@arout58
auch dort: nichts Genaues weiß man nicht. An der Abweichung/dem Problem (Homosexualität) will man das Normale, das Typische, das Weibliche, das Männliche erklären
Sinds die Hormone, die Gene, die Gehirne die zur Abweichung führen? Lapidare Schlussfolgerung, weil man zu keiner eindeutigen Erkenntnis kommt :ein orchestrales Zusammenspiel aller Faktoren ist wohl für die Ausbildung sogenannter männlicher bzw. weiblicher Eigenschaften zuständig. Nix da vonwegen angeborene, ganz typisch auszumachender Geschlechtseigenschaften.
Es geht meiner Meinung nach auch gar nicht darum, Unterschiede zu leugnen. Weiße und Schwarze unterscheiden sich auch. Die Frage ist, welche Konsequenzn daraus gezogen werden. Und mit welchen Begründungen.
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Ergebnis 81 bis 90 von 351
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26.10.2008, 17:26
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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26.10.2008, 17:35
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Eben.
Zitat von Inaktiver User
Man weiß genug, um zu sagen, daß es sowohl soziokulturelle als auch biologische Faktoren sind, die unsere Geschlechterrollen ausformen.
BEIDE spielen eine sehr wichtige Rolle, sind gar nicht klar voneinander zu scheiden, weshalb man sich auf einen 50/50 Einfluß zur Quantifizierung geeinigt hat.
Die Pädagogik hat aber die natürlichen Unterschiede lange geleugnet und geglaubt, alle Unterschiede seien nur soziokulturell bedingt, man müsse Jungen und Mädchen nur gleich behandeln und erhalte dann sich gleich verhaltende Menschen.
Ein Irrtum.
Jungen und Mädchen unterscheiden sich aus soziokulturellen UND biologischen Gründen.
Wenn Jungen also so deutlich schlechter in der Schule abschneiden als Mädchen, wird die Schule heute Jungen nicht gerecht und das ist nicht die Schuld dieser Kinder.
Sie aber werden für ihr Jungesein bestraft, durch schlechtere Bildungsabschlüsse und dadurch geminderte Startchancen in ein selbstverantwortetes Erwachsenenleben.
Es geht in dem von mir verlinkten Buch nicht nur um Homosexualität, das ist nur ein Randaspekt, sondern tatsächlich um den generellen Unterschied zwischen Männern und Frauen im Aufbau und Funktionieren ihrer Gehirne, soweit heute bekannt.
Du hast wohl zufällig gerade das Kapitel über Homosexualität erwischt.
Der Erkenntnisfortschritt generell auf dem ganzen Gebiet neuropsychologischer Unterschiede ist rasant.Geändert von arouet58 (26.10.2008 um 17:54 Uhr)
Cum grano salis
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26.10.2008, 17:51
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Liebe Klee,
Zitat von Inaktiver User
dieser Aussage kann und möchte ich mich voll und ganz anschließen. Vor allem aber sollen Menschen, die das Schulsystem in der Praxis erleben (Lehrer, andere Pädagogen und ältere Schüler) mitentscheiden dürfen, denn ein Schulsystem, das ausschließlich "am grünen Tisch" entworfen wird wird selten die optimale Lösung sein können.
Ich habe deinen link angeklickt, konnte aber daraus nicht entnehmen, dass Hurrelmann sich für Geschlechtertrennung in den Schulen ausspricht. Vielleicht tut er das ja, aber wie schon gesagt, aus dem was du da verlinkt hast ist es nicht herauszulesen.
Bei einer Aussage Hurrelmanns sehe ich mich in meinen Annahmen aber sehr bestätigt.
"Wir können es uns nicht leisten, das Potenzial so vieler junger Menschen nur unzureichend auszuschöpfen", fügte der Wissenschaftler, der die Shell-Jugendstudie leitet, hinzu."
