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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    Dieses Jahr ist Weihnachten ausgefallen.
    Mein Liebster war so krank, dass ich am Heiligabend die 112 anrufen musste und er bis 31. 12. im Krankenhaus lag.
    Wir sind beide Weihnachtsfreaks, mit allem drum und dran, Deko, Beleuchtung, Bescherung unter einem liebevoll ausgesuchten und geschmücktem Weihnachtsbaum
    Haben wir an Neujahr nachgeholt und festgestellt: Nicht der Tag ist das Entscheidende, sondern das Gefühl miteinander zu erleben, es ist ein besonderer Abend, eine Heilige Nacht.
    Gute Besserung an ihn.

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Danke, wie lieb von dir.
    Auch Umwege erweitern unseren Horizont

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von PhoeNixa Beitrag anzeigen
    Danke, wie lieb von dir.
    Ich finds sooo klasse, dass ihr "nachgefeiert" habt.

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Ich finds sooo klasse, dass ihr "nachgefeiert" habt.
    Ja, das hat mich auch berührt. Den Notruf an Heiligabend anrufen zu müssen, ist ja ein böser Schock. Wie schön, dass alles vorbei ist und ihr euer Fest genußvoll nachholen konntet.


    Weihnachten, damals bei uns daheim:

    Schon in der Adventszeit war es bei uns besonders heimelig. Meine Mutter verstand es, weihnachtliche Stimmung zu verbreiten. Da loderte das Kaminfeuer, der Adventskranz mit dicken Kerzen verbreitete sein Licht, Plätzchenduft zog durch das Haus, gemütliches Beisammensitzen zur Kaffeezeit, besonders gemütlich an den Wochenenden in einem sonst immer hektischen Geschäftshaushalt. Selbstgemachte Marmeladen und Gelees auf frischem Weißbrot mit einem großen Becher Kakao, randvoll, heiß und süß, wartete auf mich, die immer verfroren mit roten Wangen und eiskalten Händen vom Schlittenfahren heimkam. Was taten die Heiß-Kalt-Wechselbäder, um die Hände wieder zum Leben zu erwecken, weh.

    Der große Weihnachtsbaum wurde immer einen Tag vor Heiligabend geschmückt, aber wir, meine Schwester und ich, durften nicht dabei zuschauen. Das Wohnzimmer war für uns bis zur Bescherung absolut tabu.
    Beschert wurde bei uns am frühen Abend und vorher gab es das Festmahl, Enten oder eine Gans mit Rotkohl, selbstgemachten Klößen und selbstgemachtem Apfelkompott und natürlich das Rindersüppchen vorher.
    Danach gingen wir Kinder unserer Mutter beim Aufräumen der Küche zur Hand, dann verschwand sie kurz, um sich noch einmal frischzumachen und mein Vater suchte währenddessen schon einmal die Weihnachtsplatte heraus und zündete die Kerzen des Baumes an. Meistens echte Kerzen oder auch gemischt mit elektrischen Lichterketten.
    Alle waren wir festlich gekleidet und wir Kinder mussten, mit den Geschenken für unsere Eltern in der Hand, dann vor der Tür des Wohnzimmers, aus dem schon die Weihnachtsmelodie erklang, warten, bis das Glöckchen klingelte, das Zeichen, dass das Christkind auch bei uns angekommen war.
    Erst jetzt durften wir die Tür öffnen. Und noch heute ist das für mich immer der schönste Moment gewesen, den strahlenden funkelnden Lichterbaum in all seiner Pracht zum ersten Mal zu sehen.
    Vor dem Auspacken der immer großzügigen und reichlichen Geschenke mussten wir alle vor dem Baum gemeinsam singen, mindestens drei, vier Lieder. Sehr textsicher waren wir alle nicht und es auch überhaupt kein Talent zum Singen vorhanden, aber es gehörte dazu und wir haben es gerne gemacht. Danach wurden wir zu unseren Geschenken geführt, jedes Kind hatte da seinen eigenen Platz. und wir gaben mit vielen Küsschen unsere Geschenke den Eltern.
    Den Abend verbrachten wir danach bis spät in die Nacht zusammen, in Kinderjahren spielten wir mit unseren Sachen, später führten wir viele gute Gespräche und genossen es, Zeit füreinander zu haben.
    Am ersten Weihnachtstag wurden die Päckchen der Verwandten ausgepackt, meist hatten wir zwei, drei Päckchen, jeden Tag gab es eines. Aber das wurde nicht einfach aufgerissen, wie wir das mit unseren Geschenken gemacht hatten, nein, hier wurde jeder Knoten des Bindfadens aufgedröselt, die Schnur erst sorgsam aufgewickelt und dann weggeräumt. Auch das Packpapier wurde nicht zerrissen, sondern vorsichtig an der Verklebung gelöst, glattgestrichen, gefaltet und auch weggeräumt.
    Meine Mutter verstand es wirklich, Spannung aufzubauen. Das gehört wirklich auch zu meinen schönsten Erinnerungen an meine Kindheit, diese Spannung, dieses aufgeregte Hin-und Herrutschen, bis der Po glühte.
    Essenstechnisch waren alle Festtage immer durch besondere Essen gekrönt. Schon der Frühstückstisch, der bei uns immer schön gedeckt wurde, war auch der weihnachtlichen Stimmung angepasst und besonders.

