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    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Zitat Zitat von Quirin Beitrag anzeigen
    Nur weil das Herz noch schlägt, bist du nicht mehr unbedingt am Leben. Das Kriterium ist der Hirntod.
    Eben, deshalb halte ich die Zitate von Ärzten im Eingangsbeitrag für Fake - kein Arzt würde sich so unspezifisch über "tot" ausdrücken.

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    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Das ist natürlich immer ein Thema, wo es niemals einen Konsens geben kann. Die einen möchten keine Organspender sein, die anderen trösten sich mit dem Gedanken, noch etwas nützliches machen zu können, wenn ihnen selbst nicht mehr zu helfen ist.

    Es ist auf jeden Fall wichtig, sich mit dem ganzen Drumherum auseinander zu setzen. Es ist ja nicht so, dass ich krank bin, ins Krankenhaus gehe, sterbe und dann wird mir ein Organ entnommen. Meist ist eine Organentnahme nur möglich bei Unfallopfern oder Menschen mit plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen.

    Also muss der Mensch, dem das Organ entnommen wird, noch einen funktionierenden Kreislauf haben, was nach Re-Animation der Fall sein kann. Trotzdem ist es möglich, dass dann nur noch der Kreislauf funktioniert, das Gehirn aber keine messbaren Funktionen mehr zeigt.

    Ist der Mensch dann tot? Meiner Meinung nach: ja. Und selbst wenn noch ein kleiner Funken Hoffnung bestehen sollte, dass ein Weiterleben möglich ist, dann ist die Frage: zu welchem Preis?

    In meiner beruflichen Laufbahn habe ich immer wieder Menschen erlebt, die z. B. jahre- oder jahrzehntelang im Koma oder Wachkoma lagen. Das wäre für mich kein Leben und ich würde es auch niemals einem mir nahestehenden Menschen zumuten wollen.

    Ich habe mich für die Organspende entschieden in vollem Vertrauen darauf, dass mir nur dann Organe entnommen werden, wenn mehrere Ärzte keine Gehirntätigkeit mehr feststellen können. Ich habe ebenfalls beruflich immer wieder mit Menschen zu tun, die dringend ein Organ benötigten, um weiterleben zu können oder um mit einer annehmbaren Lebensqualität leben zu können.

    Aber diese Entscheidung sollte niemals von jemandem übernommen oder vorgeschrieben werden, das kann nur der einzelne selbst entscheiden, maximal noch ein sehr naher Angehöriger, der den Willen des Patienten kennt.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    @Fels. Schön geschrieben

    Há gente que fica na história
    Da história da gente


    Ja zur EU

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    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Zitat Zitat von Fels;30612661


    Ist der Mensch dann tot? Meiner Meinung nach: ja. [B
    Und selbst wenn noch ein kleiner Funken Hoffnung bestehen sollte, dass ein Weiterleben möglich ist, dann ist die Frage: zu welchem Preis?[/B]

    .
    Sobald noch "ein Funken Hoffnung" besteht, darf sich die Frage gar nicht stellen, da wird abgewartet. Es wird ja niemand zur Organentnahme "freigegeben", nur weil ihn kein lebenswertes Leben mehr erwartet, hoffe ich doch zumindest!
    Dass ein Leben im Koma/Wachkoma nicht erstrebenswert ist, ist ja klar, ich wäre auch lieber "richtig" tot, als Jahre irgendwo dahinzuvegetieren - aber davor rettet mich ja die Organspendebereitschaft nicht.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


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    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Zitat Zitat von marylin Beitrag anzeigen
    Man entnimmt ja auch keinen "Hirnerkrankten" ein Organ, sondern Menschen, die "hirntot" sind, das ist erst mal ein Unterschied.

    Ich hatte mal einen Organspendeausweis, aber ich fand die Werbung für Organspende dermaßen unverschämt und zudem auch falsch, dass die Entscheidung erst mal aufgeschoben wurde. Denn wenn mir jemand sagt, dass Menschen sterben müssen, weil es zuwenig Organe gibt, dann ist das erst mal falsch - die Menschen sterben, weil sie schwer krank sind. Und wenn die Botschaft ist: Weil DU nicht spenden willst, müssen DIESE Menschen sterben, nö, dann will ich nicht mehr.
    Ah ja, ist klar, dann hoffe mal dass andere anders denken solltest Du ein Transplantat benötigen oder ein Mensch der Dir sehr am Herzen liegt...
    Die Kondom Werbung von Hella und Ingo war auch ne ziemliche Ansage, würdest Du deswegen keine Kondome nutzen und Menschen anstecken wollen oder angesteckt werden???

    Im übrigen auch Knochenmark ist ein Transplantat, aber Lebendendnahme, ...

    Ich habe eine Patientenverfügung die sagt keine lebenserhaltende Maßnahmen, also bitte nehmt was ihr braucht damit andere nochmal glücklich werden können temporär, als Asche taugt das Zeug doch sowieso niemanden was!!!

    Meinen Organspende Ausweis habe ich sei ich 23 bin...
    Das Leben macht was es will und ich auch!

  6. Inaktiver User

    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Ich hatte jahrelang den ausgefüllten Ausweis im Geldbeutel, habe ihn aber zerrissen, als ich in einer TV-Sendung (ich meine, Hart aber fair, kann mich aber auch täuschen) sah, wie ein OP-Pfleger berichtete, dass sich Hirntote bei der Organentnahme körperlich wehren und man in der Schweiz daher eine Vollnarkose gibt, in Deutschland aber nicht. Ohne garantierte Vollnarkose in D spende ich nicht.

  7. User Info Menu

    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Naja, dass sich Hirntote wehren, glaube ich nun nicht ... Aber zur letzten Sicherheit (einfach für den Kopf) würde ich auch die Garantie haben wollen, eine Narkose zu bekommen, kann man in den Ausweis sicher mit eintragen - nur, wer garantiert mir, dass es dann auch so gemacht wird?
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  8. Inaktiver User

    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Zitat Zitat von Fels Beitrag anzeigen

    Ist der Mensch dann tot? Meiner Meinung nach: ja. Und selbst wenn noch ein kleiner Funken Hoffnung bestehen sollte, dass ein Weiterleben möglich ist, dann ist die Frage: zu welchem Preis?
    Darum ginge es mir gar nicht, ich denke schon, der Sterbeprozess ist unumkehrlich im Gang - aber tot ist man eben noch nicht, denn Toten können die meisten Organe eben nicht entnommen werden um sie weiterzuverwenden. Also muss es doch einen bedeutsamen Unterschied geben zwischen "hirntot" und "ganz tot".

    Ich empfinde viele Sprachregelungen um die Organspende als ziemlich unseriös, allein das stört mich schon massiv.

    Und ich für meinen Teil würde gerne in Ruhe sterben und nicht währenddessen funktionalisiert werden. Das entspricht nicht meinem Menschenbild, als Ersatzteilspender zu fungieren.

    Deshalb hab ich einen Organspendeausweis - damit dokumentiert ist dass ich nicht spenden möchte. Natürlich würde ich Stand heute auch kein Spenderorgan haben wollen.

  9. Inaktiver User

    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    Ich bin dafür, dass jeder in Deutschland automatisch Organspender ist, und dass man ausdrücklich widersprechen muss.
    Damit wären die Leute gezwungen, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.
    Ich bin davon überzeugt, dass ein hoher Prozentsatz jener, die Organspende verweigern, sofort ein Organ nehmen würden, wenn es bei einem nahen Angehörigen/ Kind Spitz auf Knopf stehen würde.

    Ich habe meinen Organspendeausweis seit 35 Jahren. Und meine Einstellung zum Leben sagt mir, dass es gut ist, so wie es ist.

  10. Inaktiver User

    AW: Organspende! Was spricht dafür und was dagegen.

    jetzt hat der te schon wieder einen anderen strang eröffnet.....
    offenbar hat er kein interesse an seinen strängen, dass es immer neue werden müssen.....

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