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  1. Avatar von Blila1
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen

    @Ila - Reiseverkehrskauffrau war ein sinnloses Beispiel. Hätte auch Finanzamt mittlerer Dienst oder Zahntechniker sein können.
    Finanzamt mittlerer Dienst. Hätte eine Lebensstellung sein können für die Tochter des Unternehmers, die sich mit der elterlichen Branche nicht anfreunden mochte; sicherer Aufstieg, das Potenzial war da. Sie hat es ein paar Jahre gemacht, bis sie glaubte, da so ziemlich alles zu kennen. Gekündigt und Betriebswirtschaft studiert, finanziell sehr heftige Einschränkung, der gewohnte Lebensstil war nicht zu halten. Danach Angestellte, bald selbständige Steuerberaterin. Spätestens ab da deutliche Einschränkungen im privaten Bereich, bald mit mehreren Angestellten, Unternehmensberatung, ziemlich florierender Betrieb ab Mitte-Ende 40. Ein Alter, in dem der Neurorchirurg auch ziemlich oben angekommen ist


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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Ich dachte auch eher an die Zeit so ab den 70ern 20...
    ach so, bei "tradiert" dachte ich an "macht man schon seit mehreren Generationen so. Aber auch hier: als meine Großeltern erkannten, dass der Hof zu klein ist, als dass auch nur eines ihrer Kinder davon würde leben können (früher hatte er 2 Erwachsene und 4 Kinder nicht gerade üppig ernährt, aber ernährt), schickten sie die Söhne und Adoptivsöhne in eine Ausbildung (das war dann in den 60ern). Sie wurden Kaufmann, Erzieher, Bahnschaffner und Maurer, bis auf den Sohn bei der Bahn, der der hellste nicht war, arbeiteten sie sich alle ziemlich weit hoch in ihren Berufen, beim Maurer sagte der Meister schon nach sehr kurzer Zeit, der müsse auf die Technikerschule, und dahin ging er dann auch. Aber an sowas wie Abitur oder "echtes" Studium war nicht zu denken.

    Aber wie Pia schon schreibt: Bauer ist speziell, da Bauernkinder eben auch schon früh lernen, mit anzupacken und den Betrieb (die Ernte muss rein, bevor das Wetter schlechter wird, die Kuh kalbt etc.) eben auch mal vor das Privatleben zu stellen. Und man trifft ständig Entscheidungen, die die nähere und fernere Zukunft betreffen.

  3. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Pia1976 Beitrag anzeigen
    Ich denke, wie viele andere hier auch, dass die Berufswahl weniger mit der konkreten Zahl auf dem Konto und mehr mit dem allgemeinen Lebensstil und Habitus der Familie zu tun hat.
    ...
    Die gehen von vorneherein mit einem anderen Anspruch in das Unternehmen.

    In den meisten Fällen kommt es dabei nicht auf Vitamin B an, sondern auf Arbeitshaltung, Auftreten, usw.

    In meinem Umfeld sind viele Selbständige, die arbeiten völlig anders. Das, was hier oft gepriesen wird, "mal Zeit für mich", Teilzeit fürs Hobby, o.ä. ist fern jeglicher Vorstellung dieser Leute. Dies einmal erlernte Verhalten hilft ungemein. Nicht umsonst kommen immer mal wieder Bauernkinder in höhere Positionen, auch wenn der heimische Betrieb finanziell eher wenig abwirft und sie nicht im Reichtum aufwachsen. Aber die Kinder haben gelernt, Verantwortung zu übernehmen und ranzuklotzen und sind von zu Hause ein wochenend- und ferienfreies Leben gewöhnt.
    Sehe ich alles ganz genauso. Auch für größere Handwerksbetriebe etc. Einige vom Nachwuchs kennen auch schon, dass es mal auf und mal abwärts geht und haben ein Verständnis dafür verinnerlicht, dass beispielsweise konjunkturbedingt weniger Geld da ist oder wegen großer Auftragslage richtig rangeklotzt werden muss, auch am Wochenende. Das erleben andere in ihrer Familie nicht, woher sollen sie es dann haben.

    PS: "Kreativität im Bürojob": ich habe einen reinen Bürojob, geprägt von gesetzlichen Vorgaben, Richtlinien, usw. Ich arbeite rein projektbezogen und mache an kaum einem Tag das gleiche wie am Vortag, muss mich in immer neuen Sachverhalte eindenken , neue Lösungen finden und international kommunizieren. Ich brauche eigentlich ziemlich viel Kreativität, da ist nichts, was man abhaken oder nach Vorschrift abarbeiten könnte.
    Auch hier vollste Zustimmung. Ich hab bisher in meinem Leben schon einiges gemacht, eine „Statistik, die niemand anschaut“, hab ich sicher seit meinem Berufseintritt nicht mehr gemacht.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.

  4. Avatar von Knuffilein
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Hallo,

    für mich sind so gut wie alle Berufe "normal" - nur, dass gewisse Berufe eben höher dotiert sind als andere.

    Und wegen sich unterordnen wollen oder nicht - ich finde, das kann man so pauschal auch nicht sagen. Es gibt meiner Meinung nach überall solche und solche.

    OK, es gibt Menschen, die von "Beruf" "Tochter" und "Sohn" sind, wenn sie z.B. in eine reiche Familie hineingeboren wurden. Wie z.B., wenn die Eltern sehr viel geerbt haben - z.B. Paris Hilton. Oder wo die Eltern mehrere sehr teure und sehr gut gehende 5-Sterne-Hotels - oder sonst eine gut gehende Firma - haben und dadurch Millionäre geworden sind.
    Pauschales Schubladendenken zeugt von mangelnder Bildung, Engstirnigkeit und Naivität.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.
    (Oscar Wilde)

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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von BlueVelvet06 Beitrag anzeigen
    Auch hier vollste Zustimmung. Ich hab bisher in meinem Leben schon einiges gemacht, eine „Statistik, die niemand anschaut“, hab ich sicher seit meinem Berufseintritt nicht mehr gemacht.
    du Glückspilz, dass dir das erspart blieb!

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  6. AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Wer sich nicht "unterordnen" möchte kann sich ja selbstständig machen und das unternehmerische Risiko tragen - in unserer Gesellschaft ist das ja nicht unmöglich.

    Oder jahrelang studieren und dann eben als Rechtsanwalt oder Arzt mit eigener Kanzlei bzw. Praxis arbeiten. Dass das jetzt immer so ein Zuckerschlecken ist, glaube ich auch nicht.

    Was man jetzt unter "normalen" Berufen genau versteht, hätte ich auch gerne gewusst. Ich empfinde es für mich als Luxus angestellt zu sein und 14 Gehälter zu bekommen, krank werden zu können und in Urlaub zu gehen. Klar, ich verdiene weniger als Großunternehmer - aber wie viele sind denn das schon?
    *** live as if you were to die tomorrow - learn as if you were to live forever. (Gandhi) ***

  7. Avatar von BlueVelvet06
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    du Glückspilz, dass dir das erspart blieb!

    gruss, barbara
    Ein Quäntchen Glück (und Unglück) ist bei allem dabei, aber das war für meinen beruflichen Werdegang bisher eher nicht ausschlaggebend.
    Klima? Läuft bei uns. Schließlich haben wir den ersten CO2 neutralen Flughafen der Welt gebaut.


  8. Registriert seit
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    unterschätze nicht das Glück, keine Katastrophen erlebt zu haben, die dich am geplanten Weg hinderten.

    Bei aller Eigenarbeit, die man investiert, Glück braucht es immer. Oder zumindest: kein Pech.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

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