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    Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Hui, ich war ja lange nicht mehr hier! Unseren Umzug haben wir jetzt endlich durch, die letzten Dienstreisen für dieses Jahr ebenfalls. Der beste Zeitpunkt also, um sich auf das kommende Fest zu freuen.

    Doch halt! Wo bleibt die Weihnachtsstimmung? Dieses wohlige, warme Gefühl, das einen im Dezember beschleicht und man sich schon auf die Feiertage mit der Familie oder den Freunden freut? Es will einfach nicht aufkommen.

    Nun gut, es mag vielleicht der ein oder andere empört ausrufen: "Aber es ist doch erst der 3. Dezember!" Ja, es ist erst der 3. und dennoch fühle ich mich einfach nicht weihnachtlich.

    Vor einigen Jahren war das noch anders. Auch, wenn sich am alljährlichen Prozedere nicht viel ändert, so ändert sich doch eins: Die Weihnachtsstimmung wird von Jahr zu Jahr weniger.

    Und ich beginne in dieser Zeit oft darüber nachzudenken, was mich wohl als kleines Kind in diese besondere Stimmung gebracht hat?

    - War es der Schnee? Hmm, ich komme aus der norddeutschen Provinz. Ich kenne weiße Weihnacht so gut wie gar nicht...
    - Ist es die Weihnachtsmusik? Auch die höre ich den ganzen Tag rauf und runter. Von altbekannten amerikanischen Klassikern über neuere Songs bis hin zu Kinderliedern von Rolf Zuckowski ist in meiner Playlist alles vorhanden.
    - Die Freude auf Geschenke vom Weihnachtsmann? An den habe ich mit 3 schon nicht mehr geglaubt, dank meiner älteren Geschwister. Und auch wenn die Geschenke tatsächlich von Jahr zu Jahr weniger werden, so denke ich nicht, dass sie mich früher mehr in Weihnachtsstimmung gebracht haben als jetzt.
    - Weihnachtsmärkte? Mochte ich so noch nie und als Kind schon gar nicht.
    - Plätzchen backen? Damit habe ich erst in meiner eigenen Wohnung angefangen. Selbst meine Mutter hat nie welche gebacken (weil meine Oma immer zu viele gemacht hat )

    Ich weiß es nicht. Es gab nie besondere Rituale zu Weihnachten oder in der Adventszeit, die ein besonderes Gefühl aufkommen ließen. Was war es dann also?
    Hat man bereits "zu viele" Weihnachten hinter sich gebracht und sieht es, ähnlich wie den Geburtstag, nicht mehr als besonderes Ereignis an?
    Versucht man zu krampfhaft eine Weihnachtsstimmung herbeizusehnen? Sollte man sich einfach im Sessel zurücklehnen, Weihnachtsmusik auflegen oder einen Weihnachtsfilm schauen und hoffen, es möge dann passieren, wenn man gar nicht damit rechnet?

    Es macht mich tatsächlich jedes Jahr auf's neue traurig, wenn ich am 1. Dezember das erste Türchen öffne und beim nächsten Augenzwinkern bereits panisch durch die überfüllte Stadt laufe, um noch das letzte Weihnachtsgeschenk zu besorgen, weil einen Tag später bereits Heiligabend ist.

    Ich habe neulich gelesen, dass für ein 7-jähriges Kind die Adventszeit gefühlt so lange dauert, wie für einen 50-jährigen Erwachsenen ein ganzes Jahr.
    Das fand ich einerseits überraschend, andererseits konnte ich es verstehen. Denn wie lange kam uns die Zeit zwischen dem 1. Türchen und dem Auspacken der Geschenke unter dem Weihnachtsbaum vor? Und nun? Siehe oben.

    Wo ist die Stimmung nur hin, die als Kind so schön war und die man als Erwachsener so schmerzlich vermisst?

    Es ist traurig, dass wir dieses Gefühl wohl schlichtweg verlernt haben

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    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Ich mag die Zeit um Weihnachten schon noch sehr, was ich zunehmend nicht mehr brauche sind Innenstadttrubel und überfüllte Weihnachtsmärkte.
    Versuche doch mal, die Adventszeit etwas anders zu gestalten. Da es ja draußen zunehmend kälter und früher dunkel wird, finde ich gerade die Häuslichkeit so gemütlich, es ist z. B. für mich schon etwas besonderes, abends einfach mal in meiner dunklen Wohnung mit nur ein paar Kerzen zu sitzen und über den Tag nach zu sinnieren.

    Oder laufe doch mal nach Einbruch der Dunkelheit in deinem Stadtviertel/Ort herum und freue oder wundere dich über die unterschiedlich beleuchteten Fenster, ich finde die haben so etwas einladendes, warmes.

    Es werden in dieser Zeit oft auch sehr schöne Veranstaltung angeboten, die vom üblichen abweichen. Ich komme z. B. aus dem Schwarzwald und hier bieten sie in einem Hochmoor geführte Adventswanderungen sonntags an mit Abschluss in einer Hütte.

    Was je nach Geschmack auch sehr schön sein kann, sind Adventskonzerte, vorallem in kleinen Kirchen oder sonstigen besonderen Orten. Ich war mal in dieser Zeit zur Reha auf Föhr, da gab es in einer nur mit Kerzen beleuchteten Dorfkirche eine Borchert-Lesung, das war wunderschön.

    Mit solchen Dingen versuche ich, das besondere dieser Zeit wieder zu erwecken, hoffe ich konnte dir ein paar Anregungen geben.
    Es gibt keinen Weg zum Frieden, der Frieden ist der Weg (Mahatma Gandhi)

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    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Bei mir dauert es auch immer etwas, bis sich das weihnachtliche Gefühl einschleicht. Die Rituale aus der Kindheit wie jeden Adventssonntag mit der Familie zusammenzusitzen und eine Weihnachtsgeschichte zu lesen und Lieder zu singen, gibt es bei mir nicht mehr.

    Am ehesten kommt bei mir auch Weihnachtsstimmung auf, wenn ich es mir zuhause so richtig gemütlich mache mit einem schönen Punsch, Plätzchen, Kerze und weihnachtliche Musik an. Oder wenn es tatsächlich schneit. Den Weihnachtsmarkttrubel brauch ich auch nicht, das stresst mich eher.

    So richtig Weihnachten fühle ich eigentlich erst am 24.12. in der Kirche, wenn "Stille Nacht" ertönt

  4. Moderation

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    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Bei mir war die Weihachtstimmung auf einmal weg, von einem Jahr zum anderen, als ich 12 war. Irritierend. Ich nehme an, es war die Hormonumstellung in der Pubertät. Seither ist Dezember für mich, wie in einem Raft ohne Ruder einen Wildbach runterzufahren: Festhalten und hoffen, daß man wohlbehalten am 1. Januar ankommt.

    Derweil freue ich mich an den Sachen, die ich nur im Dezember mache, weil man sie eben nur im Dezember macht: Plätzchen backen, auf den Weihnachtsmarkt Glühwein trinken, und Geschenke einpacken.

    Ich denke, was Weihnachtsstimmung für mich ausmacht, ist das Gefühl, aus der Kälte (oder dem Regen) und der Dunkelheit nach Hause zu kommen, wo es warm und hell ist und man sich aufgenommen fühlt. Und das ist einfach nicht mehr. Wenn man kein Kind ist, muß man selber dafür sorgen, daß es warm und hell ist, Leute sich aufgenommen fühlen, und Kakao gekocht wird. Denn wer soll es sonst tun?
    Geändert von wildwusel (04.12.2015 um 14:29 Uhr) Grund: falsches wort
    ** Moderatorin im Sparforum, und in "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  5. Inaktiver User

    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Hier auch keine Weihnachtsstimmung.
    Vieles bliebe uns angesichts der Weltlage schlicht im Hals stecken - ich kann einnfach gerade als Erwachsene keinen Adventskalender ertragen, wenn ein paar km weiter die Flüchtlinge nicht wissen, wie sie die kalten Nächte überstehen sollen -, also unterbleiben Dinge wie eben der Adventskalender und auch die große Lichterdeko dieses Jahr.

    Dazu kommt, daß die Hälfte meiner Herkunftsfamilie seit dem Sommer auf Weltreise ist und auch erst im nächsten Sommer wieder kommt.
    So sehr ich es ihnen gönne: Die Aufregung und Freude der Kinder in der Weihnachtszeit nicht miterleben zu können, tut schon ziemlich weh.
    Zumal es für die Kinder dieses Jahr auch kein Weihnachten geben wird, weil sie gerade in einer Gegend sind, wo es Hochsommer mit Temperaturen über 40°C ist und die Eltern deshalb nicht in Weihnachtsstimmung sind.
    Ziemlich hart für die noch kleinen Kinder, die jetzt mal eben "weihnachtsmann-schockentwöhnt" wurden.

    Und weil es hier von den Temperaturen auch eher frühlingshaft ist, haben wir beschlossen, erst am 21.12. spontan zu entscheiden, was wir feiern: Kommt der Schnee noch, gibt's 'nen Baum und Gans , bleibt es so, dekorieren wir Ostern und essen Ente vom Grill.

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    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Für mich und meinen Mann ist Weihnachten seit Jahren totkommerzialisiert.

    In unserem Umfeld ging es nur noch um den Geschenkekrieg und die Schlachten in den Läden davor. Seit endlich das letzte Kind nicht mehr an den Weihnachtsmann glaubt, wurden sämtliche Geschenke eingestellt. Welch Segen!

    Wir sind nicht religiös, weshalb "das Fest" auch keinen Inhalt hat. Es gibt bei uns keinen Baum und keinen Weihnachtsschmuck. Ich feiere ja auch nicht den Ramadan oder Diwali.

    Am Ende gehört zu Weihnachten das eigene Kind. Dann wäre Weihnachten wieder mit etwas Sinnhaftem erfüllt, der Weitergabe von kulturellen Werten an den Nachwuchs. Und kleine Kinder, die an das Christkind glauben, sind etwas ganz wundervolles! Hätten wir eigene Kinder, dann gäbe es auch Weihnachten. Und mit so einem kleinen Kerlchen an der Seite kommt sicher auch das Weihnachtsgefühl wieder :-)

  7. Inaktiver User

    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Zitat Zitat von GirlInTheGreenScarf Beitrag anzeigen
    - Ist es die Weihnachtsmusik? Auch die höre ich den ganzen Tag rauf und runter. Von altbekannten amerikanischen Klassikern über neuere Songs bis hin zu Kinderliedern von Rolf Zuckowski ist in meiner Playlist alles vorhanden.
    Und Bach? Das Weihnachtsoratorium?

    Die Dekoration ist natürlich auch unheimlich wichtig.

  8. User Info Menu

    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Lustig. Ich bin tatsächlich erstaunt, dass es offensichtlich bei jedem so zu sein scheint, dass Weihnachtsstimmung gar nicht da ist.

    Ich habe neulich auch mit meiner Mutter gesprochen, die mir auch gesagt hat, dass sie eigentlich nie wirklich in Weihnachtsstimmung ist. Nichtmal, als wir klein waren. Da ging es eben darum, Geschenke zu kaufen und an Heiligabend den ganzen Tag in der Küche zu stehen und Essen zu machen, während mein Vater die Geschenke einpackte und den Baum schmückte. Dann kam für sie oft ein wenig Stimmung auf, wenn wir Geschenke auspackten und später dann noch meine Großeltern zu uns kamen oder wir sie besuchten. Aber das war es dann auch für sie.

    Das fand ich seltsam, denn als ich klein war, ist es mir nie aufgefallen, dass meine Eltern nicht so weihnachtsbegeistert sind/waren.
    Umso mehr beschleicht mich das Gefühl, dass Weihnachtsstimmung gar nicht unbedingt von äußerlichen Faktoren abhängt, sondern von einem selbst. Musik, Plätzchen, Punsch etc. können zwar das Gefühl unterstützen, doch letztendlich scheint es wohl dieses kindliche Gemüt gewesen zu sein. Worüber hat man sich damals Sorgen gemacht? Eigentlich doch nur darum, ob man an Weihnachten das bekommt, was man sich gewünscht hat. Ob man, wenn man doch daran glaubte, im Auge des Weihnachtsmannes oder Christkinds ein braves Kind gewesen ist.

    Und heute? Ein Termin jagt den nächsten. Ob nun Arzttermine, Weihnachtsfeiern, Dienstreisen oder sonstige verpflichtungen. Man macht sich Sorgen über die Zukunft, über das, was wird. Macht sich Gedanken, wo Weihnachten gefeiert wird, koordiniert Besuche, kauft Geschenke, packt sie ein, kauft ein, steht oft den ganzen Tag in der Küche, um für Weihnachten oder Adventsbesuche zu kochen oder zu backen.

    Obwohl die Adventszeit besinnlich sein soll, man langsam zur Ruhe kommen sollte nach einem aufregenden Jahr und manchmal auch beginnt zu reflektieren und zurückzublicken, ist sie doch viel stressiger als manch andere Zeit des Jahres.

    Ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass vielleicht in diesem Jahr die Weihnachtsstimmung doch noch kommt


    PS: Schonmal ein Vorsatz für's neue Jahr: Den Dezember 2016 werde ich ruhig und besinnlich gestalten!!! Ohne Termine, ohne Druck, ohne Trubel!!! So.

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    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Zitat Zitat von GirlInTheGreenScarf Beitrag anzeigen
    Lustig. Ich bin tatsächlich erstaunt, dass es offensichtlich bei jedem so zu sein scheint, dass Weihnachtsstimmung gar nicht da ist.
    Möchtest du denn Antworten von Leuten, bei denen es anders ist, überhaupt haben?

  10. Inaktiver User

    AW: Keine Weihnachtsstimmung? Mein alljährliches Leid...

    Da die Vorweihnachtszeit immer schon spätestens im September anfängt, bin ich jedes Mal froh, wenn das Theater Ende Dezember endlich vorbei ist.

    Situativ komme ich trotzdem in Weihnachtsstimmung. Z. B., wenn ich durch das verschneite und weihnachtlich geschmückte Dorf gehe. (Da es am Schnee dieses Jahr wieder scheitert, fällt das weg - Weihnachtsschmuck bei Frühlingstemperaturen und grünen Wiesen funktioniert nicht.) Der Duft von Räucherkerzen bringt mich auch immer mal kurz in Weihnachtsstimmung.

    Für mich hat die Weihnachtszeit eher andere Vorteile. Ich nutze die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester immer, um irgendwas in der Wohnung zu renovieren, umzubauen oder was auch immer (weil das die einzigen Tage im Jahr sind, wo ich für sowas Zeit habe). Und die Vorweihnachtszeit nutze ich entsprechend für die Planung, den Einkauf der Baustoffe usw. Also ist Weihnachtszeit für mich Nestbauzeit.

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