Antworten
Seite 6 von 6 ErsteErste ... 456
Ergebnis 51 bis 54 von 54
  1. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    @ satyr.

    es gibt bereiche, da ist heimarbeit nicht möglich.

    krankenhaus zum beispiel.

    um eine balance zwischen anspruch und möglichkeit zu finden, gibt es bei uns zum beispiel in der pflege:

    teilzeit in vollen schichten.
    beispiel: eine 5o % stelle. sie oder er arbeitet dann volle schichten aber nur die hälfte der anzahl der tage.

    es gilt eine möglichkeit zu finden, die allen gerecht wird.
    und den rechtlichen anspruch auf teilzeit nach der elternzeit, die hätte ich vor 24 jahren hätte es die damals gegeben, mir wäre manche betreuungsproblematik erspart geblieben. und da sage ich, auch aus erfahrung, dass was den einfallsreichtum an lösungen betrifft, berufstätige mütter oft (nicht immer, aber oft) flexibler sind, eben weil sie oft eine situation a toc morgens um halb 7 umorgeln müssen.

  2. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    der arbeitnehmer hat ein gesetzliches recht auf teilzeit.

    er/sie muss dem arbeitgeber seine genau beschreibung was er wie arbeiten möchte mit einer frist von 3 monate vorher schriftlich mitteilen.
    der arbeitgeber kann es nur ablehnen wenn dringende betriebliche gründe dem entgegenstehen.
    dann muss der arbeitgeber begründen. und zwar in der schriftlichen form.

    meine erfahrung: dann kann der arbeitnehmer immer noch seine/ihre flexibiliät beweisen in dem die zeit-wünsche evtl den ablehnungsgründen des arbeitgebers angepasst werden.

    es ist halt so, der arbeitnehmer muss genau sagen, was er will. der arbeitgeber muss sagen, ob oder was nicht geht. und dann verhandeln wir bitte.

  3. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Es war kurioserweise so, dass ich aus meiner letzten Arbeitsstelle "entfernt" wurde, weil nichts zu tun war und mir man das hin und wieder anmerkte. Und es war weiterhin kurioserweise so, dass ich am Anfang dieses Arbeitsverhältnisses vorgeschlagen hatte, freiberuflich zu arbeiten, da flexibler. Auch Heimarbeit hätte ich toll gefunden. ER wollte das aber nicht, da er für Kunden feste Ansprechpartner wollte. Naja, hat ja auch 3 Jahre gut funktioniert. Bis alles den Bach runterging.

    Und wenn dann von verschiedenen Seiten ja gefordert wird, dass auch die Väter sich beteiligen sollen, damit nicht nur die Mütter die Arschkarte mit der Teilzeit haben, dann wird eben auch nur von einem Durchschnitts-Büroarbeiter ausgegangen. Mein damaliger Mann war als stellvertretender Bürgermeister und Beigeordneter 4 Abende auf Sitzungen und es wurde von ihm Verfügbarkeit rund um die Uhr erwartet.
    Ist halt nur in der Theorie alles so schön einfach. Die Praxis ist sehr vielschichtig und oft nicht so einfach...

  4. User Info Menu

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    @ Satyr:

    Wenn ich hier also lese: "Ich mache doch genauso gute Arbeit wie vorher, warum soll das auf einmal weniger wert sein?", dann ist die Antwort eben, das die 50% der Arbeit die gemacht wird qualitativ viell. genauso ist.. aber eben 50% übrig bleiben die dem Arbeitgeber Geld kosten.

    Und das kann bei kleineren Firmen tatsächlich Kopfzerbrechen bereiten.
    Wenn dieses Teilzeitgewünsche nicht akzeptiert wird oder nicht gerne gesehen ist, dann würde ich das nicht als mobbing bezeichnen. Eher als wirtschaftliche Reaktion, die ich für verständlich halte.[/QUOTE]

    --> tja, es ist halt nicht immer so, wie es scheint: ich z.B. wäre durchaus bereit gewesen, nach 3 Jahren wieder 100 % zu arbeiten, auch wenn es für mich und v.a. mein Kind sicher nicht besonders witzig geworden wäre. Allein: mein Chef hat meine "Elternzeitvertretung" nach kürzester Zeit zu meiner Nachfolgerin erklärt, heißt: unbefristete Anstellung. Der Mann kann sich mich als 100% Kraft gar nicht leisten, meinen gesetzlichen Anspruch auf eine adäquate Stelle kann ich mir in die Haare schmieren.
    Und was deine Sorge um die armen kleinen Unternehmen angeht: unter einer best. Mitarbeiteranzahl hat der AN keinen Anspruch auf Teilzeit. Ich finde durchaus, dass auch der AG geschützt ist.
    Hingegen finde ich es schon zumutbar, dass der AG längerfristig denkt. AN in jungen Jahren ausnehmen (Engagement, Zeit, Energie) und die schwierigeren Zeiten nicht mittragen wollen - was bitte ist das denn???
    Und dann: es ist nicht so, dass ich die Belastung für den AG nicht sehe, ich weiß nur ehrlich gesagt keine bessere Lösung: wenn diese Gesellschaft Kinder will, dann sollte jeder seinen Teil dazu beitragen und das betrifft auch Nicht-Mütter und -Väter und leider eben auch die Chefs. Ich finde, keiner von uns kann sich eine kinderfeindliche Haltung leisten, weil keiner von uns für die Dauer seines Lebens garantieren kann, dass er nicht auf Hilfe anderer angewiesen ist. Wenn wir alt sind, dann ist es die jüngere Generation, die uns pflegt und evtl. auch finanziell für uns aufkommen muss. Also sollten wir doch wirklich in unserem eigenen Interesse alle an einem Strang ziehen und etwas Kinderfreundlichkeit walten lassen.

Antworten
Seite 6 von 6 ErsteErste ... 456

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •