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  1. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Colonna, die Freundin ist Redakteurin .... aber Tageszeitung, also noch etwas "härter" ..... sie durfte auch Artikel über Vereinbarkeit Kind und Beruf schreiben.... fanden wir sehr... sehr... lustig...

    Mittlerweile arbeitet sie "Teilzeit", woanders, super bezahlt ... und auch noch in der Nähe ihres Wohnortes und Öff. Dienst *klar, oder ...*

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    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    mir ist auch klar, dass ich, weil ich ein Kind habe, nicht die gleiche steile Karriere hinlegen kann, wie jemand, der all seine Kraft in den Job stecken kann. Aber ist es wirklich zu viel erwartet, dass gute Arbeit auch also solche anerkannt wird, egal von wem sie kommt und in wie vielen Stunden sie abgeleistet wird? Zumindest bei meinem AG wird sehr deutlich mit verschiedenen Maßstäben gemessen, ganz abgesehen davon, dass ich schon eine erkleckliche Anzahl an Mobbing-Maßnahmen über mich ergehen lassen durfte (Verantwortung entzogen, Elternzeitvertretung als Vorgesetzte (in einem Betrieb, der ansonsten keine Hierarchien hat!), wegen einem (!) kleinen Fehler gleich an den Pranger gestellt worden, usw.). Muss ich mich schuldig fühlen, weil ich ein Kind habe? Und andererseits: was ist mit den Vorteilen einer Teilzeitkraft für den AG? Aus einer 100 % Kraft kann man vielleicht ein wenig, aber eben nicht wahnsinnig viel mehr rausholen als eben 100%. Aber eine 25 oder 50% Kraft kann es sich eventuell ja doch mal kurzfristig einrichten, 60-100% zu arbeiten und zwar ganz nach den betrieblichen Erfordernissen. Und dann konnte ich tatsächlich bei Teilzeitkräften beobachten, dass dies nicht nur ein Bonmot ist: zwei 50%-Kräfte arbeiten mehr als eine 100%-Kraft. Aber offensichtlich ist Mütter-Mobbing ja gesellschaftlich anerkannt, das war mir vorher einfach nicht klar. Ich finds nur nicht sonderlich durchdacht, weil der Betrieb ja schließlich auch Schaden davon trägt, wenn die Mitarbeiter nicht motiviert sind, oder?

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    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    In einer früheren Firma war es in einer Abteilung gang und gäbe, allein erziehenden Neu-Müttern das Leben schwer zu machen. Den verheirateten nicht, auf die war man sowieso schon neidisch . Ekelhaftes Zickengetue war da an der Tagesordnung.

    Gemobbt wrude also mehr von den Frauen, nicht so von den Männern. Dank unfähiger (männl.)Abteilungsleitung wurde das alles ohne jegliche Unterstützung zugelassen. Die Mädels wußten sich kaum zu wehren, hatten Angst, den Job wieder zu verlieren...und der Chef tönte er habe für sowas keine Zeit, sie sollten sich bitte zusammenraufen wie Erwachsene...blabla...

    Die "alt eingesessenen" hatten es nicht schwerer als andere auch. Sie waren ja schon "mit Kind" eingestellt worden. Komischer weise scheint das für die Mobberinnen ein Unterschied zu sein. Aber mit Logik hat Mobbing ja eh nichts zu tun.

    Leider war auch der Betriebsrat überfordert mit der Thematik. Die Frauen arbeiten heute nicht mehr dort.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


  4. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Zitat Zitat von Heike007
    Aber ist es wirklich zu viel erwartet, dass gute Arbeit auch also solche anerkannt wird, egal von wem sie kommt und in wie vielen Stunden sie abgeleistet wird?
    ich habe es oft erlebt, dass eionfach erwartet wurde, das ich überstunden leiste, weil meine kollegin mal schnell ihr kind abholen muss. 'du übernimmst rasch den kunden, nicht?'

    und ich hab es auch erlebt, dass ich meine urlaubstermine grundsätzlich nach den müttern ausrichten sollte. weihnachten oder ostern sind bei uns termine wo einfach erwartet wird, dass frauen ohne kinder arbeiten, denn die mütter müssen natürlich bei der familie sein.

    macht alles auch keinen spaß. und warum sollen sich die kinderlosen eigentlich grundsätzlich nach den ansprüchen der mütter richten? nur weil sie mütter sind?

