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  1. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von umberta Beitrag anzeigen
    Dann mal los
    Okay...und wer eröffnet den Strang? Du oder ich?

    Zitat Zitat von umberta Beitrag anzeigen
    Fussball ist scheinbar für manche auch schon zu persönlich, siehe Frau Kleins anderes Beispiel.
    Ich finde aber auch - mit einer solchen ehrlichen Aussage muss man doch umgehen können. Ich frage mich, ob bei deiner Bekannten damals nicht noch was anderes im Busch war. Dir da gleich die Freundschaft zu kündigen, ist doch ganz schön übertrieben.
    Das denke ich auch. Im Nachhinein betrachtet ist der gute Mann auch kein großer Verlust.

    Zitat Zitat von umberta Beitrag anzeigen
    Aaaah, sowas hasse ich. Mein Mann hat so einen Bekannten, der ist eigentlich ganz nett, aber er kann sich nicht festlegen. Das geht dann etwa so:

    Der Bekannte: "Wann habt ihr mal Zeit?"
    Mein Mann: *nennt ein paar Termine in der nächsten Zeit*
    Der Bekannte: "Ok, schauen wir mal" (und meldet sich einen Abend vorher)

    Ähnlich hält er es, wenn wir zum Essen einladen.
    Inzwischen kommen wir uns wirklich vor wie sein Notnagel.
    Sowas mag ich auch nicht. Was ist denn so schwierig daran, sich ein paar Tage vorher festzulegen?

    Mein Mann hat einen "Freund" mit ähnlichen Eigenheiten. Wenn man ihn samt Familie einlädt, heißt es erst einmal "Du, das muss ich erst noch mit meiner Frau und meiner Tochter besprechen, ich melde mich dann." Ist ja auch okay. Aber er meldet sich dann nicht mehr, und mein Mann hakt dann immer nach, etwa so "Du, ich wüsste gerne, ob Du zu meiner Geburtstagsfeier kommst." - "Äh, wann war das nochmal? Ja, wahrscheinlich schon, aber genau weiß ich es nicht." Ob und mit wievielen Leuten er kommt, ist jedesmal eine Überraschung. Da haben wir schon diverse Varianten erlebt. Er wollte samt Frau und Tochter kommen und kam dann entweder gar nicht oder allein oder aber er wollte allein kommen und kam dann zu dritt...Besonders toll ist die letzte Variante, wenn man in einem Restaurant einen Tisch für eine bestimmte Personenzahl bestellt hat und für Frau und Tochter kein Platz vorgesehen ist, weil er ja allein kommen wollte...

  2. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Naja, und den anderen ist es vielleicht ebenso unangenehm, also kommen sie spontan nicht zu dir. Es geht offenbar vielen so wie dir: alle würden gerne mehr spontanen Besuch empfangen, getrauen sich aber nicht (oder es ist ihnen zu aufwändig/unangenehm) selber zu einem Spontanbesuch bei anderen aufzuschlagen...
    Ein Großteil meiner Freunde wohnt auch ein Stück weg, und da hätte ich Angst, dass ich vor verschlossenen Türen stehe, wenn ich so ganz unangekündigt vorbeikomme. Klar kann man sich per Handy abstimmen, aber trotzdem...Ich habe mit Spontanbesuchen auch schon unangenehme Erfahrungen gemacht. Eine Freundin von mir ist krankheitsbedingt berufsunfähig und viel daheim. Ich mache öfter in ihrer Gegend einen Einkaufsbummel. Ich habe sie öfter gefragt, ob ich bei dieser Gelegenheit auf einen Sprung vorbeikommen kann oder ob es nicht passt. Sie stimmte zu, aber als ich dann kam, hat es ihr doch nicht gepasst, weil es ihr unangenehm war, dass die Wohnung angeblich nicht ordentlich geputzt war oder so. Mir war das aber völlig unwichtig. Irgendwann hat sie mir gesagt, dass sie keine spontanen Besuche mehr will. Das respektiere ich natürlich.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mit dem Rundmail mit dem Tag der offenen Tür finde ich eine schöne Geste, würde bei mir aber nicht funktionieren. ich würde das rasch wieder vergessen haben.
    Bei meiner Tante und meinem Onkel hat es auch etwas gedauert, bis es geklappt hat, aber da es ein fester Tag im Monat war, haben es sich irgendwann doch alle gemerkt.

