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    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    ich denke es liegt an uns, das diese menschen sich hier integrieren koennen und finde es gut, das die bevoelkerung sich so engagiert und den direkten kontakt zu den menschen sucht, denn nur so kann man ein ghettoisierung vermeiden und eine wirkliche integration foerden

    deutschland fehlen nachwuchs- und vor allem fachkraefte, schaut man sich einmal die statistiken an

    und schaut man sich die menschen an die hierher fliehen, wird man schnell feststellen, das sehr viele eine gute ausbildung haben
    selbst wenn sie irgendwann in ihre heimat zurueckwollen, ich sehe in den naechsten jahren keine moeglichkeit das sich ( gerade in syrien ) etwas an der lage aendert

    deutschland ist ein reiches land es duerfte kein problem darstellen die fluechtlinge unterzubringen und auch finanziell zu unterstuetzen

    in unserer gegend ist dieser tage ein infoabend, ich habe zwar keine zeit dorthin zu gehen, aber werde mich sicher in absehbarer zeit vor ort einsetzen, auch da ich zeit habe

  2. gesperrt

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    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin auch etwas zwiegespalten...

    Aber eher nicht aus der Angst heraus sie könnten bleiben, einem den Job streitig machen etc.pp

    Nein, die Meisten wollen in ihre Heimat zurück, sie wären nicht hier wenn sie nicht müssten. Ich stelle mir immer vor, was wäre wenn wir fliehen müssten, mit nichts, und angewiesen auf die Hilfe Anderer?! Schreckliche Vorstellung.

    Auf der anderen Seite aber auch: da wollen "die Flüchtlinge" sich nicht in Ungarn registrieren lassen, weil sie dann dort bleiben müssten....ja nun ja, ich rette meine Haut da ist es mir doch egal wo ich erst mal bleibe oder?

    Da denke ich dann, haben die Flüchtlinge ein falsches Bild von Deutschland?

    In Bremen klappt es aber gut, heute Nacht sind wieder einige angekommen, die sind nun in einem Polizeirevier untergekommen...wurden freundlich empfangen.

    Im großen und ganzen tun sie mir leid!
    Ich lebe hier in dieser Stadt, wo die Leute lieber auf der Straße auf dem Bahnhof gecampt haben, als dass sie in Lager gegangen wären. Sie wollen ja weiter nach D. Aber trotzdem wird "uns" vorgeworfen, sie menschenunwürdig zu behandeln, kein Essen, kein Bett usw. Das stimmt so nicht. Leider wurde z.B. eine Videoaufnahme soweit im dt. Fernsehen "verfälscht", d.h. es wurde so dargestellt, als hätte ein Polizist eine Familie auf die Schienen geworfen, dabei war es so, dass der Mann sich geweigert hat, mit seiner Familie ins Lager zu gehen, schob die schwangere Frau mit Kleinkind auf dem Arm auf die Schienen, und der Polizist sprang hinterher und wollte sie retten. Auch in den Abendnachrichten wird unser Land als das schwarze Schaf dargestellt, warum aber nicht Griechenland? Diese Leute betreten die EU in Griechenland und nicht bei uns. Dort werden sie nicht registriert, hier schon, auch wenn nicht alle, weil sie es nicht wollen. Weil sie in D. bleiben wollen. Aber kein Mensch kann wirklich glauben, dass sie alle Arbeit finden werden und sich integrieren werden. Am Dienstag gab es grad im ZDF eine Sendung, Ein Land, zwei Welten - oder so ähnlich, da wurden in D. geborene Jugendliche gezeigt, die immer noch im Patriarchat leben wollen, dies auch von ihren Schwestern verlangen, aber auf die Frage, ob sie Deutsche wären, antworteten sie (frech) in die Kamera mit "ja". Ich glaube nicht, dass man sie bis auf wenige Ausnahmen voll integrieren kann. Und sie kommen jetzt in D. an und werden genauso in Zelten wohnen und auch nicht sofort arbeiten können (wenn sie es denn wollen). Aber es wird im Fernsehen erzählt, dass unser Land versagt hat, weil diese Leute menschenunwürdig leben mussten. Nein, sie hätten hier auch 3x am Tag Mahlzeiten bekommen, und ärztliche Hilfe, wollten dies aber nicht. In D. wird sie am Anfang zumindest auch nicht etwas anderes, als eine Turnhalle oder so erwarten: dann werden sie aber m.M.n protestieren, sie haben ja etwas anderes im "reichen D." für sich erhofft.

  3. Inaktiver User

    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Gemischte Gefühle? Die habe ich auch, wenn meine Nachbarin klingelt und um Hilfe bittet, gerade wenn ich gar keine Zeit habe...