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    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Emilie, das hat mich auch oft gefuchst, aber mal ehrlich: Wie sollen sie es denn machen, die Mädels? Die meisten wären selber froh, sie könnten in der Nebensaison fahren! Mir hat am meisten die Weihnachtszeit gestunken, wenn ich stets und ständig Dienst hatte, die Mütter mußten ja die Familie bespaßen. Nie konnte ich mal Luft holen zwischen den Jahren. Wobei der Winter Hochsaison war bei uns. Tja, damit mußte ich halt leben. ABer bis an mein Lebensende hätte ich das auch nicht gewollt, dann hätte ich mir irgendwann einen anderen Job gesucht.

    Wir sollten vielleicht bedenken:

    Das Land braucht Nachwuchs. Wir alle. Und da wir keinen eigenen haben, müssen wir manchmal etwas beitragen, damit die Gesellschaft (und auch Deine und meine Rentenzahlungen) funktionieren kann. Ich unterstütze Mütter wirklich liebend gerne, und ich bewundere jede Frau, die gleichzeitig berufstätig und Mutter ist. Das würde ich mir nicht zutrauen, und das habe ich mir auch nie gewünscht.

    Ich verstehe auch sehr gut, daß Du genervt bist, wenn es sich bei Dir auf der Arbeit häuft mit der Rücksichtnahme.
    Du müßtest das dann aber auch klären im Job. Hast Du schon?

    Es werden ja auch noch andere Frauen bei Euch arbeiten, die "den Kunden rasch übernehmen" könnten. Oder die Kollegin fängt ab X Uhr keinen neuen Kunden mehr an...oder...oder.
    Gemeinsam lassen sich vielleicht Lösungen finden. Nur Mut! Bei Problemen immer fragen: Wie könnte es trotzdem gehen?

    Wir könnten uns auch damit trösten, daß wir viele andere Vorteile haben als Singlefrauen, nur an der Stelle halt Nachteile. So als Motivationsgedanke gesagt.

    LG Karla
    The original Karla
    est. 2006


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    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    [QUOTE=Inaktiver User]ich habe es oft erlebt, dass eionfach erwartet wurde, das ich überstunden leiste, weil meine kollegin mal schnell ihr kind abholen muss. 'du übernimmst rasch den kunden, nicht?'

    --> das ist aber doch auch personenabhängig, oder? Ich habe eine Kollegin, die sich solche Dinge auch oft rausnimmt, aber nicht, weil sie wegen dem Kind nach Hause muss, sondern weil sie gesundheitliche Probleme hat, oder sich solche zumindest einbildet. Die Frau hat einen Stundenplan, was all ihre Massage-, Arzt-, Heilpraktiker- und sonst was Termine angeht! Und nimmt es als selbstverständlich, dass andere für sie einspringen. Aber auch hier: bei Müttern würde das als schlimm empfunden, aber aus anderen Gründen ist so ein Verhalten akzeptiert.

    und ich hab es auch erlebt, dass ich meine urlaubstermine grundsätzlich nach den müttern ausrichten sollte. weihnachten oder ostern sind bei uns termine wo einfach erwartet wird, dass frauen ohne kinder arbeiten, denn die mütter müssen natürlich bei der familie sein.

    --> eine andere Kollegin führt eine Wochenendbeziehung (auch ohne Kind) und will daher immer alle Brückentage. Ach, grundsätzlich denke ich, man kann doch alles irgendwie hinkriegen. Soll sie die Brückentage nehmen, dafür die Mütter die Schulferien usw. Oder???

  7. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    diese unsäglich endlose diskussionen über urlaubszeiten

    mal den kopf schüttelt. ich habe damit schon vor 25 jahre gekämpft und die gesellschaft ist noch immer nicht einen schritt weiter.

    wenn ich ein kind habe, das noch im betreuungsalter ist, egal ob kindergarten, schule, hort etc. dann bin ich nicht aus freien stücken in der ferienzeit mit urlaubswünschen unterwegs, sonder schlichtweg weil die institutionen mir diese zeiten vorgeben.

    das gleiche was die täglichen öffnungs und schliesszeiten betreffen.

    und die wenigsten von uns sind nun mal in der glücklichen lage, sich eine persönliche nanny leisten zu können.

    ich behaupte seit 25 jahren und noch immer: in dem der staat die rahmenbedinungen für berufstätige mütter stiefmütterlich behandelt, glaubt man tatsächlich frauen aus dem beruf heraus halten zu können.

    und diese strategie gabs nach 1945 schon einmal.
    bis zu dem zeitpunkt wo die meisten männer aus kriegsgefangenschaft zurückkamen, waren frauen an allen arbeitsfronten mehr wie willkommen. dann kamen die männer zurück und voila, plötzlich war das ganze "frauenglück" in haushault und kinderbetreuung zu finden.

    wir können es uns aber in diesem land nicht leisten, gute, qualifizierte, engagierte arbeitnehmer faktisch kalt zu stellen, nur ob der tatsache, dass sie weiblich sind.

    in zeiten von hohen arbeitslosenzahlen, werden immer wieder die tugenden von hausfrauen-mütter gepriesen.

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    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Da sprichst Du mir aus der Seele !

    Nur leider merken das viele (Frauen) nicht, oder wollen es nicht merken, weil gegen den Strom schwimmen ja Kraft kostet?

    Es ist verdammt traurig, wie wenig Verständnis füreinander manchmal da ist. Neid, Mißgunst und bloß-nicht-in-den-anderen-hineinversetzen, so kommt man weiter im Leben. Leider.

    Und dann jammern, daß "das Klima" in Deutschland so mies, und alles im Ausland so viel besser ist

    LG Karla
    (die übrigens vor bald 25 Jahren das erste rein deutsche Frauennetzwerk mit aufgebaut hat, gab es mehr Solidarität damals???)
    The original Karla
    est. 2006


  9. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Brighid

    Ich glaube, dass eine Menge Familien (ärgern sich Männer eigentlich auch so, dass Familienväter in den Ferien Urlaub nehmen?) ganz schön froh wären, wenn sie nicht immer ständig in der Hochsaison in den Urlaub fahren müssten. Oftmals geht es ja aber auch gar nicht um "in Urlaub fahren", sondern dass in der Ferienzeit schlicht und ergreifend keine brauchbare Alternative für die Kinderbetreuung zur Verfügung steht. Und gerade die Familien, die auf die Berufstätigkeit beider Eltern angewiesen sind, weil das Geld sonst einfach nicht langt, haben auch nicht die Kohle, um zusätzlich noch externe Betreuung einzukaufen.

  10. Inaktiver User

    AW: Haben Sie Erfahrungen mit Mütter-Mobbing gemacht?

    Der Zwang, in der Hauptsaison Urlaub zu nehmen, begann für uns junge Eltern schon zur Zeit der Krabbelgruppe! Was hätten wir uns gewünscht, da nicht drauf angewiesen zu sein! Und die Hochsaisonpreise nicht zahlen zu müssen....
    Jetzt, wo meine jüngste Tochter einen Ausbildungsplatz hat, ist das erste "richtige" Mal, wo wir bewusst spontan so gegen September uns auf die Achse machen. Ganz ohne Plan und Buchung. Wunderbar!
    Und frau darf auch nicht vergessen, dass selbst Horte und KiTas nie die vollen Ferienzeiten offen haben, sondern max. 3 Wochen. Und so on....und die Eltern das Vergnügen haben, die vielen Ferienzeiten eine geeignete Betreuung zu finden. Und ich hatte viele Jahre nur 24 Tage Urlaub....

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