Zitat von parfum
ich theoretisch auch, aber ich habe Bauchweh, wenn es darum geht mit dieser Not Geld zu verdienen.
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08.07.2008, 18:14Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
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08.07.2008, 18:25
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
hmmmm, in diesem Zusammenhang wird "Geld verdienen" als so negativ dargestellt, warum ?
Ich diskutiere diesen Punkt vor dem Hintergrund des selbstbestimmten freiwilligen Todes.
Warum ist es in Ordnung mit der Schmerzbehandlung Geld zu verdienen oder mit der maschinellen Lebensverlängerung eines Sterbenden ?
Ist ein Bestattungsunternehmen sittenwidrig ? Die helfen mir auch meinen Angehörigen angemessen unter die Erde zu bekommen.
Oder wenn ich nach einem Unfall völlig entstellt bin, nimmt der plastische Chirurg auch Geld für die notwendige Operation.
Warum ist es schlimm Sterbehilfe für Geld zu verkaufen ?
Promethea
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09.07.2008, 00:08Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Im Falle von Bettina Schardt handelte es sich nicht um Sterbehilfe sondern um Beihilfe zum Selbstmord.
Frau Schardt lag nicht im Sterben und war noch nicht mal ernsthaft krank. Wenn Einsamkeit schon ein Grund für Sterbehilfe ist, dann steht der "Anwendung" bei eindeutigeren Fällen auch nichts mehr im Wege.
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09.07.2008, 00:31Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Was ist das denn für eine Frage?
Zitat von Inaktiver User
Wenn etwas verboten werden soll, muss es bislang ja erlaubt sein. In Deutschland gilt legal oder illegal.
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09.07.2008, 00:38
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Ich bekomme da auch Bauchweh, denn in unserem Gesundheitssystem, geht´s ja auch um´s Geld verdienen, und weniger um´s Helfen.
Zitat von Inaktiver User
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09.07.2008, 08:32Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Ich bekomme Bauchweh, weil man dort evtl. in eine Richtung kommen könnte (ich trau dem Menschen an sich alles zu !), dass lästige Pflegebedürftige evtl. per "Auftragsmord" verschwinden, obwohl sie vielleicht selber gar nicht sterben wollten.
Und dann kommen natürlich die dazu, die länger leider müssen, weil sie kein Geld haben. Das macht mir Bauchschmerzen.
Wobei mir das Gesundheitssystem auch Bauchschmerzen macht, weil es eben nicht darauf ausgelegt ist dem Menschen zu helfen (in erster Linie), sondern Menschen, die halb tot sind im Rettungswagen erstmal nach der Versicherungskarte gefragt werden.
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09.07.2008, 12:16
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
ja, da schließe ich mich an. Ich würde auch befürchten, dass der Weg zum Missbrauch von Euthanasie hier dann sehr frei wäre... Allerdings finde ich auch, dass Selbstbestimmung sehr wichtig ist. Das Ganze ist eine sehr schwierige Angelegenheit, in der es nicht nur EIN richtig oder falsch gibt.
Zitat von Inaktiver User
Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen! ;-)
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09.07.2008, 12:56
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Aber wir sollten nicht vergessen, dass im aktuellen Fall Kusch "nur" um Beihilfe zum Selbstmord handelt und eben nicht um eine Sterbehilfe im engeren Sinne.
In Deutschland ist bislang weder der Selbstmord noch die Beihilfe zum Selbstmord strafbar (das zB ist in Österreich anders).
In Deutschland hat man allerdings strafrechtlich das Problem, dass die Unterlassung einer möglichen Lebensrettung nach dem Selbstmordversuch, eine Strafbarkeit auslöst.
Warum soll jetzt die Beihilfe zum Selbstmord strafbar sein ? Ist es wirklich illegal ein wirksames Mittel zum Selbstmord zu verkaufen ?
promethea
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09.07.2008, 13:17Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Warum soll jetzt die Beihilfe zum Selbstmord strafbar sein ? Ist es wirklich illegal ein wirksames Mittel zum Selbstmord zu verkaufen ?
Dann müssten wir alle Apotheken verklagen!
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09.07.2008, 13:45Inaktiver User
AW: Soll gewerbliche und organisierte Sterbehilfe verboten werden?
Beihilfe zum Selbstmord ist nicht strafbar, wenn die Hilfe nicht von Angehörigen oder Ärzten kommt.
Zitat von Promethea71
Es ist aber sicher unlauter Selbstmord als Sterbehilfe zu verkaufen, wie es Kusch gerade macht. Sowas nennt man dann wohl Fakten schaffen wollen.


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