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  1. Registriert seit
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    Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Hallo zusammen,

    aus aktuellem Anlass bin ich interessiert zu erfahren, wie das andernorts so läuft.

    Heutzutage wird ja auch an vielen Orten hierzulande Halloween gefeiert. Kinder laufen am 31. Oktober mehr oder weniger verkleidet herum und freuen sich über Süßigkeiten (oder fordern sie zumindest ein).
    Unsere Hausgemeinschaft macht da inzwischen voll mit. Das hat sich aus bestimmten Gründen so ergeben und in unserem Gemeinschaftshaus gewaltige Proportionen angenommen, und auch wir sind gern dabei mit Deko, Kostümen und großzügiger Süßigkeitenausgabe.

    Zu früheren Zeiten und andernorts lief das so, dass man ebenfalls am 31.10. n der Nachbarschaft herumging; ohne Kostüme und "Süßes oder Saures", sondern nur mit Gesang.
    Nannte sich "Allerhilgensingen [sic!]", und das Ergebnis war für uns Kinder dasselbe.

    Der Punkt ist, mir ist es einerlei, aus welchem Anlass die Kinder an diesem Datum kommen. Einmal im Jahr bin ich darauf vorbereitet und gern spendabel.

    Überrascht und weniger angetan war ich allerdings, als es vorhin erneut klingelte.
    Drei Kinder nebst erwachsener Begleitperson standen vor der Tür und sangen (mit leichten Abwandlungen dasselbe Lied, das wir damals sangen).

    Leicht perplex kramte ich mühsam aus der Küche noch versteckte Süßigkeiten hervor, die eigentlich für andere Zwecke bestimmt waren.
    Ich sprach die Begleitperson auch an, dass ich darauf nicht vorbereitet gewesen sei, dass wir doch gerade erst Halloween hatten. Der Mann sagte "Heute ist Sankt Merten [Sankt Martin?]."

    Auch dieses Fest kenne ich eher als Laternenumzug. Als Kind habe ich das auf Verwandtenbesuch im Rheinland gern mal mitgemacht.
    Wir liefen als große Truppe einem Mann mit Pferd in die Stadt hinterher, schauten der Inszenierung der berühmten Mantelspende zu, bekamen dann eine durch die Stadt spendierte Süßigkeitentüte, und waren glücklich.
    An Haustüren zu klingeln und Süßigkeiten von Privatpersonen zu erbetteln, war in diesen Brauch meiner Erinnerung nach nicht involviert.

    Nun meine Frage: Habe ich etwas verpasst? Ist das neu?
    Muss man heutzutage damit rechnen, an Allerheiligen/ Halloween und elf Tage später erneut fremde Kinder an der Haustür zu beschenken? Und gibt es eventuell noch weitere Anlässe, zu denen ich neuerdings damit rechnen muss?
    Wie geht man damit um, wenn wirklich mal keine Süßigkeiten mehr im Haus sind, oder die Bereitschaft fehlt, an der Tür etwas zu geben?

    Meiner Ansicht nach muss irgendwo auch mal gut sein mit Süßigkeitenspenden ...

    Dankeschön im Voraus!

  2. Avatar von twix25
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    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Das ist regional und und regional-unterschiedlich

    Halloween hat extrem zugenommen.

    Sankt Martin gab es bereits zu meiner Kinderzeit

    Ich gebe nur an Sankt Martin und es sind Kinder bis ca 10 Jahre
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  3. Inaktiver User

    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Ich wohne in einer Gegend, in der Sankt Martin eine lange Tradition hat, daher setzt sich das Halloweengedönse hier nicht durch. Aber bei uns singen die eigentlich nicht am 11.11., sondern normalerweise im Anschluss an den Martinszug. Der war schon diese Woche.


  4. Registriert seit
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    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    So wie ich das verstehe, ist es bei euch also üblich, an diesem Datum - und nur an diesem Datum - Süßigkeiten zu verteilen?
    Wie gesagt, das kannte ich bisher so gar nicht ...

  5. Avatar von twix25
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    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Genau: nur an diesem Datum
    ************************************************** **************************************

    Ich so : "Och bitte" - Mein Leben so : "Nö!"

    Ich wieder: "Och bitte"

    Mein Leben so : "Naaaa guut"

  6. Inaktiver User

    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Im Rheinland schon, von zuhause kannte ich das auch nicht. Ich komme aus dem Ruhrgebiet, da klingelt man an Rosenmontag.

  7. Inaktiver User

    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Zitat Zitat von alles_anders Beitrag anzeigen
    Wie geht man damit um, wenn wirklich mal keine Süßigkeiten mehr im Haus sind, oder die Bereitschaft fehlt, an der Tür etwas zu geben?
    Ich bin ein Unmensch.
    Mir fehlt komplett die Bereitschaft, irgendwelchen klingelnden Menschen Süßigkeiten zu schenken.
    Wie ich damit umgehe?
    Ich mache die Tür nicht auf.

    St. Martin kenne ich als Laternenumzugstag, zum Schluss gab es immer noch im Schulhof Rosinenbrötchen und Kinderpunsch; das war von der Gemeinde gesponsert.
    Warum man nun auch an diesem Gedenktag Süßigkeiten abgreifen will, kann ich dir auch nicht sagen.
    Habe ich hier (München) noch nicht erlebt.

  8. Inaktiver User

    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Martinssingen

    Ich bin zu Uhrzeiten, wo die kommen, normalerweise nicht zuhause.


  9. Registriert seit
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    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Also hier in der Gegend ist es Tradition, dass Kinder am Geburtstag von Martin Luther von Tür zu Tür gehen, ein oder zwei Lieder zum Besten geben und dafür was Süßes oder liebevoll gepackte kleine Tütchen mit Süßem und Mandarinen o.ä. bekommen.

    Martinisingen nennt man das hier.

    Nun ist es ja auch hier so, dass am 31. Oktober die Kinder wg. Halloween rumgehen und Süßigkeiten haben wollen, oft ohne dabei einen Spruch oder ein Lied o.ä. in petto zu haben. Da heißt es dann "Süßes sonst gibts Saures" und da haben wir zugegebenermaßen keine Lust zu. Bei uns sind also die Lichter aus und wir haben auch nix da. Klingelt doch jemand, dann bieten wir an, 10 Tage später vorbeizukommen an Martini, dann gibt es auch was.

    In den letzten Jahren kam dann noch dazu, dass die Kids an Nikolaus nochmal rumgehen - allerdings hat man das Gefühl, dass das hauptsächlich von den Eltern ausgeht. Mir geht das aber echt zu weit.

    Eine Bekannte war an "Halloween" mal verreist, die Kinder haben vergeblich geklingelt und dann wurde die ganze Tür mit Rasierschaum und Luftschlangen eingekleistert. Eine elende Sauerei, die die Nachbarn dann beseitigen durften, da sie sich während der Reise um das Haus kümmerten. Die waren begeistert.

    Der Sohn meiner Kollegin war dieses Jahr aber der Knaller. Der fünfjährige Knirps öffnete die Tür, die Eltern hatten wohl nicht mitbekommen, dass es klingelte. Auf die Frage der Mutter, ob Halloweenkinder da waren meinte er stumpf, da wären nur ein paar größere Jungs da, nicht verkleidet und nur mit Kapuzenpullover und auf seine Frage, ob sie ein Gedicht oder so aufsagen können und sie dies verneinten, hätte er die Tür einfach wieder zu gemacht. Für nix gibt`s nix.
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  10. Avatar von Mitternachtsblau
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    AW: Süßigkeitenspenden an der Tür - wie oft?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin ein Unmensch.
    Mir fehlt komplett die Bereitschaft, irgendwelchen klingelnden Menschen Süßigkeiten zu schenken.
    Wie ich damit umgehe?
    Ich mache die Tür nicht auf.
    Ich schließe mich in diesem Falle dem Unmenschentum an.
    Die Vehemenz, mit der nicht etwa nett gebeten, sondern mit Nachdruck eingefordert wird, irgendwas zu geben, die finde ich unmöglich.
    Zumindest bei uns im südwestlichen Berlin ist das tatsächlich so, dass die Eltern ihre Kinder gezielt in die Geschäfte schicken und auch animieren, nicht etwa ein Teilchen, sondern mindestens eine ordentliche Handvoll vom Dargebotenen zu nehmen.
    Nachdem wir bei einer Nikolausaktion für Kinder tatsächlich erlebt haben, dass Eltern ihre Kinder animiert haben, sich neu hinten in die Schlange zu stellen, nachdem sie vorn das erste Mal durch waren, haben wir uns das abgewöhnt.
    Dann gelten wir eben als geizig und bockig - ist mir egal.

    Zu Sankt Martin habe ich das aber noch nicht erlebt, immer nur Halloween oder Weihnachten.
    Dieses Jahr auch wieder: die Nachbarin, die das ganze Jahr über nichtmal fähig ist, auch nur zu grüßen, sagt draußen zu ihrem etwa Sechsjährigen "Jetzt gehst du aber nochmal bei XYZ 'rein."
    Ich würde mir eher ins Knie sägen, als sowas zu tun.
    Und nein, die Menschen in diesem Bezirk sind nicht in besonderem Maße bedürftig.
    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.

    Oscar Wilde

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