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  1. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das Spielchen, das die TE beschreibt, finde ich auch oberdoof.
    Wie komme ich dazu, auf Anfrage darüber nachzudenken, wie ich mich definieren würde wenn ich mich denn definieren wollte?
    Richtig.

    Sich selbst diese Fragen gelegentlich zu stellen, finde ich dagegen sehr nützlich.

  2. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht um Identität und Selbstwahrnehmung. Auch für das soziale Miteinander durchaus sehr wichtige Aspekte. .
    Wie man an FB unschwer feststellen kann Ein Spiel der Eitelkeiten.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fremdwahrnehmung wird zu einem nicht unerheblichen Teil durch das Subjekt, das eine Einschätzung abgibt, bestimmt. .
    Aber eben nur zum Teil. Der andere Teil sieht oft Dinge ungeschminkt, die das Subjekt selbst lieber nicht sehen möchte bzw. verdrängt. Deswegen halte ich die Fremdwahrnehmung für ein wichtiges und interessantes Korrektiv.
    Besonders gut darin sind Kinder.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Bis es dann eben zu Zäsuren und Lebenskrisen kommt, und diese Eckpfeiler nicht mehr tragen. Dann geht es ans Eingemachte.
    Und in dieser Situation ist die "Selbstdefinition", die man sich zurecht gebastelt hat, oft das Erste, was den Bach runter geht.
    Dann zählt das Handeln. Natürlich kann man das hinterher selbst beurteilen, aber das ist nichts, was Gegenstand eines Small Talks à la Eingangspost wäre.

  3. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Mal abgesehen davon, dass ich denke, dass den wenigsten eine Antwort auf diese Frage überhaupt zustünde, glaube ich, dass man in einer verbalen Erklärung das eigene Ich jemandem gar nicht darlegen könnte.
    Man kann es über einen längeren Zeitraum einer Person, der man absolut vertraut möglicherweise mit einem Höchstmaß an Ehrlichkeit vorleben ... aber erklären ... näää.

    Das eigene Ich ist die Summe von allem und da bei vielem von diesem ganzen so einiges durch Tagesform temporär verwässert/verändert wird, dauert's halt schon bis man es selbst zum Kern schafft.

    Und so ner Nervensäge wie dem Fragesteller aus dem Eröffnungsbeitrag darf man irgendwann durchaus dann sagen: "Weisste was (?!) ... leck mich!"
    Und der darf einen dann auch ruhig fälschlicherweise für nen groben Klotz halten ...

  4. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wie man an FB unschwer feststellen kann Ein Spiel der Eitelkeiten.
    Ich wüsste nicht, was fb damit zu tun haben soll. Es besteht kein Zwang, dort Mitglied zu sein und sich zu äussern.

    Aber eben nur zum Teil.
    Zu einem ERHEBLICHEN Teil, denn das Subjekt hat sich selbst immer im Gepäck.

    Der andere Teil sieht oft Dinge ungeschminkt, die das Subjekt selbst lieber nicht sehen möchte bzw. verdrängt.
    Es sieht diese Aspekte aus seinem subjektivem Blickwinkel, der naturgemäss ebenfalls "blinde" Aspekte hat, ausserdem Befindlichkeiten, Motivationen, von eigenen Lebensthemen gefärbt wird - die Liste ist umfangreich.

    Einschätzungen sind immer eine sehr emotionale Sache, weshalb es sich auch empfiehlt, sich selbst daran zu erinnern, dass das, was man da formuliert, etwas ist, das ein Echo in einem selbst erzeugt hat, und daher oft mehr mit dem eigenen Leben zu tun hat als mit dem Gegenüber.

    Ich (!) nehme Dich so oder so wahr, und das macht etwas mit mir. DARUM geht es. Nicht darum, in der Lage zu sein, das Sein eines anderen Menschen tatsächlich definieren zu können, denn das ist unmöglich.

    Noch dazu geht es dabei häufig um Verhalten, um Gewohnheiten - SEIN dagegen ist etwas viel Umfassenderes.

    Deswegen halte ich die Fremdwahrnehmung für ein wichtiges und interessantes Korrektiv.
    Damit sagst Du aus, dass Dir das, was andere über Dich formulieren, wichtiger und maßgeblicher erscheint als Deine Eigenwahrnehmung. Es steht Dir natürlich frei, das so zu sehen. Ich finde das überhaupt nicht so wichtig, weil sich für mich vieles aus einem lebendigen MITEINANDER ergibt, dazu bedarf es keiner expliziten Fremdeinschätzung.

    Besonders gut darin sind Kinder.
    Kinder sind häufig erheblich intensiver im Kontakt mit dem Hier und Jetzt. Es geht ihnen um das Erleben und Wahrnehmen JETZT. Allumfassende charakterliche Analysen hätte ich da noch keine gehört.

    Und in dieser Situation ist die "Selbstdefinition", die man sich zurecht gebastelt hat, oft das Erste, was den Bach runter geht.
    Im Gegenteil. Es ist meiner Erfahrung nach das Netz, das einen intern davor bewahrt, ins Bodenlose zu fallen.

    Dann zählt das Handeln.
    Solange es Handlungsspielräume gibt, mag das zutreffen. Aber Lebenskrisen sind häufig davon begleitet, dass diese Spielräume buchstäblich so rasant dahin schmelzen, wie ein Eiswürfel bei 40 Grad.

  5. User Info Menu

    AW: Kannst du dich definieren?

    Jedenfalls vermittelt der Fragesteller dem anderen, seine Antworten seien irgendwie falsch und unzulänglich (nagut, dass "Dave" weiterhin mitmacht, ist dann seine Entscheidung).

    Aber: Der Fragesteller tut so, als gebe es ein Richtig und ein Falsch auf diese Frage. Und damit liegt er falsch.

  6. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Damit sagst Du aus, dass Dir das, was andere über Dich formulieren, wichtiger und maßgeblicher erscheint als Deine Eigenwahrnehmung. Es steht Dir natürlich frei, das so zu sehen.
    Es wäre schön, wenn du genauer lesen würdest. Ich sprach von einem KORREKTIV.

    Und auch wenn die jeweiligen Fremdwahrnehmungen jeweils durch die Persönlichkeit des Betrachters eingefärbt werden, gibt es manchmal ähnliche Einschätzungen von unterschiedlichen Leuten. Das ist durchaus interessant, denn das kann helfen, die eigenen blinden Flecken zu erkennen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Es ist meiner Erfahrung nach das Netz, das einen intern davor bewahrt, ins Bodenlose zu fallen. .
    Von welchem "Netz" sprichst du?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Solange es Handlungsspielräume gibt, mag das zutreffen. Aber Lebenskrisen sind häufig davon begleitet, dass diese Spielräume buchstäblich so rasant dahin schmelzen, wie ein Eiswürfel bei 40 Grad.
    Schrieb ich doch. In dieser Situation hilft dir auch die ganze selbst gebastelte Selbstanalyse nicht mehr.

  7. User Info Menu

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von KleinS Beitrag anzeigen

    Kannst du dich definieren?
    weißt du wer du bist?
    Wenn du wissen willst, wer du bist, dann sieh dich an und sei dir bewusst, dass du es selbst bist. Wenn du wissen willst, wer andere sind, dann schau dir die Menschen an und sprich mit ihnen.

    Selbstdefinition hat viel mit Information zu tun. Information, die dein eigen ist und Fremdinformationen. Fremdeinschätzung gelingt nur bedingt bis zu einem gewissen Grad, so kann man sich manchmal sortieren und manchmal liegt Fremdeinschätzung daneben, wenn zeitversetzt ist. Man bleibt nie was man ist. Ein Wechselspiel. Wobei Information eine große Rolle spielt. So viel mal dazu aus meiner Sichtweise.

    Also ich weiß wer ich bin... (und das auch ohne Bezug zu anderen)... doch auch mit anderen

    Wer bist du denn KleinS oder willst du nicht sein? mögen?

    Vielleicht schreibst jetzt mal was dazu, denn mit Dave willst du nicht weitermachen!

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber eben nur zum Teil. Der andere Teil sieht oft Dinge ungeschminkt, die das Subjekt selbst lieber nicht sehen möchte bzw. verdrängt. Deswegen halte ich die Fremdwahrnehmung für ein wichtiges und interessantes Korrektiv.
    ich habe mal die Faustregel gehört: wenn drei Personen unabhängig voneinander dasselbe sagen, so ist meist was dran. Bei drei, oder mehr, Personen wird die Wahrscheinlichkeit ja doch gering, dass die alle dieselbe Sorte schiefen Blick haben; sondern drei unterschiedene Schiefheiten. Wenn die dann IMMER noch auf dasselbe kommen, hat das vermutlich Substanz.


    Und in dieser Situation ist die "Selbstdefinition", die man sich zurecht gebastelt hat, oft das Erste, was den Bach runter geht.
    Dann beruhte diese Selbstdefinition also mehr auf Vermutungen und Meinung, nicht auf Erfahrungen. mit zunehmendem Alter - und entsprechend vielfältigen Erfahrungen - kriegt man hoffentlich schon mit, wie man so tickt!

    gruss, barbara

  9. Inaktiver User

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich habe mal die Faustregel gehört: wenn drei Personen unabhängig voneinander dasselbe sagen, so ist meist was dran. Bei drei, oder mehr, Personen wird die Wahrscheinlichkeit ja doch gering, dass die alle dieselbe Sorte schiefen Blick haben; sondern drei unterschiedene Schiefheiten. Wenn die dann IMMER noch auf dasselbe kommen, hat das vermutlich Substanz.
    Eben. Und wenn es dann nicht unbedingt mit dem eigenen Selbstbild übereinstimmt, hat man damit vielleicht einen Hinweis auf einen eigenen blinden Fleck.

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Dann beruhte diese Selbstdefinition also mehr auf Vermutungen und Meinung, nicht auf Erfahrungen. mit zunehmendem Alter - und entsprechend vielfältigen Erfahrungen - kriegt man hoffentlich schon mit, wie man so tickt!
    Bei jungen Menschen hängt die Selbstdefinition noch eher mit dem Selbstbild als mit den gemachten Erfahrungen zusammen. Die Älteren wissen aus Erfahrung, wie sie ticken.

  10. User Info Menu

    AW: Kannst du dich definieren?

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    ich habe mal die Faustregel gehört: wenn drei Personen unabhängig voneinander dasselbe sagen, so ist meist was dran. Bei drei, oder mehr, Personen wird die Wahrscheinlichkeit ja doch gering, dass die alle dieselbe Sorte schiefen Blick haben; sondern drei unterschiedene Schiefheiten. Wenn die dann IMMER noch auf dasselbe kommen, hat das vermutlich Substanz.

    gruss, barbara
    Doch kann diese Faustregel auch nur auf Oberflächlichkeiten abgestimmt sein. Der Zugang den jemand zulässt um begriffen zu werden ist selbst steuerbar. Selbst eine charakterliche Substanz bedarf eine intensive dauerhafte Wahrnehmung. Ich denke Eigenschaften wie Humor oder Traurigkeit oder Selbstbestimmtheit lassen sich noch am leichtesten erkennen (an anderen)

    - Der leichte Weg ist auch der richtige Weg -
    von Bruce Lee



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