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  1. User Info Menu

    Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Hallo,
    ich tu mich hier gerade ein wenig schwer, das richtige Unterforum für meine Frage zu finden, also falls hier verkehrt bitte verschieben

    Sohn steht kurz vor Bewerbung bei einem Unternehmen, welches Einträge ins VZR sehr kritisch betrachtet.
    Sohn hat FS mit 17 gemacht, ist nun 18 - FS ist also noch auf Probe.
    Sohn fährt mit Mamas Zweitwagen, ist auch als Fahrer mit eingetragen.

    Brief vom Landkreis XYZ wirft vor, nach Toleranzabzug 31km/h außerhalb geschl. Ortschaft (BAB) zu schnell gewesen zu sein, erlaubt waren 100km/h
    Für meinen Sohn würde das bedeuten 3Punkte + keine weitere Ordnungswidrigkeit innerhalb des nächsten Jahres, sonst Fläppe weg.

    Das Schreiben ist an mich als Halterin adressiert und gibt mir auch die Möglichkeit, die Aussage zu verweigern - wegen vorliegendem Verwandtschaftsverhältnis. Mir könnte dann ein Fahrtenbuch aufgezwungen werden.
    So.

    Pädagogisch, rechtlich und moralisch fände ich es richtig, wenn Sohn seinen Hals hinhalten müsste.
    Vom Elternstandpunkt gesehen möchte ich sehr, dass er den gewünschten Job ergattert.

    Hat hier jemand schonmal ein ähnliches Dilemma vor sich gehabt? Was würdet Ihr tun?
    I slipped into the embrace of my wraparound shades.
    T.C.Boyle

    Don`t trust a perfect person and don´t trust a song that´s flawless.
    21Pilots

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    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    ich habe den strafzettel, der an mich kam, als halterin, bezahlt.

    und den zettel meiner tochter auf den schreibtisch getackert.

    mit der klaren ansage: ich bekomme das geld von dir- und das passiert nicht wieder.

    sie hat das geld bei mir abgestottert und es kam nie wieder vor.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. gesperrt

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    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Eigentlich meine ich, dass in unseren Zeiten viel zuwenig auf moralische Fragen geachtet wird (ja klar, wenn man selbst zu Schaden kommt ist das Geschrei gross aber vorher nicht).

    Aber bei 100 zu 130 würde ich sagen: bei den heutigen Fahrzeugen merkt man den Unterschied kaum. Man braucht ja bloss mal kurz aufs Gaspedal zu drücken und schon ist man 20-30 km/h zu schnell.

    Und wenn man bedenkt, dass dein Sohn noch in einem Alter ist, wo er als Heiss-Sporn bezeichnet werden darf und das Auto-Fahren super viel Spass macht, würde ich an deiner Stelle die Schuld auf mich nehmen.

  4. Inaktiver User

    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Es geht ja prinzipiell nur um die Punkte oder?
    Denn dass er das Geld - familienintern - bei dir abstottert, halte ich eigentlich für eine Selbstverständlichkeit....
    Müssten wohl um die 80 Euro sein oder?

    Und ganz ehrlich: die Punkte würde ich in Anbetracht der Job-Aussicht als Mutter auf mich nehmen. Wenn du sonst selbst keine Punkte auf deinem Konto hast, und du sie dir deshalb "leisten" kannst, würde ich es tun....

    Allerdings würde ich mir den Sohn nochmal vorknüpfen. Egal ob Autobahn oder nicht: 30km/h zu schnell als Fahranfänger ist ein No-go!!! Er gefährdet nicht nur sich selbst damit!
    Bei sowas kriege ich immer - vielleicht berufsbedingt - ganz arge Zustände!

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    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Zitat Zitat von fiorina Beitrag anzeigen
    Pädagogisch, rechtlich und moralisch fände ich es richtig, wenn Sohn seinen Hals hinhalten müsste.
    Vom Elternstandpunkt gesehen möchte ich sehr, dass er den gewünschten Job ergattert.
    Aber wegen genau dieses sehr menschlichen Zwiespaltes gibt es ein Aussageverweigerungsrecht. Das Recht will dich nicht zwingen etwas zu tun, was Du auch als "unmoralisch" empfinden würdest - nämlich Dein Kind "verpfeifen".

    Vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen empfinde ich als völlig unproblematisch. Die Polizei kann den Fahrer anders ermitteln, wenn sie will. Wenn sie es nicht schafft - Glück für Deinen Sohn

    Etwas anderes ist die Frage, ob Du den Strafzettel auf Dich nimmst. Das täte ich persönlich nicht. Aber wenn Du es tätest, fände ich es vor dem Hintergrund Deiner Erklärung absolut verständlich und auch nicht unmoralisch.