  3. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Bei der Putzplan-Sache finde ich eher ärgerlich, dass die Absage eine Stunde vor dem Ereignis kommt; das es am x-ten Samstag im Monat stattfindet, war ja von Anfang an bekannt. Und da könnte man durchaus von Anfang an absagen mit "sorry, immer am x-ten Samstag im Monat hab ich schon einen fixen Termin, da kann ich nie."
    Genau das hätte ich auch richtig gefunden. Mit dieser Begründung hätte ich kein Problem gehabt. Ich finde es überhaupt daneben, bei einem Termin, der Monate im Voraus feststeht, erst zuzusagen und dann unmittelbar vorher mit so einer doofen Begründung abzusagen. Da habe ich schon einige unschöne Sachen erlebt. Bei unserer Hochzeit - wir hatten etwa ein halbes Jahr vorher eingeladen - hat auch jemand eine Stunde vor der kirchlichen Trauung abgesagt, weil er an diesem Tag unbedingt irgendeinen Film im Fernsehen ansehen wollte - klingt unglaublich, ist aber wirklich wahr. Äh...man kann Filme aufnehmen und hinterher anschauen. Und außerdem hätte er auch noch später zur Feier kommen können

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Zu sagen "da hab ich schon einen andern Termin" funktioniert immer gut. Auch wenn dieser Termin nur darin besteht, dass ich
    plane, mich vor den Fernseher zu pflanzen und zu versumpfen.
    Mit dieser Begründung habe ich auch schon abgesagt, aber halt nicht unmittelbar vor dem Treffen.

  4. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Es gibt Zeiten im Leben, wo es schwer ist, Leute zu finden, mit denen man ausdauernd rumhängen kann. Bis etwa 30 kein Problem, jenseits der 60 geht's auch wieder, dazwischen ist jeder für sich mit Job/Kindern/Mann/Heim und Hof beschäftigt, bis auf die konsequenten und leidenschaflichtn Sichmitleutenumgebern, die rechtzeitig einen Kreis von ihresgleichen aufgebaut haben. (...)
    Das hast du mal wieder gut gesagt, Wusel.
    So empfinde ich das auch. Bis Anfang/Mitte 30 (das variiert natürlich individuell) ist man damit beschäftigt, sich ein Leben aufzubauen, dann ist man mit diesem Leben beschäftigt, ab ca. 60 lässt man wieder los bzw. oft ändern sich die Lebensumstände: Kinder aus dem Haus, Rente, man verliert den Lebenspartner.
    Davon abgesehen, dass ich auch mehrere Male den Wohnort gewechselt habe, "bereue" ich ein wenig, dass ich mir nicht einen Verein oder ein intensives Hobby gesucht habe, das einen mit anderen Menschen verbindet, sodass man "automatisch" einen gewissen Kreis hat.
    Ich kann mich nicht beschweren: ich bin nicht schüchtern und kommunikativ, aber ich merke doch, dass ich für jede neue Bekanntschaft/Freundschaft arbeiten muss. Was nicht schlecht ist, aber es ist manchmal ein wenig mühsam.

    Ich bin allerdings auch jemand, der kleine Kreise bevorzugt, also die große Party muss nicht sein, aber ein netter Kreis von 5-6 Leuten - das gefällt mir.
    Zum Thema, ob Geselligkeit out ist; ist es nicht auch eine Charaktersache? Mir fallen spontan drei-vier Kolleginnen ein, die das leben; da ist immer ein Geburtstag, Sommer wie Winter eine Gelegenheit zur Zusammenkunft. Mir fallen aber auch genauso viele spontan ein, die eher (siehe mich) den kleinen Kreis bevorzugen.

    suzie

    Edit: ich habe nicht gesehen, dass der Strang schon so lang ist. Hat sich das Thema u.U. gewandelt?

  5. gesperrt

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    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Davon abgesehen, dass ich auch mehrere Male den Wohnort gewechselt habe, "bereue" ich ein wenig, dass ich mir nicht einen Verein oder ein intensives Hobby gesucht habe, das einen mit anderen Menschen verbindet, sodass man "automatisch" einen gewissen Kreis hat.
    Das kannst du ja nach wie vor tun, wenn dir der Sinn danach stehen sollte.

    gruss, barbara

  6. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von Bae Beitrag anzeigen
    Das kannst du ja nach wie vor tun, wenn dir der Sinn danach stehen sollte.

    gruss, barbara
    Natürlich, da hast du recht.
    Ich muss mich nur selbst anstupsen und ein Hobby/eine Beschäftigung, die ich gerne mache, als Startpunkt nehmen.

    suzie

    Edit: Nähen/Nähtreffs waren mal angedacht, aber irgendwie platzt da nicht der Knoten bei mir.

  7. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Kirchenchor! Und zwar ein großer! Das war für mich die Lösung in der neuen großen Stadt vor vielen Jahren!

    Erstens eine völlige soziale Durchmischung von schwankend 50 bis 70 Sängern. Zweitens zwar ein Stamm, aber dabei immer wieder Abgänge und Neuzugänge - und Chortouristen, die sporadisch immer mal wieder auftauchen, wenn ihnen die Musik gerade gefällt.

    Ich habe sogar singen dafür gelernt, mit Stimmbildung und Gesangsunterricht, um ins Mittelfeld aufzusteigen.

    Eine der schönsten und beglückendsten Erfahrungen in meinem Leben, die seit vielen Jahren anhält und mich inzwischen auch zum Kammermusizieren angeregt hat.

    Und jeder dieser Sänger hat ein eigenes Leben, private Treffen, Freundschaften und Unternehmungen ergeben sich fast zwingend ...

    Am Anfang konnte ich gar nichts, hatte nur meine hübsche, kleine, aber völlig ungebildete Privatstimme (die ich übrigens dabei unter Trauer weitgehend verloren habe, denn nie wieder kann ich "Der Mond ist aufgegangen" so schön und sanft und unbekümmert singen, wie es schon meine Mutter uns Kindern vor tat und ich später meinen Kindern).

    Da habe ich also am Anfang mehr simuliert (war mir so von Chorleitung empfohlen worden) und eifrig aufgepasst und eben geübt und gelernt. Da war ich schon hocherwachsen. Bei uns kann man auch noch im hohen Alter anfangen, aber altersmäßig sind wir ebenso von Jung bis Alt durchmischt.

    So ein Chor ist einfach einmal in der Woche da. Da gibt es zwar Anwesenheitslisten, aber überhaupt keinen Zwang. Da muss man nicht ständig am Gespinst arbeiten, damit es erhalten bleibt.

    Und ich muss mich nicht ständig unterhalten dabei, singe ja gemeinsam mit den anderen. Der Weg ist auch nur 8 Minuten zu Fuß.

  8. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    @ Suzie Wong,

    in einem Nähzirkel war ich mal, als meine Kinder klein waren und ich Zeit hatte - die Kinder waren dann im Nebenraum bei der Schneiderin in ihrem Wohnzimmer mit ihrem ebenfalls kleinen Kind. Das war auch sehr schön und gesellig.

    Falls du jetzt denkst, das Kirchen-Singen wäre nichts so für Dich: Das habe ich jedenfalls früher gedacht und ich bin auf die Idee mitzusingen durch eine "göttliche" Eingebung gekommen, als ich da mal in einem der oft von mir besuchten Konzerte saß und die 51 oder 52 Sänger zählte und plötzlich dachte: 'Hier könnte ich ein Stück zu Hause sein!' Und genauso ist es dann gekommen.

    Sonst bin ich eher zurückhaltend und das kann ich dort weiterhin sein, falls ich möchte, was nicht immer der Fall ist. Wenn das soziale Feld vertraut ist und sich viele schon länger kennen und durch die gemeinsame Musik schon schätzen, kannst du wirklich sein, wie willst, natürlich unter Beachtung der Anstandsregeln, so eine gewisse soziale Merkfähigkeit muss schon drin sein - ist ja klar, und du musst nicht immer gleich sein. Die anderen auch nicht.

  9. Inaktiver User

    AW: Ist Geselligkeit out?!

    @ Herbstblatt: zwei Voraussetzungen fehlen mir: ich habe keine besondere Singstimme und ich kann keine Noten lesen. Nur rudimentär.
    Ich stelle mir gerade vor, dass ich mich da vorstelle: singen kann ich nicht, Noten lesen auch nicht, aber ihr seid gesellig.

    Aber ... der Tipp ist gut bzw. ich höre immer wieder von Menschen, die im Chor sind, und neben dem Singen auch das Miteinander schätzen.

  10. gesperrt

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    AW: Ist Geselligkeit out?!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich stelle mir gerade vor, dass ich mich da vorstelle: singen kann ich nicht, Noten lesen auch nicht, aber ihr seid gesellig.
    macht doch nichts. Dafür geht man ja an solche Veranstaltungen, um es zu lernen. :-)

    Musst halt nicht gerade darauf bestehen, gleich das grosse Solo zu singen.

    Chorsingen ist toll. Wenn ich nicht schon genug Anderes hätte, würde mich das auch sehr reizen.

    gruss, barbara

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