Es geht also - wie ich in einem anderen posting hier bereits schrieb (post Nr.66) - vorrangig darum "das Potential so vieler junger Menschen auszuschöpfen". Dahinter steckt doch nicht der Gedanke der Menschenfreundlichkeit, sondern ausschließlich ein Wirtschaftsfaktor. Und ich verwehre mich ENTSCHIEDEN dagegen, Kinder, Jugendliche und generell alle Menschen als Wirtschaftsfaktor zu sehen. Das hat mit "Mensch sein" (im wahrsten Sinne des Wortes) für mich nicht das geringste zu tun. Es muss auch Menschen geben dürfen, die ihr Potential nicht ausschöpfen. Vielleicht sehen sie den Sinn des Lebens in völlig anderen Wertigkeiten. DAS muss möglich und zulässig sein. Und auch jungen Menschen muss man das Recht zugestehen eine völlig andere Entscheidung zu treffen, fernab von "Potential" und Wirtschaftsfaktor. Sie entsprechend auf mögliche Konsequenzen hinzuweisen ist unerlässlich, aber der Segen des menschlichen Daseins liegt für mich nicht darin "sein Potential restlos auszuschöpfen".
LG
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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26.10.2008, 17:55Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Szenenapplaus
Zitat von arouet58
@ Anitra
ich sehe meine Kinder nicht als " Wirtschaftsfaktor "
möchte sie glücklich sehen und dass ihnen gute STARTbedingungen ins Leben geschaffen werden..und das sehe ich, im Gegensatz zu Dir, durchaus in der Möglichkeit der Geschlechtertrennung in manchen Fächern..
Warum ? :Die Gründe führt arouet57 meiner Meinung nach hervorragend aus..so dass ich dazu gar nichts weiter schreiben muss..
Mir ist es Recht, dass endlich auch einmal in meinem Sinne etwas Druck erzeugen kann, das natürlich auch mit Wirtschaftsfaktoren zu tun hat, das macht die Idee aber nicht schlecht oder falsch.
Meine rührenden Wünsche für meine Kinder haben nämlich wenig Einfluss ;-))Geändert von Inaktiver User (26.10.2008 um 18:00 Uhr)
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26.10.2008, 17:58
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Klaus Hurrelmann schreibt auch zum Thema in der neuesten ZEIT.
Zitat von Inaktiver User
Cum grano salis
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26.10.2008, 18:04
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Zitat von arouet58
Hallo arouet,
ich bin gedanklich gar nicht so weit von dir entfernt, bezweifle eben nur, dass die Monoedukation die richtige oder einzige Antwort auf die vorhandenen Probleme ist. Sie wird einige Vorteile mit sich bringen und anderswo werden Nachteile auftreten. Dass man natürlich wenn man ein neues Projekt startet zunächst nur die Vorteile sehen will, ist menschlich und versteht sich von selbst. Ich kritisiere das auch nicht.
Ich durfte beides genießen, eine vierjährige Koedukation in der Grundschule und eine neunjährige Monoedukation am Gymnasium. Man hat mich in zweiterem (jetzt überspitzt ausgedrückt) "zur Gans erzogen" und die "zickigen Seiten", die Frauen nun mal haben gefördert und mich neun Jahre lang in einem völlig relitätsfremden Umfeld "aufs Leben vorbereiten" lassen. Das soll Schule doch auch, "auf das Leben vorbereiten" und dabei wird eine Hälfte vollkommen ausgeklammert? Welche Vorbereitung auf das Leben ist das?
Ich kann mich nicht erinnern, dass die vierjährige Koedukation in der Grundschule irgendwelche negativen Auswirkungen auf mich hatte, die negativen Seiten meiner Monoedukation beschrieb ich schon.
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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26.10.2008, 18:25
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Das glaube ich dir voll und ganz. So wie du, wird die Mehrheit der Eltern es sehen. Das ändert aber nichts daran, dass sie (die Kinder und Jugendlichen) von den "Machern" einer in Auftrag gegebenen Studie (das heißt, man weiß von vornherein welches Ergebnis man haben will und bekommt es auch ohne irgend etwas zu fälschen, man muss nur die richtigen Fragen stellen) als Wirtschaftsfaktor gesehen werden. Wissenschaftler geben vor, das beste für den Nachwuchs zu wollen und das stimmt auch, aber eben nur unter EINEM Aspekt. "Das beste" ist stets das, was auch der Wirtschaft dient. Freiräume zu einer individuellen Entfaltung sind hier nur sehr beschränkt.
Zitat von Inaktiver User
Das kann man ja auch so sehen. Ich für meinen Teil bezweifle eben nur, dass die Vorteile auf lange Sicht gesehen die Nachteile, die es eben auch geben wird, ja geben muss, dominieren.und das sehe ich, im Gegensatz zu Dir, durchaus in der Möglichkeit der Geschlechtertrennung in manchen Fächern..
