Es gibt auch etliche Sachen, die total billig sind, wenn man Geld hat, und unglaublich teuer, wenn man keines hat. Mir ist z.B. kürzlich ein nettes kleines Detail im Bankverkehr aufgefallen, das mich 16 cent gekostet hat, weil mein Konto für ein paar Stunden überzogen war. Hätte ich nicht genug Geld, daß die Bank mir kommentarlos was leiht, wäre ein Scheck geplatzt, und das hätte mit Rückbuchung schon mal eine zweistellige Summe gekostet, plus die Kosten des Folgeärgers, die leicht dreistellig werden können.
Wenn man arm ist, kann man sich keine Fehler leisten. Wenn man Geld hat, merkt man vielleicht zwanzig Jahre nicht, daß man ständig den gleichen Fehler macht.
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27.04.2012, 21:03
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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27.04.2012, 21:12
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
Gut formuliert : wenn man arm ist, kann man sich keine Fehler leisten!
und muß halt mehr mit Geld, Gedanken....jonglieren, was Energie und Zeit frisst, die die, die etwas mehr haben, eben für "nettere" Dinge haben.
Es geht mir hierbei auch nicht um die RIESENUNTERSCHIEDE zw superarm und megareich.
Sondern dass ein paar Hundert € große Unterschiede machen
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27.04.2012, 21:14
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
Geändert von Sentenza (27.04.2012 um 21:47 Uhr)
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28.04.2012, 09:23Inaktiver User
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
Ich möchte auch "genug" Geld haben!

Meine Waschmaschine hat den Geist aufgegeben.
Sie hat die Steckdosen tot gemacht.
Kosten für Elektriker: 60 €
Ich kauf eine gebrauchte WaMa über kijji (sehr zu empfehlen bei Ebbe inner Kasse!)
Kosten incl. Transport: 80 €
Heute krieg ich die Heizkostenabrechnung: 180 € Nachzahlung
Und ausgerechnet in dem Monat, in dem meine Versicherungen fällig werden: 75 €
Betriebskostennachzahlung: 60 €
Nach Abzug aller laufenden Kosten hab ich im Monat 500 € zum Leben. Wenn ich die Rechnungen brav bezahle, bleiben mir 45 €.
In solchen Momenten fühle ich mich sehr arm.
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28.04.2012, 10:23
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
"Arm" heißt für mich, dass nicht genug Geld da ist, um auch unvorhergesehene Notfälle (Waschmaschine gibt den Geist auf, Nebenkostenabrechnung fällt höher aus als erwartet) bewältigen zu können, ohne längere Zeit von Nudeln mit Ketchup oder Brot mit Apfelmus leben zu müssen. So gesehen kenne ich einige arme Familien (Rentner, Alleinerziehende).
Die Definition von "reich" ist schon schwieriger... Hat man mehr Geld, als man momentan ausgeben muss, um vernünftig leben zu können, kann man noch Rücklagen bilden, könnte man das schon als reich bezeichnen
, "echt" reich ist man nach meinem Gefühl dann, wenn man sein Geld für völlig unnütze Dinge (Brillanten, Pelze, Luxusautos) raushauen kann, ohne die Konsequenzen am Kontostand zu spüren.
Die Frage, ob es sich arm besser lebt als reich, ist aber Mumpitz. Geld beruhigt ungemein, kann aber Glück nicht ersetzen, so man denn ein zufriedenes Leben mit Glück gleichsetzt (und das impliziert für mich die Frage schon... Besser arm und glücklich als reich und unglücklich... So gesehen entscheidet sich wohl fast jede/r für die erste Variante
).
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28.04.2012, 10:26
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
P.S.: man schläft eindeutig besser, wenn man weiß, dass man sich über die Zukunft keinen Kopf zu machen braucht, aber wer weiß schon, wie man mit 70 Jahren leben wird?
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29.04.2012, 10:50
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
hauptsache glücklich und gesund .. meint die TE ...ja, schon klar
die Frage ist doch, wie Du das auf Dauer bleibst ..
ob du glücklich leben kannst, wenn du Deinem Kind das völlig Normale und Notwenige streichen mußt, weil es nicht ins Familienbudget passt ???
ob die Liebe nicht dort am ehesten untergeht, wo jemand 12, 15 Stunden am Tag schufftet und dann reicht es nicht für das Nötigste und man teilt überwigend nur Sorgen finanzieller Art.. Sorgen die einem Jahrzehnte bleiben ???
gesund bleiben .. gesund leben .. das ist etwas was kostet ..
kucken wir mal in die USA, wo die Leute sicher wissen, daß sie jetzt jämmerlich ohne großartige Therapie an ihrem Krebs zu Grunde gehen, weil sie sich schon die nötigen Vorsorgeuntersuchungen gar nicht leisten konnten
Gesundheit ist bis zu einem bestimmten Maße von A-Z käuflich .. fängt irgendwie an bei Adipositas wegen mieser Ernährung an und endet bei Zahnersatz ...
schau hin in die Länder, wo sich die Leute ihren Medikamentencocktail bei einer HIV- Infektion eben nicht leisten können und wie ganz schnell dann Schluß ist mit glücklichem Leben ...
im Gegensatz zu denen, die sich das dann doch selbstverständlich Leisten und die volle medikamentöse Versorgung auf höchstem Standard haben können, weil sie zum einen gut versichert sind unzum anderen Zusatzkosten aus eigenr Tasche finazieren können
Reichtum macht nicht wirklich sooo unglücklich und wird oft viel weniger als Belastung empfunden, wie uns das Eingangspost meinen machen möchte.
Armut ist ein echts Hinderniss im Leben ...
Schau hin, welche Jobs manche nur aus dem einfachen Grund akzeptieren müssen, weil sie sich irgendwie finanzieren müssen ...
