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  1. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Für mich ist der inflationäre Gebrauch (übrigens ein Wortgebilde, das selbst häufig vorkommt ) von Hilfsverben eher ein Indiz für unpräzisen Sprachgebrauch.
    ja, das stimmt ja auch....aber davon, dass das Wort "inflationär gebraucht werden soll..war ja nicht die Rede..

    mir ging es nur darum kurz aufzuzeigen, dass dieses Wort nicht nur "schlecht" und "falsch" ist, sondern manchmal genau richtig sein kann.

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    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    AnnaM

    schreibe doch Prof. Dr. Peter Eisenberg an und frage nach..

    DU hast seine Thesen in den Raum geworfen. Und DU kannst sie nicht belegen.

    Ich denke eh nicht, dass Du Dich mit dem Vortrag von Prof. Eisenberg auseinander gesetzt hast..

    Ich habe den Vortrag auch nicht gehört.

    *lol* DAS ist jetzt wirklich gut! Ich schätze, ich habe da schon mehr getan als du, ich habe in der Lutherbibel von 1545 gelesen und DREI Stellen gefunden, wo Luther "erinnern" genau so benutzt, wie wir es heute tun. Aber das hast du wahrscheinlich überlesen?

    Ein Forum wie Brigitte.de ist sicher auch nicht dazu gedacht, den Vortrag eines Germanistikprofessors in einfachen Worten zu erklären und seine Gedankengänge vielleicht AnnaM so darzulegen, dass sowohl Professor Dr.Eisenberg seine Gedanken noch erkennt aber auch alle genau verstehen was er genau gesagt hat..

    Du meinst wohl eher, dass du seinen Vortrag nicht gelesen hast und deshalb auch gar nicht sagen kannst, was genau er denn nun gesagt hat. Und wenn du nicht in der Lage bist, seine Worte (die du ja nie gelesen hast) so zu formulieren, dass auch ein schlichtes Gemüt wie ich deinen Ausführungen folgen kann, dann behaupte ich mal, hast du selbst nix verstanden.

    NOCHMALS :

    Ich stellte Prof.Dr.Eisenberg Bastian Sick gegenüber..

    und erlaube mir Professor Eisenberg eher zu folgen als Bastian Sick mit seiner Vita und seiner Vorbildung.. und dem was er von sich gibt : was selbst mir als nicht Germanistin unausgegoren anmutet..

    Du kannst dir erlauben, was immer du willst, aber wo steht, dass ich unbedingt deiner Meinung sein muss?

    Aber das kann ja jeder so halten wie ein Dachdecker..

    also so wie es ihm beliebt ..

    Genau das tust du ja, du glaubst ihm einfach ohne irgendwelche Beweise, nur weil er der Herr Professor ist. Zum Dachdecker sag ich jetzt mal lieber nichts.
    So, ich hab mal meine Anmerkungen in das Zitat reingepackt. Sonst wäre mir das mit dem Zitieren zu umständlich geworden.
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.

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    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Mir kommt es so vor als geht der Sinn von diesem Faden total verloren.
    Los lassen ist einer der besten Geschenke die man sich geben kann.

    Mckenzie

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    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Falsche Farbe sozusagen?
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.

  5. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Zitat Zitat von mckenzie Beitrag anzeigen
    Mir kommt es so vor als geht der Sinn von diesem Faden total verloren.

    Die Ausgangsfrage des "Faden(s)" ( auch hier gibt es eine Frage zur Grammatik, die auch Goethe vor die Frage stellte, ob er "Die Leiden des jungen Werhters" oder "Die Leiden des jungen Werther" titeln sollte : er entschied sich später für die zweite Lösung..) ist einige Jahre alt ..

    Wenn nun eine Diskussion zur Frage, ob es immer stimmt, dass Anglizismen benutzt werden..wenn es behauptet wird oder ob dieses auch manchmal fehlender linguistischer Sachverstand ist, aufkommt, mag das etwas anderes sein als nur immer zu schimpfen, dass vieles so schrecklich sei...aber ob es sinnentlerrt ist, dieses zu beurteilen, kann man ja den Lesern überlassen..

    Für mich war es nicht Sinn und Intention des Threads, nur Gedanken in eine Richtung zuzulassen..

    Der Aspekt, dass es Professor Dr.Eisenberg gibt bei dem auch Details nachzulesen sind, finde ich nicht sinnentleert : es ist nur mal "etwas anderes" ..

    ( Was mir gerade aber nicht gefällt, ist wenn mich jemand mit Vollzitat und grünen Anmerkungen dazu zwingen möchte weiter zu antworten, obwohl ich es nicht mehr möchte ( ich habe es lange genug getan..) : da das wirklich keinen Sinn macht ..nein, es macht keinen Sinn..es ist nicht sinnvoll weiter zu erklären, dass jeder ja denken darf was er möchte und jeder seine Herangehensweise an dieses Thema haben darf .. HIER aber nicht Professor Dr.Eisenbergs Vortrag so erklärt werden kann, dass nicht weiter dieses Fragespielchen gespielt werden kann--- vielleicht könnte man einfach die Gegenüberstellung Bastian Sick und Prof.Dr.Eisenberg nun so stehen lassen und jedem sein Recht, sich dazu seine Meinung zu bilden, zu lassen ( was ich mache, wenn ich den Dachdecker erwähne..)..)

