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  1. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    karla,

    vielleicht gab es mehr solidarität, weil es weniger alternativen gab.

    und die ersten frauennetzwerke haben ja wirklich pionierarbeit geleistet. das war etwas völlig neues, fast schon wildes und noch nicht vorher dagewesenes.

    ich fand und finde es auch heute noch so schade, wie da mütter (die zuhause arbeiten) und mütter (die auswärts arbeiten) und nicht -mütter ja fast schon aufeinander losgehetzt werden.

    sollten wir alle, die wir frauen sind, doch uns zusammen setzen und lösungen finden. wenn wir auf die männliche politik warten- da warten wir bis wir grünspan ansetzen. guckt euch doch die männlichen politiker an: die haben ihre frauen zuhause sitzen und die frauen, die in die politik gehen, werden zwischen belächelt und diffamiert, doch alles.

  2. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    karla,

    vielleicht gab es mehr solidarität, weil es weniger alternativen gab.

    und die ersten frauennetzwerke haben ja wirklich pionierarbeit geleistet. das war etwas völlig neues, fast schon wildes und noch nicht vorher dagewesenes.

    ich fand und finde es auch heute noch so schade, wie da mütter (die zuhause arbeiten) und mütter (die auswärts arbeiten) und nicht -mütter ja fast schon aufeinander losgehetzt werden.

    sollten wir alle, die wir frauen sind, doch uns zusammen setzen und lösungen finden. wenn wir auf die männliche politik warten- da warten wir bis wir grünspan ansetzen. guckt euch doch die männlichen politiker an: die haben ihre frauen zuhause sitzen und die frauen, die in die politik gehen, werden zwischen belächelt und diffamiert, doch alles.
    Sobald die Nichtmütter und die Mütter und auch die Väter und Nichtväter einander widersprechende Interessen haben, deren Ausleben dem jeweils anderen die Möglichkeit, dies ebenfalls zu tun, nimmt, ist es aus mit der Solidarität.

    Da hat die Politik mal gar nichts mit zu tun.

  3. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Sobald die Nichtmütter und die Mütter und auch die Väter und Nichtväter einander widersprechende Interessen haben, deren Ausleben dem jeweils anderen die Möglichkeit, dies ebenfalls zu tun, nimmt, ist es aus mit der Solidarität.
    und wenn es, was durchaus machbar ist, der versuch, der ernsthafte versuch gemacht wird, zumindest den kleinsten gemeinsamen nenner aus all diesen gruppen zu finden,auch jeder und ich meine wirklich jeder bereit ist auch mal über seinen suppentellerrand zu schauen, dann finden sich lösungen.

    die können durchaus ganz individuell sein. aber wenn sich jeder nur auf seinen standpunkt zurückzieht und dort beharrt- dann tut sich garnichts.

    und ich behaupte, nach über 2o jahren mit kindern vollberufstätigkeit, mit allen schichten im öffentlichen dienst, berufstätige mütter zeigen meist (nicht immer!) aber meistens mehr flexibilität und veränderungsbereitschaft.

  4. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    und wenn es, was durchaus machbar ist, der versuch, der ernsthafte versuch gemacht wird, zumindest den kleinsten gemeinsamen nenner aus all diesen gruppen zu finden,auch jeder und ich meine wirklich jeder bereit ist auch mal über seinen suppentellerrand zu schauen, dann finden sich lösungen.

    die können durchaus ganz individuell sein. aber wenn sich jeder nur auf seinen standpunkt zurückzieht und dort beharrt- dann tut sich garnichts.

    und ich behaupte, nach über 2o jahren mit kindern vollberufstätigkeit, mit allen schichten im öffentlichen dienst, berufstätige mütter zeigen meist (nicht immer!) aber meistens mehr flexibilität und veränderungsbereitschaft.
    Wie sähe der gemeinsame Nenner aus, wenn alle im Hochsommer, zu Weihnachten und Silvester aus verschiedenen Gründen frei haben möchten?

    Deiner unteren These würde ich nicht zustimmen, denn die meisten spontanen Dienstreisen verbuchen die Singles meiner Erfahrung nach.

