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  1. Registriert seit
    13.01.2019
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    Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Guten Abend liebe Community,

    seit längerem leide ich unter Depressionen und Angstzuständen und bin dabei mir Hilfe zu suchen. Momentan ist es so, dass ich nicht wirklich gut alleine sein kann und die Überlegung im Raum steht, dass ich vorübergehend in das Haus meiner Eltern ziehe (zwei eigene Zimmer, eigenes Bad) bis ich wieder auf den Beinen bin.

    An und für sich finde ich die Idee nicht schlecht, doch mit 28 wieder zu den Eltern ziehen, da durch psyschische Probleme das alleine wohnen grade nicht möglich ist, hat für mich so einen Unterton von gescheitert sein. Gescheitert im eigenständigen Leben. Ich meine, ich habe einen Job, kann mein Leben finanzieren und lebe dann doch wieder bei den Eltern? Klar, würde ich eine Art Miete an meine Eltern zahlen und weiterhin meinen Kram selbst regeln, aber komisch ist es trotzdem. Ich habe halt immer den Anspruch gehabt eigenständig zu sein, und nachdem ich mich von meinem Freund getrennt habe auch ganz alleine wohnen zu können. Doch in der letzten Zeit halte ich es nicht aus, schlafe immer öfter bei Freunden oder Eltern, da ich nicht alleine sein kann. Panik bekomme. Meine Vermieter unter mir tragen auch nicht dazu bei, dass ich mich sonderlich wohl fühle.

    Meine Familie und Freunde sagen, es ist keine Schande zu den Eltern zurückzukehren, wenn es mir hilft. Kann mich schließlich auch dort zurückziehen und für mich sein, bin aber trotzdem nicht alleine, wenn es mir wieder dreckig geht und ich Panik bekomme. Alleine wohnen, könne ich immer noch, wenn ich wieder die Stärke habe. Und so hätte ich Zeit erst einmal zur Ruhe zu kommen, Hilfe zu suchen und die Zeit mir ohne Druck etwas neues zu suchen, wo ich mich generell wohler fühle...

    Was sind eure Meinungen dazu?

  2. Avatar von Vienna__
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Was andrere denken, sollte Dir erstmal egal sein. Warum scherst Du Dich darum? Wichtig ist doch, dass es Dir aktuell besser geht. Es heißt ja nicht, dass Du für immer und ewig dort wohnen wirst.

    Bei Deinen Eltern bist Du abgesehen davon auch unabhängig mit zwei eigenen Zimmern und Bad.

    Ich hätte dies schon längst gemacht. Alles Gute Dir!


  3. Registriert seit
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Ich finde, Deine Freunde haben Recht, es ist überhaupt keine Schande. Du gibst doch Deine Eigenständigkeit nicht dadurch auf.

    Ich würde an Deiner Stelle die Meßlatte nicht so hoch hängen, sondern die beste Option nutzen, die sich Dir bietet, um eine gesundheitliche Besserung zu erreichen.

    Ich würde es als Chance sehen, um wieder gesund zu werden. Dann kannst Du weiter sehen.
    Geändert von Stadtvogel (13.01.2019 um 19:59 Uhr)

  4. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Glaubst du denn, dass es dir wirklich guttut? Dass deine Eltern dich gut unterstützen?
    Dann mach' das. Nur darauf kommt es an - dass es sich für dich gut anfühlt.

    Damit bist du nicht gescheitert, sondern hast Verantwortung für dein seelisches Wohl übernommen.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde


  5. Registriert seit
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Deine Krankheit ist eine Notlage und ich finde, du solltest jede Hilfe annehmen, die du brauchst. Unselbständig sind wohl eher Menschen, die im gesunden(!) Zustand aus Bequemlichkeit wieder zu den Eltern ziehen. 😘 Auch willst du ja deinen Eltern Miete zahlen. Klingt doch erwachsen.

    Ich wünsche dir alles Gute!


  6. Registriert seit
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Ich finde es gut. Ich kenne etliche, die in dem Alter aus ganz verschiedenen Gründen noch bei den Eltern wohnen.

    Mach das, was Dir gut tut.


  7. Registriert seit
    25.12.2018
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Ich finde es gut. Ich kenne etliche, die in dem Alter aus ganz verschiedenen Gründen noch bei den Eltern wohnen.

    Mach das, was Dir gut tut.

  8. Avatar von herbstblatt7
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Ich kenne zwei ehemals junge Menschen, die dann wieder zu den Eltern gezogen sind. Beide sind aus dem Depressiven nie wieder herausgekommen und gescheitert und immer noch depressiv.

    Der eine wohnt jetzt in so einer Art betreutem Wohnen. Der andere ist noch bei seiner Mutter (bzw. wieder zurzeit). Einer ist über 40, der andere über 30. Wahrscheinlich werden sie nie eine Familie oder einen richtigen ihrer Ausbildung entsprechend Beruf haben. Der Niedergang war schleichend.

    Sie haben einfach den Absprung nicht wieder geschafft.

    Ich würde es an Deiner Stelle eigenständig versuchen, auch was das Wohnen betrifft. Falls der Vermieter und Du nicht miteinander können, versuchen etwas Neues zu finden. Ist schwer, ich weiß. Oder vielleicht eine WG - das ist ja zurzeit im Zunehmen.

    Insofern würde ich aus eigener Anschauung davon abraten.

    Und natürlich Therapie. Umgang mit Freunden, vielleicht in einen Verein, Kirchenchor o.ä.

    Allein leben ist für viele nicht leicht. Das muss mana auch erst wieder lernen.

    Gute Besserung
    Nyd din læring, sagde silden.
    Geändert von herbstblatt7 (13.01.2019 um 20:45 Uhr)

  9. Moderation Avatar von Promethea71
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Mein erster Gedanke war auch der an eine WG.

    Nicht weil das Wiedereinziehen bei den Eltern bereits ein Scheitern ist, sondern weil die Verbindung zu den Eltern immer eine sehr eigene Geschichte hat und es schwerer sein kann, sich dort abzugrenzen. So dass du bei den eigenen Eltern nicht nur dein aktuelles Problem bewältigen musst, sondern gegebenenfalls auch noch in familieimmanente Strukturen hinein gerätst, die es nicht unbedingt einfacher machen wieder selbständig zu werden.

    Klingt verschwurbelt, aber vielleicht weißt du was ich meine.
    Muss auch auf deine Familie und dich nicht zu treffen, aber es könnte.
    Man muss nicht über jedes Stöckchen springen ... jedenfalls nicht jeder.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    Profilbild © edwardbgordon
    Moderation:
    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

  10. Avatar von jofi2
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    AW: Wegen psychischen Problemen vorübergehen wieder zu den Eltern?

    Ich würde nicht zu den Eltern ziehen.
    Es könnte dazu führen, dass Du Dich damit arrangierst, nicht allein auf Dich gestellt leben zu können.
    Ich red halt auch oft nur so dahin und hoffe, dass ein Gedankengang Schritt hält. Und wenn nicht, hat er halt Pech gehabt, der Gedanke.

    (Gerhard Polt)

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