+ Antworten
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte
Ergebnis 11 bis 20 von 88
  1. Avatar von kleiner.TIGER
    Registriert seit
    26.03.2008
    Beiträge
    39.234

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Ich habe schon HR-Leute sagen hören, dass sie niemanden anstellen, der vorher längere Zeit selbständig war.

    Eben mit dem Argument, dass Selbständige ans Selbständig-Sein gewöhnt sind und Mühe haben, sich unter- und einzuordnen, so wie das in Firmen erwartet wird. (Regel 1: der Chef hat immer recht. Regel 2: falls der Chef nicht recht haben sollte, gilt Regel 1)

    mit Reichtum hat das aber nichts zu tun, eher mit Freiheitsdrang.

    gruss, barbara

    … und keine Hausfrauen, weil die das efffektive Arbeiten nicht drauf haben. Keine Frauen mit kleinen Kindern, weil die ja dauernd wegen jedem Kinderschnupfen ausfallen. Keine Frauen ü50, weil die mit ihren Wechseljahren rumeiern. Keine Männer mit Ohrring, die könnten ja schwul sein …

    Undsoweiter. Alles dämliche Verallgemeinerungen und damit bullshit!
    Ich liebe nur meine Tigerente
    ... und heiss und innig meinen Kater !!

  2. Moderation Avatar von Promethea71
    Registriert seit
    11.09.2004
    Beiträge
    16.466

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Hmmm, ich finde Arzt und Anwalt sind normale Berufe - und zumindest während der Ausbildung muss man sich da durchaus unterordnen und auch als selbständiger Arzt oder Anwalt gibt es eine ganze Menge Sachzwänge, Mandanten, Patienten, Gerichte, Behörden, Kassenärztliche Vereinigung etc. mit denen man zumindest kooperieren muss.


    Es wird unter den Kindern von Milliardären eher weniger geben, die bei Lidl die Regale auffüllen oder die Arzthelfer oder Straßenbahnfahrerin lernen. Die meisten - zumindest in Europa - werden unter Umständen einen Beruf lernen (und den durchaus auch mit Ausbildung und anschließendem Studium) um dann im Familienunternehmen zu arbeiten, andere wollen mit dem Unternehmen nichts zu tun haben und studieren dann etwas anderes - und viele Berufe nach einem Studium führen eben in freie Berufe oder Selbständigkeit.



    Wenn schon fände ich es viel interessanter, wieviele Kinder von Milliardären überhaupt einen Beruf erlernen oder nach dem Vorbild von Paris Hilton und diverser anderer gar keinen Beruf erlernen, sondern von Beruf reiches Kind und Teil des Jetset sind.


    Weil da auch meine immer wieder gestellte Frage beantworten würde, wie sehr man aus Neigung und wie sehr aus finanzieller Notwendigkeit arbeitet.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  3. Moderation
    Registriert seit
    09.09.2003
    Beiträge
    6.358

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Von den "Millionärskindern", die mir im Lauf des Berufslebens begegnet sind, habe ich oft ein großes Leistungsbedürfnis erlebt. Sie gehen in eine Firma (die nicht der Familie gehört), um dort innerhalb von fünf Jahren auf eine Geschäftsführerposition zu kommen. Solche Menschen sind mit der Erwartung und dem Druck groß geworden, dass "man" es zu etwas bringen, zu den Höchstleistern gehören muss. Das lässt sie ticken, gerne auch in Unternehmensberatungen oder ähnlichen Jobs, in denen ein Name zusätzlich weiter hilft. Die sind meistens durchaus okay, weil sich ihre Erwartungen hauptsächlich an sich selbst richten.

    Hab aber auch solche kennen gelernt, die in dritter oder fünfter Generation von einem Unternehmen profitieren und ansonsten ganz normal leben. Sie beziehen eben "nur" ein paar Zehntausend im Jahr aus dem Familienportfolio.
    Always be a little kinder than necessary. – James M. Barrie

    Moderation in den Foren "Rund um den Job", "Rund ums Eigenheim", "Fehlgeburt" und "Wissenschaft und Umweltschutz"

  4. Avatar von Antje3
    Registriert seit
    04.05.2002
    Beiträge
    13.261

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Ich vermute, es kommt darauf an. Manche Reiche treten ins Familienunternehmen ein (wenn es ihren Neigungen entspricht) und arbeiten dort und erreichen – Ausbildung vorausgesetzt – eine Position, die sie befähigt, das Unternehmen als nächste Generation zu führen.

    Kinder aus reichen Familien haben möglicherweise mehr Ausbildungsmöglichkeiten – das heißt aber nicht zwingend, daß alle eine akademische Ausbildung anstreben und dann in einem „freien“ Beruf arbeiten bzw. eine Führungsposition anstreben.

