Okay...und wer eröffnet den Strang? Du oder ich?
Das denke ich auch. Im Nachhinein betrachtet ist der gute Mann auch kein großer Verlust.
Sowas mag ich auch nicht. Was ist denn so schwierig daran, sich ein paar Tage vorher festzulegen?
Mein Mann hat einen "Freund" mit ähnlichen Eigenheiten. Wenn man ihn samt Familie einlädt, heißt es erst einmal "Du, das muss ich erst noch mit meiner Frau und meiner Tochter besprechen, ich melde mich dann." Ist ja auch okay. Aber er meldet sich dann nicht mehr, und mein Mann hakt dann immer nach, etwa so "Du, ich wüsste gerne, ob Du zu meiner Geburtstagsfeier kommst." - "Äh, wann war das nochmal? Ja, wahrscheinlich schon, aber genau weiß ich es nicht." Ob und mit wievielen Leuten er kommt, ist jedesmal eine Überraschung. Da haben wir schon diverse Varianten erlebt. Er wollte samt Frau und Tochter kommen und kam dann entweder gar nicht oder allein oder aber er wollte allein kommen und kam dann zu dritt...Besonders toll ist die letzte Variante, wenn man in einem Restaurant einen Tisch für eine bestimmte Personenzahl bestellt hat und für Frau und Tochter kein Platz vorgesehen ist, weil er ja allein kommen wollte...
Antworten
Ergebnis 101 bis 110 von 451
Thema: Ist Geselligkeit out?!
-
01.10.2016, 09:08Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
-
01.10.2016, 09:15Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
Ein Großteil meiner Freunde wohnt auch ein Stück weg, und da hätte ich Angst, dass ich vor verschlossenen Türen stehe, wenn ich so ganz unangekündigt vorbeikomme. Klar kann man sich per Handy abstimmen, aber trotzdem...Ich habe mit Spontanbesuchen auch schon unangenehme Erfahrungen gemacht. Eine Freundin von mir ist krankheitsbedingt berufsunfähig und viel daheim. Ich mache öfter in ihrer Gegend einen Einkaufsbummel. Ich habe sie öfter gefragt, ob ich bei dieser Gelegenheit auf einen Sprung vorbeikommen kann oder ob es nicht passt. Sie stimmte zu, aber als ich dann kam, hat es ihr doch nicht gepasst, weil es ihr unangenehm war, dass die Wohnung angeblich nicht ordentlich geputzt war oder so. Mir war das aber völlig unwichtig. Irgendwann hat sie mir gesagt, dass sie keine spontanen Besuche mehr will. Das respektiere ich natürlich.
Bei meiner Tante und meinem Onkel hat es auch etwas gedauert, bis es geklappt hat, aber da es ein fester Tag im Monat war, haben es sich irgendwann doch alle gemerkt.
-
01.10.2016, 09:20Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
Genau das hätte ich auch richtig gefunden. Mit dieser Begründung hätte ich kein Problem gehabt. Ich finde es überhaupt daneben, bei einem Termin, der Monate im Voraus feststeht, erst zuzusagen und dann unmittelbar vorher mit so einer doofen Begründung abzusagen. Da habe ich schon einige unschöne Sachen erlebt. Bei unserer Hochzeit - wir hatten etwa ein halbes Jahr vorher eingeladen - hat auch jemand eine Stunde vor der kirchlichen Trauung abgesagt, weil er an diesem Tag unbedingt irgendeinen Film im Fernsehen ansehen wollte - klingt unglaublich, ist aber wirklich wahr. Äh...man kann Filme aufnehmen und hinterher anschauen. Und außerdem hätte er auch noch später zur Feier kommen können

Mit dieser Begründung habe ich auch schon abgesagt, aber halt nicht unmittelbar vor dem Treffen.
-
01.10.2016, 09:44Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
Das hast du mal wieder gut gesagt, Wusel.

So empfinde ich das auch. Bis Anfang/Mitte 30 (das variiert natürlich individuell) ist man damit beschäftigt, sich ein Leben aufzubauen, dann ist man mit diesem Leben beschäftigt, ab ca. 60 lässt man wieder los bzw. oft ändern sich die Lebensumstände: Kinder aus dem Haus, Rente, man verliert den Lebenspartner.
Davon abgesehen, dass ich auch mehrere Male den Wohnort gewechselt habe, "bereue" ich ein wenig, dass ich mir nicht einen Verein oder ein intensives Hobby gesucht habe, das einen mit anderen Menschen verbindet, sodass man "automatisch" einen gewissen Kreis hat.
Ich kann mich nicht beschweren: ich bin nicht schüchtern und kommunikativ, aber ich merke doch, dass ich für jede neue Bekanntschaft/Freundschaft arbeiten muss. Was nicht schlecht ist, aber es ist manchmal ein wenig mühsam.
Ich bin allerdings auch jemand, der kleine Kreise bevorzugt, also die große Party muss nicht sein, aber ein netter Kreis von 5-6 Leuten - das gefällt mir.
Zum Thema, ob Geselligkeit out ist; ist es nicht auch eine Charaktersache? Mir fallen spontan drei-vier Kolleginnen ein, die das leben; da ist immer ein Geburtstag, Sommer wie Winter eine Gelegenheit zur Zusammenkunft. Mir fallen aber auch genauso viele spontan ein, die eher (siehe mich) den kleinen Kreis bevorzugen.
suzie
Edit: ich habe nicht gesehen, dass der Strang schon so lang ist. Hat sich das Thema u.U. gewandelt?
-
01.10.2016, 09:45
-
01.10.2016, 09:52Inaktiver User
-
01.10.2016, 09:55Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
Kirchenchor! Und zwar ein großer! Das war für mich die Lösung in der neuen großen Stadt vor vielen Jahren!
Erstens eine völlige soziale Durchmischung von schwankend 50 bis 70 Sängern. Zweitens zwar ein Stamm, aber dabei immer wieder Abgänge und Neuzugänge - und Chortouristen, die sporadisch immer mal wieder auftauchen, wenn ihnen die Musik gerade gefällt.
Ich habe sogar singen dafür gelernt, mit Stimmbildung und Gesangsunterricht, um ins Mittelfeld aufzusteigen.
Eine der schönsten und beglückendsten Erfahrungen in meinem Leben, die seit vielen Jahren anhält und mich inzwischen auch zum Kammermusizieren angeregt hat.
Und jeder dieser Sänger hat ein eigenes Leben, private Treffen, Freundschaften und Unternehmungen ergeben sich fast zwingend ...
Am Anfang konnte ich gar nichts, hatte nur meine hübsche, kleine, aber völlig ungebildete Privatstimme (die ich übrigens dabei unter Trauer weitgehend verloren habe, denn nie wieder kann ich "Der Mond ist aufgegangen" so schön und sanft und unbekümmert singen, wie es schon meine Mutter uns Kindern vor tat und ich später meinen Kindern).
Da habe ich also am Anfang mehr simuliert (war mir so von Chorleitung empfohlen worden) und eifrig aufgepasst und eben geübt und gelernt. Da war ich schon hocherwachsen. Bei uns kann man auch noch im hohen Alter anfangen, aber altersmäßig sind wir ebenso von Jung bis Alt durchmischt.
So ein Chor ist einfach einmal in der Woche da. Da gibt es zwar Anwesenheitslisten, aber überhaupt keinen Zwang. Da muss man nicht ständig am Gespinst arbeiten, damit es erhalten bleibt.
Und ich muss mich nicht ständig unterhalten dabei, singe ja gemeinsam mit den anderen. Der Weg ist auch nur 8 Minuten zu Fuß.
-
01.10.2016, 10:22Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
@ Suzie Wong,
in einem Nähzirkel war ich mal, als meine Kinder klein waren und ich Zeit hatte - die Kinder waren dann im Nebenraum bei der Schneiderin in ihrem Wohnzimmer mit ihrem ebenfalls kleinen Kind. Das war auch sehr schön und gesellig.
Falls du jetzt denkst, das Kirchen-Singen wäre nichts so für Dich: Das habe ich jedenfalls früher gedacht und ich bin auf die Idee mitzusingen durch eine "göttliche"
Eingebung gekommen, als ich da mal in einem der oft von mir besuchten Konzerte saß und die 51 oder 52 Sänger zählte und plötzlich dachte: 'Hier könnte ich ein Stück zu Hause sein!' Und genauso ist es dann gekommen.
Sonst bin ich eher zurückhaltend und das kann ich dort weiterhin sein, falls ich möchte, was nicht immer der Fall ist. Wenn das soziale Feld vertraut ist und sich viele schon länger kennen und durch die gemeinsame Musik schon schätzen, kannst du wirklich sein, wie willst, natürlich unter Beachtung der Anstandsregeln, so eine gewisse soziale Merkfähigkeit muss schon drin sein - ist ja klar, und du musst nicht immer gleich sein. Die anderen auch nicht.
-
01.10.2016, 10:39Inaktiver User
AW: Ist Geselligkeit out?!
@ Herbstblatt: zwei Voraussetzungen fehlen mir: ich habe keine besondere Singstimme und ich kann keine Noten lesen.
Nur rudimentär.
Ich stelle mir gerade vor, dass ich mich da vorstelle: singen kann ich nicht, Noten lesen auch nicht, aber ihr seid gesellig.
Aber ... der Tipp ist gut bzw. ich höre immer wieder von Menschen, die im Chor sind, und neben dem Singen auch das Miteinander schätzen.
-
01.10.2016, 10:57
AW: Ist Geselligkeit out?!




Zitieren