    I am the master of my fate: I am the captain of my soul.

    William E. Henley

  6. Inaktiver User

    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Wenn er geblitzt wurde, wird er sowieso ermittelt werden.

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    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es geht ja prinzipiell nur um die Punkte oder?
    Und darum, ob er seinen Führerschein behält oder nicht, wenn ich es richtig verstanden habe.


    I am the master of my fate: I am the captain of my soul.

    William E. Henley

  8. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Zitat Zitat von ikara Beitrag anzeigen
    Aber wegen genau dieses sehr menschlichen Zwiespaltes gibt es ein Aussageverweigerungsrecht. Das Recht will dich nicht zwingen etwas zu tun, was Du auch als "unmoralisch" empfinden würdest - nämlich Dein Kind "verpfeifen".

    Vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen empfinde ich als völlig unproblematisch. Die Polizei kann den Fahrer anders ermitteln, wenn sie will. Wenn sie es nicht schafft - Glück für Deinen Sohn

    Etwas anderes ist die Frage, ob Du den Strafzettel auf Dich nimmst. Das täte ich persönlich nicht. Aber wenn Du es tätest, fände ich es vor dem Hintergrund Deiner Erklärung absolut verständlich und auch nicht unmoralisch.

    Wer bis 3 zählen kann, weiss dann allerdings, wer wirklich gefahren ist, oder denkt sich zumindest seinen Teil. Das kann die Bewerbung gefährden, wobei mir grade klar wird, dass die Firma ja dann nichts von einem Eintrag zu sehen bekommt.
    Geändert von schnarchstop (22.07.2010 um 13:49 Uhr) Grund: letzter Satz ergänzt

  9. Inaktiver User

    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Aber bei 100 zu 130 würde ich sagen: bei den heutigen Fahrzeugen merkt man den Unterschied kaum. Man braucht ja bloss mal kurz aufs Gaspedal zu drücken und schon ist man 20-30 km/h zu schnell.

    Und wenn man bedenkt, dass dein Sohn noch in einem Alter ist, wo er als Heiss-Sporn bezeichnet werden darf und das Auto-Fahren super viel Spass macht, würde ich an deiner Stelle die Schuld auf mich nehmen.
    Hallo Fiorina,

    ich würde die Punkte für ihn nicht übernehmen, aus mehreren Gründen. Dein Sohn kommt in ein Alter, in dem er die Verantwortung vor dem Gesetz für sein Handeln übernehmen muss. Mit 18 ist man aber meist nicht wirklich erwachsen, das eigene Handeln ist oft noch sehr "jugendlich". Gerade deshalb finde ich es richtig, wenn man bei diesem Beispiel ihm sagt: Pass auf, was du machst, achte auf dich. Bei aller jugendlichen Unbeschwertheit (die an sich ja auch richtig ist), trägst du jetzt die Konsequenzen für dein Handeln selbst.

    Schnarchstop schrieb auch, dass man den Unterschied zwischen 100 km/h und 130 km/h oftmals nicht wirklich spürt, zumindest in einigen Autos. Umso mehr heißt das in meinen Augen: aufpassen. Wenn dann doch der jugendliche Leichtsinn/Heißsporn dazukommt, heißt es nochmal mehr aufpassen. Jetzt hat er gerade die Chance, dies zu lernen und ich halte das für wichtig.

    Ich bin in den meisten Fällen* nicht dafür, dass jemand anders die Folgen für ein eigenes Handeln übernimmt. Schon gar nicht, wenn es die eigenen Eltern sind. Aber gerade in diesem Fall sehe ich auch keine Notwendigkeit, es zu tun, denn es ist ja nicht wirklich viel passiert: Sohnemann bekommt 3 Punkte. Ein Warnschuss, den ich für ihn wichtig halte.

    Die Sache mit dem Job sehe ich auch nicht so eng. Ich würde mich dort bewerben, ob es wirklich in seinem konkreten Fall Folgen hat, steht doch noch gar nicht fest.


    * Eine Ausnahme könnte sein: Familienvater droht der Führerscheinverlust und damit der Jobverlust. Mutter hat keine Arbeit. Da würde ich nachdenken....

  10. Inaktiver User

    AW: Moralisch rechtliche Frage/Geschwindigkeitsüberschreitung

    schnarchstop & maddin: wie soll jemand rausfinden, dass der sohn gefahren ist, wenn die TE die knolle bezahlt + die punkte auf sich nimmt? wegen des geschossenen fotos?

    ich glaube nich, dass jemand foto + halter wirklich vergleicht, wenn niemand einspruch erhebt.


    zum thema an sich: ich würde es wie brighid halten.
    und nur ein einziges mal "tackern"; beim nächsten mal hat er selbst gerade zu stehen.

    lgS

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