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  1. Registriert seit
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Mambi Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man dabei aber auch nicht außer acht lassen, dass z. B. die Mieten in Sachsen oder Thüringen mitunter nur halb so hoch sind wie in Berlin oder Bayern.... die Einstufung nach Wohnort ist also so unsinnig nicht.
    Das die Wohnkosten auf Westniveau steigen, will im Osten keiner, den höheren Lohn aber möchte man bitte haben.
    Da es bei der Arbeit um die Arbeit geht, sollten alle privaten Gegebenheiten (nicht nur wo jemand wohnt) meiner Meinung nach gar nicht betrachtet werden. Es kommt doch auf meine Arbeitsleistung an. Wenn etwas um Kinder geht, ok ... wenn man Glück hat wird darauf mal Rücksicht genommen. Das ist jedenfalls meine Meinung.

  2. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Mediterraneee Beitrag anzeigen
    Und ich westgeprägtes Kind (Jg. 68) kenne das auch nicht anders. Das Umfeld, in dem ich aufwuchs, scherte sich nicht um Besitztümer oder Status. Mir geht es mächtig auf den Keks, dass mancher auch nach 30 Jahren immer noch die alten Klischees fährt von wegen Wessis sind karrieregeil, oberflächlich und raffgierig. Die Ossis, mit denen ich zu tun habe (ich bin beruflich viel im Osten unterwegs), haben zum Glück kein solches Klischeedenken.
    Ich sprach von der Vergangenheit, UND wo habe ich gesagt, dass alle so sind?
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  3. Avatar von Uni-Corn
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Sentenza_ Beitrag anzeigen
    Med, sowas Borniertes spricht doch für sich.
    Woraus liest Du Borniertheit? Ich sprach von "uns ostgeprägten Kindern" und erlebte nach 1990 viel westliche Borniertheit, vielleicht waren nur die bornierten Glücksritter unterwegs? Kann sein. Meine Tante aus Stuttgart war allerdings immer der Meinung, dass "die Ossis zu faul zum Arbeiten sind und denen die Arbeit wegnehmen" Die war null Glücksritter....

    Als wir 1990 in Stuttgart bei meiner Oma zu Besuch waren, wurde meiner 3jährigen Tochter von Bekannten Markstücke in die Hans gedrückt, damit "sie mal richtige Schokolade hat" ,1991 bei der anderen Tante in Wolfsburg wurde erzählt, dass die Ostnichte zu Besuch kommt, deshalb würde der Trabbi vor der Tür stehen....(dabei hatten wir gar keinen und so war die DDR Attraktion so wenig spektakulär....)
    Einfach machen...wird gut

    Ich hol mir mein Spiel zurück!!!!!

  4. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Uni-Corn, Du hast recht, Du hast an keiner Stelle gesagt, dass alle so sind. Aber Du haust hier ein Beispiel nach dem anderen raus. Was willst Du also sagen?

    Schreib uns doch mal ein paar Beispiele auf, wo Du richtig netten, positiven, schönen Kontakt mit Wessis hattest.
    Manche Menschen leben so vorsichtig, die sterben wie neu.



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  5. Registriert seit
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Das ist doch auch im öffentlichen Dienst so. In bestimmten Orten erhältst du eine sog. Ballungsraumzulage - wenn du dort auch wohnst. Ein Pendler, der seine Wohnung/Haus an einem Ort hat, der nicht in den Ballungsraum fällt, erhält weniger. Bei gleicher Qualifikation und Einordnung.
    Naja - soweit ich weiß gibt es diese Ballungsraumzulage schon lange nicht mehr, ich weiß aber dass es sie früher gab.


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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Wir ostgeprägten Kinder waren das, was wir waren. Nicht mehr und nicht weniger. Man schaute auf das, was derjenige kann und ist, weniger, was er HAT und darstellt. Die überhöhte Darstellung nannte ich Performance, angelehnt an Darbietung/Rolle/Maske...eher nicht High Performer, wie weiter vorn irrtümlich geschlossen wurde.
    Und auf den Gedanken, dass sehr viele Wessis diese Pauschalunterstellung, dass die Wessis ja mehr auf Haben und Darstellung schauen als auf Können und Sein sowohl unzutreffend als auch beleidigend finden, kommst Du gar nicht?


    Das ist ja nicht neutral, (wäre es, wenn etwa Wessis überwiegend brünett wären und Ossis blond), das "auf Darstellung schauen" ist ja offensichtlich negativ während das "auf Können schauen" positiv ist, Du sagst also ganz klar: "Die Wessis sind schlechtere Menschen."


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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Uni-Corn Beitrag anzeigen
    Kann sein. Meine Tante aus Stuttgart war allerdings immer der Meinung, dass "die Ossis zu faul zum Arbeiten sind und denen die Arbeit wegnehmen" Die war null Glücksritter....

    Die Ansicht Deiner Tante ist in etwa wie Deine Ansichten nur in die andere Richtung,

  8. Avatar von Mediterraneee
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Zitat Zitat von Saetien2 Beitrag anzeigen
    Und auf den Gedanken, dass sehr viele Wessis diese Pauschalunterstellung, dass die Wessis ja mehr auf Haben und Darstellung schauen als auf Können und Sein sowohl unzutreffend als auch beleidigend finden, kommst Du gar nicht?


    Das ist ja nicht neutral, (wäre es, wenn etwa Wessis überwiegend brünett wären und Ossis blond), das "auf Darstellung schauen" ist ja offensichtlich negativ während das "auf Können schauen" positiv ist, Du sagst also ganz klar: "Die Wessis sind schlechtere Menschen."
    Naja, sie schreibt ja nicht, dass Wessis schlechte Menschen sind, sie macht das geschickter. Sie schreibt nur, dass "wir Ostgeprägten" darauf gucken, was jemand "kann und ist" und nicht, was jemand "HAT und darstellt".
    Damit sagt sie, dass alle Ossis per se Menschen sind, die sich von Äußerlichkeiten nicht blenden lassen.
    Und dann gibt es da noch die anderen... die Nicht-Ostgeprägten...
    Aber die erwähnt sie ja gar nicht.
    Also alles in bester Ordnung!
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    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Sie schreibt nie "alle" - aber es kommt schon ganz klar so rüber, als schriebe sie über den Regelfall.

  10. Inaktiver User

    AW: Ossis im Westen - Wie ist es Euch ergangen?

    Wie unglaublich traurig, dass 30 Jahre nach Mauerfall jedes Mal, wenn es um das Thema Ost-West geht, die aggressiven, beleidigten oder vorurteilsbeladenen Leute dominieren. Wären versöhnliche Geschichten nicht sinnvoller?

    Es gab mal ein Buch „Zonenkinder“ von einer Jana Hensel, ist schon länger her, dass ich es las. Es beschreibt genau die Frage aus dem EP, nämlich wie sich DDR-Stämmige im Westen gefühlt haben und fühlen, was das mit einem macht. War sehr interessant zu lesen. Und wesentlich angenehmer als dieser teils aggressiv-spaltende Strang.

    Ich kenne Leute aus Ost und West, aus Nord und Süd - und oh schockschwerenot - es gibt hier wie da ganz formidable Menschheitsexemplare und hüben wie drüben komplette Vollidioten. Oder wie meine kluge Mutter immer sagte: „Die kochen auch nur mit Wasser.“

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