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    was haltet ihr von einer Typisierung

    Hallo,

    neulich hatte ich eine Sendung gesehen, da sprach ein Pfleger von seinem leukämikranken Neffen. Der Neffe brauchte dringend eine Knochenmarkspende sonst stirbt er. Leider hatte er keinen passenden Spender gefunden und der Junge ist gestorben.

    Da dachte ich mir, du lässt dich typisieren.

    Ich hatte also noch am gleichen Abend über das Internet etwas ausgefüllt und abgeschickt. Einpaar Tage später kam dann der Brief mit allem was ich dazu brauche um mich typisieren zu lassen.

    Würdet Ihr euch typisieren lassen oder kommt sowas gar nicht in Frage?

    Kennt Ihr jemanden der schon Knochenmark gespendet hat? Wenn ja, mit welcher Methote?

    Viele Grüße von Alou

  2. VIP

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    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich bin typisiert, schon seit Jahren. Allerdings war ich eine Weile wg. Schwangerschaft und Stillen gesperrt.

    Für meinen krebskranken Schwippschwager wurden Stammzellen von der Familie gespendet. Es geht ihm jetzt gut.
    Immer nur zu meckern auf das blöde Scheißsystem, das ist schön bequem, du bist nicht Teil der Lösung, du bist selber das Problem und feige außerdem, sei nicht so unsportlich, es geht nicht ohne dich, so funktioniert das nicht, es geht nicht ohne dich
    Die Ärzte

  3. gesperrt

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    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich würde das sofort machen lassen, unter Betäubung, weitere Schmerzen brauche ich nicht mehr.

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    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich bin schon seit Ewigkeiten (bestimmt schon 20 Jahren) typisiert und meine Daten liegen bei der DKMS (?). Bisher wurde ich erst zweimal angeschrieben, ich käme eventuell in Frage und solle noch mal mein Einverständnis erklären, was ich auch tat. Leider wurde es dann nichts.

    Ich gehe davon aus, dass jede Methode, Stammzellen zu entnehmen, schmerzfrei vonstatten gehen würde. Als ich mich typisieren ließ, gab es wohl nur die Methode, diese bei Vollnarkose aus dem Beckenkamm zu entnehmen, heute scheint es noch andere Methoden zu geben.

  5. Inaktiver User

    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich bin auch seit gut 20 Jahren Knochenmarkspenderin. Bisher wurde ich in all den Jahren einmal angeschrieben, weil ich evtl. als Spenderin in Frage kam, was aber nach einer weiteren Typisierung wieder hinfällig war.

    Die Chance, dass man tatsächlich Spender wird, ist im Grunde genommen sehr klein. Die größte Chance, einen Stammzellenspender zu finden, liegt in der eigenen Familie in der direkten Verwandtschaft. Sie liegt bei ca. 30 %. Wenn familiär niemand spenden kann, liegt die Wahrscheinlichkeit, einen Spender zu finden bei 1:20.000 bis 1: mehrere Millionen (geht aus HP der DKMS hervor).

    Es gibt momentan 2 Formen der Stammzellenspende. Die eine ist die von früher her bekannte Entnahme von Knochenmark aus dem Beckenkamm. Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, dauert ca. 1 Std. Er wird lt. DKMS bei ca. 20 % der Spender durchgeführt.

    Ca. 80 % der Entnahme erfolgt durch eine Apherese:

    1. Die periphere Entnahme von Stammzellen (Apherese)
    In ca. 80 % der Fälle wird die Entnahme von Stammzellen peripher durchgeführt. Bei dieser Methode spritzen Sie sich in der Regel selbst über fünf Tage hinweg einen Wachstumsfaktor (hormonähnlicher Stoff) unter die Haut. Dieser Stoff mit dem Namen G-CSF bewirkt, dass die Stammzellen, die überwiegend im Knochenmark vorkommen, vermehrt produziert und ins fließende Blut ausgeschwemmt werden.

