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  1. Inaktiver User

    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Ich denke such, dass eseine Mischung von Chaos, Egozentrik und passive Agressivität ist, zumindest bei einem angeheirateten Verwandten.

    Erster Besuch bei ihm im Ausland, er war gerade arbeitslos und wartete auf seine Freundin, die aus Übersee zurückkam.
    Um ihr und uns (?) zu imponieren hatte er eine Einladung organisiert zu Neujahr, wo wir auch das alljährliche berühmte Feuerwerk sehen würden von der Terrasse aus. Sagte er.

    Um ihm und seinem Schatz das Wiedersehen zu versüßen fuhren wir zu einem Ausflug und kamen bedingt durch zähen Verkehr erst um ca 7 Uhr bei ihnen an. Party Gang war um 9 Uhr geplant. Um 7 Gatte Schatzi noch ihren Putzzwang, wir aber noch nichts gegessen.
    Um 11 dann endlich Aufbruch, das Appartement war geputzt, Kyoto ging magenmässig auf dem Zahnfleisch.
    Erstmal quer durch die Stadt dann fiel ihm ein, noch ein Gastgeschenk zu kaufen in einem Liquor store der noch auf hatte.
    Viel Business und unzählige Beteuerungen dass alles total im Plan sei. Welcher Plan.

    Wir kamen an auf der Party, ich lief auf die Terrasse und habe noch mitbekommen blibb blabb blubb. Dann war Ende.

    Es hat sich nicht viel geändert, sie putzt immer noch und er brilliert jetzt mit 24/7 Monologen und passiv aggressiven Verhalten, ich durch Abwesenheit.

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Kannst du mal erklären, wie es kommt, dass du so häufig zu spät kommst? Nur privat oder auch beruflich? Und stört dich das nicht, dass es andere ärgert oder ist es Dir nicht peinlich? Ich würde es wirklich gerne wissen.
    Auf Arbeit bin ich komischerweise gar nicht unpünktlich. Wie es kommt, weiss ich auch nicht. Auf einmal bin ich zu spät.
    Aber eine Anekdote gibt es auch:
    Marokko, hatten wir auf eigene Faust gebucht. Da waren 2 Stunden Zeitverschiebung. Naja, irgendwie hatten wir das verpeilt und haben nur ganz knapp den Flug nicht verpasst. Wir mussten noch übers Flugfeld rennen.
    Meine Mutter wirft mir, obwohl wir noch nicht mal unterwegs sind, schon vor, ich würde eh zu spät kommen.
    Ich bin übrigens die Einzige in der Familie. Meine gesamte Familie sind Pünktlichkeitsfanatiker

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    meine Theorie - durch Feldstudien überprüft :

    Unter der Prämisse, dass es ein Dominanz-Verhalten sein kann

    (ist verbreitet, der Cheffe lässt warten, die Lakaien warten)

    "Los" geht es, wenn der wichtigste Gast kommt und der stellt seine Stellung nach außen dadurch dar, dass er als letztes kommt.
    Isso. (Queen, Papst, Politiker)
    Merkel ist es sicher lieber der Seehofer wartet auf sie als umgekehrt. Da ist allen gleich klar, wer der Schmiedl ist und wer der Schmied

    Sind euch so eitle Spielchen echt so fremd?

    Also, unter dieser Prämisse kann man den Spätis das Späti sein abgewöhnen, wenn eben der Effekt fehlt. Immer.

    Also:
    - KEIN Mensch sagt irgendwas zur Verspätung. Nix. Ignorieren
    - Niemand wartet mit nichts auf die Spätis: "Programm" beginnt, denn Ehrengast (man selber) ist ja schon da
    - gehen, wenn man wo wartet. Keinen!!!!! Grund angeben.
    - keinerlei Aufmerksamkeit, keinerlei Verspätungs-Gewinn zulassen.
    - auch keinen "Nachgang": "du, gestern, sorry, da war ich...." KEINE Gespräche darüber. Thema wechseln: brutal was anderes antworten: "mein Handy-Akku ist immer so schnell leer", "die Hausmeisterin hat Windpocken"...

    Dann wird's unwirksam.
    Ich würde dann aber vermuten, dass wenn die Methode, sich in Stellung zu bringen nicht mehr wirkt, dass dann eine andere gewählt wird. (Beliebt: Krankheiten... )

    Chaoten - sind was anderes, da hilft einfach - nix

  4. Moderation

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von R_Rokeby Beitrag anzeigen
    Sind euch so eitle Spielchen echt so fremd?
    Ich bemühe mich immer, statt meines Verdacht, was jemanden antreiben könnte -- der ja zu oft aus meinem eigenen Ärger oder meiner Eitelkeit kommt -- zu sehen, was passiert und wie ich den Effekt minimieren kann.

    Oft kommt dabei raus, daß ein und dieselbe Lösung für alle möglichen Hintergründe einen brauchbaren Nutzen hat. Ob der andere nun ein Chaot ist oder ein Drama Llama, oder sich wichtigmachen will: Wenn ich nach einer angemessenen Zeitspanne mit dem weitermache, was ich ohnehin tun wollte, mache ich sein Zuspätkommen zu seinem Problem statt zu meinem.

    Watzlawick schreibt, daß eine Drohung nur wirkt, wenn der Adressat sie wahrnimmt. Für Dominanzgehabe und Dramagetue gilt das gleiche.

    ***

    Noch eine Anekdote:

    Als ich klein war, besuchte ich die Grundschule, wo meine Mutter auch unterrichtete. Aus verschiedenen Gründen, für die ich heute mehr Verständnis habe als mit sechs Jahren, war sie jeden Morgen furchtbar knapp dran, während ich schon in Jacke und Schuhen mit der Tasche vor mir auf der Treppe saß und nervös herumrutschte, weil wir so spät dran waren.

    Entsprechend kamen wir dann auch fast jeden Tag erst auf den Gongschlag in der Schule an, und da ich weit zu laufen hatte bis zu meinem Klassenzimmer war ich jeden Tag ein paar Minuten zu spät.

    Nach ein paar Wochen davon sagte meine Lehrerin der 1. Klasse, "Wusel, du kommst jeden Tag zu spät. Ich muß mal mit deiner Mutter reden." und ich sagte, "Ja, bitte tun Sie das!"

    Ich weiß nicht, ob sie's getan hat. Wenn ja, hat es nicht geholfen.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. gesperrt

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von Schweinebacke Beitrag anzeigen
    A
    Meine Mutter wirft mir, obwohl wir noch nicht mal unterwegs sind, schon vor, ich würde eh zu spät kommen.
    Womöglich weil deine Mutter weiss, dass man in dem Moment schon unterwegs sein sollte, wenn es denn zeitlich klappen soll...?

    Wie es kommt, weiss ich auch nicht. Auf einmal bin ich zu spät.
    und es ist dir nicht die Mühe wert, herauszufinden, woran es liegt, und gegebenfalls zu ändern?

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Oft kommt dabei raus, daß ein und dieselbe Lösung für alle möglichen Hintergründe einen brauchbaren Nutzen hat. Ob der andere nun ein Chaot ist oder ein Drama Llama, oder sich wichtigmachen will: Wenn ich nach einer angemessenen Zeitspanne mit dem weitermache, was ich ohnehin tun wollte, mache ich sein Zuspätkommen zu seinem Problem statt zu meinem.

    Watzlawick schreibt, daß eine Drohung nur wirkt, wenn der Adressat sie wahrnimmt. Für Dominanzgehabe und Dramagetue gilt das gleiche.
    Man kann die Drohung sogar wahrnehmen, man darf nur nicht reagieren. Meine Mutter ist ja der passiv-aggressive Typ, und da kommt alles immer hintenrum, wird aber nicht offen ausgesprochen. Früher habe ich dann auf das Unausgesprochene reagiert. Inzwischen habe ich gelernt, so zu tun, als ob ich es nicht höre - und siehe da, es wird immer weniger, oder es wird offen ausgesprochen.

