Starke Raucher sind ganz klar süchtig und sollten daher auch so eingestuft werden, genauso wie Drogenabhängige oder Alkoholiker. Und Sucht ist eine Krankheit. Daher müssten die Krankenkassen sich auch hier an einer eventuellen Therapie beteiligen.
Dabei entstehen natürlich zusätzliche Kosten. Andererseits wird aber zumindest ein Teil der Kosten, die durch langjährigen Missbrauch entstehen, vermieden.
Die Krankenkassenbeiträge entsprechend zu staffeln, macht meiner Ansicht nach theoretisch Sinn. Raucher erkranken nun mal mit größerer Wahrscheinlichkeit an bestimmten Krankheiten. (Genauso müssen ja alle Autofahrer, die gerade erst den Führerschein gemacht haben, einen höheren Kfz-Versicherungsbeitrag zahlen, weil sie mit größerer Wahrscheinlichkeit einen Unfall verursachen.und damit die Gemeinschaft finanziell belasten.) Aber praktisch ist das sehr schwierig durchführbar, finde ich.
Die Finanzierung über den Zigarettenpreis finde ich daher wirklich am einfachsten und fairsten. Wenn Zigaretten tatsächlich das Vierfache kosten, wird wahrscheinlich wirklich weniger geraucht, v.a. von Kindern.
Und natürlich ist Aufklärung in den Schulen und Prävention im Allgemeinen am besten, aber das ist ja sowieso klar und hier nicht das Thema.
Im ûbrigen geht es hier auch nicht um das Thema „Bevormundung“ (@ Didi 50). Rauchen würde ja nicht unter Strafe gestellt und es würden auch keine Zwangstherapien verordnet.
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15.10.2008, 12:06
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
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15.12.2008, 12:48
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
Wieso ist es Diskriminierung, wenn die Kosten und Folgen bestimmter Lebens- und Ernährungsgewohnheiten genannt werden? WIR ALLE tragen diese Folgekosten, nicht nur der betreffende "selbst verantwortliche" Erwachsene. Und WIR ALLE werden zunehmend mit immer weniger Krankenkassenleistungen auskommen müssen, weil viel zuviel Geld in den Folgen der sogenannten Wohlstandskrankheiten fliesst.
Wer Zahlen sehen möchte:
Der VdAK (Verband deutscher Krankenkassen e. V.) summiert die Gesamtausgaben aller GKV im Jahre 2007 auf 153.6 Mrd Euro.
Quelle: Wikipedia, Stichwort Gesetzliche Krankenkassen
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Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner /dpa
München – Bundesverbraucherminis-terin Ilse Aigner (CSU) will mit einem nationalen Aktionsplan dem Übergewicht zahlreicher Deutscher zu Leibe rücken. „66 Prozent der Männer und 51 der Frauen in Deutschland wiegen zu viel - und 15 Prozent der Kinder“, sagte Aigner dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Insgesamt verursachten Krankheiten, die durch ungesunde Ernährung entstehen, Kosten von 70 Milliarden Euro im Jahr
Quelle: Deutsches Ärzteblatt 1.12.2008
Ich denke, das spricht für sich.....
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27.12.2008, 20:03
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
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27.12.2008, 20:31Inaktiver User
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
Genau! Und so klasse praktizierbar! Ein Raucher bezahlt mehr (wer kontrolliert wie oft und was kostet das?), gewöhnt sich das Rauchen ab (wer kontrolliert wie oft und was kostet das?) bezahlt weniger, wird nach einem halben Jahr rückfällig, was nicht so selten ist (wer kontrolliert..... siehe oben) und so weiter....So hätte es jeder selber in der Hand, z.B. Rauchen Risiko-Sportarten, Übergewicht haben höhere Beträge zur Folge, da ein erhöhtes Risiko besteht.
Desgleichen für alle anderen Risiken. Ich finde, so was sagt sich toll daher, aber wie in der Praxis sowas gehandhabt werden soll, OHNE dass das die Kosten erhöht, allein organisatorisch gesehen, das steht auf einem anderen Blatt.
*ironie off*
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27.12.2008, 22:16
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
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28.12.2008, 15:16
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
@Anemone und MannOhneNamen
Da könnte sich der Hausarzt was dazuverdienen......
Genau genommen ist jeder Sport mit einem gewissen Risiko verbunden, (wie gerade jetzt in der Presse zu lesen ist, auch der Skisport !)
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28.12.2008, 15:30
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
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28.12.2008, 15:32
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28.12.2008, 18:15
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
Und was macht man mit den Risikosportlern, die diese Aktivität nicht der Krankenkasse angegeben haben? Lässt man die einfach auf der Skipiste oder dem sonstigen Unfallort liegen?
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28.12.2008, 22:01Inaktiver User
AW: Bundesärztekammer will Raucher als Kranke einstufen
Als Raucherin (wenn ich eine wäre) wäre ich jetzt knatschig. Weil mein Ex-Schwager ein bekennender Risikoüberholer und Raser und Drängler ist. Mit unzähligen Punkten in Flensburg. Falls der mal infolge seiner Raserei sich verletzt, müssen wir ja auch alle für ihn mitbezahlen. (Dieser Theorie zufolge) Wie bekomme ich den denn jetzt auch in eine Schublade, in der er mehr bezahlen muss...Dann müssen Raucher eben 1 mal jährlich zur Nachsorge und Nachprüfung.
Sind sie rückfällig geworden, müssen sie den ersparten Jahresbeitrag an die Kasse rückerstatten.
*ratlosguck*


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