  5. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    das untere drittel meines postings ist keine these sondern meine erfahrung.

    im öffentlichen dienst, zwar ohne dienstreisen aber dafür mit schichtdiensten und wochenenden.
    Geändert von Inaktiver User (05.07.2008 um 12:08 Uhr)

  6. User Info Menu

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Ich glaube das manche mal mehr die Arbeitgeberseite ansehen sollten, zumindest in Betrieben die nicht so groß sind wie der rosa Riese.

    Ich finde es ja gut, wenn man Müttern NACH dem Muttschutz den Job den sie VORHER hatten, zu den gleichen Konditionen, wieder anbieten muss. Soweit ok.
    Aber was lese ich hier? Lauter Teilzeit oder 3/4 Ansprüche.

    Rechnet mal durch, was dies für den Arbeitgeber bedeutet:

    Die Dame hat vorher 100% der Arbeit erledigt, die für diese Stelle erledigt werden muss. Nun kommt sie zurück und möchte nur noch 50-70% arbeiten, erledigt also nur noch 50-70% der Arbeit.
    Da bleiben 30-50% die entweder andere Mitarbeiter übernehmen müssen (nicht gut fürs Klima) oder es muss ein weiterer, neuer Mitarbeiter eingestellt werden.

    Erstere Version bringt Kosten mit sich, falls Überstunden bezahlt werden - spätestens aber wenn jemand den Anspruch hat die Überstunden in Freizeit umwandeln zu wollen.
    Zweitere Version bringt noch mehr kosten, weil dann bei zweit Mitarbeitern Lohnnebenkosten anfallen + Verwaltungsaufwand, Einarbeitung und Kapazitätenzuteilung (Arbeitsplatz usw.).

    Wenn ich hier also lese: "Ich mache doch genauso gute Arbeit wie vorher, warum soll das auf einmal weniger wert sein?", dann ist die Antwort eben, das die 50% der Arbeit die gemacht wird qualitativ viell. genauso ist.. aber eben 50% übrig bleiben die dem Arbeitgeber Geld kosten.

    Und das kann bei kleineren Firmen tatsächlich Kopfzerbrechen bereiten.
    Wenn dieses Teilzeitgewünsche nicht akzeptiert wird oder nicht gerne gesehen ist, dann würde ich das nicht als mobbing bezeichnen. Eher als wirtschaftliche Reaktion, die ich für verständlich halte.

  7. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Satyr: Zum Wunsch nach Teilzeittätigkeit kann ich jetzt aus Erfahrung sagen, dass dies, auch von mir nach über 10 Jahren Vollzeit-Berufstätigkeit und Erfahrung in dieser Branche so erfahren, durchaus möglich war. Gewesen wäre. Bei dem einen AG wurde nicht nachgedacht, ob und überhaupt wie. Beim zweiten AG wurde überlegt und der Gedanke für praktikabel erklärt. Ich bekam kleinere Aufträge, die ich in der mir zur Verfügung stehenden Zeit (ca. 6 Stunden täglich) erledigen konnte. Oder ich sprang helfend bei anderen ein, was eben in meiner Branche durchaus üblich und gängig ist. Es war eben zuerst mal die Sturheit, "ham wer nie so gemacht", was eigentlich der schicken Werbebranche ja so gar nicht gut zu Gesicht steht, und dann erst die Überlegung: Geht das? Und siehe, es ging. Gut sogar!
    Also ist in dieser Überlegung, geht Teilzeit oder nicht, auch ein bisschen das über-den-Tellerrand-Schauen gefragt. Von den AG!

  8. User Info Menu

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    @Anemone
    Woher weisst Du, ob es bei AG1 gegangen wäre? Kanntest Du alle Zahlen, Bilanzen, Kontobewegungen usw.. so das Du beurteilen konntest, wie der finanzielle Mehraufwand ausgesehen hätte?

    Natürlich "geht" es oft.. die Frage ist nur, ob man die finanzielle Mehrbelastung tragen möchte.
    Vieles was "geht", ist wirtschaftlich gesehen nicht das tollste. Als AG ist man aber der Wirtschaftlichkeit verpflichtet, auch aufgrund der Verantwortung für all die anderen Arbeitsplätze, die man finanzieren und sichern muss.

    Du hast selbst beschrieben, das Dein Arbeiten in Teilzeit anders aussah, als vorher. Du hast andere Aufgaben bekommen, teils ausgeholfen. Was wurde aber aus den Arbeiten, die Du vorher vollzeit erledigt hast? Die haben sich ja bestimmt nicht in Luft aufgelöst, mussten also von jemand anderem erledigt werden. Und dabei entstehen kosten, die teilweise nicht gering sind.

    Jetzt versetz Dich mal die Lage eines wirtschaftlich denkenden Arbeitgebers. Er hat folgende Optionen:

    1) Mitarbeiter teilzeit weiter beschäftigen und neuen Mitarbeiter einstellen, dabei 2 mal Lohnnebenkosten tragen + vielleicht ein komplett neues Gehalt, mehr Organisationsaufwand und finanzierung eines zusätzlichen Arbeitsplatzes (abseits vom Gehalt).

    2) Ehemaligen Mitarbeiter nicht teilzeit weiter beschäftigen sondern einen neuen suchen, der die Vollzeit stelle genauso ausfüllen kann und die Kosten bleiben wie gehabt.

    Wofür würdest Du dich entscheiden? :)
    Sicher, menschlich gesehen ist Variante eins ein toller zug. Aber menschlichkeit ist es, die kleinere Betriebe den finanziellen Erfolg nehmen kann. Klingt jetzt härter als ich es meine.. aber manchmal muss man eben die menschlichen Überlegungen zurück setzen und wirtschaftlich denken, vor allem wenn es um Langfristige Sicherung der Firmenfinanzen geht.

    Stell Dir vor, das Du Variante 1 wählst. Nun werden die nächsten 5 Jahre aber noch 3 - 6 andere Mitarbeiterinnen schwanger und möchten auch dieses Modell haben. Siehst Du, was sich da summiert?

    Edit: Kure Anmerkung noch: Den Wunsch nach Teilzeit an sich, kann ich vollstens nachvollziehen. Ich weiß, das ich nicht mehr vollzeit (wenn überhaupt) arbeiten werde, wenn bei mir mal Kinder anstehen.
    Aber diese Anspruchshaltung, die finde ich nicht in Ordnung. Es sei denn man legt dem Arbeitgeber ein Konzept vor, bei dem er keinerlei zusätzliche Kosten hat, wie beispielsweise eine Stelle die zu 50% im Büro und 50% in Heimarbeit erledigt werden kann. Die Produktivität also bei 100% bleibt. Solche sachen finde ich klasse.
    Aber solange der Arbeitgeber mehrkosten tragen muss, sollte man überlegen ob man so eine "Anspruchshaltung" haben sollte. Es ist ein Geben und Nehmen. Wer nur 50% gibt, sollte sich nicht wundern das er weniger bekommt - nicht nur finanziell.

  9. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Das sind alles sehr einleuchtende Argumente!
    Ich möchte auch nicht meinen ganz speziellen Fall hier exemplarisch ausbreiten. Nur soviel: es war damals ein kleiner Betrieb, der vom Inhaber nach Gutsherrenart geführt wurde. Er feuerte nach Lust und Laune Mitarbeiter, lag tagelang im Bett oder mit Kopfschmerzen (Champagner) darnieder, erwartete dann aber am Wochenende vollen Einsatz seiner Truppe, um seine kreativen Ideen durchzusetzen. Er urteilte in meinem Fall ohne Überlegung, allein aus schlechter Laune heraus. Dass diese Laune dann 3 Jahre später plötzlich besser war, wunderte mich nicht. War eben so... und dann war er plötzlich einverstanden. Und es klappte.
    Denk mal, es gibt nicht nur AG, die gründlich und betriebswirtschaftlich abwägen, sondern schnell aus dem chaotischen Bauch heraus.
    Warum ich dann trotzdem so lange da gearbeitet hab? Weil es super KollegInnen gab, weil der Ton locker und die spontanen Betriebsausflüge legendär. Waren halt wilde Zeiten damals...

  10. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Satyr
    Den Wunsch nach Teilzeit an sich,

    es gibt ein gesetz dazu. das teilzeit und befristungsgesetz.

    nicht der wunsch alleine sondern auch der rechtliche anspruch ist für mich ein kriterium.

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