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  1. Registriert seit
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    verwirrt Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Zum ersten Mal habe ich beim Black Friday übertrieben. Ich benötige zu 90% die gekauften Dinge und habe nicht wahllos eingekauft. Und trotzdem habe ich so viel gekauft, dass ich ein schlechtes Gewissen habe.

    Ich habe Dinge gekauft wie Laufschuhe, die stark reduziert und deren Preis schon immer sehr gleich waren. Ich benötige es aber frühestens in einem halben Jahr.

    Ähnlich sieht es mit kleinen Dingen wie eine Computermaus aus. Ich habe seit mind. 10 Jahren immer die gleiche Maus gekauft. Als ich nun die Maus im Angebot gesehen habe, hab ich auch zugeschlagen... Die aktuelle Maus funktioniert aber noch bestens... In 2 Jahren dürfte die Computermaus genauso viel kosten wie heute oder sogar noch mehr.

    Das Denken in Richtung "Kauf auf Vorrat" kenne ich aber gar nicht von mir. Und der Konsumrausch hat mich voll im Griff gehabt.

    Ich lebte bis vor kurzem sehr bescheiden, bin jetzt finanziell gut aufgestellt und der Shopping-Rausch bringt mich finanziell nicht in Bedrängnis. Und auch der nötige Platz für die Dinge, die ich "später" brauche, habe ich... Außerdem habe ich -wirklich- Schnäppchen gemacht, sonst hätte ich sie auch nicht gekauft.

    Aber ich hab so ein bisschen Angst, dass ich jetzt vollkommen abhebe. Ich weiß zwar, dass ich nicht als Shopaholic enden werde.
    Aber trotzdem... wie werde ich das ungute Gefühl los?

  2. Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Zitat Zitat von EH-Frau Beitrag anzeigen
    Aber trotzdem... wie werde ich das ungute Gefühl los?
    Verkauf den Scheiß halt wieder auf ebay.

    Und spende mal für ne richtig geile Organisation einen kleinen Batzen, dann fühlst du dich bestimmt wieder besser!
    ************************************************** ******************

    „Nimm Dein Leben ein bisschen in die Hand. Wenn Du es gut behandelst, dann beisst es auch nicht! “
    [Geschenkt von Gustave]

  3. Moderation Avatar von Flau
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Zitat Zitat von EH-Frau Beitrag anzeigen
    Aber ich hab so ein bisschen Angst, dass ich jetzt vollkommen abhebe. Ich weiß zwar, dass ich nicht als Shopaholic enden werde.
    Aber warum denn, wenn die Dinge nicht sinnlos sind und sehr preiswert waren? Hast Du in anderen Bereichen die Tendenz "abzuheben"? Oder neigst Du dazu, Dich sehr schnell zu sorgen? Vom einmaligen Black-Friday-Rausch (-wenn "Rausch" nicht schon uebertrieben ist, vielleicht eher: Shopping Trip?-) gleich zur Kaufsucht erscheint mir persoenlich ziemlich gewagt. Oder hast Du anderweitig eine Historie mit Sucht? (Musst Du hier nicht episch dalegen, ich versuche nur, diese Sorge einzuordnen.)

    Zitat Zitat von EH-Frau Beitrag anzeigen
    Aber trotzdem... wie werde ich das ungute Gefühl los?
    Vorausgesetzt, Du hast keine weitergehenden Probleme mit Sucht oder dem Verlust von Bodenhaftung:
    - Dir sagen, dass Geld durchaus auch zum Ausgeben da ist.
    - Ueberlegen wo das ausgegeben Geld jetzt feht (- nicht hypothetisch in 3 Jahren, sondern jetzt!). Lautet die Antwort: "Nirgends", entspannt zuruecklehnen und die neuen Schuhe geniessen. Und das andere natuerlich auch.
    - Kneift Dich das soziale Gewissen: Einen Betrag spenden, z.B. 10% von dem, was Du bei Deiner Shoppingtour ausgegeben hast.
    - Dir vergegenwaertigen, dass der Spruch: "Man muss auch goennen koennne", durchaus beim eigenen Selbst anfaengt. Sich selbst nichts goennen koennen, kann (muss nicht, kann aber) in die ungute Richtung fuehren, dass man auch anderen nichts goennt.

    Wie gesagt, das alles nur fuer den Fall, dass Du einfach ein uebersteigertes Verantwortungsgefuehl in Sachen Sparsamkeit hast.
    Wenn andere Themen wie Sucht oder Obzession (-dass Du das Gedankenkarussel gar nicht mehr abstellen kannst-) eine Rolle spielen, wuerde ich mich durchaus mal an eine Beratungsstelle wenden.



    Edit: Was mir beim nochmaligen Lesen noch auffaellt: Hast Du so ein bisschen eine Tendenz zum "virtue signalling"? Es ist einfach auffaellig, in meiner Welt schon fast widerspruechlich, dass Du von der Sorge, Du koenntest "abheben" und von Kaufsucht sprichst, quasi im gleichen Atemzug aber extrem vernunftgebundene Elemente Deiner Einkaeufe hervorhebst, wie "vernuenftige Laufschuhe" und Dich offenbar sehr gezielt und ausfuehrlich mit der Preisentwicklung der Computermaus auseinandersetzt. Das hat ja eben so gar nichts rauschhaftes, so gar kein "Verwoehnelement". Was ich bei einem Einkaufstrip gelegentlich uebrigens auch total in Ordnung faende. Es scheint fast so, als wolltest Du vor der Folie dieser Einaeufe, auch wenn sie vielleicht in ungewohnter Menge waren, Deine eigentliche Vernunft und Bodenstaendigkeit betonen. Ich meine das wirklich nicht wertend, sondern als Vorschlag, ob das ein Thema fuer Dich sein koennte, besonders "bodenstaendig" zu wirken (wie auch immer Du das definierst). Ich kann natuerlich auch daneben liegen.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    [Damals] wurde weniger Geschiss gemacht und insgesamt war alles besser. Was an den Müttern lag. Denen von damals. Wenn sie ihren Kindern doch bloß [...] noch beigebracht hätten, wie man Kinder erzieht.
    Userin Minstrel02 im Forum Erziehung
    Geändert von Flau (02.12.2019 um 23:54 Uhr)


  4. Registriert seit
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Du schreibst 90 % davon brauchst Du, Du schreibst Du kannst es Dir leisten und der Kram wird bis zur Nutzung auch nicht im Weg rumliegen. Ich sehe absolut keinen Grund für übertriebenes schlechtes Gewissen.

    Ich könnte mit so einer Stress-Vorrats-Kauf-Attitüde bei mir selber aber auch schwer umgehen und kann nachvollziehen, dass Du Dich nicht soo wohl damit fühlst. Verbuch es als einmaliges Erlebnis.
    Flaus Satz finde ich schön: Geld ist zum ausgeben da. Also alles gut, Du hast Dir doch überhaupt nicht geschadet.


    Bei mir lief es anders: Das ist der ersteBlack Friday den ich bewusst wahrgenommen habe und nutzen wollte, aber ich fand keine tollen Angebote die mich ansprachen. Auch im Hinblick auf Weihnachtsgeschenke, nücht dabei.


  5. Registriert seit
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    [...] Hast Du in anderen Bereichen die Tendenz "abzuheben"? Oder neigst Du dazu, Dich sehr schnell zu sorgen? Vom einmaligen Black-Friday-Rausch (-wenn "Rausch" nicht schon uebertrieben ist, vielleicht eher: Shopping Trip?-) gleich zur Kaufsucht erscheint mir persoenlich ziemlich gewagt. Oder hast Du anderweitig eine Historie mit Sucht? (Musst Du hier nicht episch dalegen, ich versuche nur, diese Sorge einzuordnen.)
    [...]


    Wie gesagt, das alles nur fuer den Fall, dass Du einfach ein uebersteigertes Verantwortungsgefuehl in Sachen Sparsamkeit hast.
    [...]
    Edit: Was mir beim nochmaligen Lesen noch auffaellt: Hast Du so ein bisschen eine Tendenz zum "virtue signalling"? Es ist einfach auffaellig, in meiner Welt schon fast widerspruechlich, dass Du von der Sorge, Du koenntest "abheben" und von Kaufsucht sprichst, quasi im gleichen Atemzug aber extrem vernunftgebundene Elemente Deiner Einkaeufe hervorhebst, wie "vernuenftige Laufschuhe" und Dich offenbar sehr gezielt und ausfuehrlich mit der Preisentwicklung der Computermaus auseinandersetzt. Das hat ja eben so gar nichts rauschhaftes, so gar kein "Verwoehnelement". [...]
    Deine eigentliche Vernunft und Bodenstaendigkeit betonen. Ich meine das wirklich nicht wertend, sondern als Vorschlag, ob das ein Thema fuer Dich sein koennte, besonders "bodenstaendig" zu wirken (wie auch immer Du das definierst). Ich kann natuerlich auch daneben liegen.
    Tendenz zum Abheben? Nein.
    Suchtproblematik? Nein.

    Stichwort Sparsamkeit: Das ist ein Punkt, den ich tatsächlich als relevant betrachte. Ich hatte während meines Studiums sehr sehr wenig Geld zu Verfügung... keine Unterstützung durch Verwandte, kein Bafög oder sonstige staatliche Leistungen... musste mich immer über Nebenjobs über Wasser halten...
    Ich war sehr deutlich unter dem Hartz 4 Satz, war auf Hartz 4 Empfänger sogar neidisch und musste zum Beispiel auch zur Tafel.

    Ich war zur Sparsamkeit gezwungen und jetzt ist das halt nicht mehr so...

    Vielleicht kommt das schlechte Gefühl daher?! Daran habe ich überhaupt nicht gedacht.

    Thema virtue signalling: Ich kannte den Begriff überhaupt nicht.

    Mich besser darstellen zu wollen als ich bin? Nicht wirklich. Warum sollte ich in einem anonymen Forum so etwas schreiben... Das bringt mich auch nicht weiter.

    Ich wunder mich einfach über mich selbst und mir ist es peinlich mit anderen darüber zu sprechen, deshalb schreibe ich hier im Forum...


  6. Registriert seit
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Da Du es Dir leisten konntest, genieße doch einfach Deine Schnäppchen und freu Dich über die Sachen und das Ersparte.
    Übers Ziel hinausschießen, wenn man es sich nicht leisten kann, finde ich viel dramatischer!

    Bei mir ist es genau anders herum, ich habe zu lange gezögert und überlegt und jetzt ist es zu spät. Das finde ich viel ärgerlicher. Allein bei einer Maschine wären es 70 Euro Ersparnis gewesen *gnarf*.

  7. Avatar von Sneek
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Für mich klingen Deine Einkäufe noch nicht besorgniserregend, anscheinend geht es ja um Dinge, die Du irgendwann auch benutzen wirst. Letztlich bringt es aber nichts, jetzt die erst später nötigen Laufschuhe zu kaufen. Vermutlich wird es auch in einem halben Jahr wieder irgendein Angebot geben.

    Ich finde es aber richtig, dass Du Dir Gedanken machst. Wenn man lange nicht viel Geld hatte, kann es schon passieren, dass man mit Geld dann in ein ungutes Kaufverhalten kippt.

  8. Avatar von Opelius
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Ich habe ebenfalls just an dem Black Friday ein hochwertiges Handwerkszeug als Weihnachtsgeschenk bestellt.

    Mir war aber dieser Aktionstag überhaupt nicht bewusst. Nur das Gerät war nicht einen Cent billiger als das, was ich in einem Baumarkt gestern sah. Also doch kein Schnäppchen.

    Aber diese Black Friday Hype ist mir in diesem Jahr wirklich aufgefallen, da all überall es als Reklame genutzt wurde bis auf meinem Bäcker, der da nicht drauf aufgesprungen ist .
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  9. Avatar von Sprachlos
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Ich glaube, du musst dir da keine Sorgen machen. Das ist einfach der ganz normale Prozess, wenn man sehr wenig Geld zur Verfügung hatte und jetzt eben mehr. Deine inneren Programme laufen noch auf extrem sparsam während dein Kopf sagt “ich kann mir das leisten“. Und du hast halt Nachholebedarf. Da kannst du dir ruhig auch mal was gönnen.

    Mir geht es mittlerweile bei Klamottenkäufen so, dass ich denke und weiß, das ich manches nicht wirklich brauche, sondern eben kaufe, weil ich es schön finde und haben will. Mittlerweile gilt: nur wenn es Herzrasen auslöst wird es gekauft ... und es ist trotzdem noch zu viel.

    Ich habe daher auch gelegentlich ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich vergleichsweise sicher nicht zu viel ausgebe. Mittlerweile spielen ja auch ökologische Überlegungen eine Rolle und ein gewisser Hang zu Minimalismus...
    Es muss da wohl jeder seine persönliche Balance finden.

    Edit: Vorratskäufe machen aber wirklich keinen Sinn, auch nächstes Jahr ist Black Friday ...


  10. Registriert seit
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    AW: Dilemma nach dem Black-Friday-Shoppen?

    Ich kenne sowas von mir selbst auch, ich habe lange Zeit den Groschen dreimal umgedreht und hatte wohl sowas wie eine Art Nachholbedarf. Nicht was die Waren, sondern das Gefühl, sich etwas leisten zu können, angeht.
    Es regelte sich ohne grosses Drama von alleine aus.
    Ich weiß, dass ich auf solche Black Friday Geschichten gerne anspringe und versuche sie so gut wie möglich zu ignorieren.
    Es gelingt mir aber gut, nur zu kaufen, was ich wirklich brauche und nicht, was ich haben möchte und weil es gerade günstig ist.

    Mein Mann hat übrigens einen sensationell reduzierten Akkustaubsauger gekauft. Wirklich gebraucht haben wir ihn meiner Meinung nach nicht, aber das kabellose Dings gefällt der ganzen Familie (ausser mir) und deshalb wird im Moment gesaugt kaum dass ein Staubkorn zu Boden fällt.
    Immerhin haben wir ein sehr sauberes Haus :)

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