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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    @Flau, nee, dann hast du mich missverstanden.

    Mir geht es nicht um das "Belügen". Solange ich ans Christkind und den Nikolaus gelaubt habe, fand ich es natürlich schön und als ich dann irgendwann verstanden hatte, dass das nur eine "Erfindung" ist und es natürlich die Eltern sind, die da am Werk waren, war es trotzdem okay. Ich hab meinen Eltern nie vorgeworfen, mich getäuscht zu haben. Es ist ja auch eine schöne Tradition oder ein Familienritual.

    Ich überlege halt einfach, ob es nicht sinnvoller ist, von vorneherein zu erklären, dass wir uns gegenseitig beschenken, WEIL...Mache mir halt gerade so meine Gedanken, ich kann ja schlecht dem Kind 3 Jahre lang das erzählen und dann wieder das, weil es so halt doch schöner ist. Verstehst du, was ich meine? Was ich jetzt anfange, muss ich dann auch durchziehen bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie es durchschauen.

    Aber ich schwanke noch. Mir gefällt die Idee mit dem Glitzerstaub richtig gut.

    Ich erzähle immer wieder gerne die Story meiner Kollegin, deren Sohn in Bezug auf den Nikolaus mal meinte, er sei sich inzwischen absolut sicher, dass es nicht der Nikolaus sei, der nachts vorbeikommt, die Milch leertrinkt und den Keks ist und Geschenke dalässt, sondern eben sein Vater. Er meinte, man könne es ja mal testen und ein Glas normale H-Milch statt der laktosefreien aus dem Kühlschrank hinstellen. Papa sei ja schließlich laktoseintolerant und wenn er dann wirklich der Nikolaus ist und die Milch trinkt, müsse er am nächsten Tag die ganze Zeit pupsen und dann hätten sie ihn entlarvt Er war da glaube ich um die 6 Jahre alt
    LG Blueberry82

    mit Mini-Blue seit dem 27.05.2020




    Die Welt besteht aus Optimisten und Pessimisten - letztlich liegen beide falsch, aber der Optimist lebt glücklicher

    Wer etwas will, was er noch nie hatte, muss tun, was er noch nie getan hat.

    Die reinste Form des Wahnsinn ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert (Albert Einstein)

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Ich bin mit Abstand das jüngste Kind in der Familie gewesen und habe mich mit den Geschichte ums Christkind und den Nikolaus (der auch immer total konspirativ klingelte und einen bunten Teller abstellte) auch nur belogen und verarscht gefühlt.

    Bei uns ist es deshalb völlig klar, dass die Geschenke von uns kommen. Die Kinder wissen es zu schätzen und machen auch gerne Geschenke. Kleinigkeiten, liebevoll und persönlich auf das jeweilige Familienmitglied angepasst.

    Bei der befreundeten Familie kommt das Christkind- Widerspruch und Zweifel wird nicht geduldet, weil die Mutter denkt, dass das Christkind wichtig für die seelische und religiöse Entwicklung sei.
    Die Kinder dieser Familie sind allerdings furchtbar neidisch auf unsere, weil sie Weihnachtsgeschenke von uns Eltern bekommen und sie nur vom anonymen Christkind.

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Meine Eltern (mein Vater ist kath. Priester a. Amt), haben uns nie vom Christkind als Geschenkebringer erzählt. Es widersprach seiner religiösen Überzeugung. Trotzdem hatte Weihnachten für uns immer eine gewisse Magie und wir haben uns unheimlich darauf gefreut.

    Meine Tochter ist nicht getauft, ich schon lange nicht mehr Mitglied der Kirche, also gab es nie Anlass vom Christkind als Geschenkebringer zu sprechen und ich hätte das, wäre ich gläubig, wie meine Eltern gehalten.

    Wir feiern Weihnachten aber ohne religiösen Bezug.
    Never be afraid, never.

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Wir feiern Weihnachten auch nicht aus religiösen Gründen und mir erschließt sich auch nicht, warum katholische Eltern, die ihren Kindern Religion/Jesus näher bringen wollen, etwas von einem Mädchen im Nachthemd erzählen, das eine Erfindung Luthers ist.

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    ... Aber ich schwanke noch. Mir gefällt die Idee mit dem Glitzerstaub richtig gut.

