allem Möglichen anfreunden oder auseinandersetzen, bevor man daran denkt Jurist, Steuerberater, Mediziner, Architekt oder Archäologe zu werden.

    Wer schrieb bier, keinen Angehörigen bestimmter Berufe zu kennen? Geht mir auch so: Ich kenne auch aus einer ganzen Reihe von Berufen niemanden persönlich.
    Thank you for observing all safety precautions.

    (aus Dark Star von John Carpenter)


    Moderation in den Foren Diagnose Krebs, Depressionen, Umgangsformen und Rund ums Tier,
    sonst normale Userin

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