    Nach Abschluss dieser Vorbehandlung können die Stammzellen über ein spezielles Verfahren (Apherese) aus dem Blut gesammelt werden. Dazu werden an beiden Armen venöse Zugänge gelegt. Das Blut fließt von einem Arm durch einen Zellseparator und über einen zweiten Zugang in den Körper zurück. Diese Methode erfolgt ambulant, ohne Einsatz von Narkose und dauert in der Regel mindestens vier Stunden. In 20 % der Fälle muss die Apherese am nächsten Tag wiederholt werden, um ausreichend Stammzellen zu gewinnen.
    Quelle: DKMS.de

    Je mehr Menschen sich als Knochenmarkspender registrieren und sich typisieren lassen, um so größer ist die Chance für Erkrankte, die auf eine Spende zum Überleben angewiesen sind, einen geeigneten Spender zu finden. Und: Es könnte einen selbst ja auch mal treffen.

  6. Inaktiver User

    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich wollte mich vor wenigen Jahren für einen kranken Freund typisieren lassen, ging aber nicht, ich war zu alt (60+).
    Für diesen Freund wurde, außerhalb des Familienkreises ein Spemder gefunden. Auf Anfrage lehnte der aber ab. Ich fand das damals ziemlich schlimm, andererseits war es natürlich sein gutes Recht. Ich frage mich dennoch, wie er mit der Entscheidung lebt.

  7. gesperrt

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    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Ich bin auch bei der DKMS registriert und typisiert.

    Bisher kamen aber meine HLA Merkmale wohl noch nicht in Frage. Ich würde sowohl per Apherese als auch per Stanzentnahme eine Spende leisten.

  8. Inaktiver User

    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Jofi, wurde für deinen Freund denn noch jemand anderes gefunden? Wenn ja, hat er ein riesiges Glück gehabt. Im Grunde genommen haben Erkrankte schon dann riesiges Glück, wenn überhaupt ein passender Spender gefunden wird.

    Ich weiß nicht, welche Gründe man hat, wenn man sich in letzter Minute dann doch gegen die Spende entscheidet, ich hoffe auch, dass es dann wirklich gute Gründe waren. Ich glaube aber, dass es eine nicht unbeträchtliche Menge Spender gibt, die sich im Rahmen einer Spendenaktion, wo über die Medien mit viel Herzschmerz verzweifelt nach Spendern für ein kleines Kind gesucht wird, aus Mitleid für eben diese Person hinreißen lassen. Sie realisieren nicht oder verdrängen an dem Punkt aber, dass die Aufnahme ins Spendenregister sich eben nicht auf die Spende für diese bestimmte Person beschränkt, sondern dass sie im Falle eines Falles evtl. auch für andere Kranke in Frage kommen könnten.

    Ich habe früher an zweier solcher Spendenaktionen in den Anfängen der DKMS organisatorisch mitgeholfen, wir haben jeden Einzelnen, der sich typisieren lassen wollte, explizit darauf hingewiesen, dass diese Registrierung aber nicht nur XY gilt, sondern dass man dann in der Datenbank steht und generell als Spender geführt wird. Für die meisten war das in Ordnung, es gab aber auch genügend Leute, für die das Anlass war, doch wieder zu gehen.

  9. gesperrt

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    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es gab aber auch genügend Leute, für die das Anlass war, doch wieder zu gehen.
    Da frage ich mich doch wirklich nach den Beweggründen. Also entweder will ich helfen oder ich will nicht helfen. Aber wir kommen Menschen darauf sich den Empfänger quasi "aussuchen" zu können?
    Und wie würden diese Menschen sich fühlen, wenn sie in der Situation wären Stammzellen zu benötigen?

  10. Inaktiver User

    AW: was haltet ihr von einer Typisierung

    Naja, die wollten halt nur für eben das Kleinkind spenden, für das gerade diese Typisierungsaktion durchgeführt wurde, kein Blick nach links oder rechts. Ich finde das auch legitim, dann aber sollten sie wirklich gehen und sich eben nicht typisieren lassen. Denn für einen anderen Kranken, für den sie dann evtl. tatsächlich in Frage kommen könnten, ist es dramatisch, wenn sie ihre Einwilligung zur Spende dann doch zurückziehen, weil ihre Registrierung vor Jahren evtl. nur halbherzig erfolgte. Darüber sollte man sich im Vorfeld schon im Klaren sein.

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