    Ich weiß von einer der reichsten Familien Deutschlands – da hat eins der Kinder z.B. ein Praktikum in einem Hotel gemacht und das war durchaus eine Berufsoption für das Kind (das zu dem Zeitpunkt die Realschule besucht hat). Und die Eltern haben das absolut gefördert. Ich weiß nicht, was es letztlich für einen Beruf gewählt hat.
    Ich weiß von einer Adelsfamilie (wo die Familie bis heute richtig Geld hat – aber nicht unbedingt jeder einzelne – und vieles von dem Geld ist in „Familiengütern gebunden“ und nicht unbedingt frei verfügbar. Und die geistern alle nicht durch die Klatschpresse). Da geht jeder einem Beruf nach – die Bekannte ist Lehrerin.

    Meine Mutter hatte einen Kollegen – nen Baron samt Schloß und und und. Wobei sowas erfahrungsgemäß zwar einen hypothetischen Millionenwert hat – aber praktisch oft ein Faß ohne Boden ist, weil Du es nicht verkaufst – weder den Wald, noch das Schloß noch den Grund. Aber kräftig reininvestieren mußt.
    Der war Akademiker und hat in seinem Beruf gearbeitet – mit Kollegen „über sich“ und „unter sich“.

    Tochter aus "sehr reichem" Haus (sehr gut laufende Firma mit mehreren hundert Angestellten) war mit mir in der Schule. Hat eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Ist absichtlich nicht ins Familienunternehmen eingetreten (der Bruder schon - der wird/hat es wohl übernommen oder ist Geschäftsführer inzwischen). Die hat sich ganz normal in Firmen bewährt und hochgearbeitet.

    Was ich weiß - oft wird Kindern von "reichen Eltern" ein Pflichtbewußtsein anerzogen. Gerade wenns "altes Geld" ist. Oft schaffen die es mit der persönlichen Einstellung einfach auch weiter - eine gewissen Zielstrebigkeit, Fleiß usw. Auch, wenn sie nicht im Familienunternehmen arbeiten. Viele wollen ausdrücklich nicht von diesem Vitamin B profitieren.

    Was sicher der Fall ist, wenn der Wunsch nach Selbständigkeit da ist, tut man sich mit einem finanziellen Polster und ggf. Kontakten im Rücken natürlich leichter, etwas aufzuziehen.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..

  5. Avatar von mainecoon2
    Registriert seit
    24.06.2013
    Beiträge
    2.204

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Hallo Honigbiene,

    schon als ich deine Frage gelesen habe, wusste ich, dass du für die Fragestellung kritisiert wirst. Das ist hier leider so. Du hast dich eben "normal" ausgedrückt, nicht differenziert genug. Dabei wissen doch sicher die meisten, was du meinst.

    Und meiner Meinung nach ist "Arzt" und "Anwalt" kein "normaler" Beruf im landläufigen Sinn, sondern ein privilegierter Beruf, den grundsätzlich und unserem Sozialsystem sei Dank zwar eigentlich jeder mit entsprechendem Intellekt ausüben könnte, in dem sich aber doch mehrheitlich Personen mit ebenso privilegiertem sozialem Hintergrund finden. Dafür gibt es doch zahlreiche Studien.

    Ich glaube allerdings nicht, dass es bei reichen Kindern ums Unterordnen geht. Das halte ich für typbedingt. Ich denke, in reichen Familien werden "normale" Berufe überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Die Kinder steigen entweder ins Untenehmen ein (mit oder ohne Studium) oder streben einen gesellschaftlich angesehenen Beruf, der meist auch noch ein gewissen Einkommen mit sich bringt.

    Wenn ursprünglich arme Menschen zu Geld kommen (Lotto, Erbschaft), werden die vermutlich eher aufhören zu arbeiten.
    LG

  6. Moderation Avatar von Marie-Madeleine
    Registriert seit
    01.04.2010
    Beiträge
    22.276

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    wie sneek schon sagt: arzt ist ein völlig normaler beruf mit einer sehr langen, anstrengenden ausbildung. ärzte müssen sich an regeln halten und kassenärzte unterliegen der gebührenordnung der krankenkassen. und eine eigene praxis will erstmal bezahlt sein.
    Eben. Wer glaubt, dass ein Arzt mit eigener Praxis sich nichts und niemand unterordnen muss, hat keine Ahnung von der Materie. Bei Anwälten und anderen Freiberuflern wird das sicher ähnlich sein.
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

  7. Avatar von toms
    Registriert seit
    12.03.2019
    Beiträge
    1.902

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zunächst kommts ja darauf an, ab welchen finanziellen Dimensionen in diesem thread Reiche so bezeichnet und oder betrachtet werden sollen.
    Zählt man den berühmten Mittelstand dazu, gibt es ja auch dort schon Menschen, die man, verglichen mit dem Einkommensmittel eines Landes, durchaus als reich bezeichnen kann.

