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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Ich finde es schon schwierig " unterbezahlt" zu definieren...es sei denn, man nimmt den Mindestlohn als Maßstab. Alles darunter ist sittenwidrig und unterbezahlt.

    Wie gut bezahlt man sich " fühlt' hängt doch von vielen Faktoren ab....
    Die genannte Tierarzthelferin mit ihren knapp 1000 netto könnte sich in Ostfriesland eine kleine 2 Zimmerwohnung, ein Auto, Lebensunterhalt mit kleinen Extras leisten.
    Sähe in einer Großstadt schon ganz anders aus.

  2. gesperrt

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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Leider gibt es nur wenig Jobs in Ostfriesland. Insgesamt meine ich, nicht prozentual.

    Das ist das Problem. Da wo es viele Jobs gibt, sind die Lebenshaltungskosten hoch, gibt es wenige, sind sie niedrig. Und dann ist da noch das Fehlen von geeigneten Lebenspartnern und ein schmaleres Freizeitangebot.

    Dann sitzt man da allein und ohne Hobby. So schön Ostfriesland sein mag, Anschluss muss man auch erst mal finden, wenn es mit dem Job geklappt hat.

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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wie gut bezahlt man sich " fühlt' hängt doch von vielen Faktoren ab....
    Die genannte Tierarzthelferin mit ihren knapp 1000 netto könnte sich in Ostfriesland eine kleine 2 Zimmerwohnung, ein Auto, Lebensunterhalt mit kleinen Extras leisten.
    Sähe in einer Großstadt schon ganz anders aus.
    Genauso isses.
    Im Großraum München empfehle ich einen Beruf, der einen mindestens 1800 Euro netto einbringt, sonst stemmt man Miete, Auto, Urlaub, Sparen fürs Alter nicht.

    Hat man Pläne in Richtung Eigentumserwerb empfehlen sich Nettogehaltsklassen um die 3000 Euro, die des Partners ebenfalls, damit man so ein Projekt stemmen kann.
    "Es ist oft produktiver, einen Tag lang über sein Geld nachzudenken, als einen Monat für Geld zu arbeiten.”
    (John D. Rockefeller)

  4. gesperrt

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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Bae, ich finde den Weg " Ausbildung- Weiterqualifizierung- berufsbezogenes Studium" ganz gut.
    ja, das ist für viele junge Leute ein sehr guter Weg. Nicht zuletzt darum, weil sie schon in jungem Alter mit echter Verantwortung im Beruf konfrontiert werden.

    gruss, barbara

  5. Inaktiver User

    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Die genannte Tierarzthelferin mit ihren knapp 1000 netto könnte sich in Ostfriesland eine kleine 2 Zimmerwohnung, ein Auto, Lebensunterhalt mit kleinen Extras leisten.
    Die muss dann aber auch in Ostfriesland bleiben.

  6. gesperrt

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    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Wie gut bezahlt man sich " fühlt' hängt doch von vielen Faktoren ab....
    nicht zuletzt auch davon, wie die Arbeitszeiten sind, ob es Schichtarbeit/Wochenendarbeit gibt, ob man selbst Werkzeug oder Ausrüstung kaufen/stellen muss, wie lang man pendelt, wie gut erreichbar die Arbeit ist, ob die Leute nett sind, ob das Arbeitsvolumen berechenbar ist oder so willkürlich auf einen einstürzt, wenn es halt kommt, ob man daneben noch so etwas wie ein privates Leben sinnvoll führen kann (zB mit regelmässigen Terminen für Sportgruppe oder Hobby oder Weiterbildung, die man auch einhalten kann), ob man einem Kontrollfreak in die Hände fällt oder nicht...

    Es gibt viele junge Frauen (vor allem Frauen), die sich überlegen, Tierpflegerin zu werden - und dann es dann doch nicht werden, denn die meisten Stellen in dem Bereich gibt es bei der Pflege von Tieren für Tierversuche. Was dann meist mit der Tierliebe nicht vereinbar ist.

    und letzthin las ich in der Zeitung, dass hierzulande die kaufmännischen Lehrstellen für Lehren, die nach den Sommerferien anfangen, noch nicht besetzt werden konnten... vielleicht lasen die alle auch die Zeitung, wo drin stand, dass das Kaufmännische keine Zukunft hat und in naher Frist durch IT ersetzt werden wird?

    gruss, barbara

  7. Inaktiver User

    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn sie gut sind, sind medizinisch-technische Laborassistentinnen sehr stark bei medizinischen Forschungseinrichtungen nachgefragt. Da arbeiten sie dann (je nachdem) relativ eigenständig, mit guten Arbeitszeiten und entsprechendem Gehalt. Zu meiner Zeit war es Bat Vb, hab jetzt auf die SChnelle nicht gefunden, welche Stufe das in Tvöd ist. Aber zu den Niedriglohngruppen zählt es auf keinen Fall!
    Das müsste jetzt Entgeltgruppe 8 sein. Einstiegsgehalt etwa 2500, mit Erfahrung 3000 Euro. Brutto natürlich.

