Ich fühle mich fast immer zuvorkommend und höflich behandelt von Leuten / Unternehmen, die mir was verkaufen / mich als Kunden halten wollen. Ich wiederum behandele sie zuvorkommend und höflich, weil sie etwas haben, was ich haben will.
Klappt für gewöhnlich recht gut, insofern sehe ich in Deutschland keine Servicewüste.
Schwierig wird es wohl meist erst, wenn Kunde sich für König und nicht für Kunde hält und entsprechendes Gebaren an den Tag legt.
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Thema: Servicewüste Deutschland ?!
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09.12.2014, 10:56
AW: Servicewüste Deutschland ?!
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09.12.2014, 11:10
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Es liegt am Kunden zu entscheiden, ob er Dinge bei einem Stundenlohn von 60 € reparieren lassen möchte oder für das Doppelte Neuware kauft. Von den 60 € bekommt der Geselle höchstens 16 € als Lohn, alles andere sind Steuern, Abgaben, Versicherungen, Ladenmiete und Nebenkosten, und der Chef muss auch von irgendwas leben. Das mag man bejammern, ist aber so.
Einzelhändler beklagen sich, dass Kunden sich sehr umfassend beraten lassen - und dann die Ware online bestellt. Der Onlinehändler braucht keinen Laden, kein Beratungspersonal, er liefert, was Einzelhändlerkollegen dem Kunden empfohlen haben, und dadurch natürlich auch billiger.
Wenn Deutschland (ich fürchte das betrifft inzwischen nicht nur dieses Land) zu einer Servicewüste verkommt, müssen wir uns als Kunden an die Nase fassen. Wir haben die kleinen Lebensmittelläden (Tante-Emma-Läden) ausgehungert, wir haben Schuhmacher und Uhrmacher vertrieben, aber beklagen uns über Servicemangel.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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09.12.2014, 11:17Inaktiver User
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09.12.2014, 12:21Inaktiver User
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Wo man sich nicht um Kunden bemühen muss, bleibt der Service schon mal auf der Strecke
Wo aber um jeden Kunden gebuhlt wird, ist der Service oft richtig hochklassig.
Geplante Obsoleszenz (das nach einer bestimmten Lebensdauer "eingebaute Kaputtgehen") eines Artikels hat nichts mit "Service" zu tun. Es hat zu tun mit Ökonomie und Ökologie und nicht zuletzt mit Arbeitsplätzen.
"Service" ist für mich eine Dienstleistung am Kunden. Diese Dienstleistung ist in keinem Fall "kostenlos" und wird immer irgendwo bezahlt. Erst dort, wo die Gewinnspannen so minimal sind, dass man "Service" nicht mehr anbieten kann, ohne irgendwo die Kosten einzusparen, leidet die Qualität.
Viele Firmen mit geringen Verdienstspannen gehen nämlich dazu über, lieber Service anzubieten und diesen Service über Einsparungen bei der Produktqualität zu finanzieren.
Eine bekannte Küchenmaschine, wie wir sie schon vor über 30 Jahren erworben haben und noch heute benutzen, gibt es augenscheinlich baugleich noch heute. Nur sind heute keine Metalllager mehr verbaut, sondern Kunststofflager, was freilich die Lebensdauer verkürzt, aber die Produktionskosten senkt. Dafür kann ich dort immer noch einen gut ausgebauten Außendiensttechniker oder/und eine gut erreichbare Hotline bemühen, die es bei anderen Herstellern längst nicht mehr gibt.
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09.12.2014, 12:46
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Ja, was für ein Personal hat heute schon ein Restaurant? Es gibt welche, da kann die Bedienung zu einzelnen Speisen und Getränken etwas sagen und raten, oder man hat eine Aushilfskraft eben ohne Ahnung. z.B meine Enkelin, 17 Jahre jobbt am Wochenende in einem Restaurant. Meistens freundlich und schnell, aber schnell verletzt, wenn jemand sie als dumme Pute behandelt, weil sie von einer Sauce béarnaise oder einem Entrecôte noch nie was gehört hat, noch weiß wie das schmeckt. Einen ausgebildeten Kellner kann sich der Laden nicht leisten.