Arme werden überall auf der Welt ausgebeutete und das ohne Ende
Armut ist es, die Leute jeden Job zu jeder Kondition machen lässt ... hauptsache Geld verdienen.. irgendwie
ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit
ohne Rücksicht auf Umwelt ...
Ob es sich arm besser lebt ..
schau hin, wie diese Kumpels in Chile nach aus ihrer Rettung aus dem Berg leben
daß sie teilweise nichtmal in der Lage waren, geschenkte Motorräder zu behalten, sondern nur zum Überleben sofort verkaufen mußten und wieder in die Grube fahren, nur weil sie sich selbst unterhalten müssen ...
ich denke, man muß schon recht unreflektiert durch unsere Wohlstandgesellschaft schlurfen, wenn man solch eine Frage nicht offensichtlich beantwortet sieht.
Nein, es geht nicht darum, ob man auch alleine beim kostenlosen Waldspaziergang glücklich ist und da viel mehr Freude in der Natur empfindet als irgendwo auf der ShoppingMeile ...
Armut ist was anderes als sich mal ein paar Klamotten und Schuhe versagen zu müssen und ohne der neusten Schmuckkollektion auskommen zu müssen ...
Aber, es ist schlicht wenig dran am glücklichen Slumbewohner, der vor Lebensfreude tanzt und trotzdem in die Welt strahlt, auch wenn seine Kinder Hunger haben und ohne Chance auf Bildung sauberes Trinkwasser bleiben
Armut bedeutet Schmerz und Unglück für Millionen Menschen auf dieser Welt und die Bekämpfung von Armut ist wohl eines der wichtigsten humanitäten Ziele!!!
Gruß, B.Geändert von Blondine (02.05.2012 um 07:53 Uhr)
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29.04.2012, 18:36
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
So isses. Armut ist Angst und Streß und schlaflose Nächte, und nicht zum Arzt gehen obwohl man müßte, zu wenig Gelegenheit, sich zu erholen und schlechtes Essen zwischen Tür und Angel. Es gibt eine Korrelation zwischen Wohlstand und Gesunheitszustand/Lebenserwartung, ob das jetzt daher kommt, daß die Kranken arm sind oder daß die Armen krank werden oder beides, da fehlen scheint's noch Daten.** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
** ansonsten niemand besonderes **
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29.04.2012, 20:00Inaktiver User
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
hmm,also ich habe horus antwort auch gelesen und klar klingt es erstmal lässig,allerdings mit geld kann man viel mehr machen als shopping...das interessiert mich nämlich auch nicht so brennend...aber geld ist eine form von energie ,die man auch einsetzen kann,um arbeitsplätze,kreativität und wohlstand bei anderen zu schaffen(wenn man es denn nicht für sich braucht)und somit empfinde ich den umgang mit geld eigentlich als verantwortung.
geld auf sparkonten verschimmeln zu lassen ist traurig,denn wie viele junge unternehmer mit wahnsinnig tollen ideen bräuchten kapital so dringend.geld ist ein mittel zum zweck und der besteht nicht nur aus konsum und anhäufung von gütern sondern dient auch der umsetzung von neuen projekten.dann wird geld auch zufriedenstellend.
mit geld so umzugehen das es nie ausgeht ist eigentlich das beste,denn wie hier schon richtig von vielen festgestellt wurde ,ist reichtum und armut doch abhängig von der sichtweise...
aber jemand ,der 5 €in der tasche hat und sich als reich empfindet,ist es wirklich...denn es ist die empfindung ,die die realität in diesem moment spiegelt.
das geld (also richtig viel geld )frei macht ist ein irrglauben,denn man muss sich darum kümmern(sonst ist es recht verantwortungslos und unkreativ) und leider hat das leben mit geld auch viele nachteile,es gibt falsche freunde,neider,zocker und und und...das kann dahin gehen ,dass ein ganz normales leben mit durchschnittseinkommen eigentlich glücklicher macht,denke ich...es ist auch verdammt langweilig sich alles kaufen zu können und alles machen zu können und nicht ab und zu nur davon träumen zu dürfen...denn träume sind manchmal schöner als die realität.
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29.04.2012, 20:17Inaktiver User
AW: Reich oder Arm wie lebt es sich besser?
[QUOTE=Blondine;16645561
Aber, es ist schlicht wenig dran am glücklichen Slumbewohner, der vor Lebensfreude tanzt und trotzdem in die Welt strahlt, auch wenn seine Kinder Hunger haben und ohne Chance auf Bildung sauberes Trinkwasser bleiben
Armut bedeutet Schmerz und Unglück für Millionen Menschen auf dieser Welt und die Bekämpfung von Armut ist wohl eines der wichtigsten humanitäten Ziele!!![/QUOTE]
da hast du sicher mit einigem recht ,allerdings siehst du das aus deutscher sicht.
gerade in den sogenannten drittewelt ländern verfügen die armen menschen über eine gabe zum "trotzdem das beste draus machen" da könnte sich so jeder 2. deutsche mittelstandbürger eine scheibe von abschneiden.
sie lassen sich das leben trotz armut einfach nicht so vermiesen wie es hier einige bei 2500 € gehalt leben...
denkmal an die bilder von haiti und kuba...die menschen dort sind superarm ,aber dort sind die meisten menschen arm und vielleicht lässt es sich so besser aushalten?
ich war in einigen slums und ich habe dort nie schlechte laune gespürt wobei das leben sicher hart ist und andere prioritäten setzt.
schwierig wird es ,wenn armut und wohlstand aufeinander treffen wie hier eben in deutschen schulen.dann wird es einem ständig gespiegelt wie arm man ist und das geschieht hier auch ständig mit den hartz IV empfängern und das ist psychisch sehr schwer auszuhalten.



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