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  1. Avatar von artandcats
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    Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Hallo liebe Community,

    ich hatte nun schon seit langem immer nach dem Essen starke Bauchschmerzen, Krämpfe, Blähungen oder Übelkeit. Manchmal unmittelbar danach und manchmal auch erst einige Zeit später. Nach langem Rumprobieren und Austesten wurde nun bei mir eine Fructosemalabsorption festgestellt. Nun bin ich froh, dass ich endlich weiß, woher meine Beschwerden kommen. Aber trotzdem mache ich mir natürlich Gedanken, was das jetzt genau bedeutet. Muss ich nun alle Lebensmittel, die Fruktose beinhalten, weglassen? Oder gibt es da noch andere Möglichkeiten? Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen - wer von euch hat auch mit dieser Unverträglichkeit zu kämpfen und wie geht ihr damit um? Liebe Grüße
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  2. Registriert seit
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Ich hatte im Studium eine Lehrveranstaltung zum Thema Ernährung, ich habe zwar nicht mehr alles exakt im Kopf, aber soweit ich mir das gemerkt habe, ist das eigentliche Problem gar nicht mal unbedingt die Fructose an sich, sondern ein Ungleichgewicht zwischen Fructose und Glucose. Damit die Symptome bei Leuten, die von einer Fructoseunverträglichkeit betroffen sind, nicht auftreten, ist es wohl wichtig das Gleichgewicht wieder herzustellen. Das kann man einerseits natürlich dadurch sicherstellen, dass man ganz genau aufpasst, was man isst, andererseits gibt es aber auch Medizinprodukte wie Fructosin, die dabei helfen können das Ungleichgewicht zwischen den Zuckern zu beseitigen. Für den Alltag würde ich dir aber trotzdem raten dich mir deiner Ernährung zu beschäftigen und dich auf fructosefreie oder fructosearme Rezepte umzustellen.

  3. Avatar von Spadina
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Es gibt in Deutschland ca. 80 Ernährungsmediziner (wie die Ernährung-Docs vom NDR). Auch da würde ich mal auf die Seiten schauen.

    Ich würde da mal bei irgendeinem einen Termin ausmachen. Man bekommt eine Bescheinigung für eine Ernährungsberatung bei einem Oekotrophologen. Krankenkassen geben Zuschüsse nur für Wirkich qualifizierte Ernährungsberater.

    Und diese Ärzte haben auch diagnostische einige Dinge mehr auf dem Schirm.

    Ich habe ganz andere Probleme gehabt, aber durch diese Beratungen, das Austüfteln von Speiseplänen, den Kontrollbesuchen habe ich sehr viele Aha Erlebnisse gehabt.
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  4. Avatar von guerteltier
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Nach meiner Diagnose damals habe ich erst mal keine Fruktose mehr gegessen. Da ich auch eine Glutenunverträglichkeit habe, habe ich wochenlang nur von Reiswaffeln gelebt - glutenfreie Lebensmittel waren damals noch ganz exotisch.

    Dann habe ich nach und nach wieder mehr Fruktose gegessen und geguckt, wann und mit was ich Probleme bekomme.

    Eben dieses Vorgehen, also Eliminationsdiät und langsames wieder herantasten, wird wohl heute so empfohlen. Und man soll durchaus in kleinen Menhen Fruktose zu sich nehmen, da sonst anscheinend diese Transportproteine weiter "erlahmen" können (sehr laienhaft ausgedrückt).

    Der Ausgleich von Fruktose durch Glukose funktioniert anscheinend nicht bei allen Betroffenen, bzw. das ist auch nicht immer praktikabel.

    Backen kann man auch mit Traubenzucker (hat etwas andere Backeigenschaften), Reissirup u.ä..

    Ich empfehle die Seite Nahrungsmittel Intoleranz Punkt Com (bitte googeln, ich darf die glaube ich hier nicht verlinken wegen Shoplinks - ist aber keine kommerzielle Seite).
    Mittlerweile gibt es auch diverse (Koch-)bücher zu dem Thema.

    Bei mir ist die Fruktose-Problematik interessanterweise seit meiner Schwangerschaft abgeflaut.

  5. Avatar von artandcats
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Zitat Zitat von Spadina Beitrag anzeigen
    Es gibt in Deutschland ca. 80 Ernährungsmediziner (wie die Ernährung-Docs vom NDR). Auch da würde ich mal auf die Seiten schauen.

    Ich würde da mal bei irgendeinem einen Termin ausmachen. Man bekommt eine Bescheinigung für eine Ernährungsberatung bei einem Oekotrophologen. Krankenkassen geben Zuschüsse nur für Wirkich qualifizierte Ernährungsberater.

    Und diese Ärzte haben auch diagnostische einige Dinge mehr auf dem Schirm.

