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  1. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Ich weiss nicht mehr, von welchem Politiker der (extrem dämliche) Vorschlag kam, das ganze nicht an tagessätzen, sondern, da die banken ja mittlerweile auskunft an behörden erteilen - vom jeweiligen vermögen des verkehrssünders abhängig zu machen....


    Tagessätze ist denke ich die fairste Methode, die man hier so hat - auch wenn frain rehcht hat: 100 Euro tun jemandem, der 1000 Netto zur verfügung hat, ziemlich weh - 500 jemandem mit 5000 netto weniger....
    Aber ob Geldstrafe oder fahrverbot härter sind, ist nun doch sehr individuell und muss auch nicht unmittelbar mit dem Einkommen zusammenhängen. (Denkt doch mal an Taxi- oder Kurierfahrer!)

    Ein Grundfreibetrag und entsprechend angepasste Tagessätze wären eine Möglichkeit...
    Dann sähe ne Rechnung so aus:

    wer nach abzug des Freibetrages ein restnetto von 500 oder weniger hat, zahlt 50 Euro. alle anderen 10% des nettos (abzüglich freibetrag).
    Doch so, wie schon jetzt bei Punkten illegal gehandelt wird (Es gibt leute, die sich dafür bezahlen lassen, die Knöllchen und Punkte von Brummi- oder Taxifahrern ,mit hohem Punktekonto auf sich zu nehmen!) ist das sich-im-nachhinein-für-Knöllchen-schuldig-bekennen dann demnächst eine Nebenerwerbsquelle für Hartz 4 - Empfänger...

    Eine wirklcih faire Lösung wird es nicht geben.


    Dennoch wünsche ich mir, dass sich demnächst dann mehr fahrer an die Verkehrsregeln halten... Hoffen darf man doch...

  2. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Das würde bedeuten, das der, der 1000 Euro verdient, mehr zahlt, als derjenige der 2000 Euro in der Tasche hat.
    Ja, weil es geht mir nicht um die finanzielle Gerechtigkeit, sondern darum, was tut dem Raser am Meisten weh. Wer wenig Geld hat, wird sich durch Geldstrafe leichter beeindrucken lassen als durch Fahrverbot. Wer viel Geld hat, wird durch Fahrverbot mehr gestraft.

    Hier geht es doch darum, diesen elenden Rasern und Dränglern das Handwerk zu legen, nicht um soziale Gerechtigkeit. Und wenn ich mehrere Hundertausend Euro im Jahr verdiene, kann mich kein Bussgeld beeindrucken - egal, wie hoch es ist.

  3. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Wir können ja mal eine Rechnung aufmachen.
    Da haben wir eine OWi die mit 10 Tagessätzen bestraft wird und zwei Beschuldigten. Der Beschuldigte A hat nach Abzug aller „Freibeträge“ noch 1000 Euro zur Verfügung und der B noch 5000 Euro.
    Bei A würde das einen Tagessatz von 33,33 Euro und bei B einen von 156,67 Euro bedeuten.
    A hätte dann 333,30 und B 1566,70 Euro Strafe zu zahlen. Beide zahlen also 1/3 ihres „Nettobetrages“.
    Wir reden hier von der Mehrheit der Autofahrer. Die, die wirklich Geld haben, die leisten sich dann bei einem Fahrverbot sowieso einen Fahrer oder sie machen einfach solange Urlaub im Ausland.

  4. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Noch ne fixe Idee:

    man macht es am Wert (Neuwert oder Zeitwert nach Schwacke???) des Wagens fest!

    Der Studi mit von Papi geborgtem SLK wird daraus fürs Leben lernen!

  5. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Klasse, Knusperhexe.....und der Brummifahrer, der mit dem nagelneuen Truck seines Arbeitgebers unterwegs ist, kann dann ja zur Begleichung seines Bußgeldes seine Wohnungseinrichtung zu Geld machen, ne?

  6. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Daaa brauchts dann natürlich die erste von 327,5 Sonderregeln für Nutzfahrzeuge .....

  7. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant


  8. VIP

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    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Da haben wir eine OWi die mit 10 Tagessätzen bestraft wird und zwei Beschuldigten. Der Beschuldigte A hat nach Abzug aller „Freibeträge“ noch 1000 Euro zur Verfügung und der B noch 5000 Euro.
    Damit hat der Beschuldigte A zwar den geringeren Eurobetrag gezahlt, dennoch dürfte ihn das ungleich mehr schmerzen, als den Beschuldigten B.

    Auch Fahrverbote schmerzen unterschiedlich.
    Kostet es einen Berufskraftfahrer möglicherweise den Arbeitsplatz, wäre es für einen Pendler einfach nur unbequem, wegen der Fahrt mit öff. Verkehrsmitteln länger unterwegs zu sein und gelegentlich einen Schirm mitzunehmen.

    Eine wirklich faire und gleichermassen "treffende" Lösung habe ich aber leider auch nicht anzubieten.
    Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)



  9. gesperrt

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    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Hallo frain!

    Wenn von einem Tagessatz gesprochen wird, ist hier nicht von einem festen Geldbetrag die Rede, sondern der Tagesbetrag errechnet sich nach dem jeweiligen Einkommen.
    Google mal. Dort wird beschrieben wie der Tagessatz errechnet wird. Aber ganz einfach dargestellt bedeutet dies, das das Nettoeinkommen durch 30 (Tage) geteilt wird. Wenn nun als Strafe 20 Tagessätze vorgesehen sind, dann unterscheidet sich die Strafe schon bei jedem.
    Wem tun beispielsweise 10 Tagessätze mehr weh? Dem der am Tag 50 Euro verdient oder dem, der am Tag 500 Euro verdient. Der Betrag, den jeder täglich zum Leben braucht, ist bei jedem gleich groß. Unterschiedlich ist nur der Anteil des Überschusses, von dem der jeweilige abgibt.
    Es ist nicht unbedingt gesagt, dass der, der mehr verdient auch mehr für sein Geld tut.

    Fazit: Es gibt keine absolute Gerechtigkeit.

    Fragen muss man nach dem Sinn von Strafen bei Verkehrsverstößen. Der Sinn einer Strafe bei Verkehrsverstößen soll sein, dass dieser Verstoß nicht mehr begangen wird, dass ein Lerneffekt stattfindet und dass die Strafe weh tut und zwar jedem gleichermaßen. Der nachteilige Effekt soll für jeden gleich groß sein.

    Deshalb wäre ein Fahrverbot sinnvoller und vor allem gerechter wie eine Geldbuße.

  10. Inaktiver User

    AW: Höhere Bußgelder geplant

    Zitat Zitat von Streuner
    Fazit: Es gibt keine absolute Gerechtigkeit.
    Da stimm ich dir zu Streuner.

    Nur wie ist es den jetzt im Moment? Jetzt kosten die OWi einen bestimmten Betrag. Das tut einem Wenigverdienenden mehr weh als deinem Großverdiener. Ist das jetzt gerecht ?
    Somit ist doch die jetztige Verfahrensweise ungerechter, als wenn man mit Tagessätzen abrechnen würde. Neben der Geldbuße könnten man noch begleitende Maßnahmen wie Führerscheinentzug oder Beschulung verhängen.
    Käme natürlich auf das Delikt an.

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