    Meine Eltern haben es wirklich verstanden, Weihnachten zu etwas Besonderem zu machen, nicht durch die Reichhaltigkeit von allem, sondern vor allem durch die Harmonie, die sie verbreiteten, ohne dass es aufgesetzt wirkte.

    Weihnachten, heute bei mir zuhaus:
    Ich habe manches übernommen, ein Weihnachten ohne Ente oder Gans geht für mich nicht. Festessen, reichliche Auswahl zu den anderen Mahlzeiten ist auch hier Standard. Auch manches Ritual, die Reihenfolge, das Glöckchen, das gemeinschaftliche Singen, das gibt es hier auch. Und viele schöne und liebevoll verpackte Geschenke. Ich schenke gerne, also gibt es auch viel. Dieses Jahr haben wir es das erste Mal begrenzt darauf, den mittlerweile 30-jahrigen Kindern Bargeld zu schenken, auch aufgrund meiner Krankheit, die mir viel aktive Zeit raubt. Ich fand das sehr trostlos, das ist überhaupt nicht mein Ding.

    Anders als meine Mutter bin ich aber keine hervorragende Köchin, ich kriege es hin, ja, aber nicht so wie sie. Vor allem sehe ich danach auch nach dem aus, was ich getan habe, Fettspritzer auf der Kleidung trotz Schürze, die Haare, noch am Morgen frisch gewaschen, hängen fettdunstig herunter. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie meine Mutter es geschafft hat, nach dem Kochen so auszusehen, als ob sie gerade frisch vom Friseur käme.

    Ich versuche, mich halbwegs festlich zu kleiden, aber, auch anders als daheim, bin ich nun mal nicht der Kleiderjunkie wie meine Mutter, mir reichen immer Jeans und nette Pullover, Sweatshirts.

    Und ich war, anders als meine Mutter, die auch auf Personal zurückgreifen konnte, immer voll berufstätig, dazu auch 10 Jahre alleinerziehend. Trotzdem habe ich viele Kekse gebacken, einen Christbaum geschmückt, Geschenke besorgt und viele Nachtstunden mit dem Einpacken der Geschenke und die Wohnung für das Fest auf Vordermann zu bringen und zu schmücken verbracht. Den Weihnachtsbaum bis zur Bescherung zu verstecken, hat auch nicht geklappt, aus wohntechnischen Gründen, das ging erst viele Jahre später, als die Kinder schon groß waren. Das bedauere ich sehr.

    Was ich wohl auch trotz aller Mühe nicht geschafft habe, ist diese besondere harmonische Stimmung zu schaffen. Als ich neulich meinen Sohn fragte, wie er unsere Weihnachten immer empfunden habe, kam: "Hektisch".
    Das hat mich schon getroffen. Aber nun sind sie alle erwachsen und müssen bald ihre eigenen Feste ausrichten. Ich bin gespannt, was ich wiederfinden werde.

    Eines finde ich bei Geburtstagen schon bei allen wieder. Da wurde bei uns daheim dieses kleine harte Konfetti aus Weingummi über den Geburtstagstisch verstreut. Da ich das nie so sehr mochte, habe ich bei meinen Kindern Smarties genommen (aber nur die schönen Farben), das machen heute auch alle Kinder so, nicht immer, aber oft. Das freut mich sehr.
    Geändert von Mayali (14.01.2020 um 01:46 Uhr)

  5. Moderation

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Weihnachten bei uns daheim, anno dunnekeks:

    Die Adventszeit ist ein Wunder an Planung, Logistik und Disziplin.