    Aber darum geht es doch gar nicht. Das, was hier passiert, ist ein historischer Moment. Und historische Momente sucht man sich nicht aus, die kommen einfach. Man kann lediglich entweder klein oder groß denken (und handeln!).
    Jedem mit dauerhaft gemischten Gefühlen würde ich einfach mal raten, einem der Flüchtlingsheime einen Besuch abzustatten, die Menschen dort von Angesicht zu Angesicht zu erleben, mit ihnen zu reden, ihnen in die Augen zu sehen etc.

    Wer danach immer noch "gemischte Gefühle" hat, hat mE ein viel größeres Problem:
    Keine Fantasie, keine Empathie. Und kein historisches Bewusstsein.
    Geändert von Inaktiver User (07.09.2015 um 17:24 Uhr)

  4. Inaktiver User

    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Übrigens könnte man sich der Flüchtlingsthematik auch ganz zynisch-boshaft-utilitaristisch nähern.

    Stellt Euch vor, wir ermöglichen einem Haufen syrischer Einwanderer ein Studium in Deutschland und in zehn oder zwanzig Jahren ist der verfluchte Krieg irgendwann zu Ende.

    -In Syrien wird eine demokratische Regierung gewählt und zwei Drittel der Kabinettsmitglieder spricht fließend ...Deutsch .
    -Es wird eine neue Verfassung ausgearbeitet und ein wichtiges Vorbild ist das Grundgesetz von ...Deutschland.
    -In den Chefetagen der syrischen Firmen sitzen haufenweise Menschen, die allerbeste Beziehungen nach ...Deutschland haben.
    -Das Land wird wieder aufgebaut und es gibt Aufträge ohne Ende für ... deutsche Firmen

    Für unsere exportorientierte Wirtschaft ist es gar nicht so doof, wenn Syrien auf lange Frist ein bisschen deutsch wird.

  5. gesperrt

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    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Und noch etwas. Wenn ich mit nur 1 Hemd oder so fliehen würde, würde ich nicht alles wie einen Misthaufen zurücklassen, Kleidung, Spielzeug usw. Aber sie gehen ja davon aus, dass sie es im nächsten Land wieder zugeschoben bekommen. Sie wollten nicht ins Lager, harrten deshalb auf dem Bahnhof aus, verweigerten jegliche Hilfe, Wasser haben sie auf die Schienen geworfen, Essen weggeworfen, nur ihre Kinder durften etwas annehmen. Wenn ich nichts habe, hilft mir sogar ein Kleidungsstück und werfe es nicht weg. Ich verstehe nicht, dass manche Leute, sehr viele Leute die Wahrheit nicht sehen.

  6. gesperrt

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    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Ich muß gerade an die Einwanderer von Amerika denken,diese wurden von den Indianern meist auch willkommen geheißen,man wollte das Land mit den EW durchaus teilen...nun ja, wie es heute den Indiandern geht wissen wir.In Australien ist es kein bißchen anders gelaufen.

  7. Inaktiver User

    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Zitat Zitat von Michico Beitrag anzeigen
    Diese überzogenen Reaktionen , Luftballons und abfeiern, das finde ich nicht gut.
    Ja, das ist ein bisschen arg naiv.

  8. Inaktiver User

    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Zitat Zitat von Maria_H Beitrag anzeigen
    Wir müssen auch zusehen, daß die Plätze für Menschlichkeit auch von denen in Anspruch genommen warden können, die tatsächlich darauf angewiesen sind. Und nciht von Wirtschaftsfliehenden.
    Du meinst also, dass jemand, der in seinem Land keine Perspektiven hat, weil es dort keine vernünftige Regierung, keine Arbeit, keinen Wohnraum gibt, also jemand, der in seinem eigenen Land weder sich selbst noch seine Familie ernähren kann, nicht auf Menschlichkeit angewiesen ist?

  9. gesperrt

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    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Wir können uns aber die wirtschaftl. und regierungsbedingten Unzulänglichkeiten anderer Länder nicht auflasten.

  10. Inaktiver User

    AW: Immer mehr Flüchtlinge - sind sie wirklich willkommen ?

    Natürlich nicht. Aber wir können die Menschen auch nicht einfach zurückschicken oder umkommen lassen.
    Das gesamte Problem ist einfach ein bisschen komplexer und erfordert daher komplexe Lösungen. Und zwar, indem man, wie im EP angedeutet, nicht nur eine Perspektive einnimmt, sondern von vielen Seiten beleuchtet und tätig wird.

    In einem Land, in dem - einigermaßen spontan! - Milliarden von Euros für Bankenrettungen u.ä. locker gemacht werden können, ist auch Geld für die Flüchtlinge da. Und eigentlich noch viel mehr, es ist eine Frage der Prioritäten.

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