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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09.12.2014, 12:48Inaktiver User
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09.12.2014, 12:59
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Bist Du ein Mann? Die meinen öfter, sie müssten Frauen die Welt erklären. Ich kann Dir versichern, hier gibt es durchaus Frauen, die Fremdwörter kennen (hier gibt es sogar berufstätige Frauen mit höherem Schulabschluss!). Wenn nicht, wird gefragt. Um Dir also das Schreiben zu vereinfachen, schreib einfach wie Du möchtest - sprich, wie Du in einem Männerforum schreiben würdest. Hm, oder vielleicht besser doch nicht ... :- )
Geändert von Fourthhandaccount (09.12.2014 um 13:06 Uhr)
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09.12.2014, 14:23
AW: Servicewüste Deutschland ?!
njaja..kommt immer darauf an..was man kauft wo mnn hin geht usw. Es gibt Dinge da brauch man keinen großen Service bei einigen schon. Aber dann musss man aber auch bereit sein ein wenig mehr zahlen zu wollen????Das ist das Problem in D: Wir wollen alles Billig Billig und dann immer alles. Das geht natürlich nicht! Ausserdem muss man auch an die Löhne denken, derer die Service dann machen müssen!
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09.12.2014, 17:54Inaktiver User
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Is´ nich wahr??!!

Echt jetzt??
Das ist aber nett von Dir.
Mal als Hinweis: Ich schreib in einigen Foren und mache zwischen den Usern mit Zipfelchen und denen ohne Zipfelchen absolut keine Unterschiede. Ich gehe aber aufgrund meiner Erfahrungen aus vielen Jahren davon aus, dass nicht jeder jedes Fremdwort kennt und übersetze dann schon mal weniger gebräuchliche.
Wenn sich damit jemand in seiner Eitelkeit gekränkt sieht, dann kann ich leider auch nicht helfen. Ein Mann hat mich jedenfalls noch nicht darauf angesprochen, dass ich ihn wohl für dumm/ungebildet hielte, nur weil ich einen Begriff erläutere. Vielleicht haben die aber mehr Selbstbewusstsein als Du.
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09.12.2014, 18:32
AW: Servicewüste Deutschland ?!
Ich würde auch sagen, daß man positive und negative Erfahrungen macht.
Beim Badmöbelkauf für das Haus meiner Tochter erlebte ich kürzlich eine Verkäuferin in meinem Alter(ü 50),die sich dermaßen arrogant und herablassend den jungen Kunden gegenüber benahm, daß einem jegliche Lust verging in diesem Geschäft Geld auszugeben. Bei Karstadt, wo angeblich ja alle immer sehr um ihre Jobs bangen, stehen in einer Abteilung immer (wenn ich dort bin) mehrere Verkäuferinnen zum netten Plausch zusammen. Sie lassen sich auch nicht von Kunden, die offensichtlich eine bestimmte Größe suchen, aus der Ruhe bringen. Unterhalten wird sich in einer Lautstärke, wo man offensichtlich mitbekommt, daß es nicht um Dienstliches geht. Genauso gut gibt es aber Verkaufspersonal, was nett und freundlich bedient.
In der Gastronomie habe ich schon öfters erlebt, daß nicht mal mehr der Kellner weiß auf welche Seite das Besteck gehört und sich meist an eine Ecke des Tisches stellt und Getränke von den Gästen durrchreichen lässt.Mit Service hat das nur noch wenig zu tun. Häufig erlebe ich auch, daß nach dem Essen in einer größeren Gruppe nur noch ganz sporadisch ein Kellner vorbeischaut und man lange auf dem Trockenen sitzt.Enkelkinder sind das Dessert des Lebens


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