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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Bei uns bringt der Weihnachtsmann die Geschenke und dies auch in echt da er von mir gebucht wird und je nach Wetterlage mit Schlitten oder Kutsche kommt.
    Jeder Anwesende wird beschenkt nachdem er etwas gesungen, gespielt oder aufgesagt hat. Zuletzt singen wir gemeinsam mit Klavierbegleitung und der Weihnachtsmann bekommt eine wenig Keckse zur Wegzerrung.

    Bei uns wird auch das traditionelle Gurkensuchen gemacht.
    Mit fünfen ist man kinderreich!

    Gemopst by Evelyn Sanders

    Störchin mit Nr. 6 im Anflug, geplante Landung 02/2022

  2. Moderation

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    @Frau_Beere, was ist Gurkensuchen?
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Ich kenne das Gurken suchen so : irgendwo im Weihnachtsbaum hängt eine Kugel, die wie eine Gurke aussieht. In der Größe eines Cornichons. Wer diese gut versteckte Gurke findet, bekommt ein extra Geschenk.

  4. Inaktiver User

    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Bei uns (protestantisch, NRW) kommt traditionell das Christkind. Ich finde das eine tolle, zauberhafte, märchenhafte Geschichte und erinnere mich gern zurück. Veräppelt habe ich mich nie gefühlt, habe es eher als Privileg empfunden, dass meine Eltern mir es so schön gemacht haben.

    Drauf gekommen bin ich so mit 5, vor dem Schulstart haben meine Eltern mich auch noch offiziell eingeweiht (kam aber nicht überraschend). Auch bzgl Osterhasen.

    Bei uns war die ganze Adventszeit magisch; es kamen nämlich schon ab und zu Engelchen vorbei zum Gucken und Wunschzettel abholen (das Christkind konnte ja nicht alles allein), die z. B. Engelshaar verloren haben (dieses silberne Haar), oder schon mal was Süßes haben fallen lassen.

    Ich bin auch bis heute überzeugt, das Christkind gesehen zu haben es war ganz golden.

    Um nichts in der Welt würde ich meiner Tochter diesen Zauber vorenthalten wollen (aber das ist sicher auch Prägung, ich liebe Weihnachten). Sie ist letztes Jahr (mit knapp 2) schon mit großen und strahlenden Augen da gestanden, dieses Jahr wird es sicher noch mehr der Fall sein.

    Zum Logistischen: Das Christkind bringt die Geschenke, mit Hilfe der Engelchen. Dafür schreibt man einen Wunschzettel, und die Eltern sind in der Lage, dem Christkind zu helfen. An Weihnachten erledigen die Engelchen das meiste, das Christkind kommt aber auch vorbei und ist quasi der Boss. Bei uns in der Familie wird das Lied "Am Weihnachtsbaume, ein Lichtlein brennet" sehr geschätzt und geliebt, und etwa so stellen sich das alle vor. Übrigens bringen die Engelchen auch einen Teil des Christbaumschmucks und holen ihn nach Weihnachten wieder ab. Der Weihnachtsmann kommt zu einigen Kindern auch, weil das Christkind und die Engel nicht alles schaffen. Mit Wichteln hatten wir noch nicht zu tun

    Das Christkind war übrigens für mich nie gleichzusetzen mit dem Jesuskind. Fragt mich nicht, wie ich das verwuschtelt habe gedanklich, keine Ahnung. Wir feiern die Geburt Jesu und da kommt eben das Christkind. Logischer ist da der spanische Brauch aus der Familie meines Mannes (Geschenke bringen die hl 3 Könige). Gestört hat es mich als Kind nie.
    Geändert von Inaktiver User (29.09.2021 um 20:45 Uhr)

  5. 29.09.2021, 21:34


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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Also bis Mitte der Kindergartenzeit haben wir es noch mit dem Weihnachtsmann gehalten, danach war klar, dass alle Geschenke von Eltern und Oma geliefert werden. Wie es dazu kam? Eines meiner Kinder ging an unseren großen Kleiderschrank, wo ich alle Geschenke vorsorglich verstaut hatte ... Da gab es aber ziemlich große Augen, sage ich euch. Tja - wir haben die Gunst der Entdeckung genutzt und den Weihnachtsmann in die Märchen- und Sagenwelt verbannt. War für die Kids völlig okay.

    Seitdem ist Weihnachten aber nicht etwa unfestlicher geworden, ganz im Gegenteil.
    Jede getrunkene Flasche Wein verkürzt das Leben um 13 Minuten. Demnach bin ich 1497 gestorben

  7. Moderation

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Ich weiß gar nicht mehr, ob ich je an einen Weihnachtsmann oder so geglaubt habe, oder seine Existenz in Betracht gezogen. Ich könnte mich nicht erinnern, und es gab auch keine Familiengeschichten ("und dann hat klein-Wusel auf der Suche nach einem Laken, um sich als Gespenst zu verkleiden, die Geschenke entdeckt!" ) darüber.
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    "Mädchen im Nachthemd" eben wegen der engelsgleichen Gestalt, das weder das männliche Jesuskindchen noch den gekreuzigten Mann darstellt.

    Den Rest hat Candalita schon belegt.
    Es ist weder so einfach noch so eindeutig, wie es in der zitierten Stelle steht. Wikipedia ist differenzierter.
    Ein paar Punkte: Christkind gab es als Figur schon vor Luther, der Nikolaus bzw. den Gabentag am 28.12. (Kindermord des Herodes) nicht radikal abschaffen wollte. Die Vorstellung der Engelsgestalt kam erst später und dass es ein Mädchen sei, ist auch nicht zutreffend. Total spannend finde ich den Verbreitungszug der Figur durch die Landschaft.

