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  1. Moderation
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Wenn das so ist, würde ich eher denken, es geht darum, was in dem Umfeld, wo die Kinder aufgewachsen sind, als "angemessene" Jobs empfunden wird.

    Bei mir in der Famile war es absolut undenkbar und ungehörig nicht zu studieren, und es wäre schon zweifelhaft gewesen, etwas anders als Medizin, Jura, oder ein MINT -Fach zu studieren. Und wenn ich meine Generation in der Familie ansehe, sehe ich auch eine gewisse Korrelation zwischen dem Beruf, den sie ergriffen haben und den, was in dem Haushalt, wo sie aufgewachsen sind, als annehmbar galt.

    Vielleicht sieht man nur, was man kennt, und geht nur die Wege, die man sieht.
    Auch von der anderen Seite der Sozialverteilung.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **


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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von mainecoon2 Beitrag anzeigen
    Hallo Honigbiene,

    schon als ich deine Frage gelesen habe, wusste ich, dass du für die Fragestellung kritisiert wirst. Das ist hier leider so. Du hast dich eben "normal" ausgedrückt, nicht differenziert genug. Dabei wissen doch sicher die meisten, was du meinst.

    Und meiner Meinung nach ist "Arzt" und "Anwalt" kein "normaler" Beruf im landläufigen Sinn, sondern ein privilegierter Beruf, den grundsätzlich und unserem Sozialsystem sei Dank zwar eigentlich jeder mit entsprechendem Intellekt ausüben könnte, in dem sich aber doch mehrheitlich Personen mit ebenso privilegiertem sozialem Hintergrund finden. Dafür gibt es doch zahlreiche Studien.

    Ich glaube allerdings nicht, dass es bei reichen Kindern ums Unterordnen geht. Das halte ich für typbedingt. Ich denke, in reichen Familien werden "normale" Berufe überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Die Kinder steigen entweder ins Untenehmen ein (mit oder ohne Studium) oder streben einen gesellschaftlich angesehenen Beruf, der meist auch noch ein gewissen Einkommen mit sich bringt.

    Wenn ursprünglich arme Menschen zu Geld kommen (Lotto, Erbschaft), werden die vermutlich eher aufhören zu arbeiten.
    LG
    Ich kann die Frage von Honigbiene79 sehr gut nachvollziehen. Ich arbeite als Anwalt und habe beruflich bedingt Kontakt zu Firmeninhabern und vermögenden Personen, genauso wie zum Ottonormalverbraucher. Viele der Kinder steigen in den Betrieb ein, oder arbeiten in Berufen in denen sie viel Freiraum haben.

    Ich bin jetzt selbstständig und habe vorher in einer großen Firma als Firmenanwalt gearbeitet. Ich hatte Chefs die mich gedemütigt und erniedrigt haben und sich auch über mich lustig gemacht haben. Vor einigen Jahren habe ich mich selbstständig gemacht und bin mein eigener Herr. Mein Leben hat sich seitdem deutlich verbessert.

    Ich habe zwar Kunden, aber da liegt es an mir die zufrieden zu stellen. Aber ich muss mich nicht mehr mit Vorgesetzten und Kollegen auseinandersetzen die mit aus reiner Freude schikanieren. Daher ist es schon verständlich dass sich vermögende Personen so was nicht antun

  3. Avatar von brighid
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen


    Vielleicht sieht man nur, was man kennt, und geht nur die Wege, die man sieht.
    Auch von der anderen Seite der Sozialverteilung.
    das was man/frau kennt- ist vertraut.

    natürlich gibt es familien, in denen sich dann berufsgruppen, -richtungen häufen.

    spontan fallen mir dazu meine eigenen leute ein: eine hauptgruppe ist: lehrer von grundschule bis uni-prof., und die andere gruppe: ist im krankenhaus. mit allen möglichen verschiedenen berufen.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  4. Avatar von marylin
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Warum soll sich jemand, der genügend finanzielle Mittel hat, irgendwo einstellen lassen? Derjenige kann doch machen, was ihm Spaß macht, der eigene Chef sein, was aufbauen. Wenn ich reich wäre, würde es mir im Traum nicht einfallen, im Angestelltenverhältnis zu arbeiten... Warum auch?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?



  5. Registriert seit
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von kleiner.TIGER Beitrag anzeigen
    … und keine Hausfrauen, weil die das efffektive Arbeiten nicht drauf haben. Keine Frauen mit kleinen Kindern, weil die ja dauernd wegen jedem Kinderschnupfen ausfallen. Keine Frauen ü50, weil die mit ihren Wechseljahren rumeiern. Keine Männer mit Ohrring, die könnten ja schwul sein …

    Undsoweiter. Alles dämliche Verallgemeinerungen und damit bullshit!
    Hausfrauen, speziell Mütter, sind SEHR effizient! und Mütter mit grossen Kindern (also solchen, die sich allein kleiden, füttern, zur Schule gehen können...) gehören zu den zuverlässigsten Gruppen, mit no-nonsense-Mentalität.

    und nein, solche Vorurteile oder Heuristiken haben schon ihren wahren Kern. nicht als absolute Wahrheit, aber so Handgelenk-mal-Pi ist es schon so.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao


  6. Registriert seit
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Wenn das so ist, würde ich eher denken, es geht darum, was in dem Umfeld, wo die Kinder aufgewachsen sind, als "angemessene" Jobs empfunden wird.
    Das; und auch, welches finanzielle Verhalten in der Familie gelebt wird. Nur weil Eltern wohlhabend oder reich sind, heisst das noch längst nicht, dass die Kinder im Geld schwimmen! Auch da kann's heissen "nein, du kriegst keine neuen Winterstiefel von uns, die alten tun es noch - sonst kauf welche mit deinem Taschengeld, wenn du sie unbedingt willst, und spare darauf" - nicht weil die Eltern es sich nicht leisten können, sondern weil sie finanzielle Klugheit vorleben.

    Bei mir in der Famile war es absolut undenkbar und ungehörig nicht zu studieren, und es wäre schon zweifelhaft gewesen, etwas anders als Medizin, Jura, oder ein MINT -Fach zu studieren.
    in meiner Familie waren irgendwie alle Berufe rund um Medizin kein Thema. Ich weiss nicht mal, wieso, irgendwie hatte das bei der Diskussion um mögliche Berufswege einfach nie jemand auf dem Schirm, dass das eine Option sein könnte. aber grundsätzlich ist es egal, ob Akademisch oder eine Berufslehre (mit entsprechender Weiterbildung), Hauptsache was lernen.

    gruss, barbara
    It's easy.
    Manny Pacquiao

  7. Avatar von Kitty1670
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Antje3 Beitrag anzeigen
    Meine Mutter hatte einen Kollegen – nen Baron samt Schloß und und und.
    Der Baronsohn mit Schloss, den ich kannte, studierte Volkswirtschaft und stieg spaeter ins Familienunternehmen ein. Seine Freunde, oder die, die mir bekannt waren, studierten entweder Medizin, Recht, oder VWL (also eher weniger englische Literatur oder Sozialwissenschaften), aber was aus denen wurde, weiss ich nicht. Der Vorteil, Teil solcher Familien zu sein, ist, dass man schon von Anfang gut vernetzt ist. Das muss nicht unbedingt Vitamin B sein, sondern einfach, dass man sich eben untereinander kennt, und den einen oder anderen Tipp zulanciert bekommt.
    Coat check girl: Goodness! What lovely diamonds!
    Mae West: Goodness had nothing to do with it...

  8. Moderation
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Warum soll sich jemand, der genügend finanzielle Mittel hat, irgendwo einstellen lassen? Derjenige kann doch machen, was ihm Spaß macht, der eigene Chef sein, was aufbauen. Wenn ich reich wäre, würde es mir im Traum nicht einfallen, im Angestelltenverhältnis zu arbeiten... Warum auch?
    Du schließt da von dir auf andere.

    Für viele Leute gilt eines oder mehreres von:
    - keine Lust auf Kunden, Werbung, Buchhaltung, Papierkram, Eigene-Trommel-Rühren, Netzwerken, Mitarbeiterführung...
    - keine Lust, entweder 60 Stunden plus die Woche zu arbeiten oder seiner Arbeit Geld zuschießen zu müssen, selbst wenn genug davon da ist
    - man wäre gerne Molekularbiologe, Experimentalphysiker, Luft- und Raumfahtsingenieur, Museumskurator, Investmentbanker, Opernchorsänger, Chefredakteur einer Zeitung ... oder meinentwegen Lokführer...
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    ** ansonsten niemand besonderes **

  9. Moderation
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Kitty1670 Beitrag anzeigen
    Der Vorteil, Teil solcher Familien zu sein, ist, dass man schon von Anfang gut vernetzt ist. Das muss nicht unbedingt Vitamin B sein, sondern einfach, dass man sich eben untereinander kennt, und den einen oder anderen Tipp zulanciert bekommt.
    Ja. Mein Cousin hätte sich nie mit 40 zur Ruhe setzen können, wenn ihm die Vernetzheit seines (wohlhabenden, aber nicht reichen) Großvaters nicht erlaubt hätte, die richtige Unis zu besuchen (einschließlich Bezahlunis, aber da reichte "wohlhabend" auch), die richtigen Leute kennenzulernen, die richtigen Praktika bei den richtigen Firmen zu machen, und letztlich für den richtigen Job eingestellt zu werden. Natürlich war er auch gut. Aber gut sind viele.
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  10. Moderation
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    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Irgendjemand schrieb es schon: Reich sein heißt nicht zwangsläufig liquide sein. Wenn der Reichtum in Immobilien oder Unternehmen steckt, bezieht man zwar unter Umständen eine Rendite und ist auch für die Zukunft abgesichert, kann sich aber damit keinen großartigen Lebensstandard finanzieren. Also arbeitet man, mit den ganz normalen Ärgernissen wie blöden Chefs, nervigen Kunden, stressigen Deadlines und so weiter.

    Ob und wie lange man in einem Job mit cholerischem Chef oder unwürdigen Arbeitsbedingungen bleibt, ist meiner Erfahrung nach eher Typ- als Geldfrage.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

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