    Ich habe ja ein Kind, das man auch fast immer scheuchen muss, weil immer alles gerade wichtiger ist als loszugehen (selbst wenn es zu einer freudigen Veranstaltung geht). So richtig am Rad gedreht habe ich zu den Zeiten, als ich mit beiden Kindern gleichzeitig das Haus verlassen habe, sie noch wo hin bringen musste, eines oder beide pünktlich dort sein mussten und ich danach auch noch halbwegs pünktlich bei der Arbeit sein musste. Da war es nämlich mein Problem, es war auch mein Problem, wenn der kleine Bruder zu spät zur Schule kam, weil der große Bruder mal wieder den Betrieb aufhielt. Ich habe mich danach gesehnt, dass beide ihre Wege selbst machen, und siehe da, es ist genau so, wie ich es erträumt hatte - viel weniger Streß, und das besagte Kind ist sogar immer pünktlich in der Schule. Notfalls rennt es zur Straßenbahn (wozu ich jetzt keine Lust hätte, und der kleine Bruder hätte dazu auch keine Lust, der geht lieber früher los).

  7. gesperrt

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    I
    Zitat Zitat von heidpofferl Beitrag anzeigen
    Kleiner Ort in der Steiermark,unser Lieblingsort wenn es um kurze Auszeiten geht und ging.
    Meine drei erwachsenen Kinder sind keine sehr pünktlichen Wesen (gewesen),ebenso mein Göttergatte.
    Wir wollten in diesem Ort unsere Silberhochzeitsfeier in der Kirche feiern,eingebettet in die samstägliche Vorabendmesse.
    Meine Familie ging mir sowas auf den Senkel mit ihrer Unpünklichkeit,also schritt ich zur Tat und habe mir Zeit gelassen.Der nervöse Haufen war schon in der Kirche (samt meinem Mann) und hatte nicht bemerkt,dass ich noch nicht anwesend war.
    Meine Freundin war auch noch bei mir und meinte,wir würden dann wohl auch los müssen;für mich war es noch zu früh und fünf Minuten konnte die Mischpoche schon noch warten.Als ich dann (noch pünktlich) langsamen Schrittes um die Ecke bog war die Familie fast schon hysterisch.Denn ich war vorher nie unpünklich und ja: sie sind es jetzt auch fast nicht mehr.
    Und wenn,reicht die Erwähnung des Ortes der Silberhochzeit...
    Also, ich halte die geschilderte Reaktion für sehr seltsam bis unwahrscheinlich...
    Ich hätte einfach beglückt angenommen, Du habest Dich endlich assimiliert.

  8. gesperrt

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was war denn die Begründung des Mannes für die Verspätung an Weihnachten?
    Egal wie sie lautete... der Grund war ADS und die damit einhergehende Unfähigkeit Zeitspannen abzuschätzen und entsprechend Prioritäten zu setzen!

  9. gesperrt

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    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    5 Minuten vor Vorstellungsbeginn kaufte ich schließlich zwei Kinokarten. Für mein Studentenbudget war das echt viel Geld. Sie kam nicht. Ich habe den Film allein angeschaut.
    Hat sie Dir die Karte bezahlt?

  10. Inaktiver User

    AW: Die notorischen Zuspätkommer

    Ich hatte da mehrere Spezialisten, obwohl ich selber immer pünktlich bin.
    Ein Ex von mir mochte mal den Harald Schmidt. Nett, wie bin, besorgte ich Karten für die TV-Aufzeichnung.
    An einem Mittwoch. Er war Lehrer, Mittwochs hatte er nur vormittags ein paar Stunden.
    Die Veranstaltung begann um 18 Uhr in Köln. Am Wochenende vorher waren wir in der Nähe auf einem Konzert, Samstag abend hatte die Fahrt nur zwei Stunden gedauert....er ging von diesem Wert aus.
    Gegen 14 Uhr wies ich daraufhin, dass wir gern fahren könnten,
    ich hätte nichts weiter vor und es gäbe später sicher Berufverkehr. Nö.
    Gegen 16 Uhr fuhren wir und kamen prompt in den ersten Stau. Um Köln herum wurde es nur schlimmer.
    Außerdem kann man, wenn die Aufzeichnung begonnen hat , ja eh nicht mehr rein.
    Wir fuhren also hin und wieder zurück. Ich habe nicht geschimpft und das nicht kommentiert, die Karten hatte ich gratis bekommen, ich mochte den Schmidt eh nicht.
    So war das immer, er ging davon aus, dass nichts schief geht. Und das war eben maximal in der Hälfte dr Fälle so, in allen anderen kam er zu spät.

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