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    Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Ich bitte um Unterstützung mit Ideen und Erfahrungen zu einem etwas anrüchigen Thema.

    Es geht zwar um das Thema Wohnung-Mehrfamilienhaus-Eigentumswohnungen, aber da paßt die Frage nicht so richtig rein, erstens weil ich sie weder zu Mietwohnungen noch zu Eigenheim zuordnen kann und weil es eben auch nicht um Mietrecht oder Hauskauf oder ähnliches geht. Wenn es hier völlig unpassend ist, bitte verschieben.

    Ich wohne in einem Haus mit vielen Eigentumswohnungen, ein Teil vermietet, ein Teil von den Eigentümern selbst bewohnt. Viele wohnen schon sehr lange im Haus, ich auch.
    In einer der vermieteten Wohnungen wohnt anscheinend ein Messi, er schleppt alles Mögliche und Unmögliche in die Wohnung - könnte mir ja egal sein. Er zahlt anscheinend seine Miete pünktlich, er ist nicht laut oder stört sonst irgendwie, aber...

    ABER ES STINKT AUS DER WOHNUNG! Wirklich sehr heftig, natürlich tageweise unterschiedlich, jetzt im Sommer merkt man es mehr als im Winter, es stinkt wenn man ins Haus kommt, es stinkt auf den Balkons der darüber liegenden Wohnungen, wenn die mal draußen sitzen wollen, an manchen Tagen stinkt das gesamte Treppenhaus bis oben hin.

    Die Rechte der Mieter sind ja sinnvoller Weise in letzer Zeit ziemlich gestärkt worden, es wird also nicht so einfach sein, den Mann einfach so rauszuklagen. Das halte ich sowieso nicht für besonders sinnvoll, weil man das Problem dann ja nur verschieben würde und andere sich darum kümmern müßten, die dann genauso dumm dastehen würden wie wir.
    Die Eigentümergemeinschaft fordert die Verwaltung auf, was zu tun, es sollte schon irgendwie vor Gericht - aber ich weiß 1.) nicht ob das Erfolg haben würde und denke 2.) nicht, dass das der richtige Weg wäre.

    Hat jemand solche Situationen schon mal erfolgreich gelöst? Gibt es da irgendwelche Wege über soziale Betreuung oder Ähnliches, die in solchen Fällen helfen kann?

    Bin für jeden Tip dankbar.
    LG Juni

  2. gesperrt

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    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Zitat Zitat von Juni15 Beitrag anzeigen

    Die Rechte der Mieter sind ja sinnvoller Weise in letzer Zeit ziemlich gestärkt worden, es wird also nicht so einfach sein, den Mann einfach so rauszuklagen. Das halte ich sowieso nicht für besonders sinnvoll, weil man das Problem dann ja nur verschieben würde und andere sich darum kümmern müßten, die dann genauso dumm dastehen würden wie wir.
    Die Eigentümergemeinschaft fordert die Verwaltung auf, was zu tun, es sollte schon irgendwie vor Gericht - aber ich weiß 1.) nicht ob das Erfolg haben würde und denke 2.) nicht, dass das der richtige Weg wäre.


    Bin für jeden Tip dankbar.
    LG Juni
    Hat denn schon jemals jemand mit dem Mieter geredet? und zwar normal, ohne Vorwurf? was, zugegeben, schwierig ist.

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    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Danke für Deine Antwort!
    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Hat denn schon jemals jemand mit dem Mieter geredet? und zwar normal, ohne Vorwurf? was, zugegeben, schwierig ist.
    Da bin ich ehrlich gesagt etwas skeptisch, weil viele Bewohner im Haus zwar wenn man sie zu nehmen weiß, ganz nett sind, aber nicht sehr diplomatisch . Und tw. auch etwas umständlich.

    Aber: ja, er ist schon darauf angesprochen worden, auch nett, mit dem Ergebnis, dass er genauso nett geantwortet hat, er wisse gar nicht was gemeint ist, er riecht nix. Auch wieder klar, dass er das selber nicht riecht.

    Aber es gab auch schon heftigere Auseinandersetzungen.

    Ich selbst habe mich aus verschiedensten Gründen bisher da raus gehalten, wohl aber schon öfter den Nachbarn gegenüber angeboten, mich an einer Lösung, Gesprächen usw. zu beteiligen. Ich wollte das nur nicht federführend betreiben. Hintergrund: ich bin recht wenig davon betroffen (auf Grund der Wohnlage), ich bin jobmäßig mehr eingebunden als die meisten anderen im Haus, ich kenne den Eigentümer (=Vermieter) nicht - viele andere schon.

    Da es aber nun bisher überhaupt keine sinnvollen Bewegungen gab und demnächst eine Zusammenkunft ansteht, suche ich nach Ratschlägen bzw. Erfahrungen, ob es Institutionen gibt, die in solchen Fällen unterstützend eingreifen können usw. Denn klar sollte man mit ihm reden, aber ohne Frage braucht der Mann irgendwie Hilfe.

    Kurz: ich denke, dass ich mich da dann doch drum kümmern werde und will mich darauf vorbereiten.
    LG Juni

  4. Inaktiver User

    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Das einzige was mir dazu einfällt ist, sich an den Eigentümer zu wenden. Er soll einen Wohnungsbesichtigungstermin mit dem Mieter machen und sich dann mal die Wohnung ansehen, wie die denn aussieht. Dürfte ja auch in seinem Interesse sein, dass die Wohnung nicht mehr als nötig abgewirtschaftet wird und er beim Auszug seines Mieters hohe Renovierungskosten hat. Dieses Recht der Besichtigung hat der Eigentümer. Evtl. sollte auch der Verwalter eingeschaltet werden.
    Fallst du Mieterin bist, würde ich mich da heraus halten. Das ist Angelegenheit der Verwaltung und des/der Eigentümer. Die müssen sich darum kümmern.

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    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Danke!

    Zur Erklärung: mir gehört die Wohnung in der ich wohne. Insofern fühle ich mich schon irgendwie verantwortlich, an der Problemlösung mitzuwirken, zumal die bisherigen Aktivitäten von Verwaltung und dem Vermieter der Wohnung ja offensichtlich nicht zielführend waren.

    Dazu kommt, dass ich es für falsch halte, den Mann wie auch immer aus der Wohnung zu kriegen. Einerseits verschiebt man das Problem dann nur auf ein anderes Haus. Viel wichtiger ist mir aber, dass das ja vielleicht nicht gleich ne Krankheit, sicher aber eine psychische Beeinträchtigung ist und es sinnvoll ist, dass ihm Unterstützung zuteil wird.

    Es bleibt mir also nur, "die" (Verwaltung, Vermieter) weiter rumwurschteln zu lassen oder mich selber zu engagieren. Da ich mich aber in dem Themenkreis "(psycho-)soziale Unterstützung, Ansprechpartner, Betreuung" überhaupt nicht auskenne, suche ich nach den entsprechenden Informationen.

    Das heißt, ich will, wenn das Thema bei der Versammlung dran ist, nicht nur meckern, sondern möglichst schon Ideen haben, mit denen allen geholfen werden kann. Ich hoffe natürlich auch, dass dieser Eigentümer dabei ist und ich ihn dort ansprechen kann. Wie schon geschrieben: ich kenne ihn leider nicht.

  6. Inaktiver User

    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Wenn ihr demnächst Eigentümerversammlung habt, dann schreibe der Verwaltung ein e-mail und lasse dieses Problem als Tagungsordnungspunkt aufnehmen. Dann wird bei der Versammlung offiziell darüber gesprochen und entschieden, was da weiter zu tun ist. Ich kann dich schon verstehen, dass du da helfen willst. Aber glaube mir, du kannst dir da gewaltigen Ärger einhandeln. Es geht dich zwar schon was an, aber dieses Problem muss der Verwalter (kriegt ja für seine Arbeit auch genügend Geld) in Zusammenarbeit mit dem Verwaltungsbeirat (sofern vorhanden) und dem Eigentümer klären.

  7. Inaktiver User

    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Meine Eltern hatten einen Mann oben im zweiten Stock wohnen, der völlig verwahrloste. Die Nachbarn unter ihm haben dann mal bei ihm in der Wohnung Fotos gemacht und der Vermieter Gesellschaft geschickt. Der Mann war dann schnell weg und wurde glaube ich dann auch betreut, die Wohnung musste erst mal vom Kammerjäger behandelt und anschließend saniert werden! Wenn das Ungeziefer sich im restlichen Haus verbreitet hätte, dann gute Nacht...

    Bei meiner Tante, die im zweiten Stock im selben Block wie meine Eltern wohnt, hat unten im EG eine Messie Tante gewohnt. Jeder hat sich beschwert, nur meine Tante, die soziale Seele hat die Dame immer wieder in Schutz genommen. Als dann der ganze Müll in der Wohnung, der aus sehr viel Papier bestand, durch eine vergessene Kerze Feuer fing und der komplette Block wegen der Gefahr von explodierenden Gasleitungen evakuiert werden musste und wochenlang der Gestank und Ruß im Haus war, hatte auch meine Tante den Kanal voll und hat die Nachbarin zusammen gefaltet, als diese heulend ankam, dass ihr die Wohnung genommen worden sei...

    Dein Verständnis in Ehren, aber solchen psychisch kranken Leuten hilfst du nicht damit solange sie selbst keine Hilfe für nötig erachten. Wenn der Bewohner schon meint, er rieche nichts und sieht kein Problem, glaube ich an keinen guten Ausgang. Wenn ihr nicht alle vom Ungeziefer befallen werden oder abbrennen wollt, sollte die Eigentümergemeinschaft dringend handeln. Wenn er so ein schlimmer Fall ist, kommt vielleicht auch eine Meldung an eine Sozialbehörde in Frage, vielleicht braucht er eine Einweisung, um behandelt zu werden.

  8. Inaktiver User

    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Zitat Zitat von ilazumgeier Beitrag anzeigen
    Hat denn schon jemals jemand mit dem Mieter geredet? und zwar normal, ohne Vorwurf? was, zugegeben, schwierig ist.

    Hat der Mann Freunde, Bekannte, Angehörige, die evtl mal zu Besuch kommen. Geht er einer geregelten Arbeit nach?
    Ihr solltet wirklich erst mal versuchen, mit ihm in Kontakt zu kommen - und mit Menschen in seinem Umfeld. Natürlich liegt der Verdacht nahe, dass es sich hier um eine psychische Beeinträchtigung handelt. Aber genau weiß das ja wohl keiner. Und über die Köpfe des Betroffenen hinweg irgendwas regeln zu wollen, finde ich nicht in Ordnung. Auch psychisch kranke Menschen haben das Recht, dass man ihnen mit Respekt begegnet.

  9. gesperrt

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    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Ist überhaupt sicher, dass er ein Messie ist?

    Oder stinkt in seiner Wohnung vielleicht irgendwas ganz anderes?

  10. Inaktiver User

    AW: Geruchsbelästigung im Mehrfamlienhaus

    Ich würde mich in so einem Fall an die Hausverwaltung wenden und das Problem auf die Tagesordnung bei der nächsten Versammlung setzen. Die Hausverwaltung kann sich bei mehreren Beschwerden aber auch zwischendurch schon einmal an den Eigentümer wenden und intervenieren, dass er etwas unternimmt.

    Etwas unternehmen wäre in dem Fall zuerst einmal eine Wohnungsbesichtigung. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Messi handelt, würde ich mich an den sozialpsychiatrischen Dienst wenden, ggf. auch ans Gesundheitsamt, wenn erstere Stelle nichts unternimmt.

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