    Ich habe ganz andere Probleme gehabt, aber durch diese Beratungen, das Austüfteln von Speiseplänen, den Kontrollbesuchen habe ich sehr viele Aha Erlebnisse gehabt.
    Vielen Dank für eure Antworten und Tipps! Da fühle ich mich gleich etwas beruhigt, weil ich merke, dass ich nicht alleine von dieser Nahrungsmittelunverträglichkeit betroffen bin...
    @Spadina: Danke für den Tipp! Einen Termin beim Ernährunsgmediziner habe ich auch vor, da muss ich halt noch die Wartezeit überbrücken:)
    @drachenprinzessin: Ja, ich muss auf jeden Fall meine Ernährung genauer unter die Lupe nehmen, daran führt sicher kein Weg vorbei. Und ich habe auch vor, mich nach Fructosemalabsorption -geeigneten Rezepten kundig zu machen! (Falls jemand da Tipps hat, immer gerne;) ) Wie genau verwendet man das Fructosin, nimmt man das zum Essen ein um die Beschwerden zu minimieren?
    @guerteltier: Seit wann hast du denn deine Diagnose bekommen, wenn ich fragen darf? Das ist ja wirklich sehr interessant mit der Schwangerschaft! Ist deine Unverträglichkeit dadurch schwächer geworden oder ist sie gar ganz verschwunden? Wie lange hast du denn keine Fruktose zu dir genommen bis du sie langsam wieder in deinen Ernährungsplan aufgenommen hast?
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  6. Avatar von guerteltier
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Zitat Zitat von artandcats Beitrag anzeigen
    @guerteltier: Seit wann hast du denn deine Diagnose bekommen, wenn ich fragen darf? Das ist ja wirklich sehr interessant mit der Schwangerschaft! Ist deine Unverträglichkeit dadurch schwächer geworden oder ist sie gar ganz verschwunden?
    Die Diagnose habe ich seit 15 Jahren. Seit meiner Schwangerschaft vor zwei Jahren kann ich deutlich mehr Fruktose zu mir nehmen, bis ich Beschwerden kriege. Ganz verschwunden ist die Unverträglichkeit nicht.

    Ich glaube ich habe ein paar Monate überwiegend auf Fruktose verzichtet.

    Aktuelle Empfehlung ist anscheinend kürzer, hier wird z.B. ein Zeitraum von ein paar Wochen empfohlen, in dem man gänzliche auf Fruktose verzichtet und nach dem man sich langsam an die verträgliche Dosis herantastet.

    Mit Rezepten kann ich leider nicht dienen, ich passe mir das individuell an. Aber mittlerweile gibt bestimmt einige Kochbücher zu dem Thema.

    Es gibt mittlerweile auch fruktosefreie Spezialprodukte, z.B. bei dm, habe ich aber noch nicht getestet.


  7. Registriert seit
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    AW: Erfahrungen mit Fructosemalabsorption?

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Eben dieses Vorgehen, also Eliminationsdiät und langsames wieder herantasten, wird wohl heute so empfohlen. Und man soll durchaus in kleinen Menhen Fruktose zu sich nehmen, da sonst anscheinend diese Transportproteine weiter "erlahmen" können (sehr laienhaft ausgedrückt).

    Der Ausgleich von Fruktose durch Glukose funktioniert anscheinend nicht bei allen Betroffenen, bzw. das ist auch nicht immer praktikabel.
    Ganz verzichten ist, glaube ich, bei der Fructosemalabsorption auch nicht notwendig. Eben weil es individuelle Unterschiede gibt, wie viele von diesen Transportproteinen vorhanden sind. Sich da an die für einen selbst verträgliche Menge heranzutasten klingt sinnvoll. Wie lange wird denn der Fructoseverzicht empfohlen, bevor man mit dem Herantasten beginnt?

    Zitat Zitat von artandcats Beitrag anzeigen
    Ja, ich muss auf jeden Fall meine Ernährung genauer unter die Lupe nehmen, daran führt sicher kein Weg vorbei. Und ich habe auch vor, mich nach Fructosemalabsorption -geeigneten Rezepten kundig zu machen! (Falls jemand da Tipps hat, immer gerne;) ) Wie genau verwendet man das Fructosin, nimmt man das zum Essen ein um die Beschwerden zu minimieren?
    Dann würde ich an deiner Stelle mal beginnen ein Ernährungstagebuch zu führen, eine Vorlage findest du zum Beispiel hier. Auf der Seite gibt es, soweit ich das gesehen habe, auch Rezepte für Menschen, die von Unverträglichkeiten betroffen sind.

    Wie genau man das Mittel einnimmt, das die Symptome der Fructoseunverträglichkeit mindert, weiß ich nicht, da ich selbst nicht betroffen bin. Ich würde das einfach mal google oder auf der Seite von Onlineapotheken nachschauen, die haben da in der Regel ja auch die Infos stehen.

    Zitat Zitat von guerteltier Beitrag anzeigen
    Die Diagnose habe ich seit 15 Jahren. Seit meiner Schwangerschaft vor zwei Jahren kann ich deutlich mehr Fruktose zu mir nehmen, bis ich Beschwerden kriege. Ganz verschwunden ist die Unverträglichkeit nicht.
    Schon erstaunlich, was Schwangerschaften, alles mit dem Körper machen können, oder? Eine Freundin von mir hatte nach der Schwangerschaft plötzlich mit Schilddrüsenunterfunktion zu kämpfen, bei einer anderen ist dafür ihre Endometriose verschwunden bzw ist sie jetzt deutlich beschwerdefreier.

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