  6. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Du meinst wohl eher, dass du seinen Vortrag nicht gelesen hast und deshalb auch gar nicht sagen kannst, was genau er denn nun gesagt hat. Und wenn du nicht in der Lage bist, seine Worte (die du ja nie gelesen hast) so zu formulieren, dass auch ein schlichtes Gemüt wie ich deinen Ausführungen folgen kann, dann behaupte ich mal, hast du selbst nix verstande
    siehe oben, AnnaM

    Ich habe zumindest so viel verstanden, dass ich dem Fazit, dass es Leute gibt, die sich zu etwas äußern bei dem sie nicht über den vollen Durchblick ( linguistischen Sachverstand) verfügen, doch gut Geld verdienen können, wenn sie sich eines Zeitgeisthemas annehmen, wie es Bastian Sick getan hat..folgen kann.

    Und meine These war : das Wissen über Linguistik haben viele Sprachkritiker ( die sich durch das Erwähnen der typischen" Sick-Beispiele" entlarven..) LEIDER auch hauptsächlich durch solche Quellen..

    und deshalb erwähnte ich Prof.Dr.Eisenberg..als Gegenbeispiel eines Menschen mit linguistischem Sachverstand und Fachmann ..für Deutsche Sprache der Gegenwart..

    http://www.uni-potsdam.de/u/germanistik/ls_dgs/pe.htm
    Geändert von Inaktiver User (23.09.2011 um 09:24 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    die auch Goethe vor die Frage stellte, ob er "Die Leiden des jungen Werhters" oder "Die Leiden des jungen Werther" titeln sollte
    Tatsächlich? Und was hat ihn letztendlich dazu bewogen, das H hinter und nicht vor das T zu stellen?

    (Herr Prof. Dr. Eisenberg hat dazu sicherlich die passende Antwort, oder?)

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    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    siehe oben, AnnaM

    Ich habe zumindest so viel verstanden, dass ich dem Fazit, dass es Leute gibt, die sich zu etwas äußern bei dem sie nicht über den vollen Durchblick ( linguistischen Sachverstand) verfügen, doch gut Geld verdienen können, wenn sie sich eines Zeitgeisthemas annehmen, wie es Bastian Sick getan hat..folgen kann.
    Ob nun der eine Mann oder der andere Mann mehr Sachverstand hat, ist mir schnurpspiepegal, ich habe ja nur gefragt, welches die Textstellen in der Bibel sind, die belegen, dass es zu Luthers Zeiten schon hieß "ich erinnere den Sommer" und nicht "ich erinnere mich an den Sommer" Dazu habe ich drei Zitate aus der Lutherbibel gebracht, wo es nicht so steht, wie du es nach Lesen eines Artikels über einen Vortrag, den du weder gehört noch gelesen hast (was du bei mir dann aber erstaunlicherweise als Beleg dafür anführst, dass ich keine Ahnung habe), behauptet hast.

    Daraufhin hast du ganz vornehm beschlossen , mit mir Sprachbanausen nicht weiter reden zu wollen. Brauchst du ja nicht, aber das heißt ja nicht, dass ich dazu nichts mehr schreiben darf.
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.

  9. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Noch einmal:

    Ich habe das Vortragsprotokoll verlinkt..

    und dort war schon in einfacheren Worten erklärt was Eisenberg sicher noch komplexer ausführte..

    Für einen vergleichbaren Stein des Anstoßes, nämlich "etwas erinnern" (engl. "to remember something") statt "sich an etwas erinnern" hingegen gebe es einen sehr frühen Beleg dafür, dass die Puristen den herrschenden Sprachgebrauch zu Unrecht einer übertriebenen Anglophilie bezichtigen: die erstgenannte Form sei bereits in der Lutherbibel belegt.
    So die Aussage..

    und selbst im "Volkslexikon" wikipedia ist man so weit zu verkünden :

    Bei den Beispielen „Sinn machen“[3] und bei der transitiven Verwendung von „erinnern“ ist anzumerken, dass diese Wendungen in früheren Jahrhunderten im Deutschen gebraucht wurden

    So und nun habe ich fertig.

    :-)

  10. Inaktiver User

    AW: Verkommt die deutsche Sprache?

    Ich gestehe: ich mag die Kolumnen von Bastian Sick.
    Ich finde sie vergnüglich und interessant.



    Ich kann damit leben, dass ich mich damit als leicht zu erheiterndes Element des tumben Pöbels (wie eklig konform, igitt) zu erkennen gebe, dessen simples Gemüt sich mit dem Gequake eines Pseudosachverständigen zufrieden gibt, während der wahre Elite-Feingeist sich natürlich streng an die Doktrin von Menschen mit wirklichem linguistischem Sachverstand hält.

    So, und nun haut auf mich ein!

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