    In meinem katholischen Elternhaus kam auch immer das Christkind.

    Ebenso zu meinen Kindern.

    Die Welt unserer Kinder ist magisch aufgeladen und wir tun viel dafür, das ihnen zu erhalten. Gegenstände haben Namen und Gedanken, es gibt imaginierte Wesen, unsere Umgebung hat eigene Geschichten, die wir auf Streifzügen ablaufen. Z.B. haben wir hier einen Berg, wo die Räuber wohnen. Und Piraten gab es hier früher auch. Manche Findlinge haben Zauberkräfte, einer macht Sonne, einer macht Nebel. Ungünstig wenn sich in der Dunkelheit wieder jemand vertan hat und wir deshalb tagelang in der dicken Suppe sitzen.
    Das ist - ganz im Sinn Umberto Ecos - unser Fiktionalitätspakt. Wir lassen uns gemeinsam darauf ein. Wie jede Fiktion ist das keine Lüge, sondern ein Kooperationsprojekt, das die Welt schöner, magischer macht.

    Also das Christkind kommt und macht die Bescherung, während die Kinder warten. Mama geht mal nachsehen, aber es klingelt erst ein Glöckchen erst, wenn sie wieder zurück ist und mit der ganzen Familie wartet (Handy-Timer!).
    Es ist für unsere Kinder kein Problem, die Figur des Christkinds mit personalisierten Geschenkabsendern zu vereinbaren. Das Christkind muss delegieren. Es ist eher die Mittlerfigur (ganz im Engels-Sinn), teils auch der Eventmanager. Manche Geschenke bringt es, manche müssen noch verpackt werden, andere sammelt es ein und überbringt sie als Bote. Der Weihnachtsmann hilft ihm, sonst wäre das alles ein bisschen viel zu tun. Manche Geschenke bringt das Christkind (so wie der Nikolaus) auch zu den Großeltern, die sie dann an uns weiterschicken.

    Ja. Irgendwie ist das Christkind auch das Jesuskind und das ist so nett, dass es zu seinem eigenen Geburtstag Geschenke an andere verteilt. Das haben sich die Kinder selbst zurechtgelegt.

    Da fügt sich ein Teil ins andere und mit größeren kognitiven Dissonanzen haben wir es bisher nicht zu tun gehabt.

    Letztes Jahr war im Advent Elfriede in unser Treppenhaus gezogen und hat nachts bei den Weihnachtsvorbereitungen geholfen, sie wird dieses Jahr schon sehnlichst erwartet. Elfriede und die Kinder haben einander Briefchen geschrieben während sie da war und die täglichen Aktivitäten koordiniert. Backen, Basteln, Aufräumen, Schmücken. Es war mit im Lockdown ein Anliegen, den Tagen mehr Gestalt zu geben als "nur" Adventskalender und sonst wurschtelt man halt so vor sich hin wie sonst auch. Zum Abschied hat sie ihnen einen Zaubertrank gebraut (das dauerte mehrere Tage) und jetzt muss ich mir für dieses Jahr was einfallen lassen.

    Ich fand es letztes Jahr erstaunlich zu sehen, wie gerade unser Ältester, der eigentlich in dem Alter ist, in dem man den Hintergrund erfasst, sich mit Leib und Seele in diese Fiktionen hinein geworfen hat, es hatte den Anschein, er wolle das auskosten, und verschließe bewusst die Augen vor der Realität, die ja noch früh genug Einzug hält.
    Geändert von LolloBionda (01.10.2021 um 11:29 Uhr)

    LolloBionda

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    @LolloBionda, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll, ich finde das sooo toll, was du schreibst.

    Die Wichtelidee finde ich auch toll, ist für unseren Knirps aber wohl noch zu früh. Aber das behalte ich mal im Hinterkopf für nächstes Jahr.
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Zitat Zitat von Flau Beitrag anzeigen
    Vielen Dank fuer die Recherche, Candalita! Sehr interessant, das wusste ich nicht. Aber auch dieser Quelle nach hat Luther lediglich die Legende - oder das Spiel - eingefuehrt, dass das Jesuskind die Geschenke einbeschert. (Nebenbei: So steht es uebrigens auch in Hoffmanns "Nussknacker und Maeusekoenig", dass "der heilige Christ" die Geschenke gebracht habe.) Mit der Darstellung als Maedchen hatte er ueberhaupt nichts zu tun. Ich erklaere mir das vielmehr so, dass Kindergesichter frueher ganz oft weicher, in unserem Sinne femininer dargestellt wurden (-kuckt z.B. mal die Illustrationen im "Struwelpeter" an-), und als engelsgleiche (bzw. biblisch-palaestinensische ) Gestalt das Christkind eben im Wallegewand daherkommt. "Das Christkind ist ein Maedchen" halte ich wirklich fuer eine ganz untypische Zuschreibung.
    Kurz OT: Da gibt es (1840er) den ersten Gabenbringer-Nikolaus mit der heute verbreiteten Ikonographie. Von wegen Coca Cola...

    LolloBionda

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    @Blueberry, Ja, die Wichtelsache ist toll fürs Kindergartenalter. Da habe ich das auch kennengelernt 2019 war der Wichtel Trömm im Kindergarten. Elfriede ist seine Freundin, den Sommer verbringen sie gemeinsam in Norwegen, da ist es ihnen hier zu heiß.

    LolloBionda

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