    Zitat Zitat von Sasapi Beitrag anzeigen
    Ich finde es schon schwierig " unterbezahlt" zu definieren...es sei denn, man nimmt den Mindestlohn als Maßstab. Alles darunter ist sittenwidrig und unterbezahlt.

    Wie gut bezahlt man sich " fühlt' hängt doch von vielen Faktoren ab....
    Die genannte Tierarzthelferin mit ihren knapp 1000 netto könnte sich in Ostfriesland eine kleine 2 Zimmerwohnung, ein Auto, Lebensunterhalt mit kleinen Extras leisten.
    Sähe in einer Großstadt schon ganz anders aus.
    Wo ich lebe, arbeiten in der Autoindustrie zu wirklich sehr guten Gehältern. Aber ihr macht euch keine Vorstellung, wie die jammern können. Speziell die, die noch die Zeiten miterlebt haben, als jedes Familienmitglied quasi umsonst Auto gefahren ist und noch einen guten Schnitt beim Weiterverkauf gemacht hat. Oder anders Beispiel: gut verdienender Familienvater mit nicht arbeitender Ehefrau und drei Kindern ist für einen Eigenanteil von 250 Euro für alle in der Betriebskrankenkasse versichert und worüber wird gejammert? Über die hohen KV Beiträge.

    In einem früheren Unternehmen war das übrigens auch üblich, dass gesagt wurde "ja, das ist ja bekannt, dass [Name des AG] schlecht zahlt!" Daraufhin hab ich immer nur gesagt, dass ich mich gut bezahlt fühle, für ein schlechtes Gehalt wäre ich nicht gekommen. Es stimmte auch einfach nicht, die haben schon ganz gut bezahlt.

    Also ja, ich finde auch, ob man sich gut bezahlt fühlt, hängt von vielen Faktoren ab, beispielsweise der Erwartungshaltung und die ist bestimmt nicht immer objektiv. Bei vielen Jobs ist es halt auch einfach nur Angebot und Nachfrage. Und da kann das passieren, dass die Putzfrau mehr bekommt als die Einzelhandelskauffrau.
    Geändert von Inaktiver User (23.07.2017 um 11:51 Uhr)

  8. gesperrt

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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Jetzt ist sowieso die Zeit für die Lehrstellenbörsen. Wer interessiert ist, sollte mal bei der örtlichen IHK anrufen. Unsere hat dafür eine spezielle Leitung geschaltet. Damit offene Stellen noch besetzt werden können.

    Da geht sicherlich noch mehr, als nur unterbezahlte Jobs.

  9. Inaktiver User

    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Ich weiß von einem Unternehmen, das jetzt schon das dritte Jahr in Folge keine Ausbildungsstelle als Bürokaufmann besetzen konnte. Nur noch ganz wenige Bewerbungen und die waren inakzeptabel, trotz Bemühens. Zu schlechte Sprachkenntnisse bei manchen, nicht ausreichende "Bildung" im Sinne von Deutsch, Rechenkünste etc. bei den anderen.

  10. Moderation

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    AW: Gehaltsdiskussion - vermeintlich unterbezahlte Berufe

    Falls es so angekommen sein sollte, ich bin nicht der Meinung, dass ein Studium immer notwendig ist für das berufliche Glück.

    Ich bin eine große Befürworterin des deutschen Ausbildungssystems, dass insgesamt hervorragend ausbildet (wenn auch im Detail immer wieder verbesserungswürdig) und nach wie vor kann man mit einer guten Ausbildung auch einen guten Beruf ergreifen.


    Ich weiß, ich würde heute das gleiche Geld verdienen, wenn ich Steuerfachgehilfin geblieben wäre und mich entsprechen weiter qualifiziert hätte (insgesamt sogar mehr, weil ich ja durchgehend verdient hätte). Ich persönlich habe aber gerne studiert, das war für mich auch ein Selbstzwecke und es eröffnet mir mehr Möglichkeiten, die ich nur aktuell nicht nutze, aber das ist ein ganz anderes Thema.


    Und klar unterbezahlt ist immer auch subjektiv, genauso wie ein "guter Job".
    Und viele Tätigkeiten, die ich nie im Leben machen wollen würde, sind für jemand anderen der Traumjob. Und das ist ja auch gut so, denn egal welcher Job, es ist für alle besser, wenn er mit Begeisterung gemacht wird.
    Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.

    .... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/


    Profilbild © edwardbgordon
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    "Rund um den Job", "Mietforum" und "Selbstständige, Freiberufler & Co"

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