    ...
    Das hat manchmal noch bis in den Frühling geglitzert, je nachdem, wie großzügig meine Schwester das Zeug verteilt hat, wenn sie nach erfolgreicher Vorbereitung wieder heimlich, still und leise abgezischt ist und mir per Handy das Signal gegeben hat, daß wir heimkommen können.

    Bei uns war es eben das Christkind und wenn die anderen Kindern meinen erzählt haben, daß es das Christkind gar nicht gäbe, konnten sie es "beweisen" (Das Licht ist aus, wenn wir weggehen und wenn wir wiederkommen, ist es an - obwohl wir alle gehen und niemand daheim ist!) und auf Plan B ausweichen (Natürlich kommt bei euch das Christkind nicht, das machen eure Eltern, sonst tätets ihr ja gar nix kriegen an Weihnachten.).

    Hier hat das jahrelang funktioniert, alle waren glücklich und zufrieden.

    Und als der Erstgeborene irgendwann rausgefunden hatte, wie es sich verhielt, war er so fair, es für sich zu behalten und seinen kleineren Geschwistern noch eine Weile die Illusion zu gönnen.
    #rosa im PINKtober

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Wie das Christkind ausgesehen hat, blieb dabei nebulös - und nebensächlich. Es hatte ja noch niemand gesehen, nicht einmal ich, stellt euch vor.

    Es war jedenfalls nicht das Jesuskindlein aus dem Stall, das war den Kindern klar.
    #rosa im PINKtober

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Zitat Zitat von die_bunte_Kuh Beitrag anzeigen
    Und als der Erstgeborene irgendwann rausgefunden hatte, wie es sich verhielt, war er so fair, es für sich zu behalten und seinen kleineren Geschwistern noch eine Weile die Illusion zu gönnen.
    Aber das ist dann doch auch Teil des Spiels, dass die großen Geschwister den kleineren noch ein bisschen die Illusion aufrechterhalten, oder?

    Dass das Christkind nicht das Kind in der Krippe ist, wollte ich auch noch schreiben. Nach meiner Beobachtung scheint mir das Christkind eher in süddeutschen Haushalten zu kommen, der Weihnachtsmann eher in norddeutschen. Wobei es natürlich viele Kinderbücher mit dem Weihnachtsmann gibt und weniger mit dem Christkind, das gibt einfach nicht so viel her.

    Die Kinder sind doch auch im Vorschulalter in der sogenannten magischen Phase, da wollen sie einfach gerne an solche Gestalten glauben.
    Hab mich gewogen. Bin zu klein.
    (Postkartenspruch)

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Zitat Zitat von Blueberry82 Beitrag anzeigen
    @Flau, nee, dann hast du mich missverstanden.

    Mir geht es nicht um das "Belügen". Solange ich ans Christkind und den Nikolaus gelaubt habe, fand ich es natürlich schön und als ich dann irgendwann verstanden hatte, dass das nur eine "Erfindung" ist und es natürlich die Eltern sind, die da am Werk waren, war es trotzdem okay. [...] Es ist ja auch eine schöne Tradition oder ein Familienritual.
    [...]Mache mir halt gerade so meine Gedanken, ich kann ja schlecht dem Kind 3 Jahre lang das erzählen und dann wieder das, weil es so halt doch schöner ist. Verstehst du, was ich meine? [...]
    Aber ich schwanke noch. Mir gefällt die Idee mit dem Glitzerstaub richtig gut.
    [...]
    Ja, das hatte ich missverstanden, tut mir Leid. Aus meiner Erfahrung heraus würde ich Dich wie gesagt ermutigen wollen, ein bisschen "mit dem Flow" mitzugehen. Und wenn das Ritual sich verändert - na und? Du hast es ja, ich hoffe ich verstehe das jetzt richtig, als Kind auch nicht felsenfest geglaubt, sondern da ist schon was im Busch... und trotzdem genießt man diese Andeutung von Zauber, das Ritual, das Spiel. Das Wort fiel mir bei ViolaFaber auf, uns ich finde es sehr treffend. Und irgendwann verändert sich das Spiel vielleicht.

    Aber das ist meine Erfahrung und meine Gefühlswelt. Du kennst Dein Kind am besten und weißt, wie es mit dem Spiel umgeht und wieviel Beständigkeit es braucht.
    Die Geschichte von Deiner Kollegin ist witzig. Und siehst Du: auch hier keine Verwirrung oder gar Schock, nur ein schrittweises Ändern des Spiels. (Hat er das dann gemacht, mit der Milch? )


    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Ich [...] habe mich mit den Geschichte ums Christkind und den Nikolaus (der auch immer total konspirativ klingelte und einen bunten Teller abstellte) auch nur belogen und verarscht gefühlt.
    [...]
    Wie gesagt, so hat jede:r ihre/seine Gefühlswelt. Auf mich wirkt das traurig.

    Zitat Zitat von Alma_Svensson Beitrag anzeigen
    Wir feiern Weihnachten auch nicht aus religiösen Gründen und mir erschließt sich auch nicht, warum katholische Eltern, die ihren Kindern Religion/Jesus näher bringen wollen, etwas von einem Mädchen im Nachthemd erzählen, das eine Erfindung Luthers ist.
    Da würde mich doch mal interessieren, wo Du das her hast. Auf mich wirkt das ziemlich hanebüchen. Mag ja sein, dass es Leute gibt, die ihren Kindern sagen, das Christkind sei ein Mädchen (warum auch immer, genderbefreit? ). Aber davon kennst Du echt viele?

    Und dass der Theologe Luther - da ist mir nicht ganz klar was Du meinst - wahlweise die Geschichte vom neugeborenen Jesus erfunden, bzw. verbreitet haben soll, das Jesuskind sei ein Mädchen, dafür würde mich ganz ernsthaft eine Quelle interessieren.


    @bazeba, klar, ohne religioesen Hintergrund eruebrigt sich natuerlich das Christkind. Weihnachtsmann ginge aber. Aeh, nee:
    Geändert von Flau (28.09.2021 um 22:46 Uhr)
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    @Flau: deine letzte Frage hat mich jetzt auch mal interessiert, denn meine Eltern waren Katholiken (aus Böhmen) und zu mir kam, anders als zu meinen sächsischen eher protestantisch geprägten Freundinnen, immer das Christkind, schon eher in Gestalt eines Mädchens.
    Ich hab dazu das hier gefunden:
    Martin Luther soll das Christkind erfunden haben: Luther2017
    Martin Luther lehnte die Anrufung der Heiligen und damit den Heiligen Nikolaus ab. Der Reformator soll den Anstoß für das Christkind gegeben haben. Heute, knapp 500 Jahre später, kehrt das evangelische Christkind in katholische Wohnzimmer ein und der Weihnachtsmann beschenkt mittlerweile evangelische Kinder.
    ...
    Martin Luther soll die engelhafte Figur als protestantischen Gegenentwurf zum Heiligen Nikolaus erfunden haben, weil er die Heiligenverehrung der Katholiken abschaffen, zugleich aber nicht auf den Brauch des Schenkens verzichten wolle.
    ...

  10. Moderation

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    AW: Wer bringt die Geschenke? Christkind, Weihnachtsmann oder die Eltern?

    Vielen Dank fuer die Recherche, Candalita! Sehr interessant, das wusste ich nicht. Aber auch dieser Quelle nach hat Luther lediglich die Legende - oder das Spiel - eingefuehrt, dass das Jesuskind die Geschenke einbeschert. (Nebenbei: So steht es uebrigens auch in Hoffmanns "Nussknacker und Maeusekoenig", dass "der heilige Christ" die Geschenke gebracht habe.) Mit der Darstellung als Maedchen hatte er ueberhaupt nichts zu tun. Ich erklaere mir das vielmehr so, dass Kindergesichter frueher ganz oft weicher, in unserem Sinne femininer dargestellt wurden (-kuckt z.B. mal die Illustrationen im "Struwelpeter" an-), und als engelsgleiche (bzw. biblisch-palaestinensische ) Gestalt das Christkind eben im Wallegewand daherkommt. "Das Christkind ist ein Maedchen" halte ich wirklich fuer eine ganz untypische Zuschreibung.
    Moderatorin im Forum Über Treue und Lügen in der Liebe, Politik und Tagesgeschehen, Was bringt Sie aus der Fassung?, Medizinische Haarprobleme und Zähne


    "Ich hasse es, wenn Fantasy sich einfach nicht an die Realitaet haelt".
    Maxi Gstettenbauer

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