    2 bis 4 Weihnachtsfeiern pro Person wollen ausgrichtet werden, oder zumindest muß teilgenommen werden, 1 bis 3 Auftritte müssen geprobt und über die Bühne gebracht werden, für den Weihnachtsbasar mußt gebastelt werden und der Stand besetzt, für das Basteln in der Schule muß Glanzpapier vorgeschnitten werden, da die Kinder das nicht selber können. (Eines der großen Rätsel meiner Kinderzeit, wieso ich mit sechs Jahren für Achtjährige Formen vorschneiden muß...) Karten müssen raus, Bekanntengeschenke gefunden, gekauft und verpackt, Briefe geschrieben. Geschenke für Familie und Freunde gefunden und gekauft, Pakete gepackt und verschickt. Um den 3. Advent werden mit der Gelegenheitsfreundin braune Kuchen gebacken, die Großmutter hat 5 Kilo Teig vorbereitet. Vielelicht wird auch noch zuhause gebacken. Aber nur zwei Kilo.

    Am 24. wird um halb acht aufgestanden und die Wohnung geputzt. Um halb 11 gibt es einen Riesenkrach. (Als Teenie bin ich im Bett geblieben, bis das Geschrei aufhörte und dann erst aufgestanden.) Um 12 wird der Weihnachtsbaum geholt und geschmückt. Um halb 3 kommen Freunde der Familie mit Kindern, die jünger sind als ich und die unbedingt fernsehen müssen, sonst gibt es einen Riesenkrach. Um 4 kann ich mich zum Kindergottesdienst verdrücken, wenn ich um 5 zurückomme, sind die Kinder weg und der Fernseher wieder aus, Gott sei Dank. Jetzt muß das Essen vorbereitet werden. Bestenfalls gibt es Fondue, da ist nicht viel zu tun (Set und Teller aus dem Keller holen und abwaschen) schlimmstenfalls Kartoffelsalat und Würstchen, da dauert das Schnibbeln mindestens eine Stunde, wenn nicht mehr. Eventuell gibt es beim Schnibbeln noch mal einen Krach, aber nur einen kleinen, weil keiner mehr Zeit hat für einen großen.

    Dann ist endlich Bescherung. Jeder wuselt in sein Zimmer, meine Aufgabe ist, es, am längsten zu brauchen. Wenn ich dann mit den Geschenken runterkomme, ist alles schon arrangiert und ich packe meine nur noch dazu. Im Radio läuft "Gruß an Bord" auf der Deutschen Welle (jedenfalls glaube ich, daß das so hieß). Alles wird ausgepackt und betrachtet, der Hund erfreut sich am Papier, die Menschen an den Dingen, dann kommt das Papier in den Ofen und das Futter auf den Tisch. Wenn gegessen, abgeräumt, gelüftet und die Küche in Ordnung gebracht ist, gehen die Leselampen an und jeder sichtet die Bücher, die er geschenkt bekommen hat und stürzt sich auf das vielversprechenste. So um 10 müssen die Eltern dann fernsehen und ich verziehe mich mit ein paar Büchern und Pralinen in mein kühles, stilles Zimmer und gucke, wie lange ich noch lesen kann bis mich jemand erwischt. Morgen gibt's wieder Termine.
    Geändert von wildwusel (14.01.2020 um 10:59 Uhr) Grund: Zeitangabe hinzugefügt
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  6. Moderation

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    @wildwusel: also der Part mit den Büchern klingt gut. Der Rest eher anstrengend.

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Mein "Senf" - niemand, wirklich niemand braucht an Weihnachten morgens, mittags, nachmittags, abends jeweils ein aufwändiges Frühstücksbuffet und denn noch Drei-Gänge-Menue.
    Nee, echt nicht. Haben wir bei uns abgeschafft, nachdem uns mal am 2. Feiertag bis in den Nachmittag hinein übel war vor lauter Völlerei (weil sämtliche Eltern "den Kindern" unbedingt was Gutes tun wollten und es erst bei der einen Familie ein 3-Gänge-Mittagsmenü und abends bei der anderen Familie Raclette UND Fondue gab ... )

    Gemütlich zusammensitzen und nett quatschen lässt sich auch bei kalter Platte und ein paar Plätzchen zum Nachtisch.

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Ich findes es überhaupt nicht schlimm, meine Geschenke schon zu "kennen". Und wenns meine Lieblingspralinen oder mein Lieblingsparfum wären ...

    Ich finde auch praktische Geschenk nicht schlimm.
    Ich auch nicht, solange sie meinen Geschmack treffen. Ich hab zu Weihnachten auf eigenen Wunsch eine WMF-Bratpfanne bekommen
    May you be surrounded by friends and family,
    and if this is not your lot, may the blessings find you in your solitude.

    Leonard Cohen


    Entweder man lebt, oder man ist konsequent.
    Erich Kästner

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von Mayali Beitrag anzeigen
    Ich schenke gerne, also gibt es auch viel. Dieses Jahr haben wir es das erste Mal begrenzt darauf, den mittlerweile 30-jahrigen Kindern Bargeld zu schenken, auch aufgrund meiner Krankheit, die mir viel aktive Zeit raubt. Ich fand das sehr trostlos, das ist überhaupt nicht mein Ding.

    .
    Ich wollte auch nie Geld schenken.

    Hat auch Jahrzehnte geklappt und aufgrund von Krankheit u anderem Gedöns liess es sich mal nicht umgehen

    da hatte ich eine Idee, die wir uns ab und zu gönnen:

    die "kinder" wissen den Betrag, kaufen sich was dafür
    sie müssen es schön einpacken und so liegen am Abend schöne Geschenke unterm Baum, von denen die anderen nichts wissen

    wir packen also dennoch etwas aus und es für uns dann immer noch Überraschung, was er/sie/es sich gekauft hat u wie eingepackt

    ausserdem schreibe ich weiterhin liebesbriefe, die zu Tränen rühren u sie hassen mich dafür

    Ich finde übrigens Fondue viel Arbeit

    Ich war auch immer bemüht, meinen Kindern schöne Erinnerungen an den heiligen Abend zu schaffen
    ev sagen sie aber auch, es war hektisch
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Als ich Weihnachten allein für uns planen musste, wars schon hektisch

    Ich hab runtergezählt-14.30 am 24. mussten die KInder in der Kirche sein

    bis dahin musste der früh geplante Ablauf stehen., bis hin zur Verdauung des Hundes

    Während man mir also den Platz freihielt, kam das Christkind
    Ins Wohnzimmer durften sie auch erst, als sie älter waren und es gab trotz der Tiere echte Kerzen

    Entsprechend mussten sie nach der Kirche ins Kinderzimmer, ich hab die Kerzen angenmacht u geklingelt

    Dann das Strahlen der Kinder (in Kombi mit der Kirche u nem Sekt war dann auch ich in rührseliger Stimmung)
    Es wurden 3 Lieder gesungen und stundenlang ausgepackt

    Das ist auch heute noch so (auspacken-singen tun Mariah; d.Martin und Buble)

    Mayali, dein früheres Weihnachten-ein Traum;-)
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von twix25 Beitrag anzeigen
    wir packen also dennoch etwas aus und es für uns dann immer noch Überraschung, was er/sie/es sich gekauft hat u wie eingepackt

    ausserdem schreibe ich weiterhin liebesbriefe, die zu Tränen rühren u sie hassen mich dafür

    Ich finde übrigens Fondue viel Arbeit

    Ich war auch immer bemüht, meinen Kindern schöne Erinnerungen an den heiligen Abend zu schaffen
    ev sagen sie aber auch, es war hektisch
    Die Briefe werden doch bestimmt aufbewahrt, oder?

    Ich finde Kartoffelsalat eine Wahnsinnsarbeit. Gebt mir selbstgemachte Pasta, Kartoffelbrei ... mach ich alles. Nur nicht Kartoffelsalat.

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    AW: (Weihnachts) Feste : Vorstellungen, Realität & Vosätze

    Zitat Zitat von Sugarnova Beitrag anzeigen
    Die Briefe werden doch bestimmt aufbewahrt, oder?
    .
    Keine Ahnung

    Ist aber auch egal, später erinnern sie zumindest, immer welche bekommen zu haben
    Es wird Zeit für eine neue Signatur

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