Nicht in mir. Ich halte die deutsche Sprache für so reich und vielfältig, entwicklungsfähig und sich entwickelnd wie nie zuvor.Zitat von Inaktiver User
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14.08.2008, 16:40Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
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14.08.2008, 17:13Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Ich auch.
Zitat von Inaktiver User
Und ich finde die (auch von mir ebenfalls beobachteten) teilweise hochkomplexen Sprachstrukturen unter jungen Leuten bemerkenswert. Ich persönlich finde Abkürzungen auch nicht schön, bewundere aber die Jugendlichen, die aus zig Abkürzungen eine Art Geheimcode - sehr kompliziert - entwickeln.
Ich wollte noch etwas zu dem falschen Englisch anmerken.
Es kommt ja immer auf den Zusammenhang an, oder anders gesagt, auf die Rezipienten. Man spricht eben nicht allein für sich auf dem Lokus - sonst gäbe es ja keine Missverständnisse.
Mit meinem Englisch würde ich persönlich zum Beispiel keinen Gast-Vortrag vor englischen Studenten über deutsche Sprache halten.
Aber wenn ich hier in der Stadt mit allen anderen zum "Public Viewing" gehe, wie es auch auf allen Plakaten angekündigt ist, und mich dabei mit meiner deutschen Freundin per "Handy" verabrede, finde ich das überhaupt nicht peinlich. Durchaus eine Bemerkung wert, dass dies nicht korrektes Englisch ist, aber eben so eingebürgert und durch tausendfache Benutzung so richtig schön im Hirn eingeknetet, dass es sich eben gut damit leben lässt. Auch sehe ich nicht, dass sich die Redakteure der Tagesschau durch Benutzung der Bezeichnung "Public Viewing" lächerlich machen.
Würde man beide Falsch-Vokabeln wiederum im rein englisch-sprachigen Raum einsetzen, würde man ja schon bald eines Besseren belehrt werden. Um sich ZU VERSTÄNDIGEN (und dafür ist Sprache ja vorgesehen), würde man dort, wo es nötig ist, sicher bald die dort verständlichen Vokabeln drauf haben - aber warum sollte man dies hier so wichtig nehmen, wo einen jeder versteht?
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14.08.2008, 19:05Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
ich dachte, handy sei ein deutsches wort....

also, im österreichischen wörterbuch (das offizielle für dieses land) steht es... (allerdings mit der bemerkung "pseudoenglisch".
)
deshalb ist es auch kein wunder, dass es kein englischsprachiger versteht.
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14.08.2008, 19:07Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Doch, ich hatte kürzlich für zwei Nächte drei südafrikanische Studentinnen zu Gast - und sie verstehen es - jetzt.
War auch kein Problem für sie.
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14.08.2008, 19:12Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
*kicher*- jetzt.
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14.08.2008, 19:21Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Ich schmeiß mich wech!
Zitat von Inaktiver User
Dann wissen meine beiden Delaware-Studenten, die ich neulich beherbergte, demnächst auch, was die gemeine Deutsche mit Public Viewing meint.
Das haben sie dann von mir gelernt.
Ist doch herzallerliebst, wenn die das rücksichtsvoll übernehmen. Ich finde das schön.
Und bemerkenswert finde ich auch, dass den englischsprechenden Menschen bis heute kein eigenes Wort für Kindergarten eingefallen ist. Eigentlich ein Skandal. Verkommt jetzt die englische Sprache total, wenn die bald sogar noch Handy zum Mobil sagen?
Wisst ihr eigentlich, dass es "to schlepp" im Englischen gibt? War mir neu, hat mir gut gefallen. Kommt, soweit ich informiert bin, aus dem Jiddischen.
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14.08.2008, 19:23Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Jedenfalls können Deine beiden Delaware-Studenten jetzt mit dem Wort Public Viewing umgehen. Reisen bildet.
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14.08.2008, 19:26Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Genau. Die haben zuhause was zu erzählen.
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14.08.2008, 19:38Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
Und wir hier.
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14.08.2008, 21:39Inaktiver User
AW: Verkommt die deutsche Sprache?
So, Ende mit Rudelglotzen, Krempel in den Leichensack, das Mädchen für alles möchte einen neuen Gesichtspunkt nicht verstandener Sprache in den Mittelpunkt der Erörterungen stellen.
Hui, bislang kein " Fremdwort "
Dabei ist das Fremde doch so aufregend.
Behördensprache : Zu einer modernen Verwaltung gehört auch eine moderne Sprache. Dem Wunsch nach einer verständlicheren Verwaltungssprache standen jedoch bisher
die Zwänge der Praxis entgegen. Hans-Rüdiger Fluck - Lehrstuhl für Angewandte Linguistik am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum - und weitere Mitarbeiter betreuen das Projekt IDEMA. IDEMA ist ein Projekt des Germanistischen Instituts der Ruhr-Universität Bochum. IDEMA sei bundesweit einzigartig und trage dazu bei, die Verwaltungssprache zu verbessern und zu erforschen.
Aus dem Presse-Info 239 vom 07.08.2008:
Ob aber Textmodule wirklich helfen, da bin ich skeptisch. Denn ein Brief soll ja auch ein flüssiger Text und nicht nur die Summe von Textbausteinen sein. Möglicherweise unterliege ich da Irrtümern und verstehe " bürgernahe Verwaltung " falsch. Vielleicht meine "bürgernahe Verwaltung " nämlich nur, dass der Bürger nicht merken darf, dass er verwaltet wird.Das IDEMA-Team zieht seit Jahren gegen Restmüllbehältervolumenerhöhung und Co. zu Felde, inzwischen ziehen 22 Kommunalverwaltungen aus sieben Bundesländern sowie die Bundesverwaltung mit. Zusammen mit den Mitarbeitern der Verwaltungen übersetzen die Sprachexperten schwierige Begriffe, formulieren komplizierte Passagen um und machen ganze Texte verständlicher, freundlicher und geschlechtergerecht. Ihre Ergebnisse sammeln sie in einem lernenden Online-Wörterbuch, so dass alle Projektteilnehmer auch von der Arbeit der anderen profitieren können. So lohnt sich die Arbeit doppelt, denn viele Textmodule sind gleich oder ähnlich in vielen Verwaltungen.


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