@VanessaB
Ich verstehe was du meinst und wie du es meinst.
Aber, wer sagt dir, dass nicht schon jetzt die selben Menschen genau nachgedacht haben und dass dann tatsächlich mehr Menschen darüber nachdenken würden ?
Deine sinngemäße Aussage die Menschen dazu "zwingen" sich damit auseinanderzusetzen kann auch das genaue Gegenteil bewirken. Zwang führt fast immer zu Ablehnung.
Möglich das du Recht hast mit deinen Worten, dass einige tatsächlich Organe annehmen würden in Fällen die du beschreibst. Aber das ist nur eine Annahme, mehr nicht, dennoch geeignet zu werten und sich selbst für moralisch besser zu halten. Ich unterstelle dir , nicht so zu denken, dennoch kann es bei einigen genau so sein.
Und das halte ich für nicht richtig.
Jeder trifft seine Entscheidung und jede ist gleichwertig richtig.
Wie ich schon schrieb habe ich hohe Achtung vor Menschen wie dir, auch wenn ich für mich anders entschieden habe.
Antworten
Ergebnis 21 bis 30 von 658
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04.04.2017, 15:13
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Há gente que fica na história
Da história da gente
Ja zur EU
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04.04.2017, 15:29Inaktiver User
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Nein, ich persönlich glaube, dass sich ganz viele Menschen noch gar nicht mit diesem Thema auseinander gesetzt haben.
Und die Menschen, die es ablehnen, können das doch tun.
Aber die ganzen Menschen, die sich nicht damit bewusst auseinander setzen (wollen), und das ist meiner Meinung nach ein sehr hoher Prozentsatz, würden dann automatisch Spender.
Und ganz interessant wäre bei dieser Diskussion, wieviel Prozent der Menschen, die sterben, überhaupt als Organspender in frage kämen.
Ich möchte denjenigen Nichtspender sehen, der dann sagt: Ja, lassen sie mein Kind sterben, denn ich bin ja gegen Organspende.
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04.04.2017, 15:37
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Ich sehe da einen kleinen Denkfehler.
Ein Kind ist eine Person für sich.
Ob ich Organe spende oder nicht ist ein anderes Thema. Ich kann nur für mich ganz alleine entscheiden.
Ich habe entschieden nicht zu spenden und nicht zu nehmen.
In einem rein hypothetischen Fall, dass ein Kind ein Organ bräuchte, sähe ich keine Verpflichtung meinerseits mit einer "Gegenspende" quasi zu bezahlen.
Eins ist auch klar, wenn eine mir sehr nahe stehende Person eine Niere bräuchte und meine würde passen, würde ich ohne zu zögern geben. Allerdings würde ich niemals ein Spenderorgan, von wem auch immer annehmen.
Nur, nach meinem Tod möchte ich nicht als Spender dienen.
Ich habe lange darüber nachgedacht und so entschieden.
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Ja zur EU
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04.04.2017, 15:40Inaktiver User
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Schau, das ist die Art von Aussage die ich nicht akzeptabel finde.
Es ist ja nicht so, dass jemand mit Organspende nicht sterben muss, das müssen wir nämlich alle. Jemand der eine Organspende benötigt ist schwerkrank und wird dadurch auch nicht geheilt. Und es ist auch nicht gesagt, dass die Organspende gelingt oder der Empfänger eine nennenswerte Zeit danach überlebt.
Mir ist das daher zu polemisch.
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04.04.2017, 15:41
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04.04.2017, 15:52Inaktiver User
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Sollte ich jemals in einem gesundheitlichen Zustand sein, in dem ÄRZTE ernsthaft überlegen, mich für hirntot zu erklären, um an meine Organe zu kommen - dann bitte ich darum, das zu tun.
Ein Funken Hoffnung?
Ne, ehrlich nicht, in einem Zustand dauernder Hilflosigkeit oder auf Maschinen angewiesen mag ich nicht weiter"leben".
Ich habe meinen Organspenderausweis seit über 30 Jahren. Für mich gibt es keinen Grund dagegen.
Natürlich respektiere ich auch andere Meinungen, daher bin ich dafür, dass es eine Pflicht zur Festlegung gibt - jeder soll sich darüber beizeiten Gedanken machen und für sich persönlich die Entscheidung treffen.
Das "nur wer spenden will, darf auch ein Organ bekommen" allerdings empfinde ich als unwürdige Aufrechnerei.
Ich bin auch nicht in der freiwilligen Feuerwehr und hätte trotzdem gern, dass sie mein Haus löschen kommen, wenn es brennt.
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04.04.2017, 15:55Inaktiver User
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Keine Frage: pro Spende!
Ich bin nämlich nicht allein auf der Welt. Es gibt auch noch Menschen die mich lieben, auf mich bauen und auch welche, die mich noch brauchen.
Bräuchte ich ein Spenderorgan und gibt es eins ... ich tät's sofort nehmen.
Und ich würde auch sofort geben, Organe, bei denen das vor meinem Tod möglich ist, und nach meinem Tod erst Recht!Geändert von Inaktiver User (04.04.2017 um 16:23 Uhr)
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04.04.2017, 17:02Inaktiver User
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Da seh ich jetzt den Zusammenhang nicht?
Ich bin nicht gegen die Organspende weil ich denke, dann leb ich länger oder hänge immerhin noch länger an Maschinen.
Mich stört die Intervention statt dem Geschehenlassen. In meinen letzten Stunden möchte ich einfach nicht aufgeschnitten werden, sondern in Ruhe sterben können.
Ich denke, gerade wenn die Organspende in Frage kommt endest du an Maschinen anstatt einfach gehen zu können.
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04.04.2017, 17:16
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Ich habe seit rd 30 Jahren einen Organspendeausweis und habe mich mit dem Thema nochmal beschäftigt, als ich vor ein paar Jahren mein Patientientestament/Vorsorgevollmacht geschrieben habe.
Ich bin auch als Knochenmarksspenderin registriert.
Ob ich ein Organ haben wollte, das kann ich erst entscheiden, wenn ich tatsächlich in dieser Situation bin, vorher ist mir die Diskussion für mich zu theoretisch und ich denke, dass ich das durchaus unterschiedlich sehen werde, je nach Erkrankung, nach Organ, nach Alter und Lebenssituation.
Und ja ich bin sehr für eine Lösung wie in anderen Ländern, dass man automatisch Organspender ist, es sei denn man widerspricht.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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04.04.2017, 17:19
AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.
Das ist das einzige, was mich stört, was aber eben systemimmanent ist.
Und das war die größte Herausforderung bei der Formulierung meiner Patientenverfügung.
Und in der Abwägung war mir die Organspende wichtigter als das In-Ruhe-Sterben.
Denn ich fürchte, dass ist im Krankenhaus sowieso schwierig.
Sollte ich "geplant" sterben - also infolge einer Krebserkrankung etc. dann sind meine Organe im Zweifel sowieso nicht mehr verwendbar und ich kann das ganze noch mal in Ruhe überdenken.
Aber wenn ich bei einem Vekehrsunfall ums Leben komme und ins Krankenhaus - dann ist vermutlich mit in Ruhe sterben sowieso nichts.Freiheit ist, wenn jeder sich auf seine Art zum Deppen machen kann.
.... und das demnächst auf www.befriendsonline.net/
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