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    Behandlungsfehler mit Todesfolge

    Hallo zusammen, ich weiß nicht ob ich es hier schreiben sollte oder darf, aber ich muss mich einfach mitteilen.

    Letzte Woche Freitag ist mein Papa sehr plötzlich verstorben. Laut Arzt war Herzstillstand Ursache, ja er war nicht mehr der gesündeste, aber.........

    Er war kurz zuvor im KH wegen Atemnot, bekam dort ein Medikament Kortison was seine Bz- WERTE nach oben trieb und wurde mit Insulin (spritze) korrigiert. Im Entlassungsbrief stand drin das seine Werte im Normalbereich sind, das Medikament mit dem Kortison wurde wieder abgesetzt, er sollte auf Insulinpens umgestellt werden.
    Meine Eltern waren am Dienstag bei der Diabetes Ärztin die im mit kurzer Einweisung Insulinpens verschrieben hat. Er sollte jeden Abend 4 IE erhalten. Am Donnerstag Abend hatte er 12mmol/h........... Ich arbeite in der Pflege und kenne mich etwas aus. 1 IE setzt 2mmol/h runter, heißt 2 IE hätten gereicht, 4 IE haben ihn in die Unterzuckerung gebracht und einen Herzstillstand verursacht hat.

    2 Tage später hätte er eine Kur an der Ostsee machen dürfen, wo man ihn in Ruhe auf's Insulin spritzen einweisen hätte können.
    Ich bin echt fassungslos, da das Spritzen nicht lebensnotwendig gewesen wäre da er ja 1. Nur wegen dem KH Aufenthalt + Kortison Insulin gespritzt bekam und 2. Weil die Kur bevor stand und es nicht dringend notwendig war.

    Ich nehme sogar an, das der Kh-Bericht nicht wirklich gelesen wurde, der Ärztin ist nur das mit den Insulin spritzen aufgefallen also hat sie es auch so in der weiterbehandlung übernommen.

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    AW: Behandlungsfehler mit Todesfolge

    Ach so......gestern wäre er 71 Jahre geworden.

  3. Inaktiver User

    AW: Behandlungsfehler mit Todesfolge

    Hallo Maxxy,

    tut mir aufrichtig leid für Dich, dass Dein Vater so unerwartet schnell gestorben ist.

    Aber Du solltest nun nicht versuchen, einen Schuldigen dafür zu finden.

    Erstens gibt es unter solchen Umständen selten wirklich einen Schuldigen, sondern die Umstände sind einfach manchmal schwer zu überblicken. Dann passieren auch Fehler. Aber das ist menschlich.
    Zweitens stünde Dir diese Suche im Weg, wirklich um Deinen Vater zu trauern. Und das würde es Dir wieder schwerer machen, Dich von ihm auch innerlich verabschieden zu können. Da musst Du aber, um mit inneren Frieden Dich in schöner Weise an ihn erinnern zu können.

    Da Schicksal hat es manchmal eilig, Du solltest versuchen, das zu akzeptieren. Ich glaube, das ist besser so.

    Für Deinen Vater ...

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    AW: Behandlungsfehler mit Todesfolge

    Tomsten, dass Aufklärung Maxxys Trauer im Weg stehen würde, ist Bullshit. Aber sowas von. Menschen trauern ganz unterschiedlich. Dafür gibt es keine Regeln, sondern nur vielfältige Pfade, die jeden auf seine Weise zum Ziel bringen. Manchen tut es gut, Dinge (auch wenn es Unklarheiten gibt) unhinterfragt zu akzeptieren. Andere können mit einem Verlust und mit Trauer am besten umgehen, wenn sie bis in's Detail verstanden haben, was passiert ist. Jeder hat seinen eigenen, ganz genau für ihn oder sie passenden Weg.

    Maxxy, mein Beileid zu Deinem Verlust. Es ist sicher schwer, mit einem so plötzlich eingetretenen Tod klarzukommen. Ihr hattet keine Zeit, voneinander Abschied zu nehmen. Ich wünsche Dir sehr, dass Du diesen Abschied in Gesprächen mit Anderen über den Verstorbenen, und in der Sorge um den Verstorbenen, die sich in den verschiedenen Ritualen der Trauer und des Bestattens oder auch eigenen, ganz persönlichen Trauerformen ausdrückt, ein wenig nachholen kannst.

    Wenn Du Aufklärung darüber willst, ob bzw. inwieweit ein eventueller Behandlungsfehler den Tod Deines Vaters herbeigeführt oder beschleunigt hat, dann hätte ich volles Verständnis dafür. Mir würde es wahrscheinlich auch so gehen, dass ich im Verdachtsfall zumindest einmal eine unabhängige Begutachtung herbeiführen wollen würde. Das macht den überraschenden Tod Deines Vaters zwar nicht ungeschehen. Aber vielleicht hilft es zu verstehen, was passiert ist. Wie man bei einem solchen Verdacht vorgehen kann wird in folgenden Links beschrieben:

    http://www.bmg.bund.de/themen/praevention/patientenrechte/behandlungsfehler.html
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/behandlungsfehler-patientenrechte-bei-verdacht-auf-aerztepfusch-a-853988.html
    http://www.aachener-zeitung.de/ratgeber/gesundheit/verdacht-auf-behandlungsfehler-an-wen-patienten-sich-wenden-koennen-1.1317553

    Ein Vorsichtshiweis allerdings: Menschen trauern unterschiedlich. Das bedeutet auch: Sogar Angehörige trauern unterschiedlich. Falls Deine Mutter noch am Leben ist bzw. falls es weitere Geschwister gibt, dann ist es sicher ratsam, entsprechende Schritte nur zu gehen, wenn auch sie damit einverstanden sind.

    Alles Gute, britwi

  5. Inaktiver User

    AW: Behandlungsfehler mit Todesfolge

    mein aufrichtiges Beileid, das ist echt hart!

    mein Vater war genauso alt, als er gehen musste.....

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