    Und in dem Bereich arbeiten halt tatsächlich ganz normale Ärzte, Kaufleute, Techniker. Zwar in der Regel dann in eigener, gutgehender (!) Praxis oder Unternehmen, aber sie arbeiten halt richtig. In der Firma, für die ich immer noch als frühverrentneter Springer (je nach Auftragslage- und Schwierigkeit) ab und zu was übernehme, bestand lang die Unternehmensführung aus zwei Brüdern, der eine Kaufmann, der andere Ingenieur. Inzwischen hat eine Tochter nebst ihrem Mann (beide promovierte Verfahrenstechniker bzw. Chemiker) übernommen und beide "malochen" für diese Firma, und zwar so richtig ...

    Reich würde ich sie schon nennen ... der Laden läuft ... nicht zuletzt deshalb, weil die neue Geschäftsführung sich richtig reinhängt. Für's kaufmännische haben sie gute Angestellte. Zwei soweit ich weiß mit Prokura (die aber wohl eingeschränkt ist, weiß allerdings nicht in wie weit)
    When the moon is in the Seventh House
    And Jupiter aligns with Mars
    Then peace will guide the planets ...

    Geändert von toms (23.08.2019 um 12:11 Uhr)

  8. Avatar von Antje3
    Registriert seit
    04.05.2002
    Beiträge
    13.261

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Oh – ich weiß noch von ein paar steinreichen Brüdern. Beide sind ins väterliche mittelständische Unternehmen eingestiegen und haben es zu einem richtig gut laufenden Konzern gemacht. Und die arbeiten richtig hart. Und wenn man weiß, wer dessen beste Freunde sind – nicht irgendwelche Schicki-Micki Typen – sondern ein paar Leute, die sie noch aus gemeinsamer Schulzeit kennen, z.B. Sohn einer Köchin und eines Metzgers.
    Vielleicht auch deswegen nach wie vor Freunde, weil der nie versucht hat, sich irgendwelche Gefälligkeiten oder Vorteile zu ergattern.
    Der harte Kern des Freundeskreises besteht genau aus solchen langjährigen Freunden.

    Gearbeitet wird bei heute hart - vermutlich mehr, als von jedem Mitarbeiter erwartet wird - letztlich ja auch zu Recht.
    Wer glaubt, daß Abteilungsleiter Abteilungen leiten, glaubt auch, daß Zitronenfalter Zitronen falten..


  9. Registriert seit
    13.04.2014
    Beiträge
    5.650

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Das was Cariad beschreibt, kenne ich von Kindern von Unternehmern. Ob das Millionäre sind oder nicht kann ich nicht genau sagen. Vermutlich schon, die Unternehmen haben teilweise sicher schon gute Werte.
    Aber mein Eindruck ist auch, dass sie deutlich leistungsorientierter handeln als Kinder zB aus Beamtenhaushalten.
    Und auch zu mehr Kompromissen bereit sind, viel Umzieherei, viel Organisation mit den Kindern,

    Also um das Klischee perfekt zu machen: sämtliche Lehrerkinder aus meinem Abiturjahrgang sind tatsächlich selbst Lehrer geworden. Ich fands echt bemerkenswert beim Klassentreffen.
    Und erheben natürlich keinen Anspruch auf statistische Belastbarkeit.

    Was natürlich angenehm ist: in der Ausbildung mussten sich die mir bekannten Kinder nicht um Studienkosten kümmern.
    Also ob sie sich die Studiengebühren im Ausland leisten können oder nicht, ob sie die Wohnung in Stockholm bezahlen können (zB) oder die Gebühren hier an einer privaten Uni mit hervorragender Ausstattung statt an eine staatliche Uni zu gehen.
    Kosten der Promotion waren auch kein Thema. Das ist schon sehr hilfreich denke ich.

    Da ich hier aber auch über meine Kollegen schreibe, ist es langfristig kein so großer Wettbewerbsvorteil und bei gleicher Leistung hat man gleiche Chancen denke ich.
    Geändert von Duffeline (23.08.2019 um 14:07 Uhr)


  10. Registriert seit
    13.04.2014
    Beiträge
    5.650

    AW: Arbeiten Reiche in normalen Berufen?

    Zitat Zitat von kleiner.TIGER Beitrag anzeigen
    … (...)
    Undsoweiter. Alles dämliche Verallgemeinerungen und damit bullshit!
    Jo, schlechte HR Leute wird es genauso geben, wie es überall schlechte Mitarbeiter gibt.
    Die hauen dann mal so nen Käse raus.
    Muss man nicht ernst nehmen, so eine Haltung kann sich keiner mehr erlauben wenn er marktfähig bleiben möchte.

+ Antworten
Seite 2 von 9 ErsteErste 1234 ... LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •