Ich mochte Muttertag schon nicht, als die Kinder klein waren. Jetzt ist er bei uns als Feiertag abgeschafft, aber man kommt ihm nicht aus. Sobald man z.B. in eine Wirtschaft geht, heisst es "ach wird die Mutter ausgeführt".
Also bleibe ich am Muttertag zuhause oder mach eine Radtour mit Picknick. Ich fühl mich aber eingeschränkt. Was macht ihr, wenn ihr den Muttertag ignorieren wollt?
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27.04.2014, 15:13
der unerlässliche Muttertagsthread
Tapferkeit stärkt, Eigensinn macht Spaß und Geduld gibt Ruhe
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27.04.2014, 16:46Inaktiver User
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Zuhause bleiben.
Fahrt ihr sonst denn jeden Sonntag in eine Wirtschaft oder ein Cafe?
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27.04.2014, 16:47Inaktiver User
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
du meinst den im kalender auftauchenden 2. sonntag im mai?
den musst ich nicht ignorieren- für mich ist jeden tag muttertag - auf der ganzen welt.
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01.05.2014, 08:42
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Leider fühlen sich die Männer in unserer recht großen "Weibersippe" alle Jahre sehr nervös um den Tag herum. Trotzdem haben wir generell alle Feste abgeschafft, die von der Werbeindustrie aufgebauscht werden. Ist doch Schmarrn, wenn ich tagein, tagaus mit dem Kleinen zanke, und dann, nur weil das so im Kalender steht, bringt er Pralinen vorbei. Aber wegen der Nervosität gibt es seit ein paar Jahren einen spaßigen Kompromiss (geht natürlich nur, weil wir alle recht nahe beieinander wohnen und uns gut verstehen):
Bei gutem Wetter ziehen wir uns an einem Werktag NACH dem Muttertag alle hübsch an, spazieren zur Fußgängerzone, und während wir Mädels (Mutti, Oma, Schwiegermama) in den ganzen Klimbimlädchen schmökern, warten die Holden (alles, was irgendwie Kind ist) geduldig. Fast immer kommen wir Stunden später mit leeren Tüten und total schlapp gelacht wieder raus.
Bei schlechtem Wetter findet das Ganze auf dem Sofa statt, dann shoppen wir nur so zum Spaß per Laptop-Monitor-Ansicht. Jedes Mal amüsieren wir Mädels uns köstlich über die verdatterten Gesichter unserer männlichen Mitshopper, denn die haben manchmal null Ahnung von spaßigen Sachen für Frauen.
Generell freue ich als Mutter mich darüber, wenn mein Sohn sich einfach viel Zeit mit mir nimmt, und das nicht am festgelegten Muttertag.
Unerlässlich und zum Abschaffen und überflüssig finde ich den Muttertag nicht. Denn ich kenne viele Mutter-Kind-Beziehungen, die - wenn auch von der Werbeindustrie - durch diese festgelegte Mahnung irgendwie wieder in Kontakt kommen. Ist zwar traurig, dass wir so stumpf geworden sind, aber wohl Teil des Zeitgeistes.Geändert von izzie (01.05.2014 um 10:28 Uhr) Grund: Werbelink entfernt, wir wollen hier doch nicht die böse Werbeindustrie unterstützen.
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01.05.2014, 08:58
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Unsere Muttertags-Traditionen stammen aus einer Zeit, als wir Kinder waren. Da ging es noch nicht so um Werbung, Konsum usw. Wir haben im Kindergarten etwas gebastelt, oder in der Schule, zum Beispiel.
Entsprechend "schlicht" wird es fortgeführt, die Mütter freuen sich einfach, wenn man den Tag nicht ganz "vergißt". Es gibt ein kleines Geschenk, oder Blumen, und auf jeden Fall ein liebes Telefonat, falls man grade nicht vor Ort ist. Speziell Schwiegermutter freut sich riesig, wenn ihr Sohn sich meldet, denn die beiden haben nicht sooo viel Kontakt wie ich mit meiner Ma sowieso habe.
Ich liebe den uralten Witz:
"Am Muttertag tragen wir der Mama den Staubsauger direkt ans Bett!".
The original Karla
est. 2006











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01.05.2014, 09:06
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Ich ignoriere ihn einfach.
Im Bedarfsfall sehe ich ihn als Quell heimlicher (Schaden)Freude, wenn ich unbedacht an diesem Tag ausgehe und diese Sippen mit "der lieben Muddi, dem Gatten im schlechtsitzenden Anzug, feingemachten Kindern und gelangweilten und nervenden Enkelkindern" sehe; erinnert mich dies doch fatal an meine Kindheit, in der ich an diesem Tag ganz besonders lieb sein musste/sollte.
Morgens kam mein Vater mit irgendeinem Blumengesteck (einmal im Jahr!) um die Ecke, und der gesamte Tag verlief eben in dieser künstlichen Lieb-Sein-Atmosphäre.
Am nächsten Tag jedoch gabs die üblichen Streitereien und Gehässigkeiten ... auch und gerade vonseiten der lieben Muddi.
Nee nee - niemals wollte ich meinen Kindern und besonders mir so was zumuten!
Hat bislang auch gut geklappt.
Und da die Kinder auch schon im Mutti-Alter sind, wird das auch weiterhin klappen. I hope so ...Die wahren Abenteuer sind im Kopf,
und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo.
André Heller
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01.05.2014, 09:07
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
ich kann ihn nicht ignorieren, weil meine Mutter sehr großen Wert darauf legt. Für mich war das immer ein Horror-Tag: basteln konnte ich nie, eingefallen ist mir auch nichts und mit meiner Mutter hab ich mich - aus meiner Sicht - nie besonders gut verstanden; das ist jetzt ist das anders.
Muttertags-traumatisiert gibt es ihn in meiner Familie nicht, ausgehen möchte ich an dem Tag auch nicht. Teils lustig, teils blöd war die Zeit mit Kleinkind, da hatte Papa am MT immer Dienst - auch, damit die Kollegen ihre MT-Pflichtprogramme absolvieren konnten (mancher hätte gern mit ihm getauscht). Jedenfalls war ich dann öfter mit Kind allein unterwegs (Kind will ja raus), und da ich auch keinen Ehering trage wurde ich sehr zartfühlend behandelt
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01.05.2014, 09:22Inaktiver User
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01.05.2014, 10:05Inaktiver User
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Ich mag den Muttertag nicht.
Entweder, die Kinder verhalten sich das ganze Jahr liebevoll der Mutter gegenüber - oder eben nicht - aber an EINEM besonderen Tag!?!?! Nee, das ist irgendwie Blödsinn.
Aber meine Mutter, Ü80, legt Wert darauf ... und so muss ich gute Miene machen. Allerdings nervt mich auch da die Erwartungshaltung.
Auf jeden Fall werde ich an dem Tag garantiert nirgendswohin "ausgehen", schon mal aus Prinzip nicht, genausowenig wie z.B. am Valentinstag o.ä.
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01.05.2014, 10:55
AW: der unerlässliche Muttertagsthread
Ja ... wenn ich solche Muttertags-Familien-Ensembles sehe, dann erinnere ich
mich daran, wie sich das früher immer für mich angefühlt hat.
Sehr ... hmmm ... artifiziell
Meine Mutter sagt zwar, dass sie keinen Wert auf Muttertag legt, aber sie tut
es trotzdem. So schicke ich jedes Jahr eine kleines Geschenk oder einen
Blumenstrauß und freue mich, dass sie sich freut. Das "Kind, Du sollst doch
kein Geld für mich ausgeben" gehört auch zum Ritual ;).
Bei meinen eigenen Kinder (ü20) finde ich das ein bisschen schwierig mit dem Muttertag.
Wenn ich sage, ich lege keinen Wert darauf (was eigentlich der Wahrheit entspricht),
dann habe ich das Gefühl, all die selbstgebastelten Geschenke aus der Kindergarten-
und frühen Schulzeit nachträglich abzuwerten, und das möchte ich nicht.
Also begehen wir den Muttertag in stillem Einverständnis, was im Grunde genommen
davon zu halten ist
. Sie bringen ein paar Blümchen und wir trinken Kaffee zusammen,
wie sonst auch.
Essen gehen an diesem Tag würde ich never ever.
Hätte ich schlechten Kontakt zu meinen Kindern und sie würden sich nur am zweiten
Sonntag im Mai melden, dann würde ich das nicht wollen und es auch sagen.
Träum weiter ...


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