Ja Satyr. Wir alle scheinen mal reinzulesen in die Sachen die arouet hier wie wild verlinkt. Nur du nicht. Wie kommt das denn?Zitat von Satyr
Du brauchst im übrigen keine Gegenstudien zu den von arouet verlinkten. Er verlinkt nämlich auch Studien, die gegen sein eigenes Beweisziel argumentieren. Er scheint das nicht zu bemerken oder nicht wahrhaben zu wollen. Du auch nicht? Warum?
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02.11.2008, 14:33
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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02.11.2008, 14:54Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Weil mich zu genau dieser hypothetischen Konstellation Deine Antwort interessiert hätte.
Zitat von arouet58
Aber ich kann sie hier nicht finden.In Deinem Modell hätte sich die Lage der Jungen in absoluten Zahlen verbessert, in relativen verschlechtert, die Lage der Mädchen hätte sich in relativen UND absoluten Zahlen verbessert.
Warum sollten die Jungen kein Anrecht darauf haben, daß man auch für sie eine pädagogisch-didaktische Methode fände und anwendete, die ihre Lage in relativen und absoluten Zahlen verbesserte?
Sind sie weniger Mühe wert als die Mädchen?
Ist ein verbesserter Schulabschluss für eine Gruppe von Jungen eine Verbesserung ihrer Situation auch dann, wenn die andere Gruppe, Mädchen, genauso oder mehr profitiert?
Meine Antwort: ungleiche Benotung gleicher Leistung halte ich für ungerecht - gleich, wen sie trifft. Mit einer Ausnahme vielleicht: eine "Motivations-Drei" ... mit der ich - hm, etwa bis zur sechsten Klasse - bei einem Schüler/einer Schülerin, der z.B. ein Diktat statt mit 30 Fehlern nun mit 15 schafft, weil er /sie geübt und geübt hat, eine Fehlerzahl, die ich um gerecht im Vergleich zur restlichen Klasse zu sein, immer noch mit "mangelhaft" bewerten müsste - das aber nicht tue. Geschlechtsunabhängig.Auch an Dich eine Frage, Tarasjugina:
Fändest Du die nachfolgend beschriebenen Zustände empörend ungerecht oder nicht?
Das deutsche Bildungssystem ist nicht auf die besonderen Fähigkeiten und Stärken von Mädchen abgestimmt. Alle Leistungsvergleiche der letzten Jahre belegen einen Zustand, der sich bereits an den Bildungsverläufen von Mädchen ablesen lässt. Mädchen bleiben häufiger sitzen, sind an Haupt- und Sonderschulen überrepräsentiert, verlassen die Schule häufiger ohne Abschluss und sind den Jungen in den Leistungen unterlegen. Hinzu kommt noch, dass Mädchen selbst bei gleichen Leistungen gegenüber Jungen in der Zensierung benachteiligt werden
Antwort zum ersten Teil Deines Zitats, schlechterer Schulerfolg einer Gruppe: "empörend ungerecht" wären nicht meine Worte. Dringend verbesserungswürdig, ja. Egal für welches Geschlecht.
Nur verstehe ich nicht, wieso ein Unterricht, der besser auf Wesen, Eigenart, Lernstil und besondere Stärken der einen Gruppe eingeht, die Abwesenheit der anderen Gruppe erfordert.
Zumal diese ja, wenn ich Dich richtig verstehe, sowieso bereits "übergefördert" ist.
Ich halte für möglich, dass in die Zahlendifferenz (männliche/weibliche junge Arbeitslose) etliche junge Frauen - tja, eben nicht einfließen, die aus bereits gefühlter Perspektivlosigkeit den Ausweg in die frühe Mutterschaft suchen und sich dann eben nicht arbeitssuchend melden.Die Zahl der arbeitslosen jungen Männer übersteigt seit Jahren die der jungen Frauen.
Sie liegt gegewärtig im Jahreschnitt bei ca. 350 000 zu 250 000. Die Zahl der ungelernten jungen Männer wächst, es wächst ihre Frustration, ihre Perspektivlosigkeit,
Wo hast Du das gelesen?Wie man annehmen kann, all das sei nicht schlimm, ist mir schleierhaft.
Gruß, T.
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02.11.2008, 17:43
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Was ist an dieser Antwort
Zitat von Inaktiver User
In Deinem Modell hätte sich die Lage der Jungen in absoluten Zahlen verbessert, in relativen verschlechtert, die Lage der Mädchen hätte sich in relativen UND absoluten Zahlen verbessert.
Warum sollten die Jungen kein Anrecht darauf haben, daß man auch für sie eine pädagogisch-didaktische Methode fände und anwendete, die ihre Lage in relativen und absoluten Zahlen verbesserte?
Sind sie weniger Mühe wert als die Mädchen?
unklar?
Ja, das ist eine Verbesserung der Situation, in absoluten Zahlen, nicht in relativen.Ist ein verbesserter Schulabschluss für eine Gruppe von Jungen eine Verbesserung ihrer Situation auch dann, wenn die andere Gruppe, Mädchen, genauso oder mehr profitiert?
Welchen Schluß ziehst Du daraus, daß die eine Gruppe soviel mehr profitiert als die andere?
Es geht aber nicht nur um die Abiturienten, es geht um Sonderschüler (2/3 männlich), um Schulabbrecher (2/3 männlich), um die Modediagnose ADHS (3/4 männlich), eine Krankheit, die sich geradezu epidemisch zu verbreiten scheint, vor allem unter Jungen, seltsamerweise.
DeshalbNur verstehe ich nicht, wieso ein Unterricht, der besser auf Wesen, Eigenart, Lernstil und besondere Stärken der einen Gruppe eingeht, die Abwesenheit der anderen Gruppe erfordert.
Zumal diese ja, wenn ich Dich richtig verstehe, sowieso bereits "übergefördert" ist.
Entschuldige meinen kurzen Verweis, aber ich habe die Gründe für meine Position schon mehrfach in diesem Strang dargelegt.
Sie findet sich auch ganz hervorragend wieder in diesem Beitrag von Ines Brock.
Ich kann diesen Artikel Satz für Satz unterschreiben, obwohl die Autorin Mutter von 4 möglicherweise dusseligen Söhnen ist.
Danke, proper gander, für diesen wertvollen Hinweis:Er fügt sich so wunderbar nahtlos ein in den Stil Deines Argumentierens.
Zitat von Inaktiver User
Meine Anmerkung, daß ich nicht verstünde, wie man die Bildungsmisere der Jungen in Anbetracht ihrer individuellen, sozialen und politischen Folgen als nicht so schlimm ansehen könne, bezog sich nicht auf Dich, sondern auf ceremony:
Man sollte dabei keinesfalls vergessen, daß es Männer sind, die erfolgreicher sind als Frauen, keine Jungen, keine Mädchen, sondern Erwachsene, Mündige, eigenverantwortlich Entscheidungen treffen Könnende.
Zitat von Ceremony
Man sollte dabei auch nicht vergessen, daß die aus dem Bildungssystem Herausgefallenen, die Aussortierten, die Ungelernten, die Chancenlosen nicht zu den erfolgreichen Männern gehören, aber zu den erfolgreichen Rechtsradikalen gehören sie, oft.Geändert von arouet58 (02.11.2008 um 18:41 Uhr)
Cum grano salis
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02.11.2008, 18:31
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Arouet,
das mit dem Hinweis auf die Grüne: gern geschehen. Du siehst, auch Grüne können irren und sind möglicherweise durch eigene Interessen in ihren Meinungen nicht ganz geschlechtergerecht. Ist doch klar, dass sie mehr im Sinne ihrer Söhne handelt. Wenn sie gleich 4 davon hat.. Apropos Linke:
deine Schlussfolgerung, dass Unterdrückte bzw. Benachteiligte (in deinem Sinne also koedukativ unterrichtete Jungen) später zu Rechtsradikalen werden: Du glaubst wirklich, dass man das verhindert, indem man speziell kleine Jungen wieder autoritärer und vorallen Dingen monoedukativ erzieht?
In der irrsinnigen Umkehrlogik: Frauen, die patriarchal unterdrückt werden, neigen nun mal zum Kindertöten.
Ist das nicht haargenau derselbe Stuss gegen den du dich angeblich auflehnst?
Bist du tatsächlich durch soviel feministisch vergossenes Blut gestapft? Oder bist du mittlerweile einfach nur das Opfer deiner eigenen Propaganda? Ich könnte beides verstehen. Nur aus politisch radikalen Gruppen muss man austeigen können. Wollen.
Gruß
Proper-GenderAs the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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02.11.2008, 18:37
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Proper gander, ich erspare mir ein weiteres Eingehen und begnüge mich mit einem Selbstzitat, leicht abgeändert, dem neuen Post angepasst:
Zitat von proper-gander
Es fügt sich so wunderbar nahtlos ein in den Stil Deines Argumentierens.Cum grano salis
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02.11.2008, 18:48
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Sicher wegen dem Körnchen Salz. Viel Spass dann noch. Beim Stimmungsmachen und Verlinken. Super Forum für Propaganda, odrr?
Zitat von arouet58
As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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02.11.2008, 18:52Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Glaube ich nicht... wenn schon 10.Klässler das (zu Recht) als weltfremd betrachten...
...
Wobei ich das nicht ironisch meine... ich durfe schon mit 12/13 entscheiden, welche Schule mir besser passt - als ich wechseln wollte - meine Eltern waren immer so klug, auf ihre Kinder und deren Wünsche zu hören... das taten schon ihre Eltern...

Besser so.
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02.11.2008, 19:00
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Wenn Du es sagst, möchte ich nicht widersprechen.
Zitat von Inaktiver User
Cum grano salis
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02.11.2008, 19:08
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Richtig, Glueckskatze.
Zitat von Inaktiver User
Wo wären die Gender Studies ohne die dort üblichen 2- Frau-Statistiken, erhoben in Selbsterfahrungsgruppen oder bei PsychotherapeutInnenJ?
Wobei ich das nicht ironisch meine....
schließlich geht nichts über persönliche Erfahrungen, vorausgesetzt natürlich, sie sind von Frauen gemacht worden.Geändert von arouet58 (02.11.2008 um 19:15 Uhr)
Cum grano salis
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02.11.2008, 19:12
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Na dann. Ist ja gut.
Zitat von arouet58
Ja glückskatze,
ist schon weltfremd. Aber bei einigen scheint ja immer was von diesen Halbwahrheiten hängenzubleiben. Auf deren Grundlage man dann versucht weiterzudiskutieren. Aber das scheint ja beabsichtigt....
Habe heute mal in älteren Strängen nachgelesen. Das hat hier scheinbar lange Tradition....
Und dann wahrscheinlich auch Zukunft ?As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets


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