Mir ist es Recht, dass endlich auch einmal in meinem Sinne etwas Druck erzeugen kann, das natürlich auch mit Wirtschaftsfaktoren zu tun hat, das macht die Idee aber nicht schlecht oder falsch.
Das kommt auf die Einstellung an. Ich für meinen Teil finde es extrem bedauerlich, dass Bildung heutzutage nicht mehr dem Menschen, sondern der Wirtschaft dienen soll, ja dienen muss.
Vermutlich ist dies eine sehr altmodische Einstellung. Aber unter diesem Gesichtspunkt bin ich gerne altmodisch.
Natürlich gilt wie immer: "Suum cuique"! (Mein Motto bei der Bri.)
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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26.10.2008, 18:33
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Danke für den link. Ich habe den Artikel gelesen und kann den Aussagen zustimmen. Es wurden darin viele Anregungen zu Verbesserungen gegeben, die Forderung nach monoedukativer Erziehung konnte ich aber nicht entdecken.
Zitat von arouet58
AnitraMein Avatar zeigt Charlotte Gainsbourg.
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26.10.2008, 19:10
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Monoedukation ergibt sich für mich zwangsläufig aus den Forderungen.
Zitat von Anitra
Wie will man z.B dasoder dasSie müssen die Gelegenheit haben, als machtvoll und überlegen aufzutreten, den sozialen Raum um sich herum zu erobern und die besonderen Formen der männlichen Selbstbehauptung zu praktizieren. Sie müssen »Mann« sein dürfen.oder dasSchließlich ist eine klare und transparente Festlegung von Regeln des Umgangs in der Klassengemeinschaft für Jungen von erheblich größerer Wichtigkeit als für Mädchen. Diese schaffen es mit typisch weiblicher Sensibilität sehr schnell, den sozialen Code des Umgangs in der Gruppe zu entschlüsseln. Das fällt den machtorientierten und instrumentell eingestellten Jungen sehr schwer. Sie müssen erst Freude am Leben in einer Gemeinschaft entwickeln können, auf die Reize von Harmonie und Aufgehobenheit in der Gruppe aufmerksam werden und dabei lernen, Vereinbarungen einzuhalten. Hier könnte eine strukturelle Benachteiligung von Jungen im heutigen Unterricht liegen. Durch Ansätze des »offenen Unterrichts« und unstrukturierte, auf Harmonie und Konfliktunterdrückung ausgerichtete pädagogische Arbeit, die vielerorts vorherrscht, haben Mädchen bessere Entfaltungsmöglichkeiten als Jungen.umsetzen bzw. ermöglichen, ohne den Mädchen zu schaden, bei Koedukation?Auch sollten typisch männliche Formen von Aggressivität zugelassen werden, um sie aufzunehmen und in konstruktive Bahnen zu lenken.
Nebenbei bemerkt, bin ich mit Einigem in dem Artikel nicht einverstanden, vor allem nicht mit dem ZEIT-typischen Zungenschlag beim Bewerten männlichen und weiblichen Verhaltens, aber das nur am Rande.Geändert von arouet58 (26.10.2008 um 19:21 Uhr)
Cum grano salis
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26.10.2008, 19:46
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Ich finde die Argumente überzeugend. Ich habe meine Meinung geändert. Ich bin jetzt plötzlich doch wieder für die Geschlechtertrennung. Das scheint mir logischer.
Männer sollen und müssen wieder richtige Highlander werden bzw. sein dürfen. Soziale Raumeinnahme, Kicken und Kirschkerneweitspucken. Was Buben halt am liebsten machen und können. Hindert man sie am Bubensein, werden zornige unglückliche Verlierer aus ihnen.
Mädchen sollten wieder in ihren traditionellen Stärken gefördert werden ohne von aggressiven kleinen raumeinnehmende Buben daran gehindert zu werden. Sie sollten kichern dürfen ohne dauernd von Buben gehänselt zu werden.
Buben sollten in ihrer Entwicklung nicht durch weinerliche Mädchen gehindert werden. Es droht ihnen ansonsten der Verlust ihrer natürlichen Virilität. Das Ende wird sein, dass Buben rechenschwach menstruieren und Mädels Schnurbärte tragen wollen. So nicht.
Frau Schavan: Mädel und Buben trennen. Zackig.As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets


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