in Finnland ist SO VIEL anders als hier, beginnend mit Kindergärtnern mit Hochschulausbildung, dass das Anführen von Finnland nicht wirklich sinnvoll ist..Finnland
mittelalterlichen Methoden
Deine Schulzeit "allein unter Frauen" muss tatsächlich schlimm gewesen sein..
Heute soll es kein Puddingabitur geben..keine Angst..:-)
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29.10.2008, 19:32Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Geändert von Inaktiver User (29.10.2008 um 19:38 Uhr)
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29.10.2008, 19:40
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Danke der Nachfrage, ich lese.
Zitat von Inaktiver User
Das würde ich Dir auch empfehlen.
Dann tipptest Du so etwasnicht in die Tastatur.Immer mit Verweis auf: Hirnwissenschaft hat festgestellt, das Marmelade Schnaps enthält.Geändert von arouet58 (29.10.2008 um 20:14 Uhr)
Cum grano salis
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29.10.2008, 21:37
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Dafür haben wir Polizisten mit Hochschulausbildung.
Zitat von Inaktiver User
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30.10.2008, 10:17
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
@Anitra,
danke für das Finnland Beispiel. Das scheint mir mehr als vernünftig.
Ich war anfänglich auch nicht so sehr gegen monoedukative Schulen, ahnte nur den Stuss der sich dahinter verbergen könnte und..Bingo.
Nun denn. Ein weiteres Argument gegen monoedukative Schulen wären ja die Qualität der Umsetzung. Ein Konzept, dass nicht auf einer schlüssigen Argumentation aufbaut würde dementsprechend konfus und willkürlich umgesetzt.
Was im einzelnen geschlechtstypische kognitive Fähigkeiten sein sollen, zu sein haben könnte von jedem Lehrkörper nach Belieben festgelegt werden.
Auf populärwissenschaftliche Schlagwörter zurückgestutzte Erkenntnisse der Neurowissenschaft, sollten darum nicht Grundlage eines Schulkonzeptes werden. Es würde mal wieder den Aktionismus belegen, dem schulpolitische Entscheidungen häufig zugrunde liegen.
Ein weiteres wichtiges Argument gegen die Monoedukation wäre der Zeitverlust, den überforderte Pädagogen beim Aufsuchen der geschlechtshomogenen Klassenräume zurücklegen müssten.
Ich sehe das schon deutlich vor mir, wie sie durch die Gänge stieben und ausrufen, dass ihnen die Zeit zum Unterrichten dadurch auf 10 Minuten zurückgeschrumpft ist.
Ein weiteres, viel wichtigeres Problem, sehe ich in der Neubildung zweier blödsinniger schultypischer Abk.
Sagt die eine Primarstufenlehrerin zur anderen: Hast du heute Mono oder Edu?"
Das wäre bedauerlich für die SuS. Für Jungen und Mädchen.As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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30.10.2008, 10:21Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Finnland? Helsinki? Und das mit Berlin-Tiergarten vergleichen?
Ich bin sicher, auch in Helsinki haben sie einen 30-50% Anteil ausländischer Kinder, die zum Teil aus weder kulturell noch sprachlich wenigstens halbwegs integrierten Familien kommen.
Zudem haben wir in Deutschland das schöne System der 16 verschiedenen Zuständigkeiten für Bildungspolitik. Da sind dann schwerreiche Stadtstaaten wie Berlin ganz vorne mit dabei, wenn es heißt, die Bildungsausgaben zu verdoppeln oder zu verdreifachen.
Hier noch ein Link, der aufzeigt, das auch in Finnland der Unterschied in den Schulleistungen zwischen Jungen und Mädchen gegeben ist. (und im entscheidenden Bereich der Lesekompetenz sogar besonders ausgeprägt ist).
Ansonsten habe ich doch schon den Eindruck, das alle Diskussionsteilnehmer zustimmen, das es Jungen heute in der Schule schwerer haben als Mädchen. Auch das sich daran etwas ändern muß, ist wohl bei allen Anwesenden unumstritten. Nur der Weg dorthin ist ein Streitpunkt.
Auch ich war eigentlich immer gegen die Geschlechtertrennung in der Schule, aber im Verlauf dieser Diskussion haben mich die Argumente arouets ein Stück weit überzeugt.
Wenn man an der aktuellen Schieflage im Bildungswesen schnell eine Verbesserung der Situation der Jungen erreichen will, ohne den Mädchen dabei zu schaden, ist eine Trennung der Geschlechter in bestimmten Fächern das schnellste, günstigste und wirksamste Mittel, um dieses Ziel zu erreichen.
Das Argument, es gäbe ja viele untypische Jungen und Mädchen, denen eine solche Trennung eher schaden würde, hat etwas für sich.
Aber andererseits ist die Mehrzahl der Jungen und der Mädchen eben doch eher so, wie es die Biowissenschaftler, Psychologen und Verhaltensforscher beschreiben (und jeder Mensch bemerkt, der mit offenen Augen Kinder beobachtet). Jungen sind üblicherweise in der Grundschule etwas langsamer in ihrer Entwicklung als Mädchen, sie haben einen stärkeren Bewegungsdrang usw. Gilt natürlich nicht in jedem Einzelfall, aber für die Mehrheit eben doch.
Von daher: Man starte einen Großversuch, trenne an einer Anzahl Grundschulen die Geschlechter in bestimmten Fächern und schaue auf die Ergebnisse. Eine Geschlechtertrennung bedeutet ja nicht, das plötzlich nur noch Hausfrauen und Machos die Schulen verlassen. Die Lehrerinnen und der Unterrichtsstoff blieben ja weitestgehends die Gleichen.
Und ganz nebenher versuche man, die Situation des Bildungssystems ganz allgemein zu verbessern (kleinere Klassen, mehr Sprachförderung für Schüler aus Einwandererfamilien, mehr Männer an die Grundschulen).Geändert von Inaktiver User (30.10.2008 um 10:34 Uhr)
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30.10.2008, 11:04Inaktiver User
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
es ist aus den angeführten Gründen völlig " unvernünftig " Finnland als tolles Beispiel anzuführen, wenn Deutschland GERADE EINMAL einen Schritt in eine Richtung getan hat, die vernünftig erscheint und Finnland ferner ist als auf der Landkarte messbar..danke für das Finnland Beispiel. Das scheint mir mehr als vernünftig.
Es ist so interessant in Diskussion zu bobachten, das es hänomene gibt, warum es wohl in Deutschland zu kaum vernünftigen Ergenissen im Bildungsweesen kommt : ständig kollidierten IDEOLOGIEN und Verschwörungstheorien und rückwärtsgerichtete Sichweisen miteinander..
und all das wird auf den Rücken der Kinder Deutschlands ausgetragen..
danke für diesen Lachen am Morgen..Ein weiteres wichtiges Argument gegen die Monoedukation wäre der Zeitverlust, den überforderte Pädagogen beim Aufsuchen der geschlechtshomogenen Klassenräume zurücklegen müssten.
Ich sehe das schon deutlich vor mir, wie sie durch die Gänge stieben und ausrufen, dass ihnen die Zeit zum Unterrichten dadurch auf 10 Minuten zurückgeschrumpft ist.
Diese " geschlechtshomogenen Klassenräume " sind nicht versteckt im Keller oder Hinterräumen, wo Lehrer sie suchen müssen : es wird im Moment schon gehandhabt : und Lehrer schafften es rechtzeitig die Klassen zu finden..
Ich glaube nun wird deutlich dass langsam die Argumente ausgehen und es nun zutiefst albern wird..
Es zeigt, dasas der Absender sich nur HÖCHST RUDIMENTÄR mit der Sache auseinander gesetzt hat und gar nicht wirklich weiß wie es in der Praxis aussieht.
Ein weiteres, viel wichtigeres Problem, sehe ich in der Neubildung zweier blödsinniger schultypischer Abk.
Sagt die eine Primarstufenlehrerin zur anderen: Hast du heute Mono oder Edu?
ist das alles ernst gemeint oder ein Scherz ?
Kommt als nächstes das " Argument " ."und außerdem mag ich den Anfangbuchstaben K lieber als M " ?
das würde mich nicht wundernGeändert von Inaktiver User (30.10.2008 um 11:18 Uhr)
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30.10.2008, 12:16
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Besser auf populärwissenschaftliche Schlagworte zurückgestutzte Erkenntnisse der Neurowissenschaften zur Grundlage machen als ihre völlige Ignoranz.
Zitat von Inaktiver User
Die völlige Ignoranz hatten wir all die Jahre, haben wir in weiten Teilen der Erziehungswissenschaften noch immer.
Das ist mit einer an wissenschaftlichem Ethos orientierten Haltung nicht mehr zu rechtfertigen, verdankt sich nur noch ideologischer Verblendung, weil mit Macht, und das ist auch politisch zu verstehen, daran festgehalten werden soll, das nicht sein kann, was nicht sein darf.
Ich denke, das beschreibt auch Deine Haltung.
Und von Aktionismus kann man wohl nicht reden.
Schließlich betrachtet diese Gesellschaft das WACHSENDE Elend der Jungen in der Schule mit großer Gelassenheit seit mehr als 10 Jahren.
Verantwortliche PolitikerInnen bringen es sogar fertig, die Öffentlichkeit aufzufordern, sich doch über Bildungserfolge der Mädchen zu freuen.
Da kann man die Bildungsmißerfolge der anderen Hälfte offenbar so gut ertragen, daß man nichts unternehmen muss, handelt es sich doch nur um thumbe, unsympathische, aggressive, grobschlächtige Jungen, nicht um zarte, sozial kompetente, fleissige, feinsinnige Mädchen, die gestärkt, in ihrem Selbstbewußtsein gefördert, ermutigt werden müssen, wo immer es nur geht, damit sie sich gegen die übergriffigen, brutalen, "bösen" Männer, pardon, Jungen, zur Wehr setzen können.
Jungen sollen es gefälligst selber schaffen.
Sie sind ja schließlich Männer.
Und schaffen sie es nicht, dann sind sie selber schuld, warum machen sie es nicht so wie die fleißigen Mädchen, denen geht's mehrheitlich doch gut.
Die Frage, ob sie das überhaupt können, die stellen wir besser gar nicht, denn wir wissen ja, laut wissenschaftlicher Erkenntnis von Anno Tobak, daß Jungen und Mädchen gleich sind.
Das müssen sie auch sein, weil wir daran glauben wollen, weil es in unser ideologisches Konzept vom Menschsein passt.
Ist der Mensch nicht so, wie wir ihn uns vorstellen, na, dann ist doch der Mensch schuld.
Und ist es ein männlicher Mensch, dann doch erst recht.
Sagt die zeitgenössische Biowissenschaft, und das tut sie seit fast 20 Jahren, daß Jungen und Mädchen, Männer und Frauen sich sehr viel deutlicher und weitreichender unterscheiden (im Schnitt!), als man das vor wenigen Jahrzehnten überhaupt nur für möglich hielt, dann wischt man das vom Tisch als Populärwissenschaft, als Klischeedenken, veralbert es ein bißchen und fühlt sich offenbar wohl dabei.
Denn Ignoranz ist allemal die fetteste Grundlage einer gefestigten Weltanschauung.
Allerdings auch ein bißchen schmierig.
Irgendwann rutscht man aus auf dieser Grundlage.Geändert von arouet58 (30.10.2008 um 13:41 Uhr)
Cum grano salis
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30.10.2008, 12:35
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Du sagst es Cyan! Und daran wird auch eine hecktisch eingeführte Geschlechtstrennung nichts ändern. Deren positive Wirkung fraglich ist.
Zitat von Inaktiver User
Die Argumente von Arouet schienen mir anfänglich auch neu und logisch. Bis ich leider bemerken musste, dass er ähnliche "Wahrheiten" verkündet, wie einst Radikalfeministinnen. Nur im eben im Gewandt des sog. Maskulisten.
Genau diese dramatische Besorgnisstimmung, kann früher oder später wieder zu Fehlentwicklungen führen. Wie bei allem, was kopflos erst propagiert, dann entschieden und schließlich umgesetzt wird.
Möglicherweise zum Nachteil der Kinder, die unabhängig von ihrem Geschlecht nicht gut in der Schule sind. Der Verlass auf einen "Heilsbringer" sollte einen wundern. Tut es aber nicht. Stattdessen wird populistisch ins Horn geblasen, dass
-endlich was passieren muss
-die Lage besorgnisserregend und erschreckend sei
-es so nicht weitergeht
-alles auf dem Rücken der Kinder bzw. der Jungen ausgetragen wird
Angst ist kein guter Ratgeber.As the small talk ebbs away the silence is awkward. The Streets
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30.10.2008, 12:58
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
@proper-gander
Natürlich kann es sein, das die Trennung der Geschlechter nicht der heilige Gral ist. Aber DAS ist eine VERMUTUNG.
Dass das aktuelle System versagt steht FEST.
Alles was man jetzt tun kann, ist etwas neues versuchen - aufgrund von Vermutungen. WISSEN was wirklich wirkt, kann niemand.
Aber das ist allemal besser, als alles totzureden und nichts zu tun.
Natürlich kann es sein, das eine minimale Minderheit von männlichen Mädels und weiblichen Jungs dann zu kurz kommt. Aber was ist die Alternative? Weiterhin die Jungs KOMPLETT versagen lassen? Lieber nicht 95% der Jungs helfen, weil es 5% schaden könnte(!)?
Natürlich sind diese 5% auch wichtig. Aber einen Schritt zu gehen, heisst ja nicht das man dann wieder stehen bleiben muss. Wenn man das naheligende getan hat und den 95% geholfen hat, kann man sich ja trotzdem auch um Hilfe der 5% bemühen.
Aber allen nicht zu helfen, wegen dieser Minderheit, ist das was momentan passiert. Das Resultat hat arouet in Zahlen sehr gut niedergeschrieben.
Also lieber an einem aktuellen System festhalten, das Jungen aktiv und nachweisbar schadet, anstatt etwas neus zu versuchen - aus Angst das dies auch nicht 100%ig funktionieren könnte?
Wenn es nur zu 50% oder 60% funktioniert, ist es warscheinlich besser als alles momentan...
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30.10.2008, 12:59
AW: Geschlechtertrennung in bestimmten Schulfächern. Eine gute Idee?
Nur noch mal zur Erinnerung:
Zitat von Inaktiver User
56 % der Abiturienten sind weiblich
44 % der Abiturienten sind männlich.
2/3 der Sonderschüler sind männlich
2/3 der Schulabbrecher sind männlich
3/4 der mit Ritalin ruhig gestellten Schüler sind männlich.
Diese Zahlen sind nicht statisch, sondern verschlechtern sich seit rund 15 Jahren zu Lasten der Jungen, Jahr für Jahr für Jahr.
Geschehen ist bisher NICHTS.
Bis vor einem Jahr stritt man noch darüber, ob es die Jungenkrise überhaupt gäbe.
All das nicht schlimm?
Wie schlimm muss es denn noch werden, bevor Du es schlimm nennen würdest?
PS:
Du scheinst mich für einen Maskulisten zu halten.
Bisher sah ich mich nicht als solchen, kannte bis vor einem Jahr nicht einmal den Begriff.
Aber, wenn das, was dieser Verein vertritt, Maskulismus ist, dann bin ich zu weiten Teilen einer und bin es gern.Geändert von arouet58 (30.10.2008 um 13:31 